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Die Darsteller der Frühlingslesung: Das Eichhörnchen und der Igel bringen spannende Geschichten auf die Bühne.Kamen. „Die Sonne scheint und der Frühling kündigt sich an. Das Eichhörnchen flitzt schon durch den Garten und sucht seinen Freund, den Igel. Ist der noch immer im Winterschlaf?“ Spannende, lustige und lehrreiche Geschichten vom Igel und dem Eichhörnchen für Kinder gibt es am Freitag, 14. März im Bürgerhaus Methler zu hören und zu sehen. Die Frühlingslesung für Familien mit Kindern ab 4 Jahren beginnt um 16.30 Uhr, der Eintritt ist frei.
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Enthält Datei #96941854 | © Fiedels | Adobe StockEben noch
Dauernd blickt sie auf ihr Handy
bläst Zigarettenqualm
in mein Gesicht,tippt hektisch
eine Nachricht. Wenn es klingelt
unterbricht sie sich
mitten im Satz
Eben noch, als sie kam
hat sie mit gefallen
Unendlich lange
ist das her
Heinrich Peuckmann
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Der im März im Coesfelder Elsinor-Verlag erschienene Sammelband „Mehr als Kirche, Kohle, Kiepenkerl“ (250 Seiten) wird am 18. März in Münster erstmals vorgestellt. Am 14. Mai folgt eine Lesung im Dortmunder Literaturhaus mit Gerd Puls und weiteren Autoren.Kamen. Gerd Puls, Kamener Autor und Künstler, ist seit 55 Jahren in verschiedenen literarischen Gebieten und auch geografisch in manchen Gegenden unterwegs.
„Für mich sind Kamen, Unna und die Hellwegregion zumindest der geografische Mittelpunkt Westfalens, eine geschichtsträchtige Region, aus der sich vieles literarisch verarbeiten und berichten lässt. Ähnlich dachten wohl auch meine westfälischen Autorenkollegen, die anlässlich der ersten schriftlichen Erwähnung des Namens Westfalica vor 1250sten Jahren einen Sammelband zusammengestellt haben, in dem ich gut vertreten bin, worüber ich mich natürlich sehr freue.“
Der im März im Coesfelder Elsinor-Verlag erschienene 250 Seiten starke Band unter dem Titel „Mehr als Kirche, Kohle, Kiepenkerl“ wird von den Herausgebern, von Gerd Puls und anderen beteiligten Autoren am 18. März erstmals in Münster vorgestellt. Am 14. Mai liest der frühere Kamener Schulleiter ebenfalls mit Kollegen im Dortmunder Literaturhaus aus dem Buch.
Außerhalb Westfalens ist Gerd Puls an verschiedenen Projekten beteiligt, so auch dieses Jahr wieder an der 14. Bonner Buchmesse, in deren Sammelbänden zu den Themen Demokratie und Heimat Puls’ Texte erneut erscheinen. Um erotische Literatur geht es im Menantes-Förderkreis der Evangelischen Kirchengemeinde im thüringischen Wandersleben.
Um die lebensbestimmenden Belange von Naturschutz und Umweltzerstörung geht es in einer Erzählung von Gerd Puls bei dem Projekt Nature Writing in Kooperation des Seitz-Verlages mit dem Bundesumweltamt. Einen literarischen Reisebericht steuert er bei zu dem norddeutsch- brandenburgischen Nord-Ost Projekt unter dem Titel „randläufig weltweit“. Wiederum mit ganz anderen Reiseimpressionen ist er in Österreich, genauer in Tirol, an einem Buchprojekt „Über den Brenner“ beteiligt.
Zurück in Westfalen widmet sich Puls innerhalb der renommierten Literaturreihe Am Erker mit einem Aufsatz erneut dem Dortmunder Arbeiterschriftsteller Max von der Grün, der von 1951 bis 1963 in heutigen Kamener Ortsteil Heeren lebte und arbeitete. Weitere Würdigungen, Essays und persönliche Erinnerungen gibt es von Gerd Puls zudem über den Kamener Künstler Lothar Kampmann, der vor 100 Jahren geboren wurde.
„In der ersten Hälfte der 1980er Jahre habe ich bei ihm Kunst studiert,“ berichtet Puls. „Seitdem verband uns über den Zeitraum von 20 Jahren bis zu seinem Tod 1991 eine kollegiale Freundschaft und wiederholte fruchtbare Zusammenarbeit. Dass wir beide eine enge Bindung an Kamen hatten, spielte dabei gewiss eine große Rolle. Maßgeblich war vor allem aber eine gewisse künstlerische Seelenverwandtschaft und sein stets verlässlicher väterlicher Rat. Mit seinen Federzeichnungen und Druckgrafik durfte ich damals mehrere meiner Bücher schmücken.
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Enthält Datei #96941854 | © Fiedels | Adobe StockWenn ich die Augen zu mache
Ich gehe durch die Stadt
und sehe das Helle
den Frieden in den Menschen
denen ich begegne
geh ich in die Felder
dann kann ich es hören
die leisen Töne der Natur
und der Tiere die in der Nähe
nehme ich dich an die Hand
so kann ich dich fühlen
es ist deine Nähe die mich berührt
es ist die Wärme deiner Haut
Mache ich die Augen zu
bekomme ich Angst
vor dem was ich höre
das andere tun
Sie gehen durch die Stadt
erleben das Donnern und Blitzen
durch den Krieg
in dem sie sich befinden
Gehen sie durch die Felder
sehen sie das verdorren der Früchte
die Töne der Natur werden übertönt
durch die Salven aus den Gewehren
Nehmen den anderen an die Hand
um sich festzuhalten
damit sie in ihrer Angst nicht alleine sind
vor dem, was sie töten könnte
Bernhard Büscher
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In der App "Palava" haben LWL und LVR jetzt eine Sprachkarte veröffentlicht mit Antworten auf die Frage: "Was wird in deinem Ort an Karneval gerufen?" Foto: LWL
Westfalen/Rheinland (lwl/lvr). Pünktlich zu Karneval veröffentlichen die Landschaftsverbände Westfalen-Lippe (LWL) und Rheinland (LVR) in ihrer Sprach-App "Palava" zwei neue Sprachkarten. Sie zeigen die vielfältigen Antworten auf die Fragen "Was wird in deinem Ort an Karneval gerufen?" und "Wie nennst du den Donnerstag vor Rosenmontag?"
"Insgesamt wurden uns 98 unterschiedliche Karnevalsrufe gemeldet. Für die Karte wurden ähnliche Meldungen wie etwa "Kölle Alaaf" und "Ooche Alaaf" zusammengefasst", erläutert LVR-Sprachwissenschaftlerin Dr. Charlotte Rein. "Die bekannten Rufe "Alaaf" und "Helau" sind am weitesten verbreitet. Aber auch lokale Karnevalsgrüße wie "Wuppdika" im Raum Wuppertal oder "Festo" in Ahaus werden oft genannt", ergänzt ihr LWL-Kollege Timo Schürmann. Bei den Bezeichnungen für den Donnerstag vor Rosenmontag, an dem traditionell die Frauen Karneval feiern, gibt es weniger Variation. Üblich sind vor allem Zusammensetzungen mit den Wörtern (Alt-)Weiber/Wiver, Fastnacht oder Karneval. Aber auch das Dialektwort Möhne ("ältere, verheiratete Frau") kommt an einigen Orten vor.
Hintergrund
Seit Juni 2023 betreiben die LWL-Kommission für Mundart- und Namenforschung in Münster und das LVR-Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte in Bonn die Sprach-App "Palava". Mit ihr werden umfangreiche Sprachdaten zur regionalen Alltagssprache in Nordrhein-Westfalen gesammelt, über 15.000 Menschen haben inzwischen teilgenommen.
Die Datensammlung zur regionalen Umgangssprache in NRW ist noch lange nicht abgeschlossen. Die zweite Fragerunde ist nun vollständig, alle Interessierten sind weiterhin herzlich zur Teilnahme eingeladen. Die App "Palava" gibt es kostenfrei in allen App-Stores.
In der App "Palava" haben LWL und LVR jetzt eine Sprachkarte veröffentlicht mit Antworten auf die Frage: "Wie nennst du den Donnerstag vor Rosenmontag?" Foto: LWL
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Enthält Datei #96941854 | © Fiedels | Adobe StockWintertag
es atmet die stadt einen kalten rauch.
durch offene fenster ins zimmer.
von schnee bedeckt der haselnußstrauch.
aus schornsteinen steigt grauer rauch.
die sonne wirft goldenen flimmer.
und meine hände auf deiner haut.
und meine lippen auf deinen.
die stadt so leise und wir so laut.
in deinen Augen eiszeitenbraut,
da will der frühling scheinen.
ich will an diesem sonnenschneetag,
das neue grün gewahren.
die winterbedrückung, die auf uns lag,
forttun mit leichtem fahrigen schlag,
will neues sprießen erfahren.
es schmizt die moral, die man mich gelehrt.
sie hat mich bedrängt, beschmutzt und entehrt
und meine lust, meine liebe.
Leander Sukov
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