Kulturprogramm für den Postpark steht fest

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berndboehe820 CVBernd Böhne übernimmt die Minigolfanlage am Postpark. Hier sollen ab September auch kulturelle Veranstaltungen stattfinden. Fotos: Christoph Volkmer für KamenWeb.de

von Christoph Volkmer

minigolfseptember20-Anzeige-Kamen. Bernd Böhne hat sein Programm für die kulturelle Open Air-Reihe auf dem Gelände des Minigolfplatzes veröffentlicht. Mit dabei sind neben lokalen Größen wie „The Voice of Germany“-Finalist Lucas Rieger auch renommierte Kabarettisten wie Kai Magnus Sting und Bruno Knust. Der Kartenverkauf beginnt am Montag, 17. August, um 15 Uhr.

Etablierte Künstler, Newcomer, Cover-Bands und ein Wochenende mit Kamener Akteuren - insgesamt zwölf Veranstaltungen auf Bahn 7 des Minigolfplatzes hat Veranstaltungsexperte Bernd Böhne in den vergangenen Wochen auf die Beine gestellt. „Wir freuen uns sehr, ein tolles Programm zum 1. Kultur Open Air auf die Beine gestellt zu haben. Mit Bruno Knust, Kai Magnus Sting, Ingo Oschmann und Wildes Holz ist uns gelungen, einige Hochkaräter zu engagieren. Aber auch die Kamener Kulturszene mit Senkrechtstarter Lucas Rieger und Reinhard Fehling mit seinem Chorprojekt Terz kommt ab dem 4. September nicht zu kurz. Darüber hinaus gibt es in dem Programm noch so einige Bühnenhighlights zu entdecken“, sagt Böhne.

Am 4. September startet das vielseitige Programm mit Sabine Murza alias Murzarella. Die Künstlerin lässt ihre Puppen nicht tanzen, sondern singen. Und das in verschiedenen Genres von Rock, bis Pop und Chanson. Einen Tag später, am 5. September, wird die Simon & Garfunkel-Coverband Central Park für Musik sorgen. Am 6. September ist dann Komiker Ingo Oschmann, die Stimmungskanone aus der ostwestfälischen Humorhochburg Bielefeld, zu Gast auf dem Minigolfplatz.

Das zweite September-Wochenende eröffnet die dreiköpfige Instrumentalband Wildes Holz am 11. September. Kabarettist Kai Magnus Sting feierte jüngst sein 25-jähriges Bühnenjubiläum. Der Duisburger ist am 12. September auf der Anlage am Postpark zu Gast. Lustig dürfte es auch am 13. September werden, wenn Kabarettist Bruno Knust, bekannt unter dem Pseudonym „Günna“, sein aktuelles Programm in Kamen vorstellt.

Total lokal wird es dann am dritten Wochenende. Unter dem Motto „Kamen-Kultur“ ist am 18. September Lucas Rieger, bekannt aus „The Voice of Germany“ zu Gast. Am 19. September bringt das Chorprojekt Terz 30 Jahre Kamener Musikgeschichte auf die Bühne. Ex-Bezirksbeamter Bernhard Büscher liest am 20. September aus seinem ersten Gedichtband, dazu gibt es Musik von Berndman & Robin.

Der Veranstaltungsreigen wird vom 25. bis 27. September fortgesetzt. Am 25. September steht die Band Doris D. auf der Bühne, die deutsche Hits von heute, zurück bis in die 70er in akustischen Versionen präsentiert. Reinhold Joppich und Mario di Leo laden am 26. September zum musikalisch-literarischen Abend mit italienischem Flair ein, bevor es zum Finale des Open Air-Programms im September noch einmal lokal wird, wenn der aus Kamen stammende Autor Dietrich Schulze-Marmeling, aus dessen Feder unter anderem „Die BVB-Chronik“ stammt, am 27. September eine Lesung zum Thema Fußball halten wird.
Einlass für alle Veranstaltungen ist um 18 Uhr, der Beginn erfolgt um 19 Uhr, Ende ist jeweils im 21 Uhr. Bei allen Veranstaltungen die Besucherzahl wegen der Corona-Beschränkungen begrenzt.

Tickets für die kostenpflichtigen Events (siehe Plakat) gibt es ab Montag, 17. August, 15 Uhr, im Vorverkauf beim Gartencenter Röttger, beim Kulturamt der Stadt Kamen und direkt am Minigolfplatz. Alternativ kann unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! bestellt werden. Karten für die kostenlosen Veranstaltungen gibt es nicht zu kaufen, hier können die ersten 150 Personen an der Veranstaltung teilnehmen.

Archiv: Minigolf und Kultur: Bernd Böhne übernimmt Anlage am Postpark

Westfälisches Literaturbüro startet "Experiment Heimat"

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Land fördert Vorhaben mit einer Million Euro

Unna (idr). Für sein "Experiment Heimat" erhält das Westfälische Literaturbüro (WLB) in Unna eine Million Euro Förderung vom NRW-Heimatministerium. Für das vom WLB entwickelte interdisziplinäre Kulturprojekt unternehmen im Frühjahr 2021 neun internationale Autorinnen und Autoren, u.a. Wladimir Kaminer, Nora Gomringer, Sabrina Janesch und Raoul Schrott, sowie neun Fotografen eine mehrtägige Recherchereise nach Westfalen. Sie erkunden Heimat-Orte wie das Bermudadreieck in Bochum, die Fußballstadt Dortmund, die Henrichshütte Hattingen, das Schiffshebewerk Henrichenburg und die Lindenbrauerei in Unna.

In Begegnungen und im Austausch mit den dort lebenden Menschen erforschen die Projektteilnehmer die Bedeutung, die dem jeweiligen Ort zugeschrieben wird. Zentral ist dabei stets die Frage, inwieweit sich der künstlerische Blick von außen mit der Eigenwahrnehmung der in Westfalen lebenden Menschen von ihrer Heimat deckt. Während der Rechercheaufenthalte ist ein vielseitiges Kulturprogramm z. B. mit Lesungen und Fotoworkshops geplant. Die Ergebnisse werden in einem Text-Foto-Band veröffentlicht und in einer multimedialen Wanderausstellung präsentiert.

Kamen: Das bietet der neue Kulturkalender 2020/2021

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Kulturkalender 2020Kamen. Wie in jedem Jahr im Sommer erscheint auch 2020 in der schönsten Zeit des Jahres der neue Kulturkalender der Stadt Kamen. Trotz Corona ist der Kalender wieder prall gefüllt mit kulturellen Highlights und macht Lust auf die kommende Spielzeit 2020/21. Bekannte Gesichter und große Namen werden auch in der kommenden Spielzeit wieder in Kamen auf der Bühne stehen. Spannung und Unterhaltung versprechen das Wiedersehen mit Stars aus Film und Fernsehen, wie z.B. Sky du Mont oder Bernd Stelter. Ein weiteres Highlight ist die fast einmalige „Außerhaus“-Veranstaltung des Mondpalast-Theaters; diesmal mit dem Stück „Das Phantom vom Oppa“. Ein Erlebnis für die gesamte Familie ist es, wenn in diesem Veranstaltungsjahr Pettersson und Findus, die Olchis oder Mama Muh auf ihre kleinen Fans warten.

Die weiter anhaltende pandemische und sehr dynamische Lage hat die Produktion des Kulturkalenders verzögert. Viele Faktoren waren abzuwägen, neue Regelungen abzuwarten und zu berücksichtigen sowie die Gastspieltheater mit einzubeziehen. Nun ist er da und kommt auf den ersten Blick wie gewohnt daher. Doch schon beim Aufschlagen fällt dem geneigten Kamener Kultur-Kenner eine deutliche Änderung auf. Orange unterlegt ist der Hinweis auf Corona bedingte Änderungen.

Seit März steht das kulturelle Leben in Kamen nahezu still. Viele Veranstaltungen mussten wegen dem unser aller Leben beherrschenden Coronavirus abgesagt werden. Die aktuellen Lockerungen erlauben nun eine schrittweise Rückkehr zu kulturellen Angeboten. Die dynamische Lage und die damit einhergehenden rechtlichen Änderungen machen eine verlässliche Planung von Veranstaltungen, die viel Vorlauf benötigen, sehr schwierig. Dennoch möchte die Stadt Kamen in der kommenden Saison 2020/21 ein kulturelles Programm in gewohnter Form anbieten. Dies geschieht auf Basis der aktuellen gesetzlichen Vorgaben durch die Coronaschutzverordnung, aber insbesondere mit Blick auf den größtmöglichen Gesundheitsschutz unserer Besucher. Es wurde ein Sicherheits- und Hygienekonzept entwickelt, das einer ständigen Anpassung an die gesetzlichen Vorgaben bedarf, da Stand heute davon auszugehen ist, dass die kommende Spielzeit nicht so durchgeführt werden wird, wie es die Kulturinteressierten Bürgerinnen und Bürger der Stadt Kamen gewohnt sind. Dass das Sitzplatzangebot aus Gründen des Abstandsgebots deutlich reduziert sein wird, ist eine zwingende Folge.

Insofern müssen die bereits geschlossenen Abonnements für die kommende Aula-Saison ausgesetzt werden. Die vorhandenen Plätze werden zunächst den Abonnenten angeboten. Erst dann, wenn das Kontingent für eine Veranstaltung nicht ausgeschöpft werden sollte, werden die Karten in den freien Verkauf gegeben und über die Presse angekündigt. Entsprechend wird es keinen Kartenvorverkauf in gewohnter Form ab dem 01.09.2020 geben! Eventuelle Restkontingente oder kurzfristig ermöglichte zusätzliche Sitzkapazitäten (je nach aktueller Corona-Lage) werden dann über die Presse und auf der Homepage der Stadt Kamen bekanntgegeben. Interessenten sollten sich also kurz vor dem Termin ihrer Wunschveranstaltung über mögliche Kontingente informieren.

Die Stadt Kamen richtet den Blick natürlich auch bereits auf die Saison 2021/2022 und ist zuversichtlich, dass diese wieder in bekannter Art und Weise durchgeführt werden kann. Für die darauf folgende Spielzeit 2021/2022 laufen dann die Abonnements weiter und die Abonnenten können wieder ihre gewohnten Plätze beziehen und hoffentlich einen uneingeschränkten Aula-Besuch genießen.

Hinweise zu generellen Buchungsbedingungen, Abonnements und Ermäßigungsmöglichkeiten sind auch auf der Homepage der Stadt Kamen unter www.stadt-kamen.de/kultur/kamener-kulturkalender zu finden.

Vorlesungsreihe in den Kirchen lässt Reihe "SUMMERlife" trotz Krise weiterleben

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summerlife720 1AGMehr als 30 Besucher lauschten in der Pauluskirche den Geschichten von Heinrich Peuckmann und Yirgalem Fisseha Mebrahtu. Fotos: Alex Grün für KamenWeb.de

von Alex Grün

summerlife720 3AGDie eritreische Schriftstellerin Yirgalem Fisseha Mebrahtu beeindruckte mit Gedichten über Menschenrechtsverstöße in ihrer Heimat.Kamen. Unter strengen Hygienerichtlinien veranstaltete das Kulturbüro der Stadt Kamen gemeinsam mit den Kamener Autoren Heinrich Peuckmann und Bernhard Büscher am Samstagnachmittag im Rahmen der Reihe "SUMMERlife" eine literarische Lesereise.

Vorgelesen wurde in den drei Innenstadt-Kirchen, die aufgrund der Sicherheitsauflagen zwar nicht wirklich voll, aber immerhin gut besucht waren. Sechs Autoren, drei von ihnen Mitglieder der renommierten Schriftstellervereinigung PEN, nahmen an der Lesereihe teil. Gespannt waren die Besucher, die kostenlosen Eintritt hatten, insbesondere auf den Vortrag der eritreischen Dichterin Yirgalem Fisseha Mebrahtu, die wegen ihrer systemkritischen Texte in ihrer Heimat sechs Jahre lang im berüchtigten Gefängnis "Mai Swra" saß und dort auch Folter erlebt hat. Mebrahtu, die mittlerweile in München lebt und demnächst auch eine Wohnung in Kamen zur Verfügung gestellt bekommt, ist Stipendiatin im PEN-Programm "Writers-in-Exile". Sie beeindruckte die Kamener mit Sätzen, die unter die Haut gehen: "Zeugin will ich sein, für alle schwangeren Frauen, ältere und junge Mädchen, die in Gefängnissen sitzen", sagt sie. Zeugin auch "für die jungen und minderjährigen Jungen und Mädchen, die in der Wüste gestorben sind, für die, die im Mittelmeer ertranken und die Eltern, die nach dem Tod ihrer Angehörigen nicht trauern durften", so die Eritreerin im Rahmen ihrer Lesung in der summerlife720 2AGDer 18-jährige Gitarrist Jens Stammer begeisterte in den Lesepausen in der Lutherkirche mit Rock- und Soulklassikern.Pauluskirche. Der Lesenachmittag hatte aber auch heiter-besinnliche Momente zu bieten, etwa als PEN-Generalsekretär Heinrich Peuckmann in eigenen Werken wie "Getrennte Wege" oder "Aus der Spur" über seine Kindheit in der Sesekestadt zwischen, wie er es formuliert, "Liebe und Begrenztheit" memorierte, aus einer Zeit, in der für die fußballverrückten Kinder Uwe Seeler noch "der Neue" war.

Etwa 35 Besucher lauschten den Worten der beiden Literaten in der Pauluskirche. Rund 40 Literaturinteressierte besuchten direkt nebenan die katholische Pfarrkirche, wo zuerst die preisgekrönte Krimi-Autorin und PEN-Präsidentin Regula Venske und anschließend der Kamener und schriftstellerische Newcomer Bernhard Büscher ihre Texte zum Vortrag brachten. In der kleinen Lutherkirche in der Kampstraße gab sich mit Gerd Puls wiederum ein literarischer Lokalmatador die Ehre, der aus seinen Veröffentlichungen "Über der Stadt" oder "Woher der Wind weht" vor rund 15 Zuhörern vorlas.

Als Gast in Kamen war dort PEN-Vizepräsident Leander Sukov, der Auszüge aus seinen vielbeachteten Romanen und Gedichtbänden vortrug. Hochkarätig besetzt war auch die Schar der Musiker, die die Besucher sozusagen "zwischen den Zeilen" mit ihren Beiträgen begeisterten, allen voran der Kamener Blues-Man Lucas Rieger, der sich, mithilfe von Looping-Aufnahmen, auf sechs verschiedenen Saiteninstrumenten selbst begleitete und so für eine einmalige One-Man-Show sorgte. Aber auch der sechsmalige "Jugend-musiziert"-Gewinner Jens Stammer, der mit seiner Gitarre die Pausen in der Lutherkirche mit Rock- und Soulklassikern von Eric Clapton oder James Brown im Alleingang bestritt, erntete zurecht jede Menge Applaus, ebenso wie die beiden Klassikgitarristen bei der Heiligen Familie. Die Lesereihe erwies sich als bestes Beispiel dafür, dass sich Kamens Kulturangebot von der Corona-Krise nicht kleinkriegen lässt - weiter so!

Archiv: SUMMERlife: 6 und 3 - Literarische Lesereihe - 6 Autoren Lesen in 3 Kamener Kirchen

summerlife720 4AG Lucas Rieger zog in der Pauluskirche alle Register seines instrumentalen Könnens und eine brillante One-Man-Show ab.

SUMMERlife Comedy & Musik: „Der Gitarrenflüsterer“

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Sanftenschneider720SKHelmut Sanftenschneider, auch bekannt durch die Kultshow NachtSchnittchen, ist aus der Comedy- und Kabarettszene des Ruhrgebiets nicht mehr wegzudenken.Kamen. Das Kulturbüro der Stadt Kamen hat ein weiteres unterhaltsames Kulturangebot zum Ende der Sommerferien organisiert. Im Rahmen der SUMMERlife-Reihe wird am Samstag, 08. August ab 18:00 Uhr Helmut Sanftenschneider begeisternde, intelligente Comedy der musikalischen Art mit seinem Solo-Programm im Atrium des Kamener Gymnasiums an der Hammer Straße bieten.

Helmut Sanftenschneider, auch bekannt durch die Kultshow NachtSchnittchen, ist aus der Comedy- und Kabarettszene des Ruhrgebiets nicht mehr wegzudenken. In seiner One-Man-Show „Der Gitarrenflüsterer“ präsentiert der mehrfache Kleinkunstpreisträger in 90 Minuten virtuos, musikalisch und urkomisch neben neuen Nummern auch das Beste aus 15 Jahren Heiterkeit.

Der Zutritt wird auch bei dieser Veranstaltung aufgrund der Infektionsschutzregelungen gesteuert, die Zahl der Besucher wird begrenzt und auf dem Weg zu den Sitzplätzen und den Toiletten ist Mund-Nase-Schutz zu tragen. Zur Rückverfolgbarkeit werden die persönlichen Daten aufgenommen. Der Eintritt ist frei.

 

SUMMERlife: 6 und 3 - Literarische Lesereihe - 6 Autoren Lesen in 3 Kamener Kirchen

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summerlife2020 500Kamen. Im Rahmen des SUMMERlife-Programms plant das Kulturbüro der Stadt Kamen gemeinsam mit den heimischen Autoren Heinrich Peuckmann und Bernhard Büscher für Samstag, den 18. Juli, eine ganz besondere Veranstaltung, nämlich eine literarische Lesereihe, die an gleich drei Orten stattfinden wird. Insgesamt sechs Autoren werden Gedichte und Erzählungen in den beiden evangelischen Kirchen (Paulus- und Lutherkirche) und in der katholischen Kirche (Pfarrkirche Zur Heiligen Familie) lesen.

Die Auswahl der Autoren, die daran teilnehmen wird, ist sehr prominent. Gleich drei von ihnen sind Mitglieder im Vorstand der renommierten Autorenvereinigung PEN. Dessen Präsidentin Regula Venske wird kommen, u.a. hat sie einen großen Krimipreis erhalten. Der Vizepräsident Leander Sukov ist für seine Romane und Gedichte bekannt und Heinrich Peuckmann, seit einem Jahr Generalsekretär des PEN, ist als Kamener bestens bekannt. Besonders gespannt sein dürfen die Zuhörer auf die eritreische Dichterin Yirgalem Mebrahtu, die wegen ihrer kritischen Texte sechs Jahre lang in eritreischen Gefängnissen eingesperrt war und dort gefoltert wurde. Ihre Gedichte, die auch die schreckliche Zeit der Folter behandeln, sind tief beeindruckend. Yirgalem ist Stipendiatin im PEN-Programm „Writers-in-Exile“ und lebt nun in München. Der PEN hat für sein Programm inzwischen sogar eine Wohnung in Kamen angemietet, so dass auch Kamen, neben Berlin und München, bald Zufluchtsort für eine verfolgte Schriftstellerin sein wird. Die literarische Lesereise wird den Kamenern zum ersten Mal Einblick in das Schicksal verfolgter Autoren geben.

Abgerundet wird das Programm von zwei Kamener Autoren, von Gerd Puls, der Erzählungen und Gedichte lesen wird und von Bernhard Büscher, dessen erster Gedichtband vor einem Jahr erschien und mit dem er viel Anerkennung fand. Im Herbst wird ein zweiter Band folgen.

Umrahmt werden die Lesungen von einem leichten Musikprogramm, das Zeit zum Nachdenken lässt. Insgesamt zwei Stunden lang soll die literarische Lesereihe dauern, so dass die Zuhörer Zeit haben, zwischendurch den Veranstaltungsort zu wechseln, um möglichst alle Autorinnen und Autoren zu hören. Natürlich wird es auch Gelegenheit zu Fragen und zu Diskussionen geben.

In der Pauluskirche lesen Heinrich Peuckmann und Yirgalem Fisseha Mebrahtu, in der Lutherkirche Leander Sukov und Gerd Puls und in der Katholischen Kirche Regula Venske und Bernhard Büscher.

Der Zutritt zu den Veranstaltungsräumlichkeiten wird mit Blick auf die Infektionsschutzregelungen gesteuert, die Zahl der gleichzeitig anwesenden Besucher ist aufgrund gesetzlicher Abstandsvorgaben begrenzt, auf dem Weg zu/von den Sitzplätzen der Plätze ist Nasen-/Mundschutz zu tragen. Der Eintritt ist frei!

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