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    Reflex und Musikschule sprengen mit starker Verknüpfung von Musik und Malerei den Titel „Minimal“

    Bürgermeisterin Elke Kappen zeigte sich beeindruckt von der Kooperation von Malern und Musikern in der Stadt. Bürgermeisterin Elke Kappen zeigte sich beeindruckt von der Kooperation von Malern und Musikern in der Stadt.

    Kamen. (wol) Der Titel „Minimal“ wird der Ausstellung und dem Projekt dahinter als Bewertung nicht gerecht. Großartig ist was die Reflex-Künstler und die Musikschule Kamen da gemeinsam auf die Beine gestellt haben. Malerei und Musik werden in den im Musikschulgebäude ausgestellten Arbeiten und in der Musik, die dazu auch im Nachhinein noch zu hören ist, verknüpft. Nicht immer scheint als Ergebnis klar, was zuerst da war.

    Künstler wie Reimund Kasper aber auch Musiker stellten sich dem Gespräch mit den Besuchern.Künstler wie Reimund Kasper aber auch Musiker stellten sich dem Gespräch mit den Besuchern.

    Der Titel „Minimal“ bezieht sich auf Minimal Music und Minimal Art. In Abgrenzung zu komplexer klassischer Musik soll er Reduzierung ausdrücken, Rückzug auf Wesentliches, auf den Kern der Klänge und auf Objektivität und Klarheit in der Malerei. Zur Ausstellungseröffnung erklärte als Kurator der Ausstellung Heinrich Behrens, was es damit auf sich hat und welche Verschmelzung Maler und Musiker in Kamen anstreben. Neue Wege gehe man dabei, so Reimund Kasper für die Künstlergruppe Reflex. Das fing schon bei der Ausstellungseröffnung an. Einleitende Musik erklang nicht im Saal sondern auf den Absätzen des Treppenhauses. Akteure des Akkordeonensembles der Musikschule spielten sich so von Ebene zu Ebene Klänge zu. Allein das schon ein Erlebnis.

    Nicht nur mit der Treppenhausmusik geht das Projekt neue Wege.Nicht nur mit der Treppenhausmusik geht das Projekt neue Wege.

    Musiker und Maler, letztere inklusive Objektkunst und Fotografie gemeint, hatten ihre Verbindung schon vor der Ausstellungseröffnung erzeugt. Die Maler lauschten den Musikern bei den Proben. Die Musiker gehörten zu den ersten Betrachtern der so entstandenen Arbeiten. Die Titel mancher Arbeiten waren Programm: Farbklang oder Klangteppich versuchten auch hier die Synthese. Schon große Namen in der Malerei wie Klee oder Kandinsky hätten für Bewunderung für die Musik und ihre Freiheit gestanden, hatte eingangs Heinrich Behrens erläutert. Im hier und jetzt überzeugten beide Gruppen mit gegenseitiger Anerkennung und der Suche nach einer künstlerischen Verbindung. Das Farben fließen, aber auch Rhythmik haben können, zeigt die Ausstellung. 

    Bürgermeisterin Elke Kappen würdigte das Projekt als weiteres Beispiel für das kulturelle Engagement in der Stadt. Dass das manche einer ehemaligen Bergarbeiterstadt nicht zutrauten, schmälere zu Unrecht Kreativität und Innovation der Menschen die früher und heute hier leben. Das Konzept unter dem Titel Minimal bedeutet für sie auch Abgrenzung von der Reizüberflutung unserer
    Gegenwart. Die Projektmacher wollen auch Schulen einbinden und gerade Schüler in die Ausstellung einladen. Die Musik dazu ist über einen QR-Code im Ausstellungskatalog auch im Nachhinein noch abrufbar. Die Ausstellung ist noch bis zum 11. Juli im Gebäude der Musikschule am Galenhof zu erleben.

    Das Akkordeonensemble der Musikschule spielte sich Klänge von Absatz zu Absatz zu.Das Akkordeonensemble der Musikschule spielte sich Klänge von Absatz zu Absatz zu.

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