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Kamen. Das Haus Volkermann konnte zwei Autorinnen aus dem heimischen Kreis gewinnen und freut sich sehr auf Astrid Plötner und Heike Gellert. Beide lesen aus eigenen Werken und lassen uns so Krimiluft schnuppern. Frau Plötner aus Unna liest aus Ihrem Buch: "Heute hier, morgen Mord." Was hier und heute noch harmonisch und sicher erscheint, stellt sich am nächsten Tag, oder an einem neuen Ort plötzlich in ganz anderem Licht dar-aus Liebe wird Hass, Freundschaft schlägt in Rache um.
Auch Frau Gellert, wohnhaft in Kamen, wird die Gäste mit auf eine Reise nehmen, wo Intrigen und Mord fast an der Tagesordnung sind. Neben den Lesungen findet eine Bücherbörse statt. Im Eingangsbereich der Jungen Pflege findet eine Bücherbörse statt. Somit jede Menge neuer Lesestoff für Krimiabende, sowie Geschichten für Herz und Seele.
Lesung:
16:00 Astrid Plötner
18:00 Heike Gellert
Autorenlesungen und Bücherbörse im Hause Volkermann, Donnerstag, den 22.02.2018 zwischen 15:00 – 18:30 Uhr
Bitte melden Sie sich zu den Lesungen unter der Telefonnummer 02307-99360 vorab an.
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Aufgestanden bin ich heute,
allerdings ein wenig später.
Da sah ich, was mich nicht freute,
und zwar auf dem Thermometer.
Dieses hängt bei mir im Bade
und es misst nicht innen nur
von dem Celsius die Grade,
auch die Außentemp'ratur:
"Minus Drei", war dort geschrieben.
"Kalt!", sprach ich und stand davor.
"Wär' ich mal im Bett geblieben!"
Doch nun war ich wach. Und fror...
Ich bleib' lieber heute drinnen.
Kann dem Winter (zugegeben)
kaum was Gutes abgewinnen
(aber nur der Kälte wegen).
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Guter Dinge beim Ausflug in die Historie - von links Kreisheimatpfleger Dr. Peter Kracht, Meike Westermann von der Mayerschen, Heerens Heimatpfleger Karl-Heinz Stoltefuß. (Foto Andreas Milk für KamenWeb.de)
von Andreas Milk
Kamen. Nicht bloß eine Lesung gab es heute Vormittag in der Mayerschen Buchhandlung - Kreisheimatpfleger Dr. Peter Kracht sprach auch die lokale Kulturpolitik an. Es ging um das "Jahrbuch Kreis Unna", das Kracht herausgibt, auch bekannt als Kreisheimatbuch. Bis 2016 wurde es vom Kreis Unna bezuschusst. Dann entschied der Kreistag: Schluss damit - der Haushaltssanierung wegen. Und dabei, sagt Kracht, spreche doch fast jeder über Heimat. Selbst Aldi und Lidl verdienten Geld mit dem Begriff.
Das Jahrbuch 2018 stellte Kracht nun gemeinsam mit Heerens Ortsheimatpfleger Karl-Heinz Stoltefuß vor. Schwerpunktthema: "Treffpunkt Straße". Wobei es sehr wohl auch eine Wasserstraße sein darf, die Lippe beispielsweise. Kracht nimmt sich in einem Beitrag die alten Römer vor. Als sie wenige Jahre vor Christi Geburt ihr Lager in Oberaden bezogen hatten, mussten sie auf Kähnen Nachschub heranholen: Getreide, Olivenöl, Wein für bis zu 20.000 Menschen auf dem 54 Hektar großen Areal. Feldherr Drusus hatte in Rom ein recht flottes Leben geführt und wollte auch in der Fremde keinen Mangel leiden. "Die Bergkamener lieben Superlative", weiß Historiker Kracht: Einst das größte Römerlager nördlich der Alpen (und auch südlich gab es wohl nur kleinere) - und im vergangenen Jahrhundert größte Bergbaustadt Europas.
Dagegen mag sich Heeren bescheidener ausnehmen. Karl-Heinz Stoltefuß schildert das örtliche Wegenetz vor 150 Jahren - als die heutige L 665 noch von Postkutschen befahren wurde. Stoltefuß' Buchbeitrag macht deutlich: Manche Dinge ändern sich nie - darunter die Klagen über die "rohe Jugend".
Und Klagen über die Maut. Maut? Jawohl. Die hieß damals Chaussee- oder Wegegeld und wurde von Gastwirten erhoben, die das Recht dazu gepachtet hatten. So zahlten Fußgänger fürs Passieren einer Brücke zwei Pfennig, schreibt Bergkamens Stadtarchivar Martin Litzinger - es sei denn, sie nahmen vorher einen Schnaps für fünf Pfennig: Dann durften sie umsonst rüber.
22 Autorinnen und Autoren haben Artikel zum Buch beigetragen - durchaus auch mal mit fiktionalen Zügen: Der Heerener Stoltefuß nahm eine Entdeckung im Pfarrarchiv zum Anlass, über ein Findelkind zu berichten. Die handelnden Personen gab es wirklich; die Handlung selbst, sagt Stoltefuß, habe er ausgeschmückt.
Für 9,80 Euro ist das Buch zu haben. 1.000 Exemplare wurden gedruckt und bislang rund 900 verkauft. Was die Finanzierung nach dem Ausstieg des Kreises angeht: Die Sparkasse UnnaKamen sprang ein, freut sich Kreisheimatpfleger Kracht. Der hofft, dass sich demnächst auch Sparkassen in nördlicheren Kreis-Gefilden beteiligen. Vor Weihnachten 2018 soll das Jahrbuch 2019 erscheinen. Schwerpunkt dann: Handwerk.
Alles erst mal in Butter also - zumal Kracht und der Chef des Kreises, Landrat Michael Makiolla, sich immer noch gut verstehen. Beide haben zusammen Abi gemacht - also eine gemeinsame geistige Heimat.
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Kamen. Karl-Heinz Stoltefuß & Dr. Peter Kracht lesen am Samstag, 03.02.2018, um 11.00 Uhr aus dem "Jahrbuch Kreis Unna 2018: Treffpunkt Straße. Von Wegen, Gassen und Chausseen"
Wo: Mayersche Buchhandlung, Weststraße 75, 59174 Kamen
Eintritt: frei
Autoren-Lesung aus dem "Jahrbuch Kreis Unna 2018: Treffpunkt Straße. Von Wegen, Gassen und Chausseen". Erfahren Sie mehr über die historischen Wege im Kreis Unna, in Kamen und ihre spannende Geschichte gelesen von Karl-Heinz Stoltefuß und Dr. Peter Kracht.
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Oder: Die traurige Geschichte vom Adelbald, der es mal so richtig krachen lassen wollte.
Deutsche Böller und Raketen,
sind auf den Silvester-Feten
Kinderkram, denkt Adelbald.
"Ich brauch' was, das richtig knallt".
Adelbald fuhr drum nach Polen.
um sich Böller dort zu holen,
die nicht puffen oder kleckern,
sondern die so richtig scheppern.
Was er suchte, fand er schließlich:
Einer Umzugskiste ähnlich,
zwanzig Kilo, außen bräunlich,
"Dieses Ding knallt schon erstaunlich!",
sprach der Mann im Böller-Laden!
Adelbald sprach: "Will ich haben!",
lud den Böller in den Wagen.
Der Verkäufer wollt' noch sagen:
"Obacht! Das kann explodieren,
dicke Mauern deformieren,
Dir die Glieder amputieren
und Dein Fahrzeug demolieren...“
Doch das konnte er sich sparen.
Adelbald war fortgefahren.
Und zuhause angekommen
wurd' die Kiste rasch entnommen
aus dem Auto in den Garten.
Adelbald wollt' nicht mehr warten
bis zu den Silvester-Festen.
"Werd' das Teilchen heute testen."
An der schweren Kiste (unten)
ragten aus ihr raus: zwei Lunten,
die, so Adelbald's Empfinden,
da war'n, um sie anzuzünden.
"Das genau werd' ich jetzt machen!",
sprach er "und dann wird es krachen!"
Mulmig war ihm nun zumute.
Mit dem Zündholz rieb der Gute
an der Schachtel bis es brannte
und die Lunten er entflammte.
"Nun schnell fort!", war sein Bestreben.
"Jetzt wird gleich die Erde beben!"
Doch es waren nur Sekunden....
Noch bevor er Schutz gefunden
hinter einem Rhododendron,
brach es los, das Armageddon:
Infernalisches Gebrülle!
Dort, wo eben noch Idylle,
flogen Trümmer nun und Bäume,
Stühle, Autos, Gartenzäune.
Donnerhall und helle Blitze,
intensiv wie Sonnenhitze...
Und in einem hohen Bogen
kam der Adelbald geflogen,
schrie und sah dabei im fliegen
unter sich die Trümmer liegen.
Über Dächer flog der Gute
und am Ende seiner Route
prallte er vor eine Mauer.
Adelbald rief "Aua! Aua!".
Und er konnte schnell erkennen:
Schlimmer hätt‘s kaum kommen können.
Dächer waren abgerissen,
was mal stand, war umgeschmissen.
Feuer, Schutt und Asche-Regen...
Nur des einen Böllers wegen.
Quintessenz von der Geschichte,
ist recht einfach und auch schlichte:
Kaufst Du Dir in Polen Böller
stirbst Du gerne etwas schneller.
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Dem Tannenbaum zum Weihnachtsfest
hängt man Lametta ans Geäst.
Und Kugeln (die sind meistens rund);
mal rot, mal blau, mal kunterbunt.
Er wurde sorgsam aufgestellt,
dort wo es allen gut gefällt:
In Opa's Stube, das hat Charme.
Weil's dort behaglich ist. Und warm.
Die Wurzeln hat man abgemacht,
ihn aufrecht dann ins Lot gebracht.
Den Opa freut dies alles sehr.
Dem Baum gefällt das weniger:
Denn nicht weit weg ist der Kamin.
Und ein Scheit Holz, das brennt in ihm.
Der Baum steht nun den vierten Tag.
Die Äste sind vertrocknet stark.
Und Nadeln fallen schon herab!
Der Baum, der fühlt sich schlecht und schlapp.
Viel lieber ständ der Baum im Wald,
dort ist es feucht, im Winter kalt.
Durch Wurzeln und durch seinen Stamm
zög er sich dort das Wasser ran.
Das Wasser fehlt dem Bäumchen sehr.
Und er wird immer trockener.
Das Feuer im Kamin brennt schwach.
"Nun leg' doch noch ein’ Holzscheit nach!",
die Oma zu dem Opa sprach.
Was dieser unverzüglich tut:
Er legt den Brennstoff in die Glut.
Drei Funken stoben dabei aus
der Feuerstelle in das Haus
und fliegen glühend durch den Raum.
Ein Funke fliegt zum Tannenbaum.
Trock'nen Zweigen ist zu eigen,
dass sie zur Entzündung neigen,
was leider dann - wie man hier sieht -
bei Funkenflug auch schnell geschieht.
Und schwupps, da brennt das Bäumchen hell.
Die Oma schreit: "Hol' Wasser! Schnell!".
Doch brennt der Baum schon lichterloh
und die Gardinen ebenso.
Auch brennt bereits das Kanapee
Der Opa ruft: "O weh, o weh!"
Er schnappt die Oma und rennt raus.
Es brennt mithin das ganze Haus!
Die Oma hustet mit dem Mund.
Doch immerhin: sie ist gesund.
Auch Opa, der ist unverletzt,
hat sich im Freien hingesetzt.
Und Oma sagt: „Ein Scheiß Advent,
wenn Dir die Hütte niederbrennt.“
Ok! Und was ist nun das Fazit?
Hüte Dich vor trock‘nen Tannen
und bedenke, was ich schrieb,
denn die leuchten, wenn sie brennen
und zwar heller, als Dir lieb.
von Volker Rost
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