Für die Ferien das „Bilderbuch“ über Kaiserau

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Kamen. Dieses Jahr kann im Stadtteil Methler ein Jubiläum gefeiert werden - Kaiserau ist 150 Jahre alt.

Die Ortsheimatpfleger Wilfrid Loos und Ulli Neumann laden zu einer kleinen „Zeitreise“ ein. Mit Hilfe des „Kaiserauer Bilderbuches“ tauchen Sie ein in die Vergangenheit dieses Siedlungsbereiches im Kamener Stadtteil Methler. 190 Abbildungen ermöglichen diese Rückschau. Wer das „alte“ Kaiserau noch kennt, wird sich über die „Reise“ in die eigene Vergangenheit freuen können. Für andere Interessierte wird die Vergangenheit dieses Siedlungsbereiches dargestellt. Zu sehen sind Ansichten von Gebäuden, Straßenzügen und Themen aus dem Alltag in Kaiserau. Bei den Bildern, auf denen auch Personen abgebildet sind, ist es nicht unwahrscheinlich, dass auch Familienangehörige, Verwandte und Bekannte zu erkennen sind. Also viel Vergnügen bei dieser „Reise“ in die Vergangenheit.

Das Kaiserauer Bilderbuches kostet 12 Euro und ist erhältlich bei:

Altes Gasthaus Schulze Beckinghausen, Mühlenstr. 99 in Kamen-Methler

Buchhandlung Mobile, Schimmelstraße 71 in Kamen-Methler

Hofladen Lüning, Am Burhag 51 Dortmund-Lanstrop

Hofladen Sprave, Husener Straße 131 in Dortmund-Husen

Schreibwaren Brinkmann, Robert-Koch-Straße 66 in Kamen-Methler

Schreibwaren Gatter, Germaniastraße 5 in Kamen-Methler

Gedicht der Woche: Friedhof im Revier

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Das Vorwort
 
Kamen ist eine Stadt der Literatur, gleich mehrere, auch überregional bekannte Schriftsteller wohnen hier. KamenWeb.de möchte darauf durch die Reihe "Gedicht der Woche" hinweisen.
 
Friedhof im Revier
 

Ich ließ den Blick
es war ein kalter
Märztag hinab
zum Friedhof gehen.

Da kam den Leinpfad
längs ein Alter
und blieb bei mir
am Ponton stehen.

Er zeigte auf die
Gräberfelder
umstellt von Kränen
und Pylonen

Ich sah ihm auf die
schiefe Schulter
in das Gesicht
gewöhnt ans Fronen.

Ringsum nur Rost und
Schrott – ich ahnte:
hier mocht’ er nicht
in Frieden ruhen.

Er zeigte noch mal:
ich erkannte
vor Stein und Stahl
Narzissen glühen.

Klaus Görke

Promi-Autorin Tanja Kinkel kommt zur "SUMMERlife"-Reihe nach Kamen

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lesung summertime621 C gisela schoberPromi-Autorin Tanja Kinkel kommt zur "SummerLIFE"-Lesereihe nach Kamen. Foto: Gisela Schobervon Alex Grün

Kamen. Mehrere renommierte Schriftsteller werden am Sonntag, 11. Juli, zu einer Lesung im Rahmen der "SUMMERlife"-Reihe in den Kamener Kirchen erwartet. Darunter auch die Beststellerautorin Tanja Kinkel.

Nach dem Erfolg der Leseveranstaltung im letzten Jahr haben der Verein „Kamener Literaturcafé“ um den Lyriker Bernhard Büscher und das Kulturbüro der Stadt Kamen eine zweite Auflage geplant. Gleich drei Lesungen sollen zwischen 15 und 17.30 Uhr in den beiden großen Kirchen stattfinden. Promi-Autorin Tanja Kinkel, die bereits 1990 mit gerade einmal 21 Jahren ihren Debutroman "Wahnsinn, der das Herz zerfrißt" veröffentlichte, schrieb seitdem insgesamt 20 Bücher, von denen insbesondere die Historienromane bekannt geworden sind und teilweise auch verfilmt wurden, wie etwa "Der Puppenspieler". Mit ihren ebenso anspruchsvollen wie unterhaltenden Romanen ist sie regelmäßig in den Bestsellerlisten vertreten.

Tanja Kinkel wird in der katholischen Kirche Heilige Familie vorlesen, ebenso wie der syrische Dichter Yamen Hussein, der aufgrund seiner Berichterstattung über die Repression der Medien in seiner Heimat verhaftet wurde und 2014 nach Deutschland floh. Er schreibe über alles Gedichte, nicht nur über Syrien und Flucht, sagt Hussein über sich selbst. Dies sei für ihn "der Weg, um Hoffnung zu stiften". Sein neuester Gedichtband „Nachruf auf die Leere“ ist 2021 erschienen. Mittlerweile ist er in das Writers in Exile-Programm des deutschen PEN aufgenommen worden. In dieses Programm für verfolgte Autoren wurde auch die russische Dichterin, Librettistin und Autorin Anzhelina Polonskaya aufgenommen. Sie wird in der Lutherkirche lesen, und zwar gemeinsam mit dem Kamener Autor Heinrich Peuckmann, der seine neuen Bücher vorstellen wird. Peuckmann war es auch, der als Generalsekretär des PEN den Kontakt zu den Autoren herstellte.

In der Pauluskirche wird der erfolgreiche Schriftsteller Jürgen Jankofsky lesen, der mehr als 50 Erzählungen, Romane und Kinderbücher geschrieben hat, die in mehreren Sprachen erschienen. Abwechseln wird er sich beim Lesen mit der Kamenerin Bilitis Naujoks, die mit ihren Gedichten mittlerweile auch überregional auf sich aufmerksam macht und von der bald ein Lyrikband als E-Book erscheinen soll. Die Übersetzungen der „Writers-in-Exile“-Autoren wird Brigitte Ditz-Büscher lesen.

Abgerundet wird das Programm von den Musikern Ina Herkenhof (Querflöte), Rüdiger Wilke (Saxophon) und Gregor Hennesbach (Gitarre). Die rund 30-minütigen Lesungen fangen um 15 Uhr an, im Anschluss spielt der jeweilige Musiker cirka 20 Minuten lang. Die Zeit kann entweder zum Zuhören genutzt werden oder für den Gang in die benachbarte Kirche, wo die nächste Lesung stattfindet. Das Prozedere wird dreimal wiederholt, so dass die Besucher alle Lesungen verfolgen können. Der Eintritt ist an beiden Veranstaltungsorten frei. Wie bei allen Veranstaltungen in den kommenden Monaten wird es von den pandemischen Verhältnissen abhängig sein, wie viele Besucher eingelassen werden können und unter welchen Voraussetzungen der Einlass möglich ist.

Archiv: Vorlesungsreihe in den Kirchen lässt Reihe "SUMMERlife" trotz Krise weiterleben

Gedicht der Woche: Warum lachst du über mich

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Das Vorwort
 
Kamen ist eine Stadt der Literatur, gleich mehrere, auch überregional bekannte Schriftsteller wohnen hier. KamenWeb.de möchte darauf durch die Reihe "Gedicht der Woche" hinweisen.
 
Warum lachst du über mich
 

Warum lachst du über mich
ich sehe nicht aus wie du
mein Gesicht ist keine Schönheit

Mein Körper ist rund
ich bin unbeweglich
Sport ist mir nicht möglich

du kannst mich nicht verstehen
mir fehlen oft die Worte
ich bin nicht so klug wie du

Aber ich fühle wie du
ich bin traurig wie du
ich kann auch lachen wie du

Dein Lachen über mich
tut mir weh

 

Bernhard Büscher

 

Gedicht der Woche: Der Reine

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Das Vorwort
 
Kamen ist eine Stadt der Literatur, gleich mehrere, auch überregional bekannte Schriftsteller wohnen hier. KamenWeb.de möchte darauf durch die Reihe "Gedicht der Woche" hinweisen.
 
Der Reine

Der Tiefe

Und es blieb

Der Starke,

geschwächt
im eigenen Antlitz verkannt

ganz leise
tief verdrängt und weit verbannt
das Gefühl von Anmut und Kraft

seinen Hedonismus hört man noch
leise flüsternd

in ihrem Schosse versunken
er wimmert lüsternd,
vor Angst betrunken

und
vergessen

die Jahre der Unbesiegbarkeit
im Schatten des Wahnsinns

sitzend, wartend, dass sie ihm verzeiht
Wir machen das schon…
irgendwie
Unsere Musik,
die macht den Ton
Und der Hunger ist unser größter Lohn
Die Freundschaft, unser Feind
Mit der Einsamkeit, sind wir vereint
Und wir weinen über unsere Fröhlichkeit
Schlagen uns voller Zärtlichkeit
Können die Leere fühlen
Und uns an der Hitze des Wahnsinns kühlen
Und unser Glück, unser Glück
Geben wir aus
und fordern es zurück

Bilitis Naujoks

Gedicht der Woche: jäger

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Das Vorwort
 
Kamen ist eine Stadt der Literatur, gleich mehrere, auch überregional bekannte Schriftsteller wohnen hier. KamenWeb.de möchte darauf durch die Reihe "Gedicht der Woche" hinweisen.
 

jäger

las mich dein jäger sein,
nimm meine witterung auf und fliehe.
ich will meine hunde auf dich hetzen.

las mich dein jäger sein,
brich durch die büsche, verstecke dich im unterholz.
ich will meine hunde auf dich hetzen.

las mich dein jäger sein,
meide die lichtungen, halt dich im wald.
ich will meine hunde auf dich hetzen.

und sie nehmen deine witterung.
lauf so schnell du kannst.
zittere um dich, ängstlich reiße die augen auf.

du willst den spaß an der jagd
mir doch nicht verderben,tier?
dein leib wartet darauf

aufgebrochen zu werden,
auf dass ich das innere erkenne,
wie ich dich erkennen werde.

Leander Sukov

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