Kein Allerwelts-Repertoire, sondern musikalische Neuschöpfung: Beim Heuler-Konzert ‚Brave Caledonia‘ begeisterten Chor, Band und Solisten mit schottischer Musik, Herz und Seele – ganz live, ganz besonders. Foto: Privat
Kamen. Kein Allerwelts-Repertoire, sondern jährlich ein neues Konzept und eine Musik mit fast durchgängigen Uraufführungscharakter - das ist der Markenkern der Heuler-Konzerte.
Und: keine Musik aus der Konserve, keine Playbacks, alles live, wie aus dem Augenblick geboren.
Mehr als 500 Heuler-Fans gingen begeistert mit bei ‚Brave Caledonia‘, schottischen Texten und Musik vom Feinsten. Chorleiter und Komponist Reinhard Fehling hatte ein musikalisches Panorama entworfen, das sich spannte von der Natur des Landes bis zur Lust sich darin zu bewegen, von Liebesfreud zum Liebesleid, vom Schicksal des Einzelnen bis zu dem – teilweise tragischen - eines ganzen Volkes. Trotz aller ausgearbeiteten Arrangements und Kompositionen für vierstimmigen gemischten Chor und großes Instrumentalensemble (‚Die Wilde 7+‘) blieb der typische Charakter der schottischen Folk-Musik präsent und war, wie es eine Hörerin ausdrückte, ‚Seelenbalsam in schwieriger Zeit‘. Wie von Zauberhand gelingt es dem Chor, der Band und den Solo-Vorträgen, ohne Bruchlinien und Konflikte zu vermeiden, eine Gemeinschaftskunstwerk zu schaffen. Es entsteht mehr als ein Abend mit den Aufführenden hier und den Hörenden da, sondern man meint, den Zusammenhalt zwischen beiden im Verlauf des Konzertes wachsen zu spüren. Unvermeidlich daher der langanhaltende Schlussapplaus und – wie oft in den Heuler-Konzerten – ein gemeinsames Schluss-Lied mit Bühne und Saal, diesmal das vielleicht berühmteste der ganzen Welt: ‚Should auld acquaintance be forgot‘, das die Konzertaula in Schwingung versetzte. ‚Good vibrations‘ allerorten.
Auch Bürgermeisterin Elke Kappen, selbst aktive Chorsängerin, ließ es sich nicht nehmen, auf der Bühne beim Schlusslied mitzusingen und ein Lob auf alle Mitwirkenden und den ‚Dirigenten im doppelten Sinne‘ (so ein Konzertbesucher) auszusprechen. Die immer wieder ausgesprochene Hoffnung lautete: Macht weiter! Wir freuen uns auf ein nächstes Mal!





