Kunst und Live-Musik in Kamen-Mitte und Heeren-Werve
Kamen. Der Künstler Reimund Kasper und die Künstlerin Susanne Specht laden am 27. und 28. Sept. 2025 von 11 bis 18 Uhr kunstinteressierte Mitbürgerinnen und Mitbürger herzlich zu einem Besuch ihrer Ateliers ein. Die Künstler freuen sich auf persönliche Gespräche und nachhaltige Begegnungen mit den Besucherinnen und Besuchern, die in beiden Ateliers eine Vielzahl an Kunstwerken entdecken können.
Live-Auftritte der Musiker und Musikerinnen Melissa Niemann sowie Robin und Ann-Sophie Lindemann sorgen an beiden Tagen des Kunstwochenendes für eine zauberhafte Atmosphäre in den Ateliers.
Ortsheimatpfleger Klaus Holzer trifft am 28. Sept. um 14 Uhr im Kunsthaus Kasper ein und bietet von hier aus die Möglichkeit zu einer Fahrradtour zum Atelier von Susanne Specht nach Heeren an.
Eine Anmeldung zu den Atelierbesuchen ist nicht erforderlich.
Der Mensch und seine Behausung, Donald Trump als Voodoo-Priester und Zeitsprünge im Kunsthaus Kasper
Reimund Kasper, dessen Kunsthaus Kasper an der Hammer Straße in Kamen-Mitte gelegen ist, öffnet die Türen seines Werkstattateliers und seiner Ausstellungsräume. Entstanden sind neue Arbeiten auf Leinwand und Papier sowie neue Edelstahl-Skulpturen mit einem Sockel aus Kirschbaumholz. Das laufende Jahr war für Kasper herausfordernd, spannend und erlebnisreich:
"Als Maler würde ich mich als Intensivseher betrachten und habe Bilder mit hoher Farbfreudigkeit geschaffen. Thema war der Mensch und seine Behausung."
"Auch der Umgang des Menschen untereinander sowie das peinliche politische Geschehen unserer Zeit fanden Platz in meinen Arbeiten". Eine Aussage zur aktuellen Weltpolitik trifft Kasper mit seinen Bildern unter dem Titel "Great Trumpformation". Donald Trump ist als Voodoo-Priester zu sehen, der mit einer Voodoo-Puppe ein magisches Ritual durchführt, dessen Schadenzauber aber auf den US-Präsidenten zurückzufallen scheint.
"Zu sehen sind auch plastische Bildwerke mit ureigenen Aussagen zu Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Wie immer ist das Experiment die Grundlage meiner Arbeitsweise und wartet mit Überraschungen auf", stellt Kasper heraus. So zeigt der Künstler in seinem mehrteiligen Werk "Zeitsprung" zwei Entwicklungsgeschichten: die Entstehung von Leben auf unserem Planeten und die Entwicklung eines menschlichen Lebenszyklus, der von der Geburt über das Erwachsenenalter bis zur Übergabe der Welt an die nächste Generation reicht, so dass ein neuer Zyklus initiiert wird.
Die große Bandbreite an Techniken und Formaten und die Vielzahl der ausgestellten Bilder und Objekte im Kunsthaus Kasper lassen die Augen springen und wandern und machen den Besuch der Ausstellungsräume des Künstlers Remund Kasper zu einem freudigen Erlebnis. Nicht zuletzt trägt auch die Architektur der 1903 erbauten und denkmalgeschützten Jugendstilvilla zu der besonderen Atmosphäre des Ortes bei. In der Gartenanlage stehen Stahlfiguren und Objekte, die den Besucherinnen und Besuchern einen Raum der Entspannung aufzeigen.
Malerische Impressionen einer Reise durch Westkanada im Atelier von Susanne Specht
– von Calgary über die Rocky Mountains bis zur Pazifikküste
Das Atelier von Susanne Specht öffnet in Form einer Ausstellung in der Kochschul-Lounge des Küchenstudios. Gezeigt werden Arbeiten aus unterschiedlichen Schaffensphasen, wobei ein besonderer Schwerpunkt in diesem Jahr auf die jüngsten Arbeiten gelegt wird, die nach einer gerade zurückliegenden Reise durch Westkanada entstanden sind.
Von Calgary über den Trans-Canada Highway und den berühmten Icefields Parkway bis nach
Vancouver führte die Route – über die Rocky Mountains, vorbei an Gletschern, türkisfarbenen Seen
und endlosen Wäldern, über Whistler und Vancouver Island bis hin zur Pazifikküste.
Die Begegnungen mit einer beeindruckenden Natur, der Weite und Wildheit der Landschaft und die unmittelbare Nähe zur Tierwelt – vom vorsorglichen Kauf eines Bärensprays zum Staunen über
vielfältige Wildtiere in freier Umgebung – haben bleibende Spuren hinterlassen. Diese Eindrücke
spiegeln sich nun in den Bildern der Künstlerin wider.
„Oft bin ich schon gefragt worden, was ich auf der ganzen Reise am besten gefunden habe und ob es sich lohnt, den Aufwand einer solchen Reise auf sich zu nehmen: 9 Stunden Zeitverschiebung und der lange Flug über Grönland müssen natürlich bewältigt werden. Neben den unendlich vielen neuen Eindrücken trifft man auf sehr höfliche und hilfsbereite Kanadier, die im Land der Ein-wanderer keine Fremdenfeindlichkeit kennen. Oder auf ein wirklich entspanntes Autofahren bei Tempolimit. Wer Lust hat, etwas Neues kennenzulernen und die Natur liebt, ist hier sehr gut aufgehoben! Fazit: Kanada ist unbedingt eine Reise wert!“
Als Gast wird der ebenfalls in Heeren ansässige Künstler Demir Demiroski (Kunstmeile Demiroski) viele seiner Skulpturen und einige Bilder ausstellen.
Kurzvita des Künstlers Reimund Kasper
Reimund Kasper studierte an der FH Münster u.a. Malerei, Grafik und Bildhauerei und schloss sein Studium mit dem Diplom ab. Er war von 1977 bis 2010 als kommunaler Galerist und Kulturmacher der Stadt Kamen tätig, ist seit 1980 freischaffender Künstler und Dozent für Malerei, Grafik und Gestaltung im urbanen Raum und seit 1984 Mitglied im BBK. 1999 gründete er das Kunsthaus Kasper in Kamen als Atelier, Werkstatt und Produzentengalerie sowie 2001 die Künstlergruppe REFLEX – Zusammenschluss freier Künstler in NRW. Zudem ist er Gründer, Veranstalter und Teilnehmer der internationalen Kunstmesse ART KAMEN. Reimund Kasper ist Preisträger des Wettbewerbs „Grafik aus Dortmund 2023“, war 2023 für den Mainzer Kunstpreis Eisenturm sowie für den Preis des Vestischen Künstlerbundes in Recklinghausen nominiert sowie 2024 für den 13. Kunstpreis Wesseling (bei Köln). Im Juni 2026 findet in der Städt. Galerie Torhaus Rombergpark in Dortmund seine Ausstellung „Form und Fülle. Verborgene Strukturen in der Baumlandschaft“ statt. Seine Werke befinden sich in Museen und im Privatbesitz.
Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie auf: https://www.kunsthaus-kasper.de/2025/08/offene-ateliers-2025/
Kurzvita der Künstlerin Susanne Specht
Susanne Specht studierte an der FH für Gestaltung in Mainz. Hier wurden Grundlagen in freiem Zeichnen, Umgang mit Farbe und plastischem Gestalten (beim Bildhauer Prof. Eberhard Linke) gelegt. Das Studium der Innenarchitektur schloss sie mit dem Dipl.-Des. ab. Anschließend studierte sie noch bis 1996 Architektur an der TH Darmstadt. Bis 1999 arbeitete sie als Innenarchitektin für Hotelgestaltung im Münsterland, bevor sie 1999 mit ihrem Ehemann die Geschäftsführung des Einrichtungshauses Specht (seit 2013 Specht Küchen GmbH) übernahm. Zeitgleich erfolgte auch die Aufnahme in die Architektenkammer NRW. Seit 2016 entdeckte sie ihre „alte“ Leidenschaft an der Kunst wieder neu, damit begann auch die Beteiligung an Ausstellungen: Teilnahme an der ART KAMEN, Offene Ateliers, Gemeinschaftsausstellungen mit REFLEX, Teilnahme „Grafik aus Dortmund“, Europa ohne Schlagbaum; Gründung der Kunstlerinnengruppe BLICKWECHSEL und
Ausstellungen mit BLICKWECHSEL und vor allem eine enge Zusammenarbeit mit der Künstlergruppe REFLEX prägen seitdem ihre Arbeit.
Die Standorte der Veranstaltung "Offene Ateliers"
Dipl.-Des. Reimund Kasper
Maler – Grafiker – Bildhauer
Kunsthaus Kasper
Hammer Straße 16
59174 Kamen-Mitte
Tel. 02307-797427
E-Mail:
www.kunsthaus-kasper.de
Anfahrt
An die Fußgänger und Fahrradfahrer:
Das Kunsthaus Kasper ist über den Bürgersteig problemlos zu erreichen. Fahrräder können auf dem Grundstück sicher abgestellt werden.
An die Autofahrer:
Wir empfehlen Ihnen, den großen Parkplatz,
Hammer Str. 15, vor der Konzertaula Kamen
gegenüber dem Stadtpark zu nutzen, da das
Parken vor dem Kunsthaus Kasper nicht er-
laubt ist. Gehzeit: ca. 3 Minuten.
Susanne Specht | Malerin – Grafikerin
Demir Demiroski | Maler – Bildhauer
Specht Küchen
Märkische Str. 5
59174 Kamen-Heeren
Tel. 02307-96860
E-Mail:
www.susannespecht.com
Anfahrt
Geparkt werden kann entweder vor dem Geschäft oder auch hinten auf dem Geschäftshof, wobei die Ausstellung dann von hinten durch den Innenhof (hinter dem schwarzen Stabgitterzaun) betreten werden kann. Eingang wäre dann links unter dem Dach.
Auf dem Hof lassen sich auch Fahrräder gut abstellen.










