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    Erinnerung an Max von der Grün: Lesung über einen Schriftsteller und sein Zechendorf Heeren

    Max von der Grün lebte von 1951 bis 1963 im damaligen Bergbaudorf Heeren. Eine Gedenkveranstaltung zum 100. Geburtstag des Schriftstellers beleuchtet sein Leben und Werk. Foto: ArchivMax von der Grün lebte von 1951 bis 1963 im damaligen Bergbaudorf Heeren. Eine Gedenkveranstaltung zum 100. Geburtstag des Schriftstellers beleuchtet sein Leben und Werk. Foto: Archiv Kamen. Anlässlich des 100. Geburtstags des Schriftstellers Max von der Grün lädt die VHS Kamen-Bönen gemeinsam mit dem Kulturamt der Stadt Kamen und dem Stadtteilbüro Heeren-Werve zu einer besonderen Gedenkveranstaltung ein. Unter dem Titel „Wie war das eigentlich? Max von der Grün und Heeren – Ein Schriftsteller im Zechendorf“ erinnert der Kamener Autor, Zeichner und Pädagoge Gerd Puls am Mittwoch, 17. Juni 2026, an Leben und Werk des bedeutenden Schriftstellers.

    Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr im Vortragsraum des Hauses der Bildung an der Bergstraße 13 in Kamen. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung unter www.vhs-kamen-boenen.de ist jedoch erwünscht.

    Max von der Grün zählt zu den bedeutendsten deutschen Nachkriegsschriftstellern. Seine Bücher wurden in 25 Sprachen übersetzt und erreichten allein in Deutschland eine Auflage von mehr als vier Millionen Exemplaren. Sein literarisches Schaffen war geprägt von dem Anspruch, die sozialen und menschlichen Herausforderungen der industriellen Arbeitswelt realistisch darzustellen. Sein Credo „Nichts als gegeben hinnehmen!“ begleitete ihn dabei ein Leben lang.

    Besonders eng verbunden war Max von der Grün mit dem heutigen Kamener Stadtteil Heeren-Werve. Von 1951 bis 1963 lebte und arbeitete er im damaligen Bergbaudorf Heeren. Hier entstanden unter anderem seine bekannten Bergbauromane „Männer in zweifacher Nacht“ und „Irrlicht und Feuer“, die er in seinem Wohnhaus am Grünen Weg schrieb.

    Gerd Puls, der den Autor bereits in dessen frühen Heerener Jahren persönlich kennenlernte, wird in seiner Lesung den Fokus auf diese prägende Zeit legen. „Es ist eine erinnernde Lesung mit Heeren als Schwerpunkt“, betont Puls. Neben Auszügen aus Werken Max von der Grüns wird er auch aus seinem aktuellen Essay sowie aus älteren Aufsätzen lesen.

    Dabei soll deutlich werden, wie intensiv der Schriftsteller das Leben im Dorf beobachtete und literarisch verarbeitete. Als Arbeitsimmigrant habe Max von der Grün das Geschehen in Heeren aufmerksam verfolgt und zahlreiche Eindrücke in seine Romane und Erzählungen einfließen lassen. Viele Szenen seiner Werke ließen sich bis heute konkreten Orten in Heeren zuordnen.

    Bekannt wurde Max von der Grün einem breiten Publikum vor allem durch sein Kinderbuch „Vorstadtkrokodile“. Doch auch seine Romane, Hörspiele und Fernsehspiele wie „Feierabend“ oder „Smog“ sowie sein Erinnerungsbuch „Wie war das eigentlich? Kindheit und Jugend im 3. Reich“ haben bis heute nichts von ihrer Aktualität verloren.

    Die Frage „Wie war das eigentlich?“ dient deshalb auch als Motto und Ausgangspunkt der Veranstaltung. Sie lädt dazu ein, nicht nur auf das Leben und Werk des Autors zurückzublicken, sondern auch die gesellschaftlichen Fragen zu betrachten, die Max von der Grün bewegten und die bis heute relevant geblieben sind.

    Die Veranstaltung findet am Mittwoch, 17. Juni 2026, von 19 bis 20.30 Uhr im Haus der Bildung in Kamen statt. Die Teilnahme ist kostenlos.

    Archiv: Er war wichtig – Erinnerung an Max von der Grün

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