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Westfalen (lwl). Friedrich Merz ist seit dem 6. Mai ein Staatsmann. Ob er aber auch ein "Staotskäärl" ist, ist nicht so leicht zu beantworten. Das Wort des Monats Juni bezeichnet nämlich keinen "Staatsmann" oder "Staatsbeamten", sondern einen "Prachtkerl". Welche Abstammung das Wort hat und wo es verwendet wird, erklären die Sprachwissenschaftler:innen des LWL.
"Das Wort 'Staat', niederdeutsch 'Staot', kommt von dem lateinischen Wort 'status' (Stand, Stellung) und hatte im Deutschen zunächst vor allem die Bedeutung 'Pracht' oder 'Prunk'", weiß Markus Denkler, Geschäftsführer der Kommission für Mundart- und Namenforschung beim LWL. Davon abgeleitet sei auch die Redewendung "Staat machen", also sich herausputzen. Im Plattdeutschen hat sich zudem das Adjektiv "staotsk" gebildet. In einem Beleg aus Brilon-Rixen heißt es: "Dat was en staatsken Kerel von ses Faut Grötere" ("Das war ein stattlicher Mann von sechs Fuß Größe."). Doch nicht nur Männer erhalten den Wortstamm "staot", erklärt Denkler: "Im Plattdeutschen gibt es auch das 'Staotswief' und das 'Staotsfraumensch'. Damit ist eine kräftige und tüchtige Frau gemeint."
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Kamen. Am Dienstag, 1. Juli 2025, lädt die Stadtbücherei Kamen zur Lesung mit Klaus Goehrke ein. Ab 19 Uhr liest der Autor am Markt aus seinem neuen Roman „Aufstehn – Leben, kämpfen, lieben in einer Bergbaustadt“.
Die Geschichte führt in die bewegten 1980er Jahre zurück: Friedensdemos, Arbeitskämpfe, Frauenrechte und der Einsatz für unterdrückte Völker prägen den Roman ebenso wie persönliche Geschichten und politische Konflikte.
Mit Charakteren wie dem Junglehrer Paul, der rebellischen Schülerin Tania oder dem Betriebsrat Kalle wird die Atmosphäre einer Stadt im Wandel greifbar – ergänzt durch musikalische Beiträge von Gerda Gnad und Hartmut Hegewald, die Lieder aus jener Zeit live vortragen.
Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei.
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Kamen. Der Kamener Autor Gerd Puls liest bei der offiziellen Eröffnungsveranstaltung der diesjährigen NRW-Literaturtage vom 12. bis 14. Juni im Sauerländischen Schmallenberg am Freitag, 13. Juni gemeinsam mit der Fantasy- und Science-Fiction-Autorin Angie Harrison aus Herne sowie der Filmemacherin und Schriftstellerin Marina Jenker aus Wuppertal.
Gerd Puls wird neben Texten über die Hellweg-Region und über das Ruhrgebiet vor allem Sauerländische Erzählungen aus seiner Sammlung Schulgeschichten lesen, zum Beispiel über Jugendherbergsaufenthalte, die Schüler und Lehrer dort oft erleben konnten.
In diesem Zusammenhang und ebenfalls mit Texten zum Sauerland, aber auch darüber hinaus wird Puls zudem an den Schriftstellerkollegen Max von der Grün erinnern, der 2026 vor 100 Jahren in Bayreuth geboren wurde und dessen Todestag sich in diesem Jahr zum 20. Mal jährte. Von der Grün lebte von 1951 bis 1963 als Bergmann und Autor in Heeren-Werve, später in Dortmund.
Die vom Schriftstellerverband von Düsseldorf aus organisierten Literaturtage finden meist im jährlichen Wechsel entweder im Rheinland oder wie in diesem Jahr in Westfalen statt.
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Kamen. Am Mittwoch, den 28. Mai, wird es in der Stadtbücherei Kamen wieder literarisch: Zum alljährlichen „Lesesommer“ lädt die Kamener Buchbloggerin Elke Schwarzkopf ab 19.30 Uhr alle Buchbegeisterten zu einem besonderen Abend ein. Dabei stellt sie aktuelle Romane vor, präsentiert ihre persönlichen Lesehighlights und gibt wertvolle literarische Tipps – sowohl für Erwachsene als auch für junge Leserinnen und Leser.
Die Veranstaltung bietet eine gemütliche Atmosphäre, in der Besucherinnen und Besucher nicht nur neuen Lesestoff entdecken, sondern sich auch mit Gleichgesinnten austauschen können. Ein besonderes Highlight ist die Möglichkeit, die eigene Lieblingslektüre mit in die Runde zu bringen und vorzustellen.
Der „Lesesommer“ ist eine Kooperationsveranstaltung der Volkshochschule Kamen-Bönen und der Städtischen Bücherei der Stadt Kamen. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Wer Lust auf einen abwechslungsreichen Abend voller Bücher und Inspiration hat, sollte sich diesen Termin nicht entgehen lassen.
Wann: Mittwoch, 28. Mai 2025, 19.30 Uhr
Wo: Stadtbücherei Kamen
Teilnahme: Kostenlos
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Kamen. Am Samstag, den 17. Mai 2025, dürfen sich Krimifans in Kamen auf ein besonderes Highlight freuen: Erfolgsautor Volker Klüpfel ist um 19 Uhr zu Gast in der Stadtbücherei. Bekannt geworden durch die Kultreihe um Kommissar Kluftinger, stellt Klüpfel diesmal den Auftakt seiner neuen Krimiserie „Wenn Ende gut, dann alles“ vor – mit ungewöhnlichen Ermittlern, skurrilem Witz und spannenden Wendungen.
Die Lesung ist eine gemeinsame Veranstaltung der Stadtbücherei Kamen und der VHS Kamen-Bönen. Karten zum Preis von 15 Euro sind in der Stadtbücherei sowie in der VHS-Geschäftsstelle in Heeren erhältlich. Einlass ist ab 18.30 Uhr.
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3200 Euro sammelte der Kamener Autor Bernhard Büscher (r.) für die Stiftung Fair:Well von BVB-Exprofi Neven Subotic (l.), die sich für den Bau von Trinkwasserbrunnen in Afrika einsetzt. Foto: privat
Kamen. (AG) Mit seinem Ende letzten Jahres erschienen Kinderbuch „Feven und das Wasser“ verzeichnet der Kamener Autor Bernhard Büscher schon seit Monaten große Erfolge - nicht nur bezüglich der großen Resonanz auf den bebilderten Mini-Band, sondern auch mit Blick auf die zahlreichen, mit der Veröffentlichung verbundenen Spenden zugunsten der Stiftung Well:Fair von BVB-Innenverteidigerlegende Neven Subotic, die sich für den Bau von dringend benötigten Trinkwasserbrunnen in Afrika engagiert. Fast 900 Kinder haben Büschers lehrreiche Story, die er in mehr als 30 Schulklassen vorlas, mittlerweile gelesen oder gehört.
"Feven und das Wasser" erzählt die Geschichte eines äthiopischen Mädchens, das davon träumt, zur Schule gehen und lernen zu können - dabei macht ihr der schwere Zugang zu Trinkwasser regelmäßig einen Strich durch die Rechnung, da sie täglich kilometerweit laufen muss, um die Kanister für den Wasserbedarf ihrer Familie aufzufüllen und heimzuschleppen. Als eines Tages fremde Menschen mit Lastwagen und schwerem Gerät in ihrem Dorf auftauchen und einen Brunnen bauen, kommt sie ihrem Traum, Lesen und Schreiben zu lernen, ein großes Stück näher – durch die Zeitersparnis ergeben sich ungeahnte Perspektiven.
Die Büchlein im „Pixie-Format“, das von Viertklässlern der Schillerschule in Unna-Massen bunt illustriert wurde, ist zum Preis von jeweils 5 Euro zu haben, von denen drei Euro an Well:Fair gespendet wird. Auf diese Weise ist mittlerweile ein Spendenbetrag von insgesamt 3200 Euro zusammengekommen, wozu im vergangenen Dezember auch die Gemeinschaftsstadtwerke Kamen-Bergkamen-Bönen (GSW) ihren Teil beitrugen: Als Spezialisten für das Thema Wasserversorgung spendierten die GSW allen Kindern, die bei Bernhard Büschers Lesungen dabei waren, die begehrten Miniformate, womit das Spendenkonto ordentlich aufgefüllt wurde.
Erhältlich sind die handlichen Büchlein in der Stadtbücherei, der Mayersche/Thalia-Buchhandlung in der Weststraße oder bei Bernhard Büscher persönlich. Der geht bald wieder auf Lesetour, unter anderem am Samstag, 1. Juni, in der Bergkamener Ökostation und am Dienstag, 9. Juli, um 16 Uhr in der Kamener Stadtbücherei.
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