Enthält Datei #96941854 | © Fiedels | Adobe StockPlatz der Jugend
Schon lange nicht mehr da
der Platz der Jugend, auf dem
wir spielten, selbstvergessen
an Tagen, die länger waren
als alle Tage heute
Zugebaut, vie5rst6öckig Flachdach
fantasielos schon im Moment
des Bauens, langweilig
wie vieles in der Stadt
in der ich lebe
nichts mehr zu sehen aus der Zeit
die uns gehörte, bis ich den
Hinterho0f betrete und denke:
fünfzig Jahre, sogar ein paar mehr
und nichts ist hier vergangen
Alles noch wie damals, Vor mir
die Fachwerkwand der Schreinerei
die Fenster zugemauert, die beiden
Bäume direkt davor, Torpfosten
bei unseren Fußballspielen
Jetzt nur noch meine Freunde
muß ich denken und, ach ja
ein Ball. Es könnte sein
wie früher, als wäre
nichts geschehen seither
Dazu die Glocke der kleinen
Kirche, deren Läuten mich bedrückt
bis heute. Sieben Uhr. Um sieben
läutete sie schon damals und rief
mir zu, dass ich nach Hause musste
Zum Abendessen. Ihr Läuten war mein
Tagesende und weckt bis heute
ein Gefühl von Abschied. Das ist es
was mir blieb. Dieses Gefühl, dazu
ein längst vergessner Hinterhof
Heinrich Peuckmann





