-Anzeige-

GSW TEST2022

Freitag neue Single von Andy C. Kamen auf Youtube - Liebeserklärung an Hamburg

Geschrieben von Redaktion am . Veröffentlicht in Musik

andy c222Foto: privatKamen. (AG) Liedermacher Andy C. Kamen feiert am Freitag den Release seiner neuen Single "Alles nur ein Traum". Der Song ist eine Liebeserklärung an Hamburg, wo Produzent Tobias Leidecker auch das Video drehte, das ab Freitagabend auf Youtube angeklickt werden kann.

Vor der Kulisse von Hafen, Elbphilharmonie oder Speicherstadt haut Andy C. in die Saiten seiner Akustikgitarre und bringt seine Wertschätzung für die Hansestadt gefühlvoll zu Gehör. Die Aussage des Songs: endlich 'mal wieder hier auf'm Kiez - oder wie Andy C. es im Refrain ausdrückt: "das kann doch jetzt nicht wahr sein...!". Gedreht wurde unter anderem in der Domschänke auf Sankt Paul und im Schellfisch-Posten, wo die ARD-Sendung "Ina's Nacht" aufgezeichnet wird. Bemerkenswert ist die melancholisch-geschmackvolle Synthie-Grundlage, die von Produzent Leidecker unterlegt und von Tontechniker Thomas Greif abgemischt wurde - ein Musikprojekt, komplett "made in Kamen".

Bei der Premiere von "Alles nur ein Traum" am kommenden Freitag, 25. Februar, ab 20 Uhr, auf Youtube, ist Andy C. persönlich im Live-Chat anwesend. Andy C.-Fans und solche, die es werden wollen, können sich unter www.youtube.com/watch?v=c2ilCTzwxhU zuschalten.

 

Musikkritik: "Engel und Dämonen" - romantische Tiefgänge in alle Richtungen

Geschrieben von Redaktion am . Veröffentlicht in Musik

6. Konzert der Sinfonischen Reihe der Neuen Philharmonie Westfalen 

von Dr. Götz Loos 
 
mk160222GLKamen. Ein grandioses Programm mit den Romantikern Schumann und Mendelssohn sowie dem Spätromantiker Bruckner lässt viel erwarten. Und wurde nicht enttäuscht, um dies bereits vorab zu sagen. Ja - diese Frage habe ich bereits mehr als einmal in Bezug auf die Neue Philharmonie Westfalen formuliert: Wie schreibt sich eine Kritik, wenn alles von vorn bis hinten ohne jeglichen Makel war? Jedenfalls spricht dann alles für das Orchester; es spricht alles für den Dirigenten - in diesem Fall als Gast der umtriebige Pavel Baleff; und es spricht alles für den Solisten, hier der nicht nur aus der wiederholten Zusammenarbeit mit der NPW in Kamen wohlbekannte Matthias Kirschnereit. Alle leisteten Großartiges und zementierten erneut Ruf und Ruhm der NPW als bedeutendes, erstrangiges deutsches Sinfonieorchester. Also "Engel und Dämonen" als Programm - Gegenpole und doch im Verständnis der romantischen Epoche nicht so weit auseinander. Von Dämonen getrieben ist der Protagonist in Lord Byrons Drama "Manfred". Und die Stimmungsschwankungen sowie die zumeist auf ihn wirkende Mystik inklusive der romantikertypischen Todessehnsucht werden von Robert Schumann in seiner Bühnenmusik dazu glänzend vertont. Zu Gehör kam der bekannteste Teil daraus, die "Manfred-Ouvertüre". Pavel Baleffs Dirigat war exakt und gab in harmonischen Bewegungen bestens vor, wie die Interpretation zu formen war. Und diese brachte die erforderliche herbe Süße, die Brüche und Ausbrüche, die Melancholie, Verzweiflung und zeitweise Erholung ohne irgendeine übertriebene Betonung herüber. Wirklich in Allem so, wie ich es mir vorgestellt hatte.
 
Es folgte das Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1 g-moll op. 25 von Felix Mendelssohn Bartholdy. Verehrung und Liebe als romantische Schlüsselthemen leiteten den Komponisten bei der Abfassung des Werkes - diejenige zu einer Pianistin. Mendelssohn baute alle Elemente der Hochromantik in dieses Werk ein, das bis heute so frisch und lebendig wirkt, selbst in seinen Schwärmereien, dass man förmlich überrascht wird. Dahinter verschwindet die sonst für Mendelssohn so charakteristische Tonsprache weitestgehend - er schuf hier etwas Neues; vielleicht war sein Stil auch noch nicht geprägt oder ausgereift (jedoch positiv gesehen). Matthias Kirschnereit setzte seinen Klavierpart genauso frisch und luftig um, mit dem erforderlichen Tiefgang in den träumerischen Bereichen. Es wurde sofort deutlich, dass er das Werk intim kannte und ihm die notwendigen Ausdrucksformen bis ins kleinste Detail bewusst waren. Geradezu ein Hörvergnügen! In der Zugabe blieb Kirschnereit bei Mendelssohn: Aus dem sechsten Heft der "Lieder ohne Worte", op. 67, spielte er das dritte - sehr zurückgenommen, die liedhafte Melodie nicht überbetonend - eine geniale Interpretation.
 
Von der Länge her unfraglich das Hauptwerk des Abends war Anton Bruckners Sinfonie Nr. 2 c-moll (Fassung von 1877). Verglichen mit anderen Sinfonien des Komponisten wird diese deutlich seltener aufgeführt, so dass es gewiss an der Zeit war, sie wieder einmal dem Publikum nahezubringen. Als Bruckner-Verehrer kann ich ganz klar sagen, dass ich voll auf meine Kosten kam. Schon fast in der Manier der Aufführungen Günter Wands gab es keine interpretatorischen Mätzchen wie Verzögerungen, Hervorhebungen, Überbetonungen und dergleichen, die die Partitur so nicht hergibt. Klar und kräftig, die vielen Pausen weniger als Brüche darstellend denn als nötige Elemente im Fluss des jeweiligen Satzes. Kritisch zu spielende Stellen wurden ausnahmslos hervorragend gemeistert. Pavel Baleff bewies sich als Bruckner-Kenner angesichts seiner Vorgaben. Rundum gelungen, rundum mit Auszeichnung. 
 
Bei all diesen Meisterleistungen war es nur schade, dass offenbar der heraufziehende Sturm dafür gesorgt hatte, dass die Konzertaula noch weniger gefüllt war als unter den Bedingungen der Pandemie ohnehin.

6. Sinfoniekonzert: Engel und Dämonen

Geschrieben von Redaktion am . Veröffentlicht in Musik

aula19kwKreis Unna. Von dämonischen Geistern heimgesucht, inspiriert vom Engel der Liebe, beeinflusst von Paradies und dämonischer Versuchung – im 6. Sinfoniekonzert der Neuen Philharmonie Westfalen dreht sich alles um Engel und Dämonen. Unter der Leitung von Pavel Baleff, Chefdirigent der Philharmonie Baden-Baden und designierter Musikdirektor in Nordhausen und Limoges, finden sich die Musiker der NPW in der Konzertaula Kamen am Mittwoch, 16. Februar um 19:30 Uhr ein.

Den Auftakt macht Robert Schumanns Ouvertüre zu "Manfred op. 115": Der heimgesuchte Held aus Lord Byrons dramatischem Gedicht "Manfred", leidenschaftlich und ruhelos, bildgewaltig beschrieben – perfekt für Schumanns Klänge. Ganz anders ist Felix Mendelssohn Bartholdys "Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1 g-moll op. 25" entstanden, in Widmung an seine Liebe zu einer jungen Pianistin. Als ausgewiesener Mendelssohn-Spezialist interpretiert Matthias Kirschnereit das Konzert am Klavier. Engel und Dämonen aus Paradies und Inferno finden auch in der mächtigen "Sinfonie Nr. 2 c-moll WAB 102" des tiefreligiösen Anton Bruckner ihren Platz und bilden den Abschluss des sechsten Sinfoniekonzerts.

Tickets im Online-Vorverkauf
Das Konzert am 16. Februar beginnt um 19:30 Uhr. Karten gibt es über den Online-Ticketshop unter: https://ticketservice.kreis-unna.de/. Als Ansprechpartnerin steht Doris Erbrich vom Kulturbereich des Kreises entweder telefonisch unter Tel. 0 23 03 / 27 - 14 41 oder per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! zur Verfügung. Das Konzert findet unter der 2G-Regel statt, ein Impf- oder Genesenennachweis ist mitzuführen. Mehr Infos gibt es auch unter neue-philharmonie-westfalen.de. PK | PKU

Sängerin Shiela Tan bringt in März noch mehr Frauenpower ans En Place-Mikro

Geschrieben von Redaktion am . Veröffentlicht in Musik

-Anzeige-

eplive0322

Kamen. (AG) Nach dem fulminanten Auftritt von Powerröhre Jenny Wegener ist bei der "En Place Live"-Reihe im März einmal mehr Frauenpower angesagt. Am Donnerstag, 3. März, tritt Sängerin Shiela Tan ans Mikro. Die Ausnahme-Vokalistin widmet sich schon seit früher Kindheit den Kunstformen Gesang und Tanz. Auch am nächsten Live-Abend im En Place am Markt wird sie mit ihrer kraftvollen Stimme das Kamener Publikum begeistern und ein weit gestreutes Repertoire an Nummern aus den Bereichen Soul, Rock und Jazz zum Besten geben, mit dem sie seit Jahren weltweit in unterschiedlichen Formationen auftritt. Begleitet wird die Sängerin von Gitarrist und Sänger Luke Dylong, Andreas Recktenwald an Keyboards und Bass sowie Schlagzeuger und Hausband-Leader Michael Meier. Los geht es um 19 Uhr, der Eintritt ist kostenlos und wird nur unter Nachweis des 2G-plus-Status gewährt. Aus logistischen Gründen empfiehlt En Place-Chef Arjan Gjini auch diesmal wieder Platzreservierungen unter Tel. 02307/993888.

Archiv: Virtuoser Gitarrist und Rockröhre begeistern im En Place mit klassischen Rock- und Popnummern

 

Musikkritik: "Tänzerisch" im neuen Jahr - Schwung mit wenig Walzerseligkeit

Geschrieben von Redaktion am . Veröffentlicht in Musik

5. Konzert der Sinfonischen Reihe der Neuen Philharmonie Westfalen

von Dr. Götz Loos

Musik Datei176696959 Urheber abstract fotoliaDatei: #176696959 | Urheber: abstract | fotolia.comDas Neujahrskonzert mit einem auswärtigen Orchester fiel aus, jedoch nicht das erste reguläre Konzert im neuen Jahr der NPW - und das brachte dann Tänze wie in den Neujahrskonzerten. Aber doch anders, die unvermeidlichen Walzer wurden auf ein Werk beschränkt. Ursprünglich war es sogar noch anders geplant: das eigentlich vorgesehene Programm enthielt Ravels "La Valse", ein Zerpflücken der Walzerseligkeit unter dem Eindruck des Ersten Weltkrieges. Laut Roland Vesper im Einführungsvortrag wäre das Werk an sich eine Genugtuung für die NPW, die ihre Neujahrskonzertreihe eben erst abgeschlossen und nun genug von der ganzen Walzerei hatte. Aber die Bestimmungen im Zuge der Pandemie ließen die dafür nötige sehr große Orchesterbesetzung nicht zu. Also stattdessen Webers "Aufforderung zum Tanz". Auch wenn vom großartigen Berlioz orchestriert, für mich zu "zuckersüß". Die Interpretation unter der Leitung von Gastdirigent Benjamin Reiners gelang allerdings angenehm transparent und über dem Standard. Mein persönlicher Favorit des Abends folgte danach, Tschaikowskijs "Variationen über ein Rokoko-Thema für Violoncello und Orchester" op. 33. Das in neun Sätze gegliederte Werk ist eine Reminiszenz an Mozart, den Tschaikowskij verehrte - und doch ist schon das Thema so entfernt vom typischen Amadeus. Und das gilt erst recht für die zunehmend komplexeren Variationen, die für das Cellosolo nicht ohne Mühe sind. Alban Gerhardt, als wohlklingender Virtuose auf seinem Instrument bekannt, übernahm hier diese Position. Und es war nicht nur die gelobte "virtuose Rasanz", die ihn auszeichnete, sondern eine wunderbare Einheit mit Dirigent und Orchester, die wahrlich keine Wünsche offen ließ und einen einvernehmlichen musikalischen Dialog erzeugte, eine beglückende Harmonie. Statt einer Solozugabe spielten Gerhardt und die NPW ein weiteres Werk für Violoncello und Orchester von Tschaikowskij, das "Pezzo capriccioso" op. 62. Bei der Ankündigung witzelten Reiners und Gerhardt ein wenig, vor allem, indem letzterer darauf hinwies, dass er auch noch was Schönes von Schönberg habe, aber letztlich gab es dann das genannte Stück - und interpretativ eine Fortsetzung des beeindruckenden Dialogs und der Fertigkeit des Solisten; das Tempo Gerhardts im Solospiel bei klarer Durchsichtigkeit lässt die Zuhörerschaft nur staunen - schade, dass keine weitere Zugabe folgte. Nach der Pause erklang Bartóks Tanzsuite, eine klangliche "Verbrüderung" der Völker wider Krieg und Phobien. Volksmusik aus Osteuropa und dem Orient sind hier strukturell verarbeitet und verwoben - manchmal derb und kräftig, manchmal zart. Eine Meisterleistung der NPW unter dem engagierten, energiegeladenen Dirigat von Benjamin Reiners. Und so nicht anders das letzte Werk, die "Gazebo Dances" von John Corigliano. Hier wurden bewusste "Reißer" für die in den USA verbreiteten Musikpavillons komponiert, die Musik entspricht in Vielem der nordamerikanischen Tradition in Spätromantik und "Neuerzeitlichem". Ein besonderer Clou ist es sicherlich, den Abschluss mit einer sich fast überschlagenden Tarantella zu wagen. Aber genau dadurch wird das Publikum, so auch hier, zu einem tosenden Applaus animiert - nach einer Interpretation, die über jeden Zweifel erhaben war und alle Ansprüche auf das Höchste erfüllte.

Neujahrskonzert der Musikschule in der Stadthalle

Geschrieben von Redaktion am . Veröffentlicht in Musik

rathausstadthalle21kw

Kamen. Die Städtische Musikschule Kamen eröffnet dieses Jahr musikalisch mit einem Neujahrskonzert in der Kamener Stadthalle. Es findet am Sonntag, den 23. Januar 2022 um 18:00 Uhr statt.

Die Kamener Stadthalle bietet genügend Platz und Raum, um eine gute Veranstaltung nach den aktuellen Corona-Regeln durchzuführen. Zugelassen sind ausschließlich Personen, die genesen oder geimpft sind. Im Saal bleibt jeder zweite Platz unbesetzt. Das Publikum wird gebeten, durchgängig eine Maske zu tragen. Impfungsnachweise und Personalausweise werden beim Einlass überprüft.

Das Konzert wird von den Lehrkräften der Musikschule und Gästen gestaltet und verspricht ein kurzweiliges und unterhaltsames Programm. Klassische und populäre Musik werden gleichermaßen vertreten sein. Neben Kompositionen von Franz Schubert und Alexander Glasunow wird unter anderem auch das berühmte „Asturias“ von Albeniz zu hören sein.

Im Rahmen der Veranstaltung werden auch zwei Lehrkräfte der Musikschule in den Ruhestand verabschiedet: Michael Rothkegel, der das Fach Violine vertritt, und Richard Smuda, welcher Klarinette unterrichtet, waren seit Jahrzehnten an der Musikschule tätig.

Die Veranstaltung dauert rund 90 Minuten ohne Pause. Der Eintritt ist frei.

Anzeigen

kamenlogo 

stiftungslogo rot200