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    Shantychor-Festival beginnt mit Schweigeminute für verstorbenen Initiator Rolf Pause

    Fünf Shanty-Chöre aus Kamen, Bergkamen, Bochum, Warendorf und Bisperode gaben sich am Sonntag am Koppelteich die Klinke, respektive das Akkordeon in die Hand. Fotos: AGFünf Shanty-Chöre aus Kamen, Bergkamen, Bochum, Warendorf und Bisperode gaben sich am Sonntag am Koppelteich die Klinke, respektive das Akkordeon in die Hand. Fotos: AG

    Kamen. (AG) Zum 14. Mal lud die Stadt Kamen am Sonntagnachmittag am Koppelteich zum Kamener Shantychor-Festival ein, fast 1000 Freunde maritimer Sangeskunst folgten der Einladung, die in diesem Jahr unter dem Motto „Lieder so schön wie der Norden“ stand.

    Eingeleitet wurde das Festival von einer Schweigeminute für den kürzlich verstorbenen Festivalinitiator und –organisator Rolf Pause, der nicht nur das Kamener, sondern auch das Bergkamener Shantychor-Festival ins Leben gerufen hatte. Anschließend schmetterten die Mitglieder des MK Kamen/Bergkamen, einer von fünf Chören aus ganz NRW, die, noch von Pause selbst ausgewählt und eingeladen, das Festival aus vollen Kehlen bestritten, die ersten kernig-zünftigen Seemannstöne – die bei Besucherin Jutta Eickelpasch jedes Jahr aufs Neue für Urlaubsfeeling sorgen. „Ich fühle mich dann immer wie an der Ostsee“, lacht die Kamenerin, dazu mag auch die Kulisse des Koppelteichparks beitragen. Entgegen seines Rufs sei das Festivals nicht nur etwas für die älteren Jahrgänge, sondern für die ganze Familie, sagt Jutta Eickelpasch, auf deren Sommerprogramm die mittlerweile traditionelle Kamener Musikveranstaltung in keinem Jahr fehle. Auch CDU-Bürgermeisterkandidat Ralf Eisenhardt, der die Veranstaltung mit Freunden und Familie vom ersten Takt an verfolgte, betonte, das Festival gehöre fest zum Kamener Kulturprogramm und müsse, auch in Zeiten klammer Stadtkassen, weitergehen, so Eisenhardt.

    Mehr als 800 Freunde der maritimen Sangskunst ließen sich das Spektakel nicht entgehen, dass in diesem Jahr zum 14. Mal stattfand.Mehr als 800 Freunde der maritimen Sangskunst ließen sich das Spektakel nicht entgehen, dass in diesem Jahr zum 14. Mal stattfand.

    Moderiert wurde das Festial nach dem Tod von Rolf Pause von Jens Schütte. Der Shanty-Fan, ursprünglich aus dem hohen Norden stammend und seit mehr als 40 Jahren in Bergkamen und Kamen wohnhaft, war früher Bestandteil der „Blauen Jungs vom Kuhbachstrand“, und sammelt und spielt seit seinem sechsten Lebensjahr Mundharmonikas. Um den Hals trug der 63-Jährige eine Sechsfach-Harmonika, mit denen er gleich mehrere Register bedienen, sprich: in verschiedenen Tonarten mitspielen kann. Die Begeisterung für den Shanty wurde Schütte praktisch in die Wiege gelegt: Er stammt aus einer mittlerweile sieben Generationen umfassenden Schifffahrtsfamilie, die auf großen Kähnen über die Weltmeere schipperte. Für ihn steht jetzt schon fest, dass er auch im nächsten Jahr wieder dabei ist.

    Auch die Modellbauer aus Waltrop hatten auch in diesem Jahr wieder viel interessiertes Publikum und bekommen demnächst auch Nachwuchs.Auch die Modellbauer aus Waltrop hatten auch in diesem Jahr wieder viel interessiertes Publikum und bekommen demnächst auch Nachwuchs.

    Organisator Jörg Höning vom Fachbereich Kultur der Stadt Kamen ist mit der Resonanz mehr als zufrieden: schon vor Beginn der Veranstaltung waren die 380 Sitzplätze und 20 Bierbänke restlos besetzt, die meisten Besucher schlugen ihr Lager mit Decken auf der Wiese auf oder tummelten sich zwischen Bierwagen und Bratwurststand. Höning schätzt die Zahl der Besucher zur Spitzenzeit auf mehr als 800. Auf viel Interesse stieß am Rande des Koppelteichs auch die Bootsschau des Waltroper Modellbau-Clubs, der von der Veranstaltung nicht mehr wegzudenken ist. Im nächsten Jahr sollen die Waltroper bei der Aktion zusätzliche Verstärkung von einem weiteren Modellbauverein bekommen, wie Veranstaltungsleiter Jörg Höning ankündigt.

    Der Aufwand für die Sicherung des Events war wieder einmal immens. Das Gelände wurde im Vorfeld zur Koppelstraße hin über eine Strecke von 120 Metern mit gemieteten mobilen Fahrzeugsperren versehen – nicht ohne Grund, denn ein Amokfahrer könnte theoretisch von der Abfahrt Hochstraße aus noch mal richtig Gas geben und geradeaus in den Koppelteichpark brettern. Transportiert und aufgestellt wurden die Sperren vom Abschleppdienst Kollmer, der kurzfristig für die Aufgabe eingesprungen war. Ausklingen ließ man das Festival mit einem großen Finale, bei dem alle Teilnehmerchöre gemeinsam auf und vor der Bühne das Steigerlied schmetterten. Der Termin für das nächste Kamener Shanty-Festival steht bereits fest: Am Sonntag, 4. Juli 2026, heißt es am Koppelteich wieder: „Schiff ahoi!“.

    Zum krönenden Finale stellten sich alle fünf Chöre gleichzeitig auf und schmetterten das Steigerlied.Zum krönenden Finale stellten sich alle fünf Chöre gleichzeitig auf und schmetterten das Steigerlied.

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