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    Günna zündete Gagfeuerwerk mit tiefschürfenden Betrachtungen zu Ömmes und Kaline

    Am Valentinstag ging es Günna vor allem um die Liebe zwischen Ömmes und Kaline.Am Valentinstag ging es Günna vor allem um die Liebe zwischen Ömmes und Kaline. Foto: wol

    Kamen. (wol) Günna war wieder da. Sein typisches Gagfeuerwerk mit Ruhrgebietscharme zündete der Dortmunder Kabarettist und Theaterbetreiber Bruno Knust bei seinem jährlichen Gastspiel in der Kamener Stadthalle.

    Der Ruhrgebietskabarettist Günna gab erneut ein Gastspiel in der Stadthalle.Der Ruhrgebietskabarettist Günna gab erneut ein Gastspiel in der Stadthalle.Es ging um Frau, Mann und das Ruhrgebiet - in der Günna-Welt also Kaline, Ömmes und den Pott und allzumenschliche Zwischenspiele. Günna gab wieder alles, kalauerte und polterte sich durch menschliche Schwächen, Geschlechter-Vorurteile und – passend zum Valentinstag - das Liebesleben. Grenzen legt sich Günna dabei nicht auf, Gürtellinien und Tabus ignoriert er auf seine herrlich unbeschwerte Art. Lachflashs löste er vor allem bei den weiblichen Knust-Fans auf.

    Männer mir erheblicher Monotoniebegabung und massiven Kommunikationsschwächen, Frauen mit perfektem Spürsinn und Hang zur Herrschsucht zeichnete Günna als Ergebnis seiner persönlichen Lesart der Evolutionsgeschichte. Liebesgeschichten erzählte er auch in modernem Social-Media-Vokabular oder aber an Hand alltäglicher Verkehrsschilder. Letztere Erzählung beginnt mit weiblichen Reizen anhand eines Symbols, das eigentlich vor Bodenwellen warnt und endet mit der Spiel- oder Familienstraße.

    Auch mit einem anderen Verkehrsschild traf Günna mitten hinein in die Erlebniswelt seiner Kamener Zuhörer. Angesichts der Vielzahl von Baustellen auch in seiner Heimatstadt Dortmund begegnen ihm unzählige Baustellenschilder mit dem Kerl mit dem Spaten. Nur den leibhaftigen Kerl mit dem Spaten sehe er dort nie. Nicht nur bei dieser Beobachtung erntete Günna lautstarke Zustimmung in der voll besetzten Stadthalle.

    Gekonnt witzelte sich Günna bis zur Bösartigkeit durch den Familienalltag. Dass Männer - wenn sie denn schon mal reden - am liebsten mit sich selbst sprechen, weil sie auf Experten setzen. Dass auf erwachsene Kinder der Spruch zutreffe: Wenn das Telefon nicht klingelt, bin ich es. Dass das weibliche Gehirn mit dem Internet vergleichbar sei, weil manches zwar gelöscht werde, nie aber ganz in Vergessenheit gerate – Bruno Knust beanspruchte in Serie die Lachmuskeln.

    Auch körperlich gab er alles, patrouillierte permanent über die ganze Bühnenbreite und begeisterte auch mit parodistischen Tanzeinlagen so, dass sich das Publikum die auch für die gern gelieferte Zugabe wünschte. Aber Günna zeigte auch ein wenig Sendungsbewusstsein wenn er dafür warb, die Partnerin nicht nur in den Arm zu nehmen, wenn man friere. Günna verteilte Herz-Luftballons an Zuhörerinnen und gab seinem Publikum den Rat mit, nett zu sein und auch mal wieder mit dem Schätzchen zu reden.

    Günna erzählte seine ganz eigene EvolutionsgeschichteGünna erzählte seine ganz eigene Evolutionsgeschichte

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