Kamener Autor Michael Wrobel – Fünf Jahre Geschichten aus dem Dustertal

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Kamen. Seit 2015 geht der Kamener Autor Michael Wrobel mit seinen „Geschichten aus dem Dustertal“ auf ganz besondere Mitmach – Hörspiel - Lesereisen für Kinder und Erwachsene. In seiner 20 jährigen Laufbahn als Theaterpädagoge und Sozialarbeiter hat er viele Spiel- und Theateraktionen entwickelt. Hieraus entstanden auch die „Dustertal – Geschichten“, die es nun seit 2016 als Bücher, Hörbücher und auf der Bühne zu sehen gibt. Bereits nach drei Jahren gibt es über 3.000 begeisterte Kinder und Erwachsene bei den bisher rund 200 Live – Mitmachlesungen. Die Geschichten um „Torca, Winny und den Dieben des Lichtes“, „Calla Luns ́ Abenteuer in Dustertal“, die Abenteuer von Detektiv Horlock Shelmes oder dem Tiefsee -Kapitän „Captain Barba“ erfreuen sich mittlerweile großer Beliebtheit bei Kindern, Eltern und Veranstaltern. Auch die Dustertal - KIGA – Geschichten der kleinen Maus Mino und ihren Abenteuern, die speziell seit 2019 für Kinder im Alter von 3 bis 6 Jahren entstanden, erfreuen sich mittlerweile großer Beliebtheit bei Lesungen in Kitas und Familienzentren.

Michael Wrobel liest diese Geschichten bei den Live-Auftritten auf ganz außergewöhnliche Weise vor: als Mitmach-Hörspiel im Dunkeln! Vorgelesen wird mit Taschenlampe im abgedunkelten Raum. Angereichert wird das Ganze mit Video- und Bildprojektionen, Elementen des Theaters, großen Figuren die passend über das Publlikum schweben und passenden Licht- und Soundeffekten, die die Kinder zur jeweiligen Geschichte zum Teil auch selbst erzeugen. Schwarzlicht, Stimmungslichter. spannende Geräusche oder Wind- und Schneemaschinen, sorgen für ein tolles Mitfieber – Erlebnis.

Zum 5 jährigen Bühnenjubiläum gab es im vergangenen Jahr 40 Lese-Termine im näheren und weiteren Umkreis die leider aufgrund der Pandemie komplett ausfallen mussten und nun voraussichtlich im Herbst und Winter 2021 / 2022 nachgeholt werden.

Mittlerweile gibt es zu den bisher 11 entstandenen Geschichten, 8 Bücher und 4 Hörbücher die Michael Wrobel schreibt, zeichnet, vertont und ohne Verlagsunterstützung produziert und veröffentlicht.

Zum 5jährigen Jubiläum gibt es nun für alle kleinen und großen Dustertal-Fans ein kleines Special:

Ab sofort, immer freitags, veröffentlicht die Stadtbücherei Kamen über ihre Social - Media-Kanäle nun die allererste Dustertal - Geschichte „Torca, Winny und die Diebe des Lichtes“ als 4teilige Bilderbuchkino-Serie. Die vier rund zwanzigminütigen Folgen sind dort über einen speziellen Internetlink abrufbar.

Gedicht der Woche: Kriegslied

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Das Vorwort
 
Kamen ist eine Stadt der Literatur, gleich mehrere, auch überregional bekannte Schriftsteller wohnen hier. KamenWeb.de möchte darauf durch die Reihe "Gedicht der Woche" hinweisen.
 

Kriegslied

Wie sollen wir das viele Leiden nur ertragen,

die Bilder der kleinen Kinder mit den abgerissnen Beinen,

der Menschen, die in Ruinen um ihre Toten weinen,

was können Schuld beladen wir zur Entschuldung sagen,

wenn sie nach unsrem Beitrag zu ihrem Leiden fragen,

gekleidet nur ins Totentuch aus grobem Leinen?

Wie sollen wir das viele Leiden nur ertragen,

die Bilder der brennenden, zerbombten Metropolen,

der Toten, schreckenskleine Puppen, schwarz wie Kohlen,

wenn wir dem Einhalt zu gebieten uns nicht wagen,

was ist dann unsre Antwort auf die Klagen,

was gäb es mehr als wegzuschauen ganz verstohlen?

Krieg ist’s, s’ist Krieg. Du kannst begehren

daran gar keine Schuld zu tragen

und kannst mit Dich winden, kannst Dich wehren

doch ist, was ist, weils leicht ist Nein zu sagen,

doch Nein zu tun und Aufbegehren,

so schwer, dass angstvoll es zu wenig wagen.

Leander Sukov

 

 

 

Online-Lesung: Sprache und Sein – Kübra Gümüşay

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226154VAutorin und Gesprächspartnerin Kübra Gümüşay. Foto: Paula WinklerKreis Unna. Wie können wir als Gesellschaft über unsere Probleme sprechen, ohne den Hass der Rechten zu nähren – respektvoll, wohlwollend, ohne Angst vor Fehlern? Wie können wir frei sprechen? Am Donnerstag, 4. März lädt das Netzwerk gegen Zwangsheirat und Gewalt in der Familie im Kreis Unna in Zusammenarbeit mit dem Kommunalen Integrationszentrum Kreis Unna (KI) zu einer Online-Lesung und Gesprächsrunde mit Autorin Kübra Gümüşay ein. Die Veranstaltung findet im Rahmen des internationalen Frauentags am 8. März statt.

Kübra Gümüşay setzt sich seit langem für Gleichberechtigung und Diskurse auf Augenhöhe ein. In ihrem ersten Buch "Sprache und Sein" geht sie der Frage nach, wie Sprache unser Denken und Handeln prägt und unsere Politik bestimmt. Die Lesung am Donnerstag, 4. März findet um 19 Uhr über Zoom statt. Die Einwählphase beginnt ab 18.45 Uhr.

Bei Interesse bittet das KI um eine E-Mail mit folgenden Angaben: Evtl. Institution, Vor- und Nachname und E-Mail-Adresse an Sevgi Kahraman-Brust (KI), Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Zur Bestätigung gibt es eine Rückmeldung, mit den Zugangsdaten zu der Zoom-Online-Veranstaltung. Ein Dank geht an die MitmachStadtSchwerte für die technische Unterstützung. PK | PKU

Gedicht der Woche: Die Traurigkeit

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Das Vorwort
 
Kamen ist eine Stadt der Literatur, gleich mehrere, auch überregional bekannte Schriftsteller wohnen hier. KamenWeb.de möchte darauf durch die Reihe "Gedicht der Woche" hinweisen.
 

Die Traurigkeit

Sie überkommt dich wie eine Eingebung

Mach ihr ein Fenster auf

Putze ihre schwarzen Schuhe

sprich lange mit ihr

Die Traurigkeit ist wie der Hunger

sie weiß, wie sie dich verzehrt

Lass sie an deinem Tisch Platz nehmen

Biete ihr Wasser an

oder schenke ihr warmen Salbeitee ein

und schau ihr in die Augen

Nimm dir Zeit für sie

sie ist einsam

Deshalb besucht sie dich

 

Kholoud Charaf

 

 

Gedicht der Woche: Das Produkt der Liebe

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Das Vorwort
 
Kamen ist eine Stadt der Literatur, gleich mehrere, auch überregional bekannte Schriftsteller wohnen hier. KamenWeb.de möchte darauf durch die Reihe "Gedicht der Woche" hinweisen.
 

Das Produkt der Liebe

Du bist das Produkt der Liebe
etwas Einzigartiges
ein wundervolles Leben

wir haben dich begleitet
haben dich gelehrt zu leben
deine Persönlichkeit zu erwerben.

Wir haben dir geholfen
deinen Weg zu finden
deine Ziele zu finden

Als du deinen Weg gefunden hattest
haben wir dich in unseren Gedanken begleitet
wir waren glücklich, es sehen zu können

Du brauchst uns nicht mehr
aber wir brauchen dich
sehen dein Glück

Du bist uns nichts schuldig
wir wollten dich
wir hatten dich

Du warst nie unser Eigentum
bist das Glück in unserem Leben
wirst immer ein Teil von uns bleiben

Bernhard Büscher

 

LWL präsentiert Wort des Monats

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Apenköster - ein Spaßvogel, der sich zum Affen macht

Westfalen-Lippe (lwl). Im Februar lockt der Karneval normalerweise viele Menschen zum gemeinsamen Feiern auf die Straße. In dem bunten Treiben ist mitunter auch der ein oder andere "Apenköster" dabei. Wen oder was dieses plattdeutsche Wort bezeichnet, wissen die Sprachwissenschaftler des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL).

"Ein Apenköster ist eine Person, die durch übertriebenes und unpassendes Gehabe auffällt und sich damit lächerlich macht", erklärt Markus Denkler, Geschäftsführer der Kommission für Mundart- und Namenforschung beim LWL. "Es handelt sich also um ein Schimpfwort für einen Spaßmacher oder Komiker. Das Wort ist vor allem im Platt des westlichen Teils Westfalens gebräuchlich, aber auch in Bielefeld sagt man: Dou aule Apenköster!"

Wörtlich übersetzt handelt es sich bei dem Apenköster um einen Affenküster, also einen Kirchendiener für Affen. Der "Köster" muss in plattdeutschen Sprichwörtern und Wortzusammensetzungen häufiger als nicht ganz ernst zu nehmende Figur herhalten. So bezeichnet der "Viggelienenköster", wörtlich "Violinenküster", einen Straßenmusikanten oder eine Person ohne festen Beruf. Das Wort findet sogar als Verb Verwendung: wer beispielsweise "pottköstert", hat schlecht gekocht.

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