Kämmerer Christian Völkel brachte am Donnerstag auch den Stellenplanentwurf für den Haushalt 2026 im Rat ein.Kamen. (AG) Kämmerer Christian Völkel brachte auf der Ratssitzung am Donnerstag den Entwurf für den städtischen Stellenplan für das kommende Jahr ein. In die Reihen der insgesamt 545 Beamten und tariflich Beschäftigten werden 16 neue Mitarbeiter eintreten, die im Stellenplan für `26 ausgewiesen werden.
Im letzten Jahr wurden nur 9,6 Stellen ausgewiesen. Die Ausweitung um zwei Alarmdienstfunktionen bei der Feuerwehr, die der Brandschutzbedarfsplan vorschreibt, trägt maßgeblich zur Personalaufstockung bei, insgesamt sind für die Erweiterung elf zusätzliche Stellen vorgesehen, die in den nächsten Jahren stufenweise besetzt werden sollen. Rekrutiert werden sollen die Kräfte möglichst aus der eigenen Ausbildung heraus. Sieben neue Stellen wurden im Rettungsdienst eingerichtet, was einerseits aus der Stellenbedarfsrechnung, andererseits aus den neuen Tarifabschlüssen resultiert, nach denen Beschäftigte im Rettungsdienst nur noch 46 statt 48 Stunden Arbeits- und Bereitschaftsdienst leisten dürfen, auch diese Stellen sollen sukzessive besetzt werden.
Im Fachbereich 23 (Wirtschaftsförderung) soll künftig die Stelle des Leiters eingespart werden, dessen operative Aufgaben auf andere Mitarbeiter und eine zusätzliche Halbtagsstelle übertragen werden sollen. Diese Fachbereichsgruppe soll dem Dezernat II (Wirtschaftsförderung, Grundstücksmanagement, Kultur) demnächst als Stabsstelle zur Seite gestellt werden.
Die Personalaufwendungen werden im neuen Jahr voraussichtlich bei 43 Mio. Euro liegen, hinzu kommen Versorgungsleistungen in Höhe von 5,7 Millionen. Von den 43 Mio. Euro werden 68 Prozent auf die Netto-Personalaufwendungen, 29 Prozent auf die gebührenfinanzierten Produkte und der Rest auf Leistungsaustausche mit der Stadtentwässerung und sonstige Personalaufwendungen fallen. Die Kosten steigen mit den gesetzlichen Lohnerhöhungen: 2,5 Prozent mehr geben soll es beim Beamtensold geben, ab 2027 ist eine weitere Erhöhung um noch einmal zwei Prozent berücksichtigt. Für tariflich Beschäftigte ist für 2026 eine Erhöhung um 2,8 Prozent geplant und für die Folgejahre eine weitere Anhebung um zwei Prozent, was bereits im jetzigen Entwurf berücksichtigt wird. Das sei zwar gerechtfertigt, mache sich in der Bilanz im Vergleich zur Vergangenheit aber extrem bemerkbar, sagt Völkel: die Personalkosten werden um 1,8 Mio. auf 42,6 Mio. Euro steigen. Sinken werden hingegen die Versorgungsaufwendungen von 6,9 Mio. auf 5,7 Mio. im Jahr 2026. Das unter anderem über die Gebühren erreichte Refinanzierungsvolumen beläuft sich auf 13,4 Mio. Euro, so dass der Nettopersonalaufwand auf 29,22 Mio. Euro reduziert wird.
Die Fachbereiche hätten durchaus berechtigte Personalwünsche, sagt Bürgermeisterin Elke Kappen. Es sei eine große Herausforderung, bei den Bedarfen mit Blick auf den Haushalt Maß zu halten und dennoch das übliche Pensum zu leisten. Das Vorantreiben der Digitalisierung im Rathaus bewirke bestenfalls, dass Personal nicht aufgestockt werden müsse, betont die Bürgermeisterin, aber es einzusparen, würde nicht funktionieren.







