Kreis Unna. Die GRÜNE Kreistagsfraktion fordert den Kreis Unna auf, finanzielle Spielräume zur Entlastung der Städte und Gemeinden zu nutzen. Hintergrund ist die Ankündigung des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL), voraussichtlich rund sechs Millionen Euro weniger vom Kreis Unna zu verlangen. Angesichts angespannter Haushaltslagen in nahezu allen Kreiskommunen sei dies ein wichtiges Signal.
Während der Kreiskämmerer vorschlägt, die frei werdenden Mittel der Kreisrücklage zuzuführen, sprechen sich die GRÜNEN für eine Senkung der Zahllast der Kommunen aus. „Wenige hunderttausend Euro machen für viele Städte einen spürbaren Unterschied“, betont Michael Rotthowe, Sprecher der GRÜNEN Kreistagsfraktion. In den Kommunen würden selbst deutlich kleinere Beträge intensiv diskutiert, etwa im Zusammenhang mit Pflichtaufgaben wie Offenem Ganztag, Schulsanierungen, Infrastruktur, Klimafolgenanpassung oder Katastrophenschutz.
Viele Städte verfügten inzwischen über keine Rücklagen mehr, einige hätten ihren Haushalt für 2026 noch nicht verabschieden können. Die GRÜNEN appellieren daher an den Kreis, die schwierige Lage der Kommunen stärker zu berücksichtigen. Eine funktionierende „kommunale Familie“ lebe davon, Belastungen wie auch Entlastungen gemeinsam zu tragen.
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