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Kamen. Der bundesweite Vorlesetag findet in diesem Jahr zum 14. Mal statt. Am 17. November lesen wieder zahlreiche Bücherfreunde und Prominente aus ihren Lieblingsbüchern vor. Mit dabei ist auch die Stadtbücherei. Von 15.30 bis 17.00 Uhr zeigt das Team das Bilderbuchkino ‚Leon Pirat‘ von Christine Nöstlinger. Nach dem Vorlesen wird gespielt und gebastelt. Der Eintritt ist frei. Es wird jedoch um eine Anmeldung gebeten, Tel. 02307/ 923180. Der Aktionstag folgt der Idee: Jeder, der Spaß am Vorlesen hat, liest an diesem Tag anderen vor – zum Beispiel in Schulen, Kindergärten, Bibliotheken oder Buchhandlungen. Im vergangenen Jahr gab es eine neue Rekordbeteiligung: Mehr als 135.000 Vorleserinnen und Vorleser beteiligten sich am Bundesweiten Vorlesetag, darunter viele Prominente aus Politik, Kultur und Medien. Die Initiatoren haben den Bundesweiten Vorlesetag vor 14 Jahren ins Leben gerufen, damit vor allem Kindern noch mehr vorgelesen wird und möglichst jede und jeder in Deutschland Spaß am Lesen hat. Weitere Informationen über die Initiative finden Sie unter: www.vorlesetag.de
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Kamen. Am 10. November ist Petra Reski wieder in ihrer Heimatstadt zu Gast. Um 19.30 Uhr liest sie auf Einladung des Fördervereins aus ihrem neuen Krimi Bei aller Liebe - Serena Vitales dritter Fall in der Stadtbücherei.
Ein neuer Fall für Serena Vitale! In Palermo wird ein deutscher Staatsanwalt ermordet aufgefunden – ausgerechnet auf dem Straßenstrich der Transvestiten. Serena Vitale will mit dem Fall nichts zu tun haben, schließlich nehmen afrikanische Schlepperbanden all ihre Zeit in Anspruch, denn am Elend der Flüchtlinge wollen viele verdienen. Doch der Staatsanwalt ermittelte in Deutschland gegen die Mafia, und Serena Vitale ist sonnenklar, dass es sich keinesfalls um ein Verbrechen aus Leidenschaft handelt. Ihr bleibt nichts anderes übrig, als sich selbst in die Ermittlungen zu stürzen.
Petra Reski wurde in Kamen geboren und lebt seit vielen Jahren in Venedig. Seit 1989 schreibt sie über Italien – für Die Zeit, Geo, Merian, Focus und Brigitte – und immer wieder über das Phänomen Mafia. Sie drehte einen Film über Mafiafrauen und wurde für ihre Reportagen und Bücher mehrfach ausgezeichnet, in Deutschland zuletzt mit dem Journalistinnenpreis und als »Reporterin des Jahres«. In Italien erhielt sie für ihr Antimafia-Engagement den Premio Civitas und den Amalfi Coast Media Award. Petra Reski hat mehrere Romane und Sachbücher veröffentlicht.
Karten zum Preis von EUR 7,00 sind ab sofort in der Stadtbücherei erhältlich.
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Verleger Magnus See, Autor Gerd Puls, Buchhändlerin Kim Bartnik und Autor Heinrich Peuckmann (v. l.) präsentieren das Buch zum Festival Blutige Lippe 2. (Foto: Andreas Milk für KamenWeb.de)von Andreas Milk
Kamen. Der eine - Heinrich Peuckmann - lässt einen eher unsympathischen Reha-Patienten sterben. Der andere - Gerd Puls - macht eine wunderschöne junge Frau zum Mordopfer. Zum Glück sind die beiden Herren aus Kamen nicht kriminell - sie sind "nur" Schriftsteller, die Morde fiktiv. Die Geschichten stehen in dem Band "Blutige Lippe 2", den Verleger Magnus See aus Werne heute in der Kamener Mayerschen Buchhandlung vorstellte.
Dieser Band wiederum begleitet das eben gestartete Krimifestival gleichen Namens. Bei besagter Lippe handelt es sich natürlich um den Fluss. Und der bietet nicht nur Schauplätze für erfundene Morde - in seiner Nähe finden sich auch geeignete Plätze für Lesungen. Peuckmann hatte seinen Auftritt vergangene Woche in Bad Lippspringe, wo auch seine Geschichte spielt. Puls wird am 23. November in der Alten Kaffeerösterei in Lünen zu Gast sein.
Schon am kommenden Freitag, 27. Oktober, gestalten Verleger See und Herausgeber Hartmut Marks einen Abend beim Kunstverein Fröndenberg. Fröndenberg? Fröndenberg! Liegt nicht an der Lippe, sondern doch eher an der Ruhr. Aber Hartmut Marks hat gute Kontakte da hin.
Unterstützung vor Ort sei bezeichnend für das kleine, feine Festival, sagt Magnus See. Entstanden war die Idee dazu gewissermaßen aus Trotz - weil die Stadt Werne (eindeutig an der Lippe gelegen!) keinen Platz mehr beim großen Festival "Mord am Hellweg" einnehmen wollte. Also nahmen Marks und See die Sache in die Hand. Sie fanden "Partner, die richtig Bock haben mitzumachen", freut sich See. Und literarisch ist die Region eh quicklebendig - im Gegensatz zu den Opfern der Literaten. Tja. Künftig gilt: In den "Hellweg"-freien Jahren wird an der Lippe gemeuchelt.
Das Buch gibt es für 10 Euro in der Mayerschen und allen anderen Buchhandlungen.Mehr Infos - auch zum laufenden Festival >>>
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von Andreas Milk
Kamen. Wieso einem Online-Riesen die Kasse füllen, wenn der lokale Händler locker mithält? Willi Schultes Buchhandlung in Heeren an der Mittelstraße hat seit dieser Woche einen neuen Internetauftritt: bis zum frühen Abend bestellen, am nächsten Morgen abholen. Trotz aufgefrischter Online-Präsenz bleibt der Offline-Aspekt für Willi Schulte, seine Frau Gabi und Tochter Steffi das Entscheidende. Als Einwohner von Kamen-Mitte bin ich eher selten in Heeren. Seit meinem ersten Besuch in Schultes Laden gestern Nachmittag habe ich folgende Theorie: Ich brauche hier bloß lange genug zu stehen, dann sehe ich die komplette Heerener Bevölkerung rein- und rausgehen. Zum Beispiel die Frau, die gar nicht erst sagen muss, dass sie die neue "HörZu" möchte. Willi Schulte weiß das. Oder die Kita-Gruppe auf Schnitzeljagd. "Willi, warum nennst du meine Mama eigentlich immer Kati", will ein kleiner Junge von Schulte wissen, "die heißt doch Katja!" Da lacht der Chef. Seit 1963 führt er den Betrieb in dem denkmalgeschützten Haus. In einem Raum, der inzwischen als Lager dient, wurde er geboren. Nicht allein Bücher haben die Schultes im Sortiment - auch Büro- und Schulbedarf, Bastelzubehör, Spielwaren, Tabakwaren. Eigentlich fast alles. Eine Frage, so ganz unter uns: Geht Ihnen der Satz "Wir freuen uns auf Sie!" auch hin und wieder auf den Senkel? Weil Sie spüren: Das ist nicht ehrlich gemeint, es geht ja doch bloß um den Umsatz? Dann besuchen Sie die Schultes. Die freuen sich wirklich. Und sie helfen Ihnen auch weiter, wenn Sie nur was fragen möchten.
Bei Meike Westermann und ihrem Team in der "Mayerschen" an der Weststraße ist das nicht anders. Meine kleine Buchhandlungstour hat mich gestern hin geführt - es war "VIP-Abend" für Inhaber der hauseigenen KultKarte. Stöbern nach dem offiziellen Ladenschluss also. Die Bude war proppevoll; sie war es schon bei der Premiere im März. Beide Male gab es die leckeren Häppchen aus der Fleischerei Flechsig. Chefin Yvonne Flechsig ist aber nicht nur Catering-Spezialistin - Sie können mit ihr auch stundenlang, ich glaube sogar: tagelang, über Krimis und Thriller fachsimpeln. Da geht es ja im weitesten Sinne auch um Gehacktes und Geschnetzeltes. Wer's gestern verpasst hat: besagte Karte besorgen - und ein paar Monate warten. (Dies darf als Wink mit dem Zaunpfahl an die Geschäftsleitung der "Mayerschen" in Aachen verstanden werden.) Ein häppchenfreier, rein literarisch angelegter Besuch vor Ablauf dieser Frist lohnt sich natürlich auch. Gleich neben den Bestsellern finden sich obendrein BVB-Fanartikel und manches andere Verschenkbare.
Ob Willi Schulte in Kamen-Heeren oder "Mayersche" in Kamen-Mitte: Wer sich in diesem neumodischen Internet vorab ein Bild machen will, findet hier die passenden Links.
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Heinrich Peuckmann begreift sich eigentlich sich als ein Erzähler, der Romane oder Krimis verfasst. Foto: Christoph Volkmer
von Christoph Volkmer
Kamen. Lesungen in seiner Heimatstadt führt Heinrich Peuckmann eher selten durch. Am heutigen Abend war es aber einmal wieder so weit und der Autor gab in der Familienbande einen Überblick über einige seiner aktuellen Veröffentlichungen.
Heinrich Peuckmann begreift sich eigentlich sich als ein Erzähler, der Romane oder Krimis verfasst. Nebenbei schreibt er aber auch Gedichte, die seine literarische Arbeit seit vielen Jahren begleiten. Seine Lesung eröffnete er folglich mit einer Kostporobe aus seinem bereits dritten Lyrikband, der Anfang des Jahres unter dem Titel „Nicht die Macht der Steine“ erschienen ist. „Ich habe da sehr persönliche Gedichten drin, die auch mit Kamen und meiner Jugend in der Stadt zu tun haben“, so der Schriftsteller.
Auch im Krimi „Gefährliches Glitzern“, verschweigt Peuckmann seine Liebe zur Heimat nicht. So befindet sich einer der Schauplätze, an denen Kommissar Völkel in der Szene von Hobbyarchäologen ermitteln muss, in Westick. Der Abend endete mit einem Ausschnitt aus dem Roman über den französischen Schriftsteller Honoré de Balzac, „einem der ganz Großen der Weltliteratur“, wie Peuckmann sagt. In dem Werk „Die lange Reise des Herrn Balzac“ begleitet der Leser den verstorbenen Schriftsteller auf einer Zugreise von Paris bis in die Ukraine. Dabei verknüpft Peuckmann Fiktion und Fakt, in dem er neben der Schilderung der langen Fahrt zugleich in Rückblicken einen Blick auf das verrückte Leben des Franzosen wirft.
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Kreis Unna. Christof Jauernig war Unternehmensberater in Frankfurt. Dann packte er seinen Rucksack und reiste ein halbes Jahr durch Südostasien. Mitgebracht hat der Autor Fotos und Geschichten, die ihn aus einer Sinnkrise geführt haben. Jetzt präsentiert er sie auf einer Lesung in Kamen.
Die Selbsthilfegruppen „Zebra-Pa“, für Eltern von Kindern mit Cerebralparese, und „Gemeinsam stark“, für Eltern von Kindern mit Behinderung, laden zu dem Vortrag am Samstag, 30. September um 19 Uhr ins Evangelische Jugendheim in Kamen Heeren-Werve, Mittelstraße 66 ein. Der Eintritt ist frei. Anmeldungen sind nicht erforderlich.
„Gedanken verloren“
Der Autor wird aus seinem Buch „Gedanken verloren“ über seine Reise durch Südostasien lesen. Dabei wird der Vortrag über den „Analysten, der ging, um die Welt mit dem Herzen zu sehen“ mit Fotoprojektionen bebildert sowie musikalisch mit eigenen Klavierimprovisationen des Referenten untermalt. Insbesondere die eingestreuten kleinen Filmsequenzen laden zum Innehalten ein. Die Themen „Achtsamkeit“ und „Loslassen“ spielen eine große Rolle.
Weitere Informationen gibt es bei der Kontakt- und InformationsStelle für Selbsthilfegruppen des Kreises Unna (K.I.S.S.) im Gesundheitshaus Lünen unter Tel. 02 30 6 / 10 06 10. PK | PKU
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