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    MIT Kreis Unna fordert praxistaugliche Ausgestaltung der Entlastungsprämie – keine zusätzliche Belastung für Mittelstand und Handwerk

    Uta Leisentritt  Vorsitzende MIT Kreis UnnaUta Leisentritt, Vorsitzende MIT Kreis UnnaKreis Unna. Die Spitzen von CDU, CSU und SPD haben beschlossen, dass Arbeitgeber im Jahr 2026 ihren Beschäftigten eine steuer- und abgabenfreie Prämie von bis zu 1.000 Euro zahlen können. Ziel der Maßnahme ist eine finanzielle Entlastung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern.

    Die Vorsitzende der Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) Kreis Unna, Uta Leisentritt, begrüßt grundsätzlich das Vorhaben, mahnt jedoch vor möglichen Nebenwirkungen für Betriebe. „Entlastung ist das Gebot der Stunde – für Beschäftigte und Betriebe. Deshalb darf die Entlastungsprämie nicht zu einer Belastungsprämie für Mittelstand und Handwerk werden“, so Leisentritt. Viele kleine und mittelständische Unternehmen stünden wirtschaftlich unter Druck. Auch wenn die Zahlung freiwillig sei, könne sie Erwartungen bei Beschäftigten auslösen, die nicht in jedem Betrieb erfüllbar seien.

    Kritik übt die MIT insbesondere an der bisherigen Ausgestaltung der Steuer- und Abgabenfreiheit, die lediglich für zusätzliche Leistungen gelten soll. Mit einem Beschluss vom 19. April 2026 fordert die Organisation daher eine Erweiterung des Anwendungsbereichs. Künftig sollten auch Überstunden, Mehrarbeit, leistungsbezogene Entgeltbestandteile sowie Sonderzahlungen steuer- und abgabenfrei berücksichtigt werden können. Zudem spricht sich die MIT für eine Verlängerung des Auszahlungszeitraums über den 31. Dezember 2026 hinaus bis Ende 2027 aus.

    Leisentritt betont: „Für viele Unternehmen sind Finanzplanungen sowie Lohn- und Tarifverhandlungen für 2026 bereits abgeschlossen. Damit möglichst viele Beschäftigte von der Prämie profitieren können, benötigen die Betriebe mehr Gestaltungsspielraum – Anpassungen bei Geltungsdauer und Anwendungsbereich sind daher zwingend erforderlich.“

     

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