
Kamen. Die Stadtverwaltung plant das renaturierte Ufer der Seseke mit Treppenstufen aus Stein zu befestigen. (Unser Bericht vom 15. Oktober 2013) Verschiedene Planungsbüros hatten hierfür Vorschläge im Zuge eines Wettbewerbs eingereicht. Allein für das Stück zwischen den beiden Innenstadtbrücken werden Umbaukosten von einer Million Euro veranschlagt, davon muss die Stadt Kamen 20 Prozent aus eignen Mitteln bereitstellen. „Gerade erst wurde die Seseke mit Hilfe von Steuergeldern renaturiert, nun soll ein Ufer ebenfalls aus Steuergeldern wieder durch Steintreppen befestigt werden. Egal ob das Geld vom Land oder von der Stadt bereitgestellt wird, es handelt sich immer um Steuergeld, also das Geld der Bürger.“ So Heike Schaumann Fraktionsvorsitzende der FDP. „Im Umgang mit Steuergeldern ist immer der Grundsatz der Sparsamkeit und Wirtschaftlichkeit anzuwenden, dies ist aber an dieser Stelle nicht zu erkennen.“ so die Liberale weiter. Der Kämmerer der Stadt Kamen, Jörg Mösgen, bezeichnete die Sesekeumgestaltung `quasi als Geschenk an die Stadt Kamen` - "ein teures Geschenk und das gleich in mehrfacher Hinsicht. Denn die 150.000 Euro der Stadt werden über ein Darlehen finanziert, so dass die Bürger der Stadt nicht nur für die 150.000 aufkommen müssen, sondern auch für die Zinsen, die anfallen. Darüber hinaus sind auch die Folgekosten dieses Umbaus bis jetzt nicht bezifferbar" stellt die FDP fest. Es ist bis jetzt völlig ungeklärt, wer für die Folgekosten, wie Reinigung und Instandhaltung zuständig sein wird und um welche Kosten es sich handelt. Gerade bei dem Einsatz von hellen Materialien sind die Reinigungskosten besonders hoch, da es immer wieder zu Vandalismus durch besprühen und beschmieren der Oberflächen kommt. Die Unterführung zwischen Kamen und Südkamen musste deshalb nur kurze Zeit nach ihrer Sanierung völlig neu gestaltet werden, da die Reinigungskosten wegen des nahezu täglichen Besprühens dauerhaft nicht darstellbar waren. Ebenso sind die hellen Steine in der Bahnhofstraße fast alle mit sogenannten tags, Erkennungszeichen der Sprayer untereinander, verschandelt. Es ist doch absehbar, dass bei hellen Steinen, auf denen sich aufgehalten werden soll, die Reinigungskosten sowohl durch liegen gebliebenen Unrat, als auch durch mutwilliges Beschmieren ins uferlose steigen werden, ist die FDP-Fraktion überzeugt.
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