Noch bis Ende 2026 ist der Weiterbetrieb der Heeren-Werver Kleinschwimmhalle finanziell gesichert – vorausgesetzt, die Technik hält noch so lange. Foto: Archiv
Kamen. (AG) Bis zum Jahresende ist der Weiterbetrieb der Heerener Kleinschwimmhalle durch einen Beschluss des GSW-Aufsichtsrats in Übereinstimmung mit dem Kreis Unna gesichert (wir berichteten). Was danach aus der wichtigen Einrichtung für den Schwimmsport vor Ort wird, steht noch nicht fest, ein Prüfauftrag an die Stadt und eine Machbarkeitsstudie seitens des Kreises wurde im letzten Juli gestellt. Die Initiative zum Erhalt des Schwimmsports im Stadtteil hatte sich gemeinsam mit der CDU-Ratsfraktion und der Ortsunion Heeren Anfang des Monats mit einem Schreiben direkt an NRW-Kommunalministerin Ina Scharrenbach gewandt. Die Antwort kam jetzt: Für die durchaus möglichen Förderungen müsse erst die Kommune klare Entscheidungen treffen – und das nach Wunsch der Heerener Schwimmer möglichst noch vor den Sommerferien.
Das Fazit von Ina Scharrenbachs Rückmeldung: Förderungen seien möglich, allerdings müsse sich die Kommune zunächst selber über das Projekt klar werden. Die Machbarkeitsuntersuchung des Kreises Unna müsse jetzt schnellstmöglich abgeschlossen werden, damit alle Beteiligten verlässlich planen können und der Weiterbetrieb der Bestandshalle so lange gewährleistet werden kann, bis ein Neubau realisiert sei, so die CDU-Fraktion im Rat der Stadt Kamen. Deren Vorsitzender Ralf Langner fodert Klarheit noch vor den Sommerferien: „Nur wenn wir wissen, wie lange der Weiterbetrieb nötig ist, können wir im städtischen Haushalt die erforderlichen Mittel für 2026 und darüber hinaus einplanen“, erklärt Langner. Auch die Heerener Ortsunion fordert ein entschlossenes Vorgehen. Vorsitzender Daniel Hofmann: „Unsere Vereine brauchen Verlässlichkeit“. Jede Verzögerung gefährde Trainingszeiten, Angebote für Kinder und Familien und die gesamte Schwimmkultur im Stadtteil und darüber hinaus.“ Hofmann betont, dass die CDU vor Ort geschlossen hinter dem Erhalt der Schwimmangebote in Heeren-Werve stehe. Die CDU würdige ausdrücklich die Arbeit der Bürgerinitiative um Sprecher Burkhard Allebrodt. „Die Bürgerinitiative ist der Motor dieser Entwicklung“, sagt Hofmann. Ihr Engagement sorge dafür, dass das Thema nicht untergehe. „Dafür sind wir dankbar“, so Hofmann. Landrat Mario Löhr und Bürgermeisterin Elke Kappen hätten sich im Wahlkampf für den Erhalt des lokalen Schwimmsports eingesetzt, jetzt sei „der Moment, dieses Versprechen einzulösen“, sagen Langner und Hofmann. Sie erwarteten ebenfalls, dass auch die Unionsvertreter im Kreistag klar Stellung bezögen und sich für eine neue Kleinschwimmhalle aussprächen. Abschließend kündigt die CDU an, das Thema „im Rat eng zu begleiten und alle notwendigen Schritte zu unterstützen.“ Langner: „Wir werden uns im Rat für den Neubau einsetzen – politisch, finanziell und organisatorisch.“ Derzeit wird die Heeren-Werver Kleinschwimmhalle mit Aufwendungen 150.000 Euro vom Kreis und 50.000 Euro von der Stadt aufrechterhalten. Ministerin Scharrenbach stellte klar, dass eine dauerhafte Bewirtschaftung der Halle nicht möglich, weil zu teuer sei. Ob ein Neubau infrage kommt, müsse jetzt die Kommune entscheiden – und das, so fordern BI-Vorsitzender Allebrodt und die CDU, möglichst noch vor den Sommerferien.
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