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Kamen. Gerade ist Peuckmanns vielbeachtetes Buch „Gefährliches Spiel“ erschienen, in dem er ganz unglaubliche Fußballgeschichten erzählt, da ist auch schon sein neuer Krimi erschienen. "Schwarze Tage" heißt er und setzt die Reihe mit dem pensionierten Kommissar Bernhard Völkel fort. Auch in diesem 7. Fall ist es wie immer. Völkel will mit Krimigeschichten nichts mehr zu tun haben, vor allem seine Tochter hat ihm das verboten, weil sie Angst um ihren Vater hat, aber dann spricht ihn jemand im Westfalenpark an und behauptet, er sei entführt worden. Einige Tage hätte er in einem stockfinsteren Raum verbracht, gefesselt an eine Liege. Der Entführer hätte kein Wort mit ihm gesprochen, er hätte ihn auch nicht gesehen, aber irgendwann, als er schon glaubte, sein Leben gehe zu Ende, hätte er ihn frei gelassen. Und das ganz ohne Lösegeld zu fordern. Spinnerei, denkt Völkel, wer soll denn diese Geschichte glauben? Mit so was gebe ich mich erst nicht ab. Aber als er dann doch zu recherchieren beginnt, stößt er auf unglaubliche, tragische Abgründe, die nicht nur ihn, sondern auch andere Menschen in tödliche Gefahr bringen.
Wie immer in Peuckmanns Krimis ist es eine hoch spannende Geschichte, die wieder viel über unsere Zeit und die Gesellschaft aussagt. Bei einer Lesung während der Leipziger Buchmesse wird Peuckmann diesen Roman in gut einer Woche erstmal öffentlich vorstellen. Das hat schon Tradition. Ganz in der Nähe der Thomaskirche gibt es eine Künstlerkneipe, in der Peuckmann alle seine Völkel-Krimis zum ersten Mal vorgestellt hat. Er hat dort sogar so etwas wie eine kleine Fangemeinde.
Heinrich Peuckmann: „Schwarze Tage“, Lychatz Verlag Leipzig, 9.95 Euro
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von Carolin Kuna
Kamen. Schon seit 2012 bekommen die Schülerinnen und Schüler der Oberstufe unseres Gymnasiums Besuch von Frau Susanne Krahe, so wie auch am 7. Februar diesen Jahres. Frau Krahe ist Schriftstellerin, doch was sie so besonders macht, klingt für viele zuerst eher wie eine Tatsache, die ihren Beruf unmöglich macht: Sie ist blind. Aufgrund ihrer stark fortgeschrittenen Diabetes Typ 1 Erkrankung verlor die Theologin an ihrem 30. Geburtstag ihr Augenlicht für immer. Als sie nach dieser Wende in ihrem Leben die Arbeit mit der wissenschaftlichen Bibelauslegung ablegen musste, widmete sie sich voll und ganz dem Schreiben, was sie sowieso ihr ganzes Leben lang schon gerne gemacht hat.
Die von Frau Aschendorf geleitete Lesung für die Schülerinnen und Schüler der Q1 begann mit einem kurzen Interview, in welchem zwei Schüler Fragen an Frau Krahe stellten. Sie erklärte, auf welche Art und Weise sie mithilfe der modernen Technik ihre Bücher verfasst und sprach von ihrem erfüllten ‟zweiten Leben”. Danach las Frau Aschendorf kurze Ausschnitte aus der Autobiografie der Schriftstellerin, woraufhin diese viele Aspekte wie beispielsweise den komplizierten Verlauf ihrer Krankheit oder die Schwierigkeiten, die ihr neuer Lebensstil mit sich gebracht hat, genauer erklärte. Die Schülerinnen und Schüler hatten jedes Mal die Gelegenheit viele Fragen zu stellen und obwohl sie am Anfang eher zurückhaltend waren, gingen ihre Fragen im Verlauf der Lesung immer weiter in die Tiefe, sodass man sowohl die sehr negativen als auch positiven Erlebnisse und Eigenschaften von Frau Krahes Leben erfahren konnte. Sie erzählte, dass man als blinde Person viele Dinge von seiner Umwelt und seinen Mitmenschen mitbekommt, die den sehenden Menschen vorenthalten bleiben.
Die Schülerinnen und Schüler waren sehr interessiert und haben viele Eindrücke sammeln können. Sie waren erstaunt über die Offenheit der Schriftstellerin, welche mehr als einmal über ihr Handycap scherzte und sich selbst in ihrer Situation nicht immer ganz ernst nahm. Nichts desto trotz konnte sie den Schülerinnen und Schülern näher bringen, dass sie viele Dinge nicht mehr machen oder unternehmen kann und ihr Leben jetzt komplizierter ist. Zur selben Zeit vermittelte sie aber, dass auch große Hürden im Leben nicht immer gleich einen Untergang bedeuten und man nach vorne schauen muss. Denn Frau Krahe ist ein gutes Beispiel dafür, dass ein scheinbar schlimmer Schicksalsschlag auch viel Gutes mit sich bringen kann
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Mein Thermometer steht im Bad
und kann auch draußen messen.
Am Morgen: „minus sieben Grad“;
den Schal bloß nicht vergessen.
Zum Bahnhof fuhr ich mit dem Rad.
Der Zug bringt mich nach Essen.
Die Zeit war knapp und daher trat
ich hastig, fuhr besessen.
Ich fror! Und das tat auch mein Pfad,
der war vereist indessen.
Rabautz! Da stürzte ich vom Rad...
Hab auf dem Arsch gesessen.
Mein Zug, das war das Resultat,
war pünktlich währenddessen;
jedoch fuhr dieser - in der Tat -
dann ohne mich nach Essen.
Schlussfolgerung?
Achte auf Dein Thermometer!
fahr‘ nicht schnell bei Eis!
Denn wenn doch, dann stürzt Du später
und prellst Dir den Steiß!
;-)
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von Christoph Volkmer
Kamen. Autorenlesungen und Bücherbörsen hat es im Haus Volkermann bisher nicht gegeben. Bis gestern, als das erste Pilotprojekt rund um Bücher stattfand, bei dem nicht nur Bücher getauscht und gekauft werden konnten, sondern Dank der Autorin Astrid Plötner auch spannende Kurzgeschichten vorgetragen wurden.
Eine Mitarbeiterin aus der Betreuung des Bereichs der Jungen Pflege hatte die Idee mit der Buchtauschbörse, an der sich unter anderem Mitarbeiter und externe Anbieter beteiligten. Die Börse sollte zusätzlich durch Lesungen von Astrid Plötner und Heike Gellert bereichert werden. Letzte musste wegen Erkrankung leider ansagen, dafür legte dann die Unnaerin Astrid Plötner eine Doppelschicht ein und las zweimal für die Besucher.
Nach einer Reihe von Kurzkrimis erschien 2016 ihr aktuelle Kriminalroman „Todesgruß“, den die Autorin im Erscheinungsjahr unter anderem anlässlich des Festivals „Mord am Hellwig“ vorstellte. Im Herbst diesen Jahres soll dann der Nachfolger auf den Markt kommen, der wiederum bei Europas größtem Krimifestival Premiere feiern wird.
Passend zur Witterung verwöhnte das Volkermann-Team die Gäste mit Kinderpunsch und Glühwein. Die Durchführung organisierten Carina Kampschulte und Olaf Friese. „Wir warten jetzt einmal auf das Feedback der Angehörigen. Das ist bisher sehr positiv ausgefallen, so dass eine Wiederholung der Veranstaltung durchaus denkbar ist“, bilanzierte Kampschulte zufrieden.
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Kamen. Der große Fußballstar der Weimarer Zeit, zweimal Deutscher Meister, Kapitän der Nationalmannschaft, tritt 1933 in die SS ein und wird KZ-Kommandant. Und in dem KZ sitzt, gefoltert und gequält, sein Mannschaftskollege. Bei einem Länderspiel 1953 treffen sich die beiden wieder und ein unglaubliches Gespräch entwickelt sich. Eingeblendet darin hat Heinrich Peuckmann Rückblicke auf ihr gänzlich unterschiedliches Leben.
Die abenteuerliche Flucht des jüdischen Fußballers Gottfried Fuchs aus Nazideutschland, sein Verschwinden aus allen Statistiken und seine mühsame Rehabilitierung nach dem Krieg schildert Peuckmann in einer weiteren Geschichte. Darin wird auch von dem Länderspiel erzählt, in dem Fuchs einen sagenhaften Torrekord aufgestellt hat. Zehn Tore in einem einzigen Länderspiel, das wird wohl kaum je zu übertreffen sein.
Noch eine weitere Erzählung enthält der spannende Band, in dem die Fußballer plötzlich während eines Spiels merken, dass es nicht um Sieg oder Niederlage geht, sondern um ihr Leben.
Alle diese Geschichten sind wirklich passiert, Peuckmann hat intensiv recherchiert und manches erzählerisch aufgefüllt. Vordergründig geht es um Fußball, aber eigentlich um tiefe menschliche Abgründe, daneben aber auch um mutige, menschliche Handlungen in dunklen Zeiten.
Es sind spannende, vor allem sehr eindringlich erzählte Geschichten, die Peuckmann da veröffentlicht hat.
Heinrich Peuckmann: Gefährliches Spiel. Fußball um Leben und Tod. Kulturmaschinenverlag 2018. 10.80 Euro
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Kamen. Der in Kamen lebende Autor Frank Solberg ist am morgigen Mittwoch (07.02.) um 19.30 Uhr in der Stadtbücherei zu Gast und stellt seinen neuen Roman ‚Nachspielzeit‘ vor.
Solberg berichtet über das Leben eines erfolg-reichen Fußballers im „Big Business“ Bundesliga, dessen Karriere sich allmählich dem Spielende zuneigt. Das zu erkennen, zu akzeptieren und sich mit seinen beruflichen und persönlichen Perspek-tiven auseinanderzusetzen, stellt ihn vor große Herausforderungen.
Der Eintritt zu der Veranstaltung ist frei.
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