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Interaktiv wurde die Ausstellung "Europa ohne Schlagbaum" eröffnet. Foto: Christoph Volkmer für KamenWeb.de
von Christoph Volkmer | Fotostrecke >>>
Kamen. Eine Vorrichtung zum Sperren eines Weges im Foyer der Stadthalle? Das Kunstprojekt von Städtischer Musikschule und dem Künstlerbund Schieferturm unter dem Titel "Europa ohne Schlagbaum" macht es möglich. So mussten die Gäste bei der Eröffnung der Werkschau anlässlich der Feierlichkeiten zum 50-jährigen Bestehen der neuen Stadt Kamen am Montagabend erst einmal an als Grenzwächtern verkleideten Künstlern vorbei, bevor sie sich ein Bild der Ausstellung verschaffen konnten.
„Ich habe in den 70ern in Münster studiert, als wir am Wochenende dann zum Einkaufen nach Enschede gefahren sind, mussten wir in der Regel eine Stunde an der Grenze warten, weil damals fast jedes Auto kontrolliert wurde. Jetzt, als wir gerade in unserer Partnerstadt Montreuil-Juigné gewesen sind, sind wir über Holland und Belgien in einem Rutsch nach Frankreich durchgefahren. Wir sollten uns bemühen, dass nicht wieder an jeder Grenze in Europa Schlagbäume aufgestellt werden“, bringt Peter Bucker, zweiter Vorsitzender des Künstlerbund Schieferturm den Hintergrund der Ausstellung auf den Punkt.
Denn aktuell gibt es in zunehmendem Maße eine regelrechte Gegnerschaft zum europäischen Gedanken und einen Rückfall in nationale Alleingänge. „Wenn man sich heute keine Gedanken dazu macht, wann dann?“, wollen Bucker und die anderen beteiligten Kunstschaffenden zum Nachdenken anregen. Das geschah auch mit dem Ritual am Eingang, bei dem die Besucher unter dem angehobenen Schlagbaum durchgehen mussten. Die Schranke ist Teil eines überdimensional großen Mikadospiel aus Schlagbäumen, dazu sind in der Ausstellung Skulpturen, Malereien und Collagen zu sehen.
„Europa ohne Schlagbaum ist sowohl ein Symbol als auch ein Stück Mahnung, denn Europa ohne Schlagbaum ist gefährdet, denn in allen europäischen Ländern haben wir nationalistische und populistische Bestrebungen“, sagte Bürgermeister Hermann Hupe, bevor er die Ausstellung als starken symbolischen Akt gegen diese Bestrebungen lobte.
Ein musikalisches Rahmenprogramm rundete die Eröffnung ab. Dabei war neben Musikschulleiter Alexander Schröder am Klavier auch das Schlagzeugquartett der Einrichtung im Einsatz, das mit in Schlagbaumfarben angemalten Löffeln rhythmisch auf einem Tisch trommelte. Die Kunstwerke im Foyer der Stadthalle sind noch bis Freitag, 18. Mai, zu sehen. Fotostrecke >>>
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Auf dem Foto sehen Sie von links nach rechts:
Bürgermeisterin Wendela-Beate Vilhjalmsson, Dr. phil.habil. Susanne Kolter (Vorsitzende der Kunstkommision Münster), Gregor Telgmann, Knut-Rüdiger Heine, (Handwerkskammer Dortmund),
Raphael Fischer, (Landesinnungsmeister) Annette Watermann-Krass (Landtagsabgeordnete SPD) Dr. Jochen Reidegeld (stell. Generalvikar Münster) Attila Pereghy
Kamen. Der Goldschmied und Künstler Gregor Telgmann hat sich an dem internationalen Gestaltungswettbewerb des Landesinnungsverbandes der Gold-und Silberschmiede NRW beteiligt und einen 3. Preis gewonnen. Der Wettbewerb steht unter dem Motto des bevorstehenden Katholikentages "Suche Frieden". 39 Künstler haben sich gestalterisch und inhaltlich mit dem Leitgedanken "Suche Frieden" auseinandergesetzt.
Gregor Telgmann entwarf und fertigte eine kleine Skulptur mit einer Bergkristallkugel, die auf einer zarten Spiralform aus Silber aufruth und den Hintergrund für eine kleine Familiengruppe bildet. Die Familie als Urzelle des Lebens und des Friedens.
Am Sonntag (06.05.2018) erhielt Gregor Telgmann im Rahmen einer Feierstunde seine Auszeichnung im Haus Kump, der Akademie für Gestaltung, in Münster. Die Ausstellung aller 39 Exponate wird während des Katholikentages in Münster in der Halle Münsterland gezeigt. ( 10.5 bis 12.5.)
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Kunstprojekt Europa ohne Schlagbaum. Foto: Stadt KamenKamen. Mit einem Kunstprojekt zum Thema Europa finden die Veranstaltungen zum Jubiläum 50 Jahre Stadt Kamen eine Fortsetzung, welche auch die übergeordneten politischen Rahmenbedingungen mit einbezieht.
In einer offenen Ausschreibung hatten die Initiatoren des Kunstprojektes, die Musikschule und der Künstlerbund Schieferturm e.V. Künstlerinnen und Künstler zur Teilnahme eingeladen. Letztlich gab es mehr als einem Dutzend Beteiligungen. Insofern darf man eine spannende Auseinandersetzung mit diesem Thema erwarten.
Die Menschen in Europa leben aktuell in einer Periode des Friedens, die es so bisher noch nie gegeben hat. Diese Tatsache ist einer Politik geschuldet, die seit Ende des Zweiten Weltkriegs auf eine weit reichende europäische Zusammenarbeit auf politischer, wirtschaftlicher, gesellschaftlicher und kultureller Ebene setzt. Doch trotz allgemeiner Wohlfahrt und großen wirtschaftlichen und kulturellen Fortschritten ist eine zunehmende Abkehr vom europäischen Gedanken und eine wachsende Zustimmung für Ausgrenzung und nationale Alleingänge feststellbar.
Dieser Tendenz will sich das Kunstprojekt „Europa ohne Schlagbaum“ entgegenstellen. Dabei steht der Wegfall der Schlagbäume an den Grenzen als Symbol für die Zusammenarbeit und Freizügigkeit in Europa.
Die Eröffnung der Ausstellung findet am Montag, den 14. Mai, 18 Uhr, im Foyer der Kamener Stadthalle statt. Neben den verschiedenen bereits eingereichten Arbeiten wird es auch eine Großskulptur aus Schlagbäumen geben, die der Künstlerbund Schieferturm e.V. aufstellen wird. Die musikalische Begleitung übernimmt die Musikschule u.a. mit dem Schlagzeugensemble. Der Eintritt ist frei.
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Ben-Gurion Universität/Eilat, Israel 2018 | Fotos: Yaakov Yardeni und Yaniv Belhassen
Kamen. Anlässlich des 50. Jahrestages des Staates Israel im Jahr 1998 hat der Kamener Künstler Reimund Kasper ein Kunstwerk für eine Gedenkstätte geschaffen, die aus 50 großformatigen Holzstelen besteht. Das Kunstwerk, ein Mahnmal zum 50jährigen Bestehen des Staates Israel, wurde am 15. Juni 1998 im Rathaus der Stadt Kamen präsentiert und anschließend in Kamens Partnerstadt Eilat in Israel in einem zentralen Gebäude der Ben-Gurion Universität als Vermächtnis für zukünftige Generationen installiert.
Am 15. Juni 2018 feiert das Mahnmal sein 20jähriges Bestehen und der Staat Israel nach dem jüdischen Kalender im April 2018 den 70. Geburtstag seiner Staatsgründung. David Ben-Gurion, der Namensgeber der Universität, war der erste Ministerpräsident des modernen Staates Israel, der am 14. Mai 1948 die Unabhängigkeit seines Landes proklamierte.
Das Kunstwerk ist eines der herausragendsten Werke des Künstlers Reimund Kasper und hat darüber hinaus eine große interkulturelle Bedeutung, ist es doch ein Zeichen deutsch-israelischer Freundschaft und fördert es, besonders in der heutigen Zeit, die eine neue Welle des Antisemitismus erlebt, einen immens wichtigen Dialog zwischen zwei Ländern und Kulturen, der niemals enden darf.
Prof. Rivka Carmi, die Präsidentin der Ben-Gurion Universität, mit der Reimund Kasper 2018 in Kontakt getreten ist, hat die besondere Bedeutung des Mahnmals hervorgehoben und das Werk als ein wunderschönes und einzigartiges Kunstwerk für Israel bezeichnet.
Weitere Informationen zum Kunstwerk und Fotos von 1998 (Kamen) und 2018 (Eilat) finden interessierte Leserinnen und Leser auf der Internetseite des Künstlers: www.kunsthaus-kasper.de/mahnmal-israel/
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Kamen. Unter dem Titel „Corpus Delicti“ stellen die Künstler/innen des BBK Westfalen e.V. Bezirk Mittleres Ruhrgebiet in der Stadthalle Kamen aus. Ein Begriff, den jeder von uns in seiner ursprünglichen Bedeutung kennt, der aber den „Tatwerkzeugen“ der Künstler, nämlich Kreativität und Phantasie, weite Felder der Inspiration eröffnen kann.
Man darf gespannt sein, welche Corpora delicti die Täter, sprich Künstler, den scharfen Augen der Besucher zu bieten haben.
Zu sehen sind:
MALEREI:
Pohlmann, Rosenbau, Rust, Stanislwaski, Wagner
ZEICHNUNG:
Hinse
FOTOGRAFIE:
Eppendorf, Evangelisto, Peisker, Schwalgin
OBJEKTE; SKULPTUREN; INSTALLATIONEN:
Abendroth, Bailer, Hüsken, Lamzatis, Rybarsch-Tarry, Saridi, Schiek, Schubert, Wegener.
Alle teilnehmenden Künstler/innen sind Mitglied im Bundesverband Bildender Künstler/innen , der mit seinen rd. 10.000 Mitgliedern nicht nur die größte sonder auch die erfolgreichste Künstlerorganisation der Europäischen Union ist.
Der Eintritt für diese außergewöhnliche Ausstellung ist frei!
Ausstellung „Corpus Delicti“ des Künstlerbundes BBK Westfalen e.V. vom 19.4.– 3.5.2018 in der Stadthalle Kamen
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Foto: Heidi MeierKamen. Was die in Recklinghausen lebende und arbeitende Künstlerin Heidi Meier in ihrem Schaffen umtreibt, sind Wege und Prozesse -politische, menschliche, zeitliche, natürliche. Sie beschreibt darum ihre Arbeit als „Kunst-Geschehen“.
Daraus abgeleitet lautet der Titel der neuen Ausstellung von Heidi Meier „telling stories“. Zeichnungen, Grafiken und Objekte der Künstlerin sind ab Donnerstag, 8. März, 2018
im Gründerzentrum Kamen zu sehen – und zu erwerben.
Die studierte Germanistin und Historikerin nutzt für ihre Objekte und Installationen alltägliche Werkstoffe wie Korken, Pappe, Sperrholz und auch Spielzeuge. Sie fügt diese Stoffe zusammen oder verändert sie, so dass sie eine Geschichte implizieren.
In ihren Zeichnungen arbeitet die Künstlerin hauptsächlich mit Kohle und Pastellkreiden. Hier entdeckt man in den auf Zeitungspapier gezeichneten Labyrinthen Geschichten und Wege, die trotz aller Ereignisse und sich überschlagender Gedanken gegangen werden müssen. Ebenso nutzt Heidi Meier die Handschrift als rein zeichnerisches Element, dass in der digitalisierten Welt immer mehr in den Hintergrund gerät.
Heidi Meier begann ihre Ausstellungsaktivitäten bereits 2003 mit Artist Trading Cards, Collaborative Cultural Performance, von Zürich in die Welt. Es folgten zahlreiche weitere Ausstellungen. Ein Höhepunkt war die Auszeichnung ihrer Kunst auf der „Bienale Kleinplastik“ in Hilden 2007.
Im Jahr 2011 trat sie dem Vestischen Künstlerbund Recklinghausen bei, dessen Vorsitzende sie 2014 wurde.
Ausstellungsorte ihrer Arbeiten waren unter anderem Recklinghausen, Düsseldorf, Berlin und Dordrecht/NL.
Öffnungszeiten der Ausstellung in der Galerie im Technopark, Gründerzentrum Kamen, Herbert-Wehner-Str. 2, 59174 Kamen:
An Werktagen
Mo – Do 8.00 – 17.00 Uhr
Fr 8.00 - 15.00 Uhr
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