Kunstausstellung "geile viecher": Kamener Künstler Reimund Kasper zeigt besondere künstlerische Leckerbissen

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Kasper Brautschau1119Brautschau, 80 x 80 cm - 2019 von Reimund KasperKamen. Der Kamener Künstler Reimund Kasper bietet zum Jahresende mit der Kunstausstellung "geile viecher" einen besonderen künstlerischen Leckerbissen an. Erzählte Geschichten von merkwürdigen Tieren erhalten in dieser Ausstellung ein neues Gesicht. Da gibt es Nashörner, die mit ihrem Boot übers Meer fahren oder Ziegen, die es sich mit einem Gläschen in meiner Küche gemütlich machen. Hasen, die ins Unermessliche wachsen oder Vögel, die zur Musik tanzen und den Betrachter zum Mitmachen animieren wollen. Vielleicht ist es eine Traumwelt, die aber bei schwindender Lebensqualität auf unserem Globus zur Lebensnotwendigkeit wird, denn ohne eine Traum- und Phantasiewelt verkümmert unsere Seele. Die Phantasie ist der Motor aller Kreativität in unserem Leben und befördert eigentlich nur unsere Neugier, unser Suchen nach dem Anderen, dem Merkwürdigen oder dem Unbekannten. Die künstlerische Arbeit transportiert mit reichhaltigem Ideenreichtum eine immer neue Bildsprache, die sich in Form und Ausdruck variantenreich darstellt.

Eine besondere Herausforderung bestand darin, dass Reimund Kasper das Projekt zusammen mit dem Künstlerkollegen Alfred Gockel, der ebenfalls Mitglied der Kamener Künstlergruppe REFLEX ist, erarbeitete. Es ist eine Wunderwelt der Superlative, zu der die Künstler herzlich einladen.

Eröffnet wird die Ausstellung am Sa. 23. Nov. um 15 Uhr in der Galerie Gockel, Hinterm Hagen 34, in 59348 Lüdinghausen. Desweiteren ist die Ausstellung an folgenden Tagen geöffnet: So. 24.11., 11-18 Uhr, So. 1. Dez., 11-18 Uhr und So. 19. Jan., 11-18 Uhr. Informationen zur Ausstellung: Kunsthaus Kasper, Hammer Str. 16, 59174 Kamen, Tel. 02307-797427.

Ausstellung: Das Frühstück im Grünen. Hommage à Édouard Manet

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REFLEX1119Vernissage im Haus der Stadtgeschichte

Kamen. Die Künstlergruppe REFLEX – Zusammenschluss freier Künstler in NRW mit ihrem Sitz in Kamen richtet ihren Blick auf ihr nächstes künstlerisches Projekt. Im Zentrum des Interesses der Gruppe steht Édouard Manets bekanntes Werk Das Frühstück im Grünen (1863), welches in seiner Zeit einen Skandal auslöste, indem der französische Künstler traditionelle Sichtweisen und Maltechniken durchbrach, während die Bourgeois und das Großbürgertum keine wahrheitsgetreuen, sondern idealisierte Darstellungen der Realität präferierten. Das Bild zeigt eine nackte Frau bei zwei bekleideten Männern sitzend. Die Juroren des Pariser Salon lehnten das Bild, das Manet zur Ausstellung anbot, ab. Das unkeusche „Picknick“ des vermeintlichen Voyeurs landete mit kaiserlichen Gnaden im Salon der zurückgewiesenen Gemälde.

Provokationen, wie sie Manet präsentierte, würden heute in der „aufgeklärten“ Welt erstaunlicherweise ähnliche Reaktionen hervorrufen. Denn die Darstellung des nackten Menschen in der Öffentlichkeit wird wieder als Affront wahrgenommen. Die REFLEX-Künstler unternehmen den Versuch, an Manets Bildaussage anzuknüpfen und diese in die Gegenwart zu transportieren. Die Ergebnisse ihrer Arbeit präsentieren die Künstler ab dem 21. November bis zum 19. Dezember 2019 im Haus der Kamener Stadtgeschichte.

Ausstellungstitel: Das Frühstück im Grünen. Hommage à Édouard Manet
Ausstellungseröffnung: Do. 21.11.2019, 19:00 Uhr
Laufzeit der Ausstellung: Do. 21.11.2019 bis Do. 19.12.2019
Lokalität: Haus der Kamener Stadtgeschichte, Bahnhofstraße 21, 59174 Kamen

Begrüßung: Ingelore Peppmeier, Ingelore Peppmeier, Beigeordnete der Stadt Kamen
Einführung: Dr. Rudolf Preuss, Kunstwissenschaftler
Musikalische Begleitung: Freya Deiting, Violinistin

Zur Ausstellung erscheint ein 68-seitiger Katalog.

Führungen durch die Ausstellung:
So. 24.11., So. 01.12., So. 08.12. jeweils 14-17 Uhr

Ausstellung von Rosa Graßhoff und Lars Schubert mit dem Titel „EINS ZU EINS“

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einsundeins1019

Kamen. Der Titel der Ausstellung bezieht sich auf Fotos von Rosa Graßhoff und Übermalungen  von Lars U. Schubert, die eins zu eins nebeneinander zu sehen sind.
Jedes der Kunstwerke kann im Ergebnis für sich allein stehen, aber in der Entstehung der Übermalung ist das Foto die Grundlage, denn genau diese Übermalung konnte nur entstehen, weil es dieses jeweilige Foto gab. So sind die Übermalungen nicht ein Auslöschen oder eine Missachtung der Fotos, sondern eine Erweiterung. So begegnen sich zwei eigene Kunstformen wie in einem Dialog. Es scheint ein Gespräch in verschiedenen Sprachen, wobei es ein Einverständnis gibt, eine Zustimmung. Aber es erscheint auch eine Verweigerung eines Gesprächs zu sein, so dass jedes Bild für sich bestehen kann und auch besteht.
Während die Fotos die originale Welt abzubilden scheinen, scheinen die Übermalungen den Raum mit Ideen, dem Echo der Geschichte oder zukünftigen Situationen zu füllen.

Fotografien: Rosa Graßhoff
Übermalungen: L’Ars U. Schubert, Künstler und Mitglied in der Künstlervereinigung
„Schieferturm“, Kamen.

Eröffnung: In der Sparkasse UnnaKamen, Sparkassenplatz 1, 59174 Kamen wird am Donnerstag, 7.11.2019, 17.00 Uhr die Ausstellung „EINS ZU EINS“ eröffnet.

 

Ausstellung: Elisabeth Lea - Tusche, Graphit, Farbe

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Lea 1019

Kamen. Im Rahmen der beliebten Rathausgalerie sind in der Stadthalle Kamen ab dem 15. Oktober 2019 Werke von Elisabeth Lea zum Thema Tusche, Graphit, Farbe zu sehen.

Eröffnung der Ausstellung: Dienstag, 15.10.2019, 19.30 im Foyer der Stadthalle

Als Kunsthistorikerin übernimmt Anke Schmich die Einführung in die Werke und Thomas Spiel greift klangvoll in die Saiten seiner Gitarre.
E. Lea, die ehemalige Musik- u. Kunsterzieherin aus Kamen-Methler ist seit 2015 Mitglied des Künstlerbundes Schieferturm Kamen. Dem Studium an der Pädagogoschen Hochschule Braunschweig folgte ihre schulische Tätigkeit. Seit 1995 belegt sie intensive Kurse im Zeichnen und in der Aquarell- u. Acrylmalerei bei Stephan Geisler in Bergkamen und Bochum.

Bei der Ausstellung mit dem Titel „Tusche, Graphit, Farbe“ präsentiert Elisabeth Lea etwa 50 Arbeiten aus den Bereichen Zeichnung, Aquarell und Malerei. Ein Schwerpunkt in ihren Arbeiten sind Segelschiffe, die ganz oder vornehmlich aufgrund ihrer Segel durch die Kraft des Windes bewegt werden und damit dem Meer trotzen und es bezwingen können. Dabei sind für die Künstlerin in ihren Bildern nicht die Segel selbst wichtig, sondern ihr besonderes Interesse gilt der Tagelage, der Gesamtheit der Vorrichtungen, die die Segel tragen, wie Masten, Spiere und Taue. Durch die eingebrachten grafischen Elemente erhalten die Bilder filigrane Strukturen und Lebendigkeit.

Im Gegensatz dazu kann man bei den Früchten des Herbstes, in Anlehnung an die jetzige Jahreszeit, in Farben und Formen schwelgen. Weitere Schwerpunkte sind Zeichnungen mit
Motiven von Kamen und von Reisen sowie Landschaften und Menschen. Für Elisabeth Lea sind Menschen das wichtige Thema, das sie immer wieder in ihren Arbeiten aufgreift. Gesichter, in denen man lesen kann und die die unterschiedlichsten Emotionen zum Ausdruck bringen können, interessieren und faszinieren.

Öffnungszeiten der Ausstellung: vom 15. – 31.10.2019 zu den Öffnungszeiten
Mo-Do von 7.30 bis 16.30 Uhr, Fr. von 8.30 – 13.00 Uhr

Unterhaltsames Programm zum Ende der Ausstellung „Von Nebenan“ der kunstwerkstatt sohle 1 aus Bergkamen

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Lied1019sohl1Foto: kunstwerkstatt sohle 1Kamen. Am Donnerstag, den 3. 10., ging im Haus der Stadtgeschichte die Ausstellung „Von Nebenan“ der kunstwerkstatt sohle 1 aus Bergkamen mit einem unterhaltsamen Programm zu Ende. Vor der Kulisse der schönen Museumsräume erlebten die etwa 40 Besucher der Finissage die Entdeckung des Nachmittags: Die singenden, lesenden und schwadronierenden „Ruhrleser“ Joachim Müller, Ingo Rosner und Bernhard Dickhut gaben dem Titel der Ausstellung „Von Nebenan“ einen abschließenden Pfiff und begeisterten das Publikum mit Texten aus dem Leben unserer Heimat, dem Ruhrgebiet, u.a. mit der Erzählung über einen Jürgen Sparwasser, der irrtümlich für den ehemaligen DDR-Fußballer gehalten wird, der im einzigen Länderspiel zwischen den beiden deutschen Staaten das Siegtor für die DDR erzielte. Der Beifall spornte die drei Kabarettisten noch zu einer Zugabe an, einem Lied übers Grillen, das man neben der Sparwasser–Erzählung gut als weiteren Höhepunkt bezeichnen darf!

Nach einem anschließenden entspannten Nachmittag mit vielen Gesprächen bei Kaffee und Gebäck und einem letzten Rundgang durch die Ausstellung wanderten die Arbeiten der Künstlerinnen und Künstler wieder nach „nebenan“ - nach Bergkamen.

 

Trabi "Albert" rollt werbewirksam durch Kamen

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von Alex Grün

Kamen. Die Kamener Künstlerin Petra Zapatero hat ihrem Zweitwagen einen Namen gegeben: "Albert". Wer das rollende Kunstwerk durch die Stadt fahren sieht, erkennt auch auf den ersten Blick, warum.

Um es gleich vorweg zu nehmen: "Albert" ist ein Trabi. Schon vor Jahren verliebte sich die Diplom-Malerin und -Grafikerin in die ostdeutsche "Renn-Semmel", die aus dem Baujahr 1989 stammt und eines der letzten Modelle ihrer Art gewesen sein dürfte, die vom Band gelaufen ist. Aus einer alten Lagerhalle heraus hat der Wagen die Kamenerin zufällig "angelacht", die sich des liebenswerten Gefährtes spontan annahm - natürlich zum Schnäppchenpreis. Das halbverrottete und ursprünglich froschgrüne Fahrzeug, das seit mehr als zehn Jahren keinen Asphalt mehr gesehen hatte, musste erst einmal mit einigem Aufwand restauriert werden, was rund ein Jahr lang dauerte. Mehrere tausend Euro hat Petra Zapatero dafür investiert. Und nicht nur das: Revolverschaltung, Benzinhahn und die sonstige antiquierte Mimik des Wagens erforderten einige Übung, erzählt die Künstlerin. Außerdem gibt der Zweitakter sich ungern mit gewöhnlichem Super zufrieden, lieber hat er ein spezielles Gemisch, am liebsten mit Blei-Additiv - so viel hat Petra Zapatero mittlerweile gelernt. Zwar rennt "Albert" nur 100 Sachen, aber schneller braucht er auch gar nicht sein: Als fahrendes Werbeobjekt kann er eigentlich gar nicht langsam genug sein, so die Künstlerin. Nächsten Monat wird "Albert" 30 Jahr alt und bekommt das H-Kennzeichen. Die Grafiken auf Motorhaube, Dach, Kofferraum und Türen sind nicht gesprüht, sondern handbemalt, betont Petra Zapatero, ausschließlich der Schutzlack darüber wurde mit der Sprühpistole aufgetragen. Auf der Motorhaube prangt der Namensgeber des Gefährts in seiner ganzen zauseligen "Schönheit": Schon immer habe sie Albert Einstein und seine Thesen bewundert, sagt Petra Zapatero. Außerdem habe sie den Physiker bereits in Form eines Ölbildes portraitiert und dieses gemeinsam mit dem Trabi erfolgreich als Meisterarbeit eingereicht. Auf dem Kofferraum ist ein Turnschuh abgebildet, auf dem Dach eine Farbpalette. Rund 80 Arbeitsstunden habe sie in das Projekt investiert, sagt die Künstlerin. Aber die hätten sich gleich dreimal gelohnt. Denn mit dem Projekt hat sie drei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Ein Meisterstück geschaffen und gleichzeitig ein weiteres Kunstwerk, das wiederum als Werbemittel seinen Teil zum Erfolg des Ateliers beiträgt. Und das tut es: "Bei 'Alberts' Erscheinen bleiben schon viele Leute stehen und schauen sich um - schon allein des Lärms wegen". Denn leise ist der Kultwagen genauso wenig, wie rasant.

Archiv: Kunstausstellung zum 10jährigen Jubiläum des Atelier-Treff Zapatero

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