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    Gedicht der Woche: Demokratie

    gedicht der woche20KW fiedels adstock 96941854Enthält Datei #96941854 | © Fiedels | Adobe Stock
     
    Das Vorwort
     
    Kamen ist eine Stadt der Literatur, gleich mehrere, auch überregional bekannte Schriftsteller wohnen hier. KamenWeb.de möchte darauf durch die Reihe "Gedicht der Woche" hinweisen.
     

    Demokratie

    Sie kamen aus dem dunklen

    lernten die Demokratie

    Der Anfang war schwer

    einige aus der dunklen Zeit

    wollten das alte wieder herstellen

    Andere aber begriffen

    dass die Demokratie Freiheit bedeutet

    Diese genossen sie

    wählten bewusst den,  der sie

    vertreten sollte

    Die Demokratie wurde stärker

    es bildeten sich Parteien die sie ausfüllten

    sie stritten sich um die richtigen Wege

    suchten Kompromisse

    die sie dann fanden

    Menschen demonstrierten

    für oder gegen eine Entscheidung

    sie hatten das Recht

    ob es der Regierung gefiel oder nicht

    Es war die Freiheit

    die sie sich erkämpft hatten

    sie konnten frei reden und schreiben

    Jahre vergingen

    die Demokratie

    wurde zur Routine

       

    Menschen hörten auf

    für sie zu kämpfen

    brachten sich immer weniger ein

    Das Engagement wurde lästig

    Es gingen immer weniger zur Wahl

    Extremisten kamen nach vorne

    Bürger hörten die einfachen Parolen

    verstanden nicht

    dass Demokratie schwierig ist

    Dass mein Ansinnen nicht immer machbar ist

    Demokratie auch Streit bedeutet

    wenn man den richtigen Weg sucht

    In der Demokratie             

    gibt es keinen Weg,

    den ich alleine gehen kann

    den Weg müssen viele gehen können.

    verlieren wir die Demokratie

    können wir uns keinen Weg aussuchen

    Dann gibt uns einer den Weg vor

    und alle müssen ihn  gehen

    Bernhard Büscher


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