v.li.: Denis Aschhoff, Oliver Syperek, Joachim Eckardt, Benjamin Borghoff, Christiane Klanke, Klaus Kasperidus, Carina Feige, Oliver Bartosch, Daniel Heidler.Kamen. Wenige Wochen nach Beginn der neuen Legislaturperiode hat der Kamener Stadtrat seine Arbeitsstrukturen festgelegt. Die Fachausschüsse und weiteren Gremien wurden besetzt und können ihre Arbeit aufnehmen. Vorausgegangen waren Gespräche zwischen den demokratischen Parteien, um eine breite Mitwirkung im Rat sicherzustellen.
SPD-Fraktionsvorsitzender Daniel Heidler erklärte, dass die Zuordnung der Ratsmitglieder zu den verschiedenen Aufgabenbereichen nach fachlicher Eignung und Interessenlage erfolgte. Gleichzeitig sei es wichtig gewesen, auch kleineren Fraktionen Beteiligung zu ermöglichen. Als besondere organisatorische Herausforderung nannte Heidler den Einzug einer Partei, die vom Bundesverfassungsgericht als rechtsextrem eingestuft wird und nun erstmals im Kamener Rat eine Fraktion bildet. In der konstituierenden Sitzung hatte diese durch Kritik an der Bürgermeisterin erstmals politische Akzente gesetzt.
Heidler betonte, der Rat sei für die kommenden fünf Jahre inhaltlich wie organisatorisch gut aufgestellt. Ziel sei es, eine verlässliche Arbeit in den Ausschüssen und Gremien sicherzustellen. Die SPD wolle als stärkste Fraktion dazu beitragen, dass die kommunalpolitischen Aufgaben kontinuierlich verfolgt werden.
Mehrere Ausschussvorsitze wurden von der SPD übernommen: Joachim Eckardt steht künftig dem Schul- und Sportausschuss vor, Oliver Bartosch leitet den Sozialausschuss. Daniel Heidler bleibt Vorsitzender des Kulturausschusses. Den Vorsitz des Ausschusses für Mobilität und Verkehr übernimmt Klaus Kasperidus, im Betriebsausschuss Oliver Syperek und im Wahlprüfungsausschuss Benjamin Borghoff. Der Jugendhilfeausschuss sowie der Ausschuss für Chancengerechtigkeit und Integration wählen ihre Vorsitzenden jeweils selbst; die SPD kündigte an, im Jugendhilfeausschuss Christiane Klanke vorzuschlagen.
Inhaltlich nahm der Rat in seiner zweiten Sitzung bereits erste Themen auf. Kämmerer Christian Völkel brachte den Haushaltsentwurf für das Jahr 2026 ein, der nun in den Fraktionen beraten wird. Zudem stimmte der Rat mehreren dringlichen Ausgaben zu, darunter Investitionen in die Sanierung zweier Kunstrasenplätze des Kamener SC und des VfL Kamen, zusätzliche Mittel für den Bau des Mehrzweckgebäudes am Sportplatz Jahnstraße sowie für die Erneuerung von Containern an der Hauptwache der Feuerwehr.
Laut Heidler hätten sowohl die Sportinfrastruktur als auch die Ausstattung der Feuerwehr hohe Priorität für seine Fraktion. Notwendige Investitionen in diesen Bereichen unterstütze die SPD daher ausdrücklich.







