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    Stadtwerke-Netzwerk Trianel plant Solarpark rund um das Kamener Kreuz

    Auf den rosa markierten Flächen soll der Solarpark südöstlich und nördlich um das Kamener Kreuz entstehen. Grafik: StadtAuf den rosa markierten Flächen soll der Solarpark südöstlich und nördlich um das Kamener Kreuz entstehen. Grafik: Stadt

    Kamen. (AG) Rund um das Kamener Kreuz gibt es jede Menge gesetzlich privilegierte, also an einfache Bauanträge gebundene Flächen für Freiflächenvoltaikanlagen. Das bundesweite Stadtwerke-Netzwerk Trianel, in dem auch die Gemeinschaftsstadtwerke Kamen/Bergkamen/Bönen (GSW) organisiert sind, plant deshalb, südlich und nordöstlich des Autobahnkreuzes einen Solarpark zu bauen. Darüber informierte die Verwaltung jetzt die Mitglieder des Planungs- und Stadtentwicklungsausschusses.

    Bau, Leistung und Nutzen

    Im nächsten Jahr sollen die Bauanträge für die insgesamt 81 Hektar umfassenden Solarfelder auf Kamener Stadtgebiet gestellt werden. Entstehen soll im Umfeld des Autobahnkreuzes und der angrenzenden Bahnlinie innerhalb eines 200-Meter-Korridors, also innerhalb der gesetzlich privilegierten Zone, eine Anlage, die pro Hektar eine Stromleistung von maximal 1,15 Megawatt, also in der Spitze insgesamt 93 Megawatt und einen Stromertrag von bis zu 112 Gigawattstunden produziert und rund 31.940 Haushalte versorgen soll.

    Für die Stadt Kamen würde dies Einnahmen von jährlich 223.600 Euro bedeuten, was etwa 2.760 Euro pro Hektar und Jahr entspricht. Die Trianel verspricht sich davon eine CO₂-Ersparnis von rund 67.000 Tonnen pro Jahr, die Bindungskraft entspreche nach Aussage der Verwaltung der eines deutschen Mischwalds von einer Größe von rund 6.326 Hektar.

    Weitere Flächen und Perspektiven

    Die Planflächen liegen innerhalb eines Umkreises von 200 Metern zur Autobahn beziehungsweise zur Bahnlinie und sind damit nach dem Baugesetzbuch privilegiert – das bedeutet, dass ein einfacher Bauantrag für die Umsetzung des Projekts reicht.

    Die Stadt hätte eigentlich noch viel mehr Möglichkeiten für den Bau von Solarfreiflächen: Insgesamt gibt es auf Kamener Stadtgebiet Flächen von 392 Hektar, die im Abstand von 500 Metern von Autobahnen und zweigleisigen Schienensträngen liegen und somit dem Erneuerbare-Energien-Gesetz zufolge förderfähig wären. Würden diese Flächen als weitere Solarparks ausgebaut, würde dies nach Angaben der Stadt eine Leistung von etwa 450 Megawatt und einen Stromertrag von jährlich rund 540 Gigawattstunden erbringen und rund 154.000 Haushalte mit einem Durchschnittsverbrauch von 3.500 Kilowattstunden im Jahr versorgen.

    Darüber hinaus würde die Stadt damit Einnahmen von jährlich 1,08 Millionen Euro generieren und eine CO₂-Ersparnis von 324.576 Tonnen erreichen. Dies entspreche nach Angaben der Verwaltung einer Bindungskraft von rund 30.615 Hektar Mischwaldfläche.

    Technik und Zustimmung

    Die rund sechs Meter langen Solarpaneele sollen in einem Winkel von 15 Grad schräg ausgestellt werden, sodass sie drei Meter in die Höhe ragen. Auch die Stationen sollen eine Höhe von 3,5 Metern nicht überschreiten.

    Das Projekt stieß in der Fachausschusssitzung auf breite Zustimmung. Die Bauanträge für das Vorhaben erwartet die Verwaltung im nächsten Jahr.

     

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