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Mirijam Contzen begeisterte als Solistin bei Brahms Violinkonzert.
Kamen. (wol) Man nehme zwei meisterhafte sinfonische Kompositionen von Brahms und Dvořák, die grandiose Violinsolistin Mirijam Contzen, ein bestens aufgelegtes Orchester der Neuen Philharmonie Westfalen und einen leidenschaftlichen Gastdirigenten Mino Marani. Heraus kommt ein grandioser Jahresauftakt der sinfonischen Reihe in der Konzertaula und ein begeistertes Publikum.
Mino Marani trieb als Gastdirigent das Orcheter einmal mehr zu einer grandiosen Vorstellung an.
Weggefährten war der sinfonische Abend überschrieben, typisch für das aktuelle Konzept der Neuen Philharmonie und ihres Generalmusikdirektors Rasmus Baumann. Warum das Sinn machte, klärte die Konzerteinleitung von Roland Vesper auf, immer unterhaltsam, diesmal vielleicht besonders informativ. Denn Vesper, später als Hornist selbst beteiligt, arbeitete sorgsam heraus, was Johannes Brahms und Antonín Dvořák und damit die beiden Teile des Programms verband und trennte. Jedenfalls war Brahms Förderer von Dvořák und Fan dessen musikalischen Einfallsreichtums. Antonín Dvořák wiederum galt als erpicht auf positive Bewertungen seines Förderers für seine Werke.
Ein Duett als Zugabe: Miriam Contzen (l.) und Sun Keiner glänzten auch in dieser Formation.
Teil 1 des Abends aber füllte der ein paar Jahre ältere Brahms selbst. Sein Konzert für Violine und Orchester D-Dur op. 77 galt und gilt als Herausforderung für Solisten und war in seiner Entstehung eng begleitet vom Geigensolisten der Uraufführung Joseph Joachim, wiederum ein Weggefährte von Brahms. Mirijam Contzen wird als Violinistin wie als Professorin für die Ausbildung neuer Geigentalente hoch geschätzt. Und sie meisterte das Werk so grandios, dass in der Konzertaula spürbar wurde, wie gerne das Publikum schon nach dem ersten Satz applaudiert hätte und nur mit Mühe der Gepflogenheit folgte, auch noch das Allegro abzuwarten. Das Konzert beginnt mit einer längeren Orchestereinleitung. Es lässt dann die Solistin um so furioser einsteigen, bietet ihr später auch einen ausführlichen reinen Solopart mit Gelegenheit für Orchester und Dirigenten, nur zu lauschen.
Gastdirigent mit starker Energieleistung: Mino Marani am Pult der Neuen Philharmonie Westfalen.
In der gemeinsamen Darbietung von Contzen und der Neuen Philharmonie Westfalen geriet das Konzert zu einem echten Hochgenuss, den das Kamener Publikum auch frenetisch feierte. Das wiederum bot Gelegenheit für eine besondere Zugabe vor der Pause. Mirijam Contzen formte dafür ein Duo mit der ersten Violinistin und Konzertmeisterin des Orchesters, Sun Keiner. Gemeinsam präsentierten sie kleinere Musikstücke von Béla Bartók darunter einen schwungvollen Hochzeitstanz - auch das begeisternd vorgetragen.
Teil 2 gehörte dann Antonín Dvořák und der Neuen Philharmonie Westfalen allein. Die lief auch unter dem Gastdirigenten, der sonst als Generalmusikdirektor in Heidelberg agiert, zu großer Form auf. Mino Marani bot ein temperamentvolles Dirigat, das ihn regelmäßig vom Dirigentenpult abheben ließ. Dvořáks Sinfonie Nr. 7 d-Moll op. 70 kommt mal leidenschaftlich mit hoher Kraft daher, mal feierlich, mal tänzerisch und mit einem energievollen Finale – viel Gelegenheit für die Instrumentalisten, sich auszuzeichnen. Dass die das nutzten zeigten sowohl der Schlussapplaus als auch der weit mehr als nur höfliche Dank des Gastdirigenten an das Orchester.
Gemeinsam boten Orchester und Dirigent einen großartigen Jahresauftakt.
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Musikschulleiter Ruslan Maximovski (li.) und Kulturamtsleiter Stefan Klöcker freuen sich auf das Jubiläumsjahr zum 60-jährigen Bestehen der Städtischen Musikschule Kamen. Foto: Stadt Kamen
Kamen. Ihren 60. Geburtstag feiert die Städtische Musikschule Kamen in diesem Jahr. Dieser besondere Anlass wird mit einer Vielzahl von Konzerten und Veranstaltungen gefeiert, die sich über das gesamte Jahr verteilen und ein unterhaltsames, buntes Programm für Groß und Klein bieten.
Die feierliche Auftaktveranstaltung bildet das Neujahrskonzert am Sonntag, 18. Januar 2026 um 11 Uhr in der Stadthalle Kamen. Das Galakonzert wird gemeinsam mit der Gesellschaft der Freunde und Förderer der Musikschule veranstaltet und bietet ein abwechslungsreiches Programm – unter anderem Werke von Vivaldi und Chopin sowie Stücke von Massnett oder Blassini. Präsentiert wird das Programm von den Lehrkräften der Musikschule, unter Mitwirkung des Konzertchors der Stadt Kamen. Zudem eröffnet der Künstlerbund Schieferturm Kamen im Rahmen des Galakonzerts seine neue Ausstellung, die das Konzertprogramm künstlerisch ergänzt und das Publikum dazu einlädt, den Abend auch visuell zu erleben.
Musikschulleiter Ruslan Maximovski betont, dass er die Musikschule „als einen zentralen Ort kultureller Begegnungen in Kamen sieht“ und zeigt sich erfreut darüber, dass im Jubiläumsjahr 2026 so viele Konzerte gemeinsam mit künstlerischen und musikalischen Partnern realisiert werden können.
Ein weiteres Highlight ist das Deutsch-Französische Straßenfest, dass am Wochenende vom 15. bis zum 16. Mai am Galenhof Kamen stattfindet. Dort feiert die Musikschule gemeinsam mit den musikalischen Freunden aus der französischen Partnerstadt Montreuil-Juigné und der Volkshochschule Kamen-Bönen und bietet ein breites Angebot an Konzerten, Workshops und Mitmachangeboten am Galenhof und in der Pauluskirche an. Dabei sollen auch zwei Bands aus Frankreich auf dem Straßenfest spielen.
Die pädagogische Vielfalt der Musikschule zeigt unter anderem das am 10. Mai geplante Konzert „Tabaluga – Die Reise zur Vernunft“ von Peter Maffay, Rolf Zuckowski und Gregor Rottschalk. Mitwirkende sind neben der Lehrerband der Musikschule, auch Kinder aus den Grundschulprojekten „Erlebnis Musik“ und „Erlebnis Musik mit Instrument“, sowie Gruppen der Musikalischen Früherziehung. Hiermit zeigt die Musikschule, wofür sie steht: musikalische Bildung für alle Generationen.
Das große Jubiläumskonzert der Musikschule findet dann im Herbst (11. Oktober) statt. Hier werden die Chöre, verschiedene Ensembles und das Orchester der Musikschule Kamen gemeinsam mit musikalischen Freunden aus benachbarten Musikschulen auftreten – ganz im Zeichen der regionalen Verbundenheit.
Weitere Informationen zu den geplanten Konzertveranstaltungen finden Sie auf der Homepage der Städtischen Musikschule Kamen: https://www.musikschule-kamen.de/60-jahre-musikschule-kamen/
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Die Philharmonie Hradec Králové füllt mit großer Orchesterbesetzung und starkem Klangvolumen Bühne und Konzertaula.
Kamen. (wol) Wirklich getanzt haben letztlich nur die beiden Solisten. Das Neujahrskonzert mit der Philharmonie Hradec Králové in der Kamener Konzertaula weckte aber von den ersten Klängen an Lust am Tanz. Strauss, Dvořák, Brahms, Liszt, Kálmán, Lehár – das Programm versprach eigentlich eine Wiener Gala, nahm es aber regional nicht so genau. Eine Gala aber gelang da schon und damit ein wunderbarer musikalischer Jahresbeginn.
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Singer-Songwriter Bjarne tanzt! sorgt mit gefühlvollen Songs zwischen Melancholie und Euphorie für den musikalischen Abschluss auf der Winterweltbühne am Brunnen.
Cassidy & Minchin begeistern mit Klassikern von den 60er-Jahren bis heute sowie eigenen Songs und sorgen auf der Winterweltbühne am Brunnen für beste Stimmung.Kamen. Mit handgemachter Musik und viel Gefühl geht die Kamener Winterwelt in die Schlussphase: Am Freitag, 2. Januar, von 17 bis 20 Uhr, gehört die Winterweltbühne am Brunnen ganz dem Singer-Songwriter Bjarne tanzt!.
Unter dem Motto „Melancholie & Euphorie“ bewegt sich Bjarne tanzt! zwischen leisen, nachdenklichen Momenten und ausgelassener Heiterkeit. Seine Songs spiegeln die Vielfalt menschlicher Gefühle wider – mal tieftraurig, mal überdreht heiter. Musikalisch ist er im Bereich Singer/Songwriter, Indie-Rock und Elektro-Pop zu Hause. Dafür braucht er nicht mehr als seine Gitarre, seine Stimme und ein paar Loops – und stets ein bisschen Wahnsinn in den Augen.
Am Samstag und Sonntag, 3. und 4. Januar, jeweils von 17 bis 20 Uhr, stehen Cassidy & Minchin auf der Winterweltbühne am Brunnen. Der Ire Chris Cassidy und der Australier David Minchin begeistern ihr Publikum mit bekannten Hits von den 60er-Jahren bis heute sowie eigenen Kompositionen. Das Duo verspricht musikalische Nachmittage voller guter Laune und einen stimmungsvollen Ausklang der Kamener Winterwelt.
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Kamen. (AG) Auf ein Neujahrs-Special der Extraklasse am Donnerstag, 8. Januar 2026, dürfen sich die zahlreichen Fans der „En Place Live“-Reihe freuen: Drummer und Haus-Bandleader Michael Meier hat erneut ein hochkarätiges Musikerensemble zusammengestellt, bei dem Sänger und Gitarrist Stefan Käßner als Frontmann im Mittelpunkt beziehungsweise am Mikro steht.
Der vielseitige Profimusiker mit der ausdrucksstarken Soulstimme begann seine Karriere beim Fernsehen, wo er Produktionen von Hugo Egon Balder und anderen TV-Größen musikalisch begleitete. Seit mehr als 20 Jahren ist er Sänger und Gitarrist der 70’s-Tribute-Band „ROCKAHOLIX“, seit 15 Jahren leitet er zudem die Band „&BAND“, die für ihre einzigartige Akustik-Interpretation von Rock- und Popklassikern bekannt ist. Darüber hinaus überzeugte er als Support-Act für namhafte Künstler wie Frida Gold, Marquess, Lucy von den No Angels, Wolf Maahn, Max Mutzke oder Gregor Meyle.
Pianist und Sänger Robin Beckmann entdeckte bereits im Alter von vier Jahren seine Leidenschaft für die 88 Tasten. Der Iserlohner ist nicht nur als Covermusiker gefragt, sondern glänzt seit vielen Jahren auch mit eigenen Kompositionen wie „Waterfall“.
Mario Levin-Schröder zählt zu den flexibelsten Musikern der regionalen Coverszene. Ursprünglich Gitarrist, fühlt er sich ebenso sicher am E-Bass und bedient sämtliche Musikstile mit unnachahmlicher Leidenschaft. Der studierte Musiker spielt unter anderem bei der „Jens-Dreesmann-Band“ sowie bei der „Kapelle Lehmann“, wo er zudem als musikalischer Leiter fungiert.
Die Trommelabteilung übernimmt wie immer „En Place Live“-Chef Michael Meier persönlich.
Die Kamener Livemusik-Freunde dürfen sich somit zum Auftakt des neuen Jahres am 8. Januar 2026 auf eine mitreißende Show bei freiem Eintritt und erstklassiger Bewirtung aus der Küche von En-Place-Wirt Arjan Gjini freuen. Beginn ist um 19 Uhr, Reservierungen sind möglich unter Tel. 02307 / 993888.
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Freude am gemeinsamen Singen von Weihnachtsliedern hatten die vielen Teilnehmenden am Freitag in der Fußgängerzone. Foto: Christoph Volkmer für KamenWeb.de
von Christoph Volkmer
Kamen. Das Singen beliebter Lieder zum Advent und zu Weihnachten in der Innenstadt hat am Freitag, 19. Dezember, wieder etliche Menschen, die Freude am gemeinsamen Singen haben, in die Fußgängerzone gelockt.
Schon lange bevor das Singen großer Menschenmengen in Städten wie Köln, Gelsenkirchen und Dortmund die Fußball-Arenen gefüllt hat, ist das Singen in Kamen aus der Marktrunde, die auch als Marktgespräch bekannt ist, entstanden. „Vor 25 Jahren standen wir mit acht oder neun Leuten auf dem Alten Markt zusammen und haben ein paar Weihnachtslieder gesungen. Spontan gesellten sich dann Menschen dazu, die mitgesungen haben. So ist das Ganze ins Rollen gekommen“, blickt Organisator Bernhard Büscher zurück. Seitdem wird stets am letzten Freitag vor Weihnachten gesungen. Lediglich in der Zeit der Corona-Pandemie ruhte die Aktion.
Genug Platz für Mitwirkende
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