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Kamen. Nach der Eröffnung von Reimund Kaspers Kunstausstellung "Im Laufe der Zeit"am Donnerstagabend mit über hundert Besucherinnen und Besuchern bietet der Künstler am Sonntag, 3. Dezember 2017, von 11 bis 14 Uhr im Haus der Kamener Stadtgeschichte, Bahnhofstraße 21 eine Führung durch die Ausstellung an. Wer noch einmal ein persönliches Gespräch mit Reimund Kasper in den Ausstellungsräumen des Museums führen möchte oder die Ausstellung noch nicht gesehen hat, hat am Sonntag hierzu die Gelegenheit.
Des Weiteren kann die Ausstellung zu den regulären Öffnungszeiten des Hauses der Kamener Stadtgeschichte noch bis zum 21. Dezember 2017 besichtigt werden: Di-Do: 10-12 Uhr und 14-17 Uhr, Fr: 10-12 Uhr, So: 14-17 Uhr. Sonderführungen für Gruppen können mit dem Künstler angesprochen werden. Kontakt: Tel. 02307-797427 oder E-Mail:
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Bergkamen. Die Geister sangen über dem Wasser – mit Licht und Worten. Taucher glitten in die Fluten und schnorchelten die Fassaden entlang. Grubenlampen glimmten vor der Bootskulisse und Brücken wie Sicherheitstore verwandelten sich in Träger von Poesie. Die 2. Nacht der Lichtkunst spielte mit dem Wasser und dem Licht in der Marina Rünthe und sorgte für eine märchenhafte Atmosphäre bis Mitternacht.
Was sich federleicht in den sanften Wellen widerspiegelte, hatte technisch seine Tücken. Bereits in der Nacht hatten heftige Regenschauer der Lichtkünstlerin Nikola Dicke und den Künstlern der Kunstwerkstatt „sohle 1“ den Aufbau ihrer Installationen schwergemacht. Zudem waren die Temperaturen in winterliche Regionen gesunken, so dass es die Finger mehr als schwer hatten. Auch das Tablet wollte nicht so, wie es sollte: Der Taucher auf der Fassade der Kühlfabrik stockte gelegentlich und brach dann etwas abrupt seinen Tauchgang ab, um Goethes poetischem „Gesang der Geister über dem Wasser“ Platz zu machen.
Auch in der organisatorischen Umsetzung stockte es Samstagnacht ein wenig. Mancher hatte die Übertragung des lokalen Fußballderbyklassikers beim Stand von 4:0 für die Dortmunder Borussen verlassen, um pünktlich in der RüntherMarina anzukommen. Bei der Ankunft hatten die Schalker auf 4:4 ausgeglichen und die beiden Ausflugsboote zu den Lichtinstallationen legten dann doch später ab als angekündigt. Zum Fußball-Frust gesellten sich Verwirrungen über die eigentlichen Startpunkte und lange Warteschlangen vor den Bootsanlegern, die jeweils nur eineinhalb Dutzend Menschen fassen konnten.
Die Skipper der für diese Nacht angeheuerten Bootsschulen steuerten die Ausflugsgefährte gelassen an winterfest verpackten Booten vorbei, auf denen sich Worte aus Licht bildeten und im dunklen Wasser spiegelten. Die Grubenlampen wiesen den Weg und es ging hinaus auf den Kanal. Nach 15 Minuten Fahrt tauchten die Goethe-Worte groß und strahlend auf dem Sicherheitstor am Kraftwerk auf und verkündeten stolz: „Der Menschen Seele gleicht dem Wasser.“
Auf der Rückfahrt tauchten weitere Worte an der Brücke auf, bevor es wieder in den illuminierten Hafen ging, wo auf dem Kai das PulsLicht von Mischa Kuball Signale sendete. Auf einem weiteren Boot glitten Enten durch das Wasser und wurden von weiteren Fotos abgelöst, die Silke Kieslich in eine Lichtprojektion verwandelt hatte. Die Künstlerin Nikola Dicke und Stadtführer Klaus Holzer begleiteten die Touren und erläuterten die jeweiligen Installationen.
Marc-Oliver Knappmann war selbst mit Sicherheitsweste und dicken Handschuhen zum Torbogen gekommen, um seine Installation zu erklären. Stoffbahnen wehten dort an den Wänden, entdeckt in Fuerteventura. Der Zahn der Zeit hatte an den Stoffen, die das Leben und die Arbeit der spanischen Bauern auf den Plantagen begleiteten, genagt. Im Wind „nehmen sie immer wieder neue Formen an“ und geben so ganz neue Perspektiven frei. Auch mit sozialkritischem und historischem Charakter.
Wer wollte, konnte in einen der Busse steigen und sich weitere Lichtkunstwerke in der Nachbarstadt Hamm anschauen. In der Marina wartete mit dem Duo „Mondi di Notte“ aber noch ein weiterer Höhepunkt der musikalischen Art. Im stimmungsvoll illuminierten Trauzimmer stimmten Mona Lichtenhof und Dieter Dasbeck Lieder an, die ebenfalls das Wasser in verschiedensten Formen thematisierten. KB
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30. Nov. bis 21. Dezember 2017
Kamen. Das große Glück, Menschen zu begegnen, die eindrucksvoll und wach ihr Wissen an die nächste Generation weitergaben, war für den Künstler Reimund Kasper die Begegnung mit dem Bauhaus Künstler Emil Berd Hartwig. Hartwig war der einzige deutsche Meisterschüler von Paul Klee und einer der letzten des Bauhauses in Deutschland. Durch die besondere Nähe zu Hartwig bekam der Kunststudent Kasper den Geruch dieser bewegten, kreativen Zeit hautnah mit. Es entstand ein besonderes Verständnis zu Material, Technik und künstlerischer Arbeit, die der Bauhaus-künstler vermittelte. Die Auffassung Kaspers zur heutigen Malerei ist im Laufe der Zeit eine andere geworden, aber das technische Wissen der Bauhäusler hilft ihm noch heute, bestimmte Sehweisen und Techniken in seine Arbeit mit einzubinden, um die Kraft der Farbe zu erkennen und einzusetzen.
Nach abgeschlossenem Studium in den Bereichen Kunst, Architektur und Design gründete Kasper Ende der 70er Jahre eine der ersten kommunalen Galerien in Deutschland. Als kommunaler Kulturmacher und Galerist der Stadt Kamen vernetzte er die Ateliers der Künstler mit den Bürotempeln der Bürger und half mit, die Schranken und Vorurteile, die in der Gesellschaft gegenüber der Künstlerschaft bestanden, mit viel Basisarbeit abzubauen. Seminare im In- und Ausland (Partnerstädten) vervollständigten diese Arbeit mit dem Anspruch, Kunst in Theorie und Praxis zu vermitteln. Denn Kunst und Kultur dienen der Sinnproduktion und helfen uns, in unserer komplexen Gesellschaft zurecht zu finden, die eigene Identität zu stiften und ästhetische Erfahrungen zu sammeln, so der Kulturmacher und Künstler Reimund Kasper.
Kasper über sich: "Als Künstler bin ich mir zu jeder Zeit immer treu geblieben und habe mich nie meiner Freiheit berauben lassen, innere Prozesse auch gegen Widerstände von außen zu verwirklichen. Ich musste kein Wilder werden, um mich in der Gesellschaft zu behaupten. Genauso waren mir Trends und Modetendenzen der letzten Jahrzehnte sehr suspekt. Ich bin Maler, Grafiker und Formgestalter aus Leidenschaft und ein besonderer Beobachter dieser sehr beweglichen Welt. Wenn ich male, dann arbeite ich wie ein Getriebener und gehe gnadenlos mit Materialien und tiefgründig mit den Themen dieser Welt um. Das jeweils nächste Bild ist für mich das Interessanteste und lockt mich jedes Mal aus der Reserve. So ist für mich die Lust am Neuen, oder der Frust auf Geschehenes der Motor für eine neue künstlerische Aussage, die auch politisch sein kann."
Die Ausstellung im Kamener Museum zeigt Malerei, Grafik und plastische Arbeiten aus den letzten Jahrzehnten sowie aus verschiedenen Werkphasen. Die Besucher erwartet eine spannende Ausstellung, die in dieser Form selbst für den Künstler etwas Besonderes ist. Unter anderem werden drei mal drei Meter große Bilder gezeigt.
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.
Am Sonntag, 3. Dez. und 10. Dez. 2017 in der Zeit von 15 - 17 Uhr ist der Künstler Reimund Kasper im Museum anwesend und führt durch die Ausstellung. Gesonderte Termine nach Vereinbarung. Tel. 02307-797427. Der Eintritt zur Ausstellung ist frei.
Haus der Kamener Stadtgeschichte
Öffnungszeiten: Di - Do 10-12 Uhr und 14 -17 Uhr, Fr 10-12 Uhr, So 14-17 Uhr und nach Vereinbarung
Eröffnung der Ausstellung: Donnerstag, 30. November 2017, 19.30 Uhr
Begrüßung: Hermann Hupe, Bürgermeister der Stadt Kamen
Einführung: Thomas Hengstenberg, Ausstellungskurator
Musik: Margarita Feinstein, Pianistin
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Zur Einweihung des Skulpturenparks von Haus Opherdicke wurden die Werke auch beleuchtet. Foto: Thomas KerstenKreis Unna. Spitzenklasse. Wunderschön. Berührend. Einmalig (leider tatsächlich). Die Begeisterung der Premierengäste bei der Einweihung des Skulpturenparks auf Haus Opherdicke kannte Donnerstagabend kaum Grenzen.
Es war auch zu schön, was der Kulturbereich des Kreises und insbesondere die Kulturreferentin Sigrid Zielke-Hengstenberg da in die Abendlandschaft gezaubert hatten. Denn die Skulpturen im Park wurden nach Begrüßung durch Landrat Michael Makiolla, verbaler und musikalischer Einstimmung (Sigrid Zielke-Hengstenberg M.A., Jörg Budde am Saxophon) für ein paar Stunden kunstvoll angestrahlt.
Doch nicht nur die von der Puccinelli-Tochter als Dank für eine schöne Ausstellung an den Kreis verschenkten Skulpturen, auch die sie umgebende Gartenlandschaft wurde optisch in Szene gesetzt und unterstrich eindrucksvoll, was der Begriff Licht(-)kunst tatsächlich bedeutet.
Gemeinsam mit Landrat Makiolla und Holzwickedes Bürgermeisterin Ulrike Drossel auf den symbolischen „roten Knopf“ drückten Hildegard und Hans-Jörg Modlmayer. Sie waren langjährige Vertraute und Freunde des 1904 geborenen und 1986 verstorbenen italienisch-amerikanischen Bildhauers und wichtiges Bindeglied zwischen der Familie des Künstlers und dem Kreis Unna.
Die Illumation der Skulpturen ging nach wenigen Stunden wieder aus, da die erst geplante längere Beleuchtung zur Abendzeit versicherungstechnisch nicht zu stemmen war.
Was den Premierengästen bleibt, ist das Bewusstsein, ein strahlendes Ereignis miterlebt haben. Wer nicht dabei war, aber in den nächsten Wochen und Monaten durch den Park von Haus Opherdicke geht, wird sofort sehen, dass Puccinellis Skulpturen auch bei Licht besehen Werke aus Meisterhand sind, die mehr als nur den berühmten ersten Blick lohnen. PK | PKU
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12 Skulpturen stehen im Park, Puccinellis „Sirena“ fand ihren Platz in der Gräfte von Haus Opherdicke. Foto: Arne Reimann - Kreis UnnaSkulpturenpark wird eröffnet
Kreis Unna. Es ist geschafft: Die dem Kreis geschenkten 13 Skulpturen des italienisch-amerikanischen Bildhauers Raimondo Puccinelli haben im Garten bzw. in der Gräfte von Haus Opherdicke dauerhaft eine Heimat gefunden. Die Eröffnung des Skulpturenparks im Schatten des kreiseigenen Gutes findet am Donnerstag, 9. November statt.
Dabei gibt es nicht nur einführende Worte von Landrat Michael Makiolla und erklärende Bemerkungen von Sigrid Zielke-Hengstenberg, der Kulturreferentin des Kreises. Die bemerkenswerten Arbeiten eines bemerkenswerten Künstlers werden natürlich gut in Szene gesetzt, ins rechte Licht gerückt - genauer gesagt: in Licht getaucht, so dass die Eröffnungsfeier zu einem weithin sichtbaren, strahlenden Ereignis zu werden verspricht. PK | PKU
| Hintergrund Die Tochter des italienisch-amerikanischen Künstlers Raimondo Puccinelli überließ die elf Bronzeskulpturen sowie zwei aus Granit dem Kreis Unna als großzügiges Dankeschön für die Zusammenarbeit bei einer Ausstellung. Nach Zwischenstationen im Depot und in der Cappenberger Stiftskirche sowie recht lebhaften Diskussionen in der Kreispolitik fanden die Werke aus Meisterhand im Garten und in der Gräfte von Haus Holzwickede einen festen Platz. Das Zeigen der Kunst im öffentlichen Raum war die einzige Bedingung, die die Puccinelli-Tochter mit ihrem rund eine Million schweren Geschenk verknüpfte. Die Umsetzungsarbeiten gingen im Spätsommer / Herbst 2017 zügig über die Bühne, denn einen Skulpturenpark hatte die Kreisverwaltung bereits 2011 in einem Konzept für die Parkanlage von Haus Opherdicke mitgedacht - und bei der Gartengestaltung vorsorglich ein paar „Strippen“ mehr ziehen lassen. PK | PKU |
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Kamen. Malerei und Skulptur, Demir Demiroski-Mak, S-Galerie der Sparkasse UnnaKamen - Im Rahmen der RathausGalerie der Stadt Kamen zeigt die S-Galerie der Sparkasse UnnaKamen (Sparkassenplatz 1, 59174 Kamen) vom 16. November 2017 bis zum 11. Januar 2018 die Ausstellung „Malerei und Skulptur“ mit Arbeiten von Demir Demiroski-Mak.
„Demir.Demiroski-Mak ist ein Kind dieser Welt und aller Voraussicht nach geboren in Makedonien Warum eigentlich dort und nicht anderswo? Wieso eigentlich als Künstler und nicht als Elektriker, Heilpraktiker, Fußballprofi? Wieso ist dieser Mensch hier und nicht dort? Wieso denkt und tickt er so und nicht anders aber doch so anders als andere? Warum eigentlich so schräg statt grade? Warum, so scheint er sich zu fragen, warum immer dasselbe machen? Warum eigentlich kein Risiko eingehen wo doch jeder Mensch um die Endlichkeit des Lebens weiß? Warum, fragt sich der Mensch, warum sich in eine Straßenbahn setzen deren Ziel man nicht kennt? Na ja, wer einsteigt lernt es kennen. Das scheint Prinzip, eine Maxime im Leben Demir Demiroskis: Die des Ausprobierens kurz etwas ganz Anderes tun und die Farben des Lebens neu anrühren und sich überraschen was dabei herauskommt Was in aller Welt hätte aus so einem Mann anderes werden können als ein Künstler durch und durch?“ (Text: Kristof Neukötter)
Die Ausstellung wird am 16.11.2017 um 17.00 Uhr eröffnet und ist bis zum 11.1.2018, zu den Öffnungszeiten Mo/Do 8.30 – 18 Uhr und Di/Mi/Fr 8.30 - 16.30 Uhr, zu sehen. Die musikalische Begleitung übernimmt Armin Düpmeier-Klasik, Chapman Stick. Reimund Kasper, bildender Künstler, führt in die Ausstellung ein. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.
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