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    Musiktheaterstück für Kinder feiert Aula-Premiere

    Die Kamen-Premiere von „Das Ruhrgebiet ist meins“ hat am Sonntag in der Konzertaula für gute Laune gesorgt. Foto: Christoph Volkmer für KamenWeb.deDie Kamen-Premiere von „Das Ruhrgebiet ist meins“ hat am Sonntag in der Konzertaula für gute Laune gesorgt. Foto: Christoph Volkmer für KamenWeb.de

    von Christoph Volkmer

    Kamen. Nachdem bereits seit sieben Jahren das Ruhrgebietsmusical „Das Ruhrical“ Erfolge einfährt, ist am Sonntag, 30. August, in Kamen erstmals das neue Kindermusiktheaterstück „Das Ruhrgebiet ist meins“ in der Konzertaula zu sehen gewesen.

    Wie das große Vorbild ist auch das neue Stück eine mit viel Liebe inszenierte Hommage an das Ruhrgebiet. Gut 270 Kinder und Eltern waren bei der Aula-Premiere dabei und verfolgten rund 70 Minuten lang die Erlebnisse von Radioreporterin Sam auf ihrer Reise durch das Ruhrgebiet.

    Im Stück geht es unter anderem um sprachliche Besonderheiten, wie etwa die, dass Jörg hierzulande Jörch heißt, und dass ein Hammer unter Bergleuten noch immer als Mottek bezeichnet wird. „Im Pott wird eben anders konjugiert“, erklärt Jörg, der frühere Bergmann, der nicht nur seinen Kleingarten liebt, sondern auch großer Fan der vielen Halden im Pott ist.

    Das Kindermusiktheater ist eine Liebeserklärung an den Ruhrpott und kommt am 10. Januar 2027 wieder zurück in die Aula. Foto: Christoph Volkmer für KamenWeb.deDas Kindermusiktheater ist eine Liebeserklärung an den Ruhrpott und kommt am 10. Januar 2027 wieder zurück in die Aula. Foto: Christoph Volkmer für KamenWeb.de

    Künstlerin Kira ist die Dritte im Bunde, mit denen die Kinder auf eine kurzweilige Tour - natürlich mit dem Fahrrad - gehen. Das Ganze erfolgt im Wechsel aus Interviewszenen und musikalischen Beiträgen, in denen es von Marschmusik über Rap und Ska bis hin zum selbstkreierten Halden-Blues vielseitig und dennoch eingängig zugeht. Neben den drei Akteuren ergänzen zwei Musiker das Set, musiziert wird gemeinsam. Mitmachmomente kommen ebenfalls nicht zu kurz.

    Wandel zur Kulturlandschaft

    Neben dem Wandel von der Industrielandschaft hin zur heutigen Kulturlandschaft, spielen im vom Kamener Produzenten Michael Kloßek initiierten und dem ebenfalls in Kamen aufgewachsenen Jonas Marian Pieper geschriebenen Bühnenstück auch Gastarbeiter eine Rolle. So ist zu hören, dass heute Menschen aus 170 Ländern im Ruhrgebiet leben. Beim dazugehörigen Lied nehmen die Kinder eine wichtige Rolle ein, indem sie vorher verteilte Landesflaggen im Miniformat schwenken.

    „Ohne Vielfalt würde es uns nicht geben“, ist eine der Aussagen, die die Kinder neben ihrem Fähnchen mit nach Hause nehmen. Hinzu dürfte auch der ein oder andere Ohrwurm kommen, denn „Hömma Samma Womma Nomma“ hat ebenso Hit-Potential wie die Rap-Fassung des Steigerlieds.

    Dass die Aula im Gegensatz zu den oft ausverkauften städtischen Angeboten aus dem Kinder-Theater nicht so gut besucht war, könnte mehrere Gründe gehabt haben. Den letzten Sonntag in den Ferien haben viele Familien vielleicht anderweitig verbracht, zudem dürfte der Preis eine Rolle gespielt haben. Für Kinder bis einschließlich 16 Jahre kostete ein Ticket in der besten Kategorie knapp 20 Euro. Im Vergleich dazu bezahlen Kinder bei Veranstaltungen des Kulturbüros einen Preis von 5,50 Euro. Günstiger war der Besuch von „Das Ruhrgebiet ist meins“ mit einem Familienticket für vier Personen.

    Neue Termine im Januar 2027

    Der nächste Termin in der Konzertaula steht schon fest. Am Sonntag, 10. Januar, um 15 Uhr geht es wieder kindgerecht auf Entdeckungsreise ins Ruhrgebiet. Unmittelbar zuvor kehrt das „Das Ruhrical“ zweimal in die Aula zurück. Am 8. und 9. Januar erklingt das „Radio Ruhrpott“ jeweils ab 19 Uhr. Der Vorverkauf für alle drei Shows in Kamen hat bereits begonnen.

    Die fünf Akteure wurden nach dem mitreißenden Stück mit viel Applaus verabschiedet. Foto: Christoph Volkmer für KamenWeb.deDie fünf Akteure wurden nach dem mitreißenden Stück mit viel Applaus verabschiedet. Foto: Christoph Volkmer für KamenWeb.de

    Archiv: Erster Aufführungstermin von „Das Ruhrgebiet ist MEINS“ in Kamen

    Mehr als Theater: „Das Ruhrgebiet ist MEINS“ wird zum Mitmach-Erlebnis

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