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    Heimspiel mit Herz und Humor: Das Ruhrical begeistert erneut in der Kamener Konzertaula

    Bernd Böhne als Hausmeister Machulke unterwegs zwischen den Sitzreihen: Mit Augenzwinkern begrüßt er die Gäste und zieht sie schon vor dem ersten Ton mitten ins Ruhrical-Geschehen.Bernd Böhne als Hausmeister Machulke unterwegs zwischen den Sitzreihen: Mit Augenzwinkern begrüßt er die Gäste und zieht sie schon vor dem ersten Ton mitten ins Ruhrical-Geschehen.

    Kamen. Die alterwürdige Konzertaula in Kamen wurde am 16. und 17. Januar 2026 einmal mehr zum emotionalen Treffpunkt des Ruhrgebiets: Mit ihrem Gastspiel von „DAS RUHRICAL – Das Ruhrgebietsmusical – Radio Ruhrpott“ sorgten die Kamener Macher Bernd Böhne und Michael Kloßek für zwei nahezu ausverkaufte Abende – und für ein generationenübergreifendes Publikum, das gemeinsam lachte, mitsang und sich wiederfand.

    Bereits zum zweiten Mal nach Januar 2025 war das Ruhrical damit so etwas wie ein Heimspiel in Kamen. Entsprechend herzlich fiel der Empfang aus. Von jung bis alt füllten Besucherinnen und Besucher die Reihen der Konzertaula und machten deutlich, was den Erfolg des Ruhricals seit seiner Premiere 2019 ausmacht: Es erzählt Geschichten aus dem Revier – ehrlich, leidenschaftlich und mit viel Humor – und trifft damit den Nerv der Menschen.

    Fast drei Stunden lang nahm das Ensemble das Publikum mit auf eine turbulente Zeitreise durch Musik- und Ruhrgebietsgeschichte. Pop, Rock, Musical und Schlager verschmolzen zu einer mitreißenden Mischung, die vom Schrebergarten über das Stadion bis tief unter Tage führte. Besonders glänzte erneut Bernd Böhne, musikalischer Kopf des Projekts und Gesicht von Radio Ruhrpott. In seiner Paraderolle als Hausmeister Machulke mischte er sich zwischen den Sitzreihen unter die Gäste, begrüßte sie augenzwinkernd und stimmte sie schon vor Beginn auf den Abend ein. 

    Das Ensemble von „DAS RUHRICAL – Das Ruhrgebietsmusical – Radio Ruhrpott“ auf der Bühne der Kamener Konzertaula – eingerahmt vom neuen, modernen LED-Bühnenbild, das die Geschichten des Ruhrgebiets eindrucksvoll in Szene setzt.Das Ensemble von „DAS RUHRICAL – Das Ruhrgebietsmusical – Radio Ruhrpott“ auf der Bühne der Kamener Konzertaula – eingerahmt vom neuen, modernen LED-Bühnenbild, das die Geschichten des Ruhrgebiets eindrucksvoll in Szene setzt.Neben Böhne prägte ein weiterer Kamener das Geschehen auf der Bühne: Robin Lindemann, vielen noch als musikalischer Macher vom Heerener Wasserschloss bekannt, überzeugte im Ruhrical als Sam Maldock – ein Name, der nicht zufällig Erinnerungen an frühere Radiomoderatoren weckt.

    Ein besonderes Highlight der aktuellen Ruhrical-Inszenierung ist die neue digitale Bühnenwelt. Seit der zweiten Jahreshälfte 2025 setzt das Musical auf moderne, LED-gestützte Technik, entwickelt in Kooperation mit der Akademie für Digitalität und Theater Dortmund. Die virtuellen Bilder führen das Publikum nun noch intensiver ins Ruhrgebiet – etwa bei einer Seilfahrt in 1000 Meter Tiefe oder beim Besuch im Schrebergarten, der überall denselben Namen trägt: „Schöner Fleck“. Trotz aller Technik bleibt dabei eines unverändert, wie Kloßek betont: „Das Ruhrical bleibt das Ruhrical.“

    Nach dem umjubelten Kamener Gastspiel geht es für das Ensemble weiter durch das Land. Der Spielplan für das erste Halbjahr 2026 ist bereits veröffentlicht – mit Stationen unter anderem in Castrop-Rauxel, Dortmund, Essen und Herne. Wer das Ruhrical in Kamen verpasst hat oder die Reise durchs Revier noch einmal erleben möchte, bekommt also reichlich Gelegenheit.

    In der Konzertaula jedenfalls zeigte sich an beiden Abenden eindrucksvoll: Das Ruhrgebietsmusical ist mehr als eine Show. Es ist ein Stück Heimat – auf die Bühne gebracht von Menschen aus dem Revier, für Menschen aus dem Revier.

    Ein neues Genre aus dem Revier

    Im Mai 2019 feierte in Castrop-Rauxel ein bis dahin einzigartiges musiktheatralisches Genre seine Geburt: als Ruhrical kam „Radio Ruhrpott“ erstmals auf die Bühne. Einer der kreativen Väter ist der Kamener Musiker und Entertainer Bernd Böhne, der gemeinsam mit seinen Mitstreitern ein ebenso ungewöhnliches wie mitreißendes Bühnenformat entwickelte. Entstanden ist ein Potpourri aus Musik, Fußball und Industrieromantik – gegossen in eine Form, die so nur im Ruhrgebiet entstehen konnte. Denn während Fußball und Bergbau weltweit als Markenzeichen des Reviers gelten, zeigt das Ruhrical zugleich, dass hier seit Jahrzehnten eine vielfältige, oft internationale Kulturszene brodelt, die weit über Klischees hinausgeht.

    Einen Ausblick in die Zukunft gab Michael Kloßek in Kamen gleich mit. Für das Jahr 2026 kündigte er eine weitere Neuheit an: Mit „Das Ruhrgebiet ist meins“ steht bereits ein neues Theaterstück für Kinder in den Startlöchern. Viel wollte Kloßek noch nicht verraten, doch so viel sei sicher: Es wird gesungen, erzählt und gelacht – und natürlich dreht sich auch hier alles um das Ruhrgebiet und seine Geschichten. Die Premiere soll in Kürze stattfinden und dürfte nicht nur bei den jüngsten Zuschauerinnen und Zuschauern für Begeisterung sorgen.

    Archiv: RUHRICAL – Neue LED-Bühnenwelten, besondere Momente und große Premieren

    Gefeiertes Heimspiel für Radio Ruhrpott in der Konzertaula

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    Kamener schafft neues Genre des Musiktheaters: Das "Ruhrical"

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