• Zeche Monopol
  • Kamener Kreuz
  • Kamener Kirchen
  • Kamen-Methler
  • Schloss Heeren

Letzte Nachrichten

    Werbung

    Heerener Bluestime bleibt exklusives Erlebnis mit Qualität

    blues925kb

    Kamen-Heeren-Werve. Dort, wo die Wiege des Blues ist, waren sie schon. In Memphis nahm Marius Tilly mit seiner Band an der International Blues Challenge teil. In Heeren-Werve sind sie seit Freitag immerhin schon zwei Mal aufgetreten, und das ganz ohne Wettbewerbsdruck. Die Bluestime versorgte das Trio nach exakt zehn Jahren erneut mit einer deutlich rockigeren Variante als die klassischen Vorbilder.

    blues2 925kbDiesmal allerdings war das Ambiente ein völlig anderes als noch vor einer Dekade. Fand die Premiere noch in der Industriehalle des Natursteinwerks statt, ging es diesmal ins Feuerwehgerätehaus. Zwischen Absaugschläuchen und hinter Rolltoren, umringt von feuerwehrtechnischem Einsatzmaterialien, war nicht nur die Akustik für die ursprünglich im Raum Unna/Dortmund beheimateten Musiker eine besondere Erfahrung. „Das hat man schon nicht alle Tage“, sagt der Schlagzeuger, der erst seit kurzem die Band verstärkt.

    Besonders war der Auftritt für die Band auch deshalb, weil es einer der ersten Auftritte überhaupt seit fünf Jahren war. Sie lief sich deshalb bereits am Nachmittag warm. Zur Begeisterung der Bevölkerung, die so eine weithin hörbare Kostprobe von der musikalischen Qualität des Abends bekam. Die ist bei der Bluestime seit gut 20 Jahren ein Garant und ließ auch diesmal wieder nichts zu wünschen übrig.

    „Die sind wirklich gut“, meinte ein älteres Ehepaar, das ein paar Straßen weiter wohnt. „Wir kommen immer hierher, denn wir beide mögen den Blues“, sagen sie. Dafür fahren sie regelmäßig auch zu anderen Konzerten. „Außerdem muss man ja hingehen, wenn in Heeren mal was los ist“, sagen sie augenzwinkernd. Die jüngsten Fans standen ganz vorn in der ersten Reihe, waren allesamt neun blues3 925kbJahre alt und sicherten sich in der Pause nicht nur Drumsticks mit Original-Autogrammen. „Das sind unsere Gitarrenlehrer“, erzählen sie. Und außerdem auch Freunde der Eltern.

    Die Schläuche unter der Decke des Gerätehauses gerieten jedenfalls in Wallung, als das Trio in der ersten Hälfte neben einem Cover vor allem eigene Song auch vom neuen Album präsentierte, die deutlich rockig und gern auch in der härteren Variante daherkamen. Beeindruckende Gitarren-Soli, durchdringender Bass-Sound und handfeste Handwerkskunst an den Drums: „Ich hatte ja die Befürchtung, einzuschlafen, Blues ist ja nicht so meins“, sagte eine jüngere Zuhörerin mit Metal-Outfit. „Das hier ist aber wirklich gut“, sagt sie.

    Beste Werbung jedenfalls für ein Genre, das inzwischen eher eine Randerscheinung in der Musikszene geworden ist. „Gut, dass es das gibt“, bekommt Bürgermeisterin Elke Kappen oft von Bluesfreunden zu hören, die Events wie dieses schon gezielt suchen und finden müssen. Sie ließ es sich deshalb nicht nehmen, das fast schon exklusive Angebot persönlich zu eröffnen – ungeachtet des bevorstehenden Wahlfinales.

    Dennoch war es einmal mehr eine eingeschworene Gemeinde vor allem von auswärts, die sich auf dem Gelände des Gerätehauses hinter den unter freiem Himmel geparkten Feuerwehrfahrzeugen traf. Die meisten der höchstens 60 Gäste standen, tanzten mit und nahmen dankbar das Grill- und Getränkeangebot der freiwilligen Lebensretter an.

    Werbung

    Suche

    Werbung