Das bewährte Open Air an der Gesamtschule hat erfolgreich künftige Generationen an Musikfans in den Fokus genommen. Die sechsjährige Sophie aus Dortmund gehörte zu den vielen Kindern, die beim Festivalbesuch voll auf ihre Kosten gekommen sind. Foto: Christoph Volkmer für KamenWeb.de
von Christoph Volkmer | Viele Bilder vom Open Air gibt es in unserer Fotostrecke...
Kamen. Das Laut & Lästig Open Air ist seit Jahrzehnten eine Institution, die Musikfans aus der gesamten Region anlockt. Am Samstag, 17. August, ist es dem Event zudem gelungen, auch neben den auf zwei Bühnen dargebotenen Live-Darbietungen zu punkten.
Es hat etwas von einem Familienfest. Kinder mit strahlenden und künstlerisch verzierten Gesichtern laufen 100 Meter vom Geländeeingang entfernt umher oder sitzen an Tischen, um Armbänder anzufertigen. Einige davon tragen zudem ein besonderes Accessoire, sogenannte Noise Cancelling Kopfhörer, die vor Ort ausgeliehen werden können.
Dieser Auftakt, bei dem Einhörner und andere phantastische Wesen auf die Wangen der Kleinen gemalt werden, passt recht gut zum Abschluss der Veranstaltung, bei der im Publikum Lichtschwerter geschwungen werden und mit der Band „Grailknights“ verkleidete Musiker mit Namen wie Sovereign Storm oder Sir Optimus Prime Power-Metal mit Humor und hymnischen Charakter präsentieren. Ganz nebenbei wird sich auch noch um die Rettung des Universums gekümmert. Keine Frage, das Open Air der Musikerinitiative bietet in diesem Jahr wieder viele Geschichten.
Ein Hauch von Wacken! Das Festival lockte über den Tag verteilt rund 750 Besucher. Foto: Christoph Volkmer für KamenWeb.de
Wie die Superhelden-Metaller sind auch „The Ukeboys“ aus Hamburg-Altona bereits auf dem legendären Wacken-Festival aufgetreten. Bei der Premiere am Schulzentrum sorgt die dreiköpfige Truppe mit ihren Interpretationen von Genre-Klassikern wie „Ace of Spades“ von Motörhead für Staunen und Begeisterung gleichermaßen, denn immerhin werden die Songs auf zwei Ukulelen und einer Kistentrommel dargeboten. Insgesamt sind zwölf unterschiedliche Acts auf den beiden Bühnen im Einsatz.
Festival wächst weiter
Stammgästen fällt beim Bummel über das Gelände auf, dass das Festival wieder gewachsen ist. Denn dank vielseitiger Kontakte in die Szene ist nun auch die zweite Bühne größer und bietet noch mehr Platz für Technik. Diese zeigt besonders nach Einbruch der Dunkelheit, was sie kann, und beschert den Augenzeugen bisher ungeahnte Lichteffekte. Das Beste daran - im Gegensatz zur ausgeliehenen Bühne - ist, dass die Lichttechnik dem Verein gehört. „Ein Teil davon ist mit dem Geld vom Bürgerhauhalt finanziert worden und wird künftig auch bei anderen Veranstaltungen zum Einsatz kommen“, so die zweite Vorsitzende Marta Jelonek.
Ein Herz für Kinder
Doch zurück zum anfangs erwähnten Szenario. „Wir haben in den vergangenen Jahren festgestellt, dass am Nachmittag immer mehr Familien zu uns kommen. Wir hatten schon Angebote für Kinder, aber es war uns klar, dass wir da noch mal nachlegen wollten“, unterstreicht die in diesem Jahr zur neuen Vorsitzenden gewählte Judith Kesper. So sorgten unter anderem Anja Sklorz und Ophelie Lespagnol dafür, dass kein kreativer Kinderwunsch unerfüllt blieb.
Doch nicht nur die nächste Generation der Festivalbesucher hat das fleißige Team im Fokus. Erstmals steht auf dem Gelände eine barrierefreie Toilette zur Verfügung. Diese gab es zwar vorher auch schon, allerdings etwas weiter entfernt beim benachbarten Fußballclub KSC. „Letztlich wollen wir immer auch neue Besuchergruppen gewinnen“, sagt Judith Kesper. Da ist der Verein definitiv auf einem guten Weg.
Viele Bilder vom Open Air gibt es in unserer Fotostrecke...
Die Superhelden-Metaller „Grailknights“ wurden in Kamen von vielen Fans frenetisch gefeiert. Foto: Christoph Volkmer für KamenWeb.de





