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Kamen. In der Stadtbücherei liest am Donnerstag, 22.09 um 19.30 Uhr der Kamener Autor Gerd Puls aus neuen Büchern. Puls verspricht ein abwechslungsreiches Programm mit spannenden und humorvollen Geschichten der letzten Jahre.
„Ich habe immer parallel geschrieben und gezeichnet und die Ergebnisse regelmäßig veröffentlicht und ausgestellt. Seit meiner Pensionierung habe ich natürlich viel mehr Ruhe und Zeit für die Literatur und die Kunst“, so der frühere Kamener Schulleiter, der bereits 1971 seine erste überregionale Veröffentlichung und zeitgleich seine erste Kunstausstellung in Hagen hatte.
„Das Ruhrgebiet und seine Menschen war ebenso wie meine unmittelbare westfälische Umgebung häufig Gegenstand meiner Literatur. Dabei finde ich es auch wichtig, mit gestalteten Texten zu dokumentieren, zu bewahren und zu erinnern“, so Gerd Puls. Und er fügt hinzu: „Klar, dass dabei ganz besonders auch verrückte Konstellationen, menschliche Eigenheiten, Schwächen oder Abgründe in den Fokus zu rücken und Spannung und Humor nicht zu kurz kommen sollen.“
In diesem Jahr schrieb Puls vor allem Kriminalgeschichten, die er zu einem neuen Band zusammenstellte. Außerdem veröffentlichte er mehrere Essays über die Werke der Schriftsteller Max von der Grün und Josef Reding, so in dem Band „Vom Heimatroman zum Agit Prop“ der Westfälischen Literaturkollission Münster, der sich der Literatur von 1945 bis 1975 widmet. Für die Kölner Nyland-Stiftung stellte er zudem ein Lesebuch zu Josef Reding zusammen und schrieb dafür das Nachwort.
Im Spiegelsaal des Hauses Opherdicke läuft darüber hinaus z.Zt. eine kleine Ausstellung seiner Farbzeichnungen.
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Der Leipziger Lyriker und Musiker Thomas Bachmann arbeitet beharrlich daran, auch der (im weitesten Sinne) politischen Lyrik eine Plattform im Literarturmarkt zu bieten. „Schlafende Hunde“ nennt er seine Lyrikreihe, in der pünktlich zur Leipziger Buchmesse Band IV erschienen ist. Aus dem Ruhrgebiet, zu dem Bachmann über seine Freundschaft mit Heinrich Peuckmann eine besondere Beziehung hat, sind gleich mehrere Autoren in dem vielfältigen Band vertreten. Außer Peuckmann sind noch Gedichte des Kamener Autors Gerd Puls enthalten, aber auch die Dortmunder Josef Krug und Thomas Kade. Die Gedichte zeigen allesamt, dass Sensibilität, ästhetischer Formenreichtum, Bildhaftigkeit und politischer Inhalt einander nicht ausschließen. Ganz hervorragend sind die Illustrationen von Frank Hauptvogel.
Thomas Bachmann (Hrsg.): Schlafende Hunde IV. Politische Lyrik. Verlag am Park Berlin
Taschenbuch: 240 Seiten, Auflage: 1 (16. März 2015), ISBN: 3945187214
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Volker´s Lebensweisheiten
ich wär‘ so gern wie Du! Wenn Du regierst fällt Schnee auf’s Dach, und Bäche frieren zu. Die Menschen bibbern jämmerlich; bei Dir herrscht strenger Frost. Und kalter Wind bläst bitterlich von West und mal von Ost. Du, Winter hältst die Menschheit fest in Deiner harten Hand. Ein mancher hasst Dich wie die Pest, weil Du so dominant. Wenn ich regier‘, entblößt man sich, ist froh und gut gestimmt. Die Menschen freuen sich auf mich. Man feiert, lacht und schwimmt. Kein Mensch, der fürchtet sich vor mir, kein Grausen und kein Schreck. Man freut sich gar auf mich, trinkt Bier, brät Wurst mit Grillbesteck. Du wirst geächtet, jedes Jahr! Du hast mehr Macht als ich. Du bist der Jahreszeit-Barbar, Dich zürnt man mehr als mich. Ach, Winter, ich beneide Dich, wie Du wär‘ ich gern fies. Und nicht mehr schön und sommerlich. Stattdessen bös‘ und mies.« »Ach Sommer«, sprach der Winter da, »versteh‘ nicht Dein Problem. Nur eines ist mir sonnenklar: Du bist wohl schizophren! Ein Sommer, der gern Winter wär‘, gehört ins Irrenhaus!« Da ging der Sommer, weinte sehr. Der Reim, der ist jetzt aus. |
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Volker´s Lebensweisheiten
Manches mal – so dann und wann,
hätt‘ ich gerne mehr Talent.
Denn das meiste, das ich kann,
ist zumeist nicht effizient.
Im Orchester am Klavier
musizieren wäre toll.
Doch das Instrument ist mir
leider viel zu anspruchsvoll.
Mit Motorrad und ‘nem Zelt
führe ich nach Liechtenstein
und dann durch die ganze Welt…
Doch… es fehlt der Führerschein.
Auch in Sachen Sport und Kraft
wär‘ ich gerne mehr agil.
Doch ich bin zu schnell geschafft,
Muskeln hab‘ ich auch nicht viel.
Wär‘ auch gerne Philosoph,
weise, klug und sehr gescheit
Doch, dazu bin ich zu doof…
Das ist hier die Schwierigkeit.
Fernsehstar wär‘ auch charmant,
würde viele Filme dreh‘n
wär‘ im ganzen Land bekannt…
Leider will mich keiner seh’n.
Epilog:
Ach, letztendlich bin ich doch
mit mir ganz zufrieden.
Mein Talent reicht g’rade noch.
diesen Reim zu schmieden.
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Ein Unbekannter wird an einem Waldweg im Kurler Busch erschlagen. In der Nähe des Tatorts findet die Dortmunder Kripo zu ihrer Überraschung eine Schildkröte, die sie an ihren pensionierten Kollegen Bernhard Völkel weiterreicht. Völkel fragt nicht nach den Hintergründen der Tat, mit Morden will er nichts mehr zu tun haben. Aber dann entdeckt er, dass sich hinter der Schildkröte ein unglaubliches Geheimnis verbirgt.
Weiterlesen: Buchtipp: „Angonoka“ – neuer Kriminalroman von Heinrich Peuckmann
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Volker´s Lebensweisheiten
Gesundheitshinweise für
Weihnachtsmarktbesuche
Mandelduft zieht durch die Gänge,
und ich zwäng‘ mich durch’s Gedränge.
Aus Fritteusen dringen Schwaden.
Trunkenbolde. Eskapaden.
Weihnachtsklänge, Kinderchöre,
Damen-Gruppen und Charmeure.
Steaks mit Zwiebeln, Ausschank-Stuben,
Crêpe-Verkäufer, Frittenbuden…
Zuckerwatte, Fisch (gebacken),
Bratkartoffeln, Schweinenacken,
Knoblauch-Sauce, süße Knödel,
jede Menge Schund und Trödel…
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Wie ich mich so vorwärts schiebe,
merk‘ ich, dass ich Kohldampf kriege.
»Volker«, so ist mein Gedanke,
»als Entree gibt’s Pommes-Schranke!«.
Köstlich! Und im Anschluss ein
Schinkenbraten! Der muss sein.
Scharfer Senf noch aus der Tube!
Da kommt Leben in die Bude.
Satt bin ich noch immer nicht.
Ich bestell‘ ein Wok-Gericht,
heiß und lecker – aus der Pfanne
schling‘ ich‘s runter, in die Wanne.
Ein Lumumba hinterher.
»Sahne?« - »Gerne etwas mehr!«
Esse, trinke – kreuz und quer…
Allerliebst! Das schmeckt mir sehr.
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Noch ein viertel Meter Wurst
und ein Bierchen - für den Durst.
Hinterher ‘ne Waffeltüte,
führe ich mir zu Gemüte.
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Nach der zehnten Speise dann,
fängt’s sich mir zu drehen an.
Mir wird schwül und schrecklich heiß,
auf die Stirn tritt kalter Schweiß.
Und mein Magen rebelliert!
Fühl mich plötzlich dezimiert.
Übelkeit verbreitet sich…
Ach, mir geht es fürchterlich.
Geh‘ nach Hause, mir ist schlecht.
Denke noch: »Geschieht mir recht!«
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Das Fazit:
Weihnachtsmärkte dieser Tage
sind bezaubernd. Keine Frage!
Doch Konsum im Überfluss
führt am Ende zu Verdruss…
Und zu Magen-/Darm-Verschluss.
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