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Kamen. Das Netzwerk Demenz Kamen und die Stadtbücherei Kamen laden gemeinsam am Donnerstag, 28. Juni, ab 16 Uhr zu einem Infotag zum Thema Demenz in die Stadtbücherei Kamen ein.
Im Rahmen der Veranstaltung liest um 18 Uhr der bekannte Schriftsteller Burkhard Spinnen aus seinem Buch „Die letzte Fassade: Wie meine Mutter dement wurde“. In seinem Buch berichtet Spinnen sehr persönlich über die Demenz der Mutter und wie die Krankheit auch sein Leben veränderte.
Schon um 16.15 Uhr startet der Infotag mit einem Fachvortrag zum Krankheitsbild Demenz durch Uwe Johansson. Herr Johansson ist Oberarzt in der Gerontopsychiatrie der LWL Klinik in Dortmund und Mitarbeiter im Demenz-Servicezentrum Dortmund.
Der Infotag wird abgerundet durch einen Demenzparcour, der im Foyer der Stadtbücherei aufgebaut wird. An den einzelnen Stationen des Parcours haben Angehörige und andere Interessierte die Möglichkeit, sich in die Situation von Menschen mit Demenz hineinzuversetzen und dadurch mehr Verständnis für diese zu entwickeln.
Während der gesamten Veranstaltung können sich die Besucherinnen und Besucher am Stand des Netzwerkes Demenz Kamen informieren. Es wird auch einen Büchertisch zum Thema geben. Die Teilnahme an dem Infotag ist kostenlos. Nähere Informationen erhalten Interessierte bei Andrea Sternal, Stadtbücherei Kamen, Tel. 02307 / 148-7001 oder Andrea Schulte, Pflege- und Wohnberatung im Kreis Unna, Tel. 02307 / 28 99 06-0.
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Die jungen Literaturexperten mit (hinten, von links) Lara Punge (Stadtbücherei), Meike Westermann (Mayersche), Lenka Fluhme (Schulzentrumsbücherei), Lisa Fregin (Gymnasiumsbücherei). Foto Andreas Milk für KamenWeb.devon Andreas Milk
Kamen. Während die Stadt Kamen am Bürgerhaushalt bastelt, macht die städtische Bücherei schon mal vor, wie das aussehen kann, wenn Bürger beim Geldausgeben Hand anlegen. Ganz junge Bürger, übrigens! In den kommenden Ferien startet wieder der Sommerleseclub - und was da im einzelnen weggeschmökert wird, darüber hat heute Nachmittag ein Literarisches Sextett in der Mayerschen Buchhandlung entschieden. 1.000 Euro hatten die Jungen und Mädchen zur Verfügung, um den Bestand des Leseclubs nach ihren Wünschen zu bestücken; dieser Etat verteilt sich neben der Mayerschen noch auf eine zweite örtliche Buchhandlung.
Das Prinzip des Clubs: Die Mitglieder lesen pro Kopf im Laufe der Sommerferien drei oder mehr Bücher, kriegen jeweils einen Stempel in den Clubausweis, machen am Ende gemeinsam Party und nehmen obendrein an der Verlosung von Preisen teil. Dass sie ihr Lesepensum tatsächlich erfüllt und nicht bloß so getan haben, wird vom Büchereiteam anhand von Fragen "überprüft". Das Wort steht hier in Anführungszeichen, weil Lara Punge, Lenka Fluhme und Lisa Fregin nicht den Eindruck machen, zu inquisitorischen Mitteln zu greifen, wenn da wer nicht mehr die Namen aller Nebenfiguren kennt. Manche Kinder seien eher schüchtern beimErzählen, weiß Lara Punge - andere fielen nach der Lektüre gleich mit dem gesamten Romaninhalt ins Haus. Auch Sachbücher kommen auf Wunsch ins Sommerleseclub-Repertoire.
Neu in diesem Jahr: Der Leseclub hat quasi Nebenstellen in den Bibliotheken von Gymnasium und Schulzentrum. Hier können Kinder, die in den Ferien früh verreisen, schon am Mittwoch vor Ferienbeginn Bücher ausleihen. In der Stadtbücherei im alten Rathaus dagegen ist der letzte Schultag erster Sommerleseclub-Ausleihtag.
Ist Lesen beim Nachwuchs überhaupt noch "in"? Klares Ja von Lara Punge. Zumal die Stadtbücherei mit der Zeit geht: Auch die elektronische "Onleihe" ist hier längst möglich.
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Kamen. Der in Kamen lebende Autor D. Adomeit ist am Mittwoch, 18. April, um 19.30 Uhr in der Stadtbücherei zu Gast.
D. Adomeit ist seit einigen Jahren hauptsächlich im Internet tätig und schreibt Kurzgeschichten. Im letzten Jahr hat er die autobiographische Erzählung "Ab morgen bin ich depri" veröffentlicht und damit zum ersten Mal ein umfangreiches Buch geschrieben. Unter dem Pseudonym A. David berichtet er, wie eine Erkrankung sein Leben komplett neu gestaltet hat und warum er das mittlerweile fast als glückliche Fügung ansieht.
Adomeit bekam die Diagnose BURN OUT. Im Rahmen der Behandlung wurde zusätzlich eine Depression festgestellt. Er beschreibt, wie seine Erkrankung immer stärker in das Privat- und Berufsleben eingegriffen hat, berichtet über Stress mit der Krankenkasse und über Probleme am Arbeitsplatz. Der Autor gewährt Einblick in sein Gefühlsleben und schildert, wie Stimmungsschwankungen zustande kommen und welche Auswirkungen sie haben.
D. Adomeit möchte den Leser mitnehmen in seine Gedankenwelt. Obwohl sich das Buch nicht als Ratgeber versteht, schafft es der Autor, Berührungsängste gegenüber der Erkrankung abzubauen und Freunden und Angehörigen eines Erkrankten die Möglichkeit zu bieten, Denk- und Verhaltensmuster nachzuvollziehen.
Gern steht der Autor nach der Lesung für Fragen zur Verfügung.
Der Eintritt zu der Veranstaltung ist frei!
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Live-Premiere! Neue Dustertalgeschichte „Horlock Shelmes und die Schwestern der G.Na.d.E.“ für Kinder und Erwachsene als Mitmach – Lese – Hör – Spektakel am 20.04.18 in der Stadtbücherei Kamen
Kamen. Gleich dreimal präsentiert der Kamener Autor Michael Wrobel sein neues Buch „Horlock Shelmes und die Schwestern der G.Na.d.E“ für Kinder und Erwachsene ab 6 Jahren, live als Mitmach – Lese – Hör –Spektakel in Kamen. Das Buch ist der neueste Teil der Dustertalgeschichten, welches Michael Wrobel am 20.04.2018 in der Stadtbücherei Kamen (Premiere) um 18:00 Uhr, im Bürgerhaus Methler am 19.04.2018 (Vorpremiere 17:00 Uhr) und am 26.04.2018 im Ev. Jugendheim Heeren Werve (17:00 Uhr) vorstellt. Die Lesung in der Stadtbücherei wird zudem erstmals live aufgezeichnet und Ende Mai als Hörbuch – CD veröffentlicht. Kinder und Erwachsene die bei der Live – Aufzeichnung dabei sind, erhalten diese CD dann kostenlos. Einlass in der Stadtbücherei am 20.04.2018 ist dann bereits um 17:45 Uhr.
Da es bei den vergangenen Mitmach- Lesungen immer sehr voll war, ist es ratsam, Plätze zu reservieren. Kostenlose Eintrittskarten gibt es ab sofort in der Stadtbücherei Kamen (Telefon 923180), im Bürgerhaus Methler (Telefon 32835) und im Ev. Jugendheim Heeren Werve (Telefon: 42844)
Seit 2015 geht der Kamener Autor Michael Wrobel mit seinen „Geschichten aus dem Dustertal“ auf ganz besondere Mitmach – Hörspiel - Lesereisen für Kinder und Erwachsene. In seiner 20 jährigen Laufbahn als Theaterpädagoge und Sozialarbeiter hat er viele Spiel- und Theateraktionen entwickelt. Hieraus entstanden die „Dustertal – Geschichten“, die es nun seit 2016 als Bücher, Hörbücher und live auf der Bühne zu sehen gibt. Bereits nach einem Jahr gibt es über 1.500 begeisterte Kinder und Erwachsene bei den bisher 60 Live – Veranstaltungen in verschiedenen Städten. Michael Wrobel liest diese Geschichten auf ganz außergewöhnliche Weise vor: als Mitmach-Hörspiel im Dunkeln! Vorgelesen wird mit Taschenlampe im abgedunkelten Raum. Angereichert wird das Ganze mit Elementen des Theaters, mit Videos und Bildern auf Leinwand und tollen Licht- und Soundeffekten, die die Kinder teilweise passend zur Geschichte selbst erzeugen. Schwarzlicht, Stimmungslichter und selbst erzeugte spannende Geräusche sorgen für ein tolles Mitfieber – Erlebnis.
Die neueste Dustertal-Geschichte „Horlock Shelmes und die Schwestern der „G.Na.de“ (Abkürzung für Gemeinschaft für Natur und deren Einwohner) ist bereits das sechste Buch aus der Reihe. Die Dustertal – Geschichten spielen in einem Land namens Nystagia, welches sich unter der Erde befindet. In der neuen Geschichte macht sich der wohl beste Detektiv von Dustertal, einem kleinen Ort in Nystagia, „Horlock Shelmes“ auf, um einen neuen schwierigen Kriminalfall zu lösen. Horlock Shelmes´ zweiter Fall führt ihn in die Nachbarstadt „Schwarzbaumwald“. Diese Stadt ist berühmt für ihre riesigen Schwarzbeerfelder, jedoch fällt die begehrte Ernte in diesem Jahr aus. Hunderte von Knabberkäfern tummeln sich auf den Feldern und „vernaschen“ die beliebten Schwarzbeeren! Ist es eher Zufall, oder sogar Sabotage? Woher kommen die zahlreichen Knabberkäfer? Horlock Shelmes muss einiges einstecken. Nicht nur, dass eine Lösung des Falls unmöglich erscheint, auch sein treuer Weggefährte Whippson lässt ihn offenbar im Stich. Horlock fühlt sich laufend beobachtet, aber wer steckt dahinter? Rein zufällig erfindet er ganz nebenbei noch „Phantomzeichnungen“ und ein „Schörfbrett“, Dinge, die ihm bei der Lösung des Falls helfen könnten.
Vorkenntnisse über die anderen Dustertalgeschichten sind nicht notwendig.
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Heute sah ich eine Meise.
Erst noch zog der Vogel Kreise.
Schließlich ließ das Klein-Gefieder
sich auf meiner Hecke nieder
(offenbar um zu pausieren)
und begann zu musizieren:
„Piep-piep-piep“, so klang es fröhlich.
Ach, ich fand das Tierchen niedlich...
Die Geschichte endet letztlich
für das Vögelchen entsetzlich.
Denn zumal die gleiche Hecke
dient dem Kater als Verstecke,
dort legt er sich mittags nieder
und schließt seine Augenlider
schläft bis Abends still und friedlich,
weil ihm dieses sehr bekömmlich.
Und der schlaue Kater hörte
das Gezwitscher, das ihn störte -
von der Meise, die war munter.
Doch der Kater lag darunter;
er erhob sich - still und leise -
Ahnungslos war noch die Meise,
die sich an zwei Fliegen stärkte
(und den Kater nicht bemerkte).
„Ha! Du wirst ein Festmahl heute,
bist mir eine leichte Beute!
Werde Dich zu Boden bringen
und mit Appetit verschlingen!“,
dachte da der Kater, der sich
an den Vogel näher ran schlich.
Als die Meise dann soeben
sich zum Fluge wollt‘ erheben,
sah ich nur den Kater springen,
um die Meise umzubringen;
dazu nutzte er die Tatze!
Ich schrie laut: „O je, er hat ‘se!“
In der Tat: Die arme Meise
starb auf fürchterliche Weise:
Dieser armen Vogelseele
biss der Kater in die Kehle
und verspeiste sie genüsslich.
Ich fand‘s nicht sehr appetitlich.
Ein paar Federn auf der Wiese
die erinnern noch an diese
kleine süße bunte Meise.
die am Ende ihrer Reise
nur infolge ihrer Töne
(und das waren wirklich schöne)
einem Kater dient als Speise.
Und die Quintessenz?
Vögeln ist stets anzuraten:
Raste nicht in einem Garten,
wenn dort Mörder auf Dich warten,
denn dann hast Du schlechte Karten.
von Volker Rost
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von Volker Rost
Wo man den Kirchturm schief gebaut,
am Markt auf‘s »Alte Rathaus« schaut.
Dort wo ein Kreuz im Felde liegt,
auf dem man nach Berlin abbiegt,
Wo‘s Straßen gibt, wie »Bunte Kuh«,
und »Güldentröge«; dort, wo Du
nur Menschen triffst, die freundlich sind,
ging ich zur Schule, war ich Kind.
Wo es das Schloss „Haus Heeren“ gibt,
im Mai bei »Kite« Dein Drachen fliegt,
wo ich entlang der Seseke
am Sonntag gern‘ spazieren geh‘
in Westick‘s Feldern Ruhe find‘,
wo »Galgenberg« und »Körne« sind,
wo einst die Zeche Monopol,
da fühl‘ ich mich seit jeher wohl.
Die Stadt, die hat mein Herz entflammt.
Hier bin ich gern’ im Ehrenamt.
Hier wuchs ich auf, in meiner Stadt,
die Strahlkraft, Flair und Aura hat,
die tolerant ist und human,
mit Ecken, Kanten und mit Charme.
Mein Kamen, Stadt im Ruhrgebiet...
Derjenige, der das hier schrieb
sich zu dem Ort wie folgt bekennt:
Du bist mir, was man »Heimat« nennt.
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