Rund 150 Sängerinnen und Sänger stimmten zusammen mit den Besuchern in der ausverkauften Konzertaula das Steigerlied an.
Kamen. (wol) Wie viele Sänger passen auf die Bühne der Konzertaula? Ziemlich viele, das bewiesen Robin und Ann-Sophie Lindemann mit zwei Nächten der Chöre am Wochenende. Eine Küchentischidee mündete in einen tollen Gesangsabend, der vor allem eines zeigte: Chormusik steht ganz unbedingt für Vielfalt, die verbindet.
Robin Lindemann (am Keyboard) holte auch den ebenfalls von ihm geleiteten Chor der Hellweg Werkstätten auf die Bühne.
Also rund 150 Sängerinnen und Sänger werden es schon gewesen sein, die da als Finale gemeinsam mit dem Publikum in der ausverkauften Konzertaula das Steigerlied sangen. Die beiden Lindemanns hatten sich überlegt, mal alle Chöre, die einer von ihnen leitet, in einem Programm zu vereinen. Und dieses Programm war grandios. Viel Pop, das „Who is who“ der deutschsprachigen Musik aber auch mal ein Klassiker wie „Die Gedanken sind frei“ folgten da in mehr als zwei Stunden.
Ann-Sophie Lindemann (Bildmitte, hier im Schwesternduett aus Frozen) wirkte als Chorleiterin, Chor- und Solosängerin in dem Programm mit.
Die freien Gedanken übernahm natürlich der Chor „Lieder für Menschen“, der immer schon gern klare Botschaften sang. Zudem hatte er eine Sonderstellung an diesen Abenden. Nicht so sehr, weil er der erste Chor war dessen Leitung vor 10 Jahren Robin Lindemann übernahm – der Chor selbst feierte mit diesem Konzert ganz nebenbei seinen 30. Geburtstag.
Lia Martin und Peter Saurbier setzten als Solisten zusätzliche Glanzlichter.
Ein weiterer Chor ragte auf andere Weise heraus. Der Chor der Hellweg Werkstätten bietet auch Menschen mit Handicaps Gelegenheit zu Spaß an der Musik und das lebten diese Sängerinnen und Sänger ganz besonders aus. Dieser Spaß sprang sofort auf das Publikum über, alle Hände gingen hoch und auch auf den Sitzen hielt es da kaum einen. Das Publikum bestand ohnehin ganz sicher aus Chorfans. Jeder Aufmarsch und jedes Lied wurde hier begeistert gefeiert. Doch das hatten sich die Chöre auch verdient. Keiner fiel da ab in einem Reigen, zu dem auch der Popchor Werne, der Frauenchor Dellwig, die Young Voices aus der Nachbartstadt Dortmund oder Musicollective gehörten.
Starke Stimmen hatten die Chöre selbst und bewiesen das mit Songs von Westernhagen über Maffei bis Oerding, von den Ärzten bis zu Musicalsongs aus Elisabeth oder Frozen. Aber natürlich hatten Robin und Ann-Sophie Lindemann, selbst Musicalsänger und Musicalmacher und Initiatoren immer neuer Gesangsformate, neben einer Liveband noch Solisten eingeladen. Lia Martin und Peter Saurbier agierten perfekt mit den diversen Chören. Die übrigens sind in der Folge bei unterschiedlichen Konzerten auch allein zu erleben, die Lindemanns auch in der Vorweihnachtszeit wieder unter anderem auf dem Schloss Heeren.
Der Chor "Lieder für Menschen " feierte seinen 30. Geburtstag musikalisch unter anderem mit "Sonne in der Nacht". Das Publikum durfte dabei Bälle als Sonnen tanzen lassen.





