Literatur mit Lokalkolorit: Leo Reisinger recherchiert für Mord am Hellweg
Auf Spurensuche in Kamen: Leo Reisinger sammelt Eindrücke für seinen Kurzkrimi bei „Mord am Hellweg“. Foto: Stadt Kamen
Kamen. Die Hellweg-Region hat in diesen Tagen wieder Besuch von einigen hochkarätigen Krimi-Autorinnen und Autoren – so auch die Stadt Kamen. Für die aktuelle 12. Ausgabe der Krimi-Anthologie von Mord am Hellweg war der Schauspieler, Musiker und Schriftsteller Leo Reisinger Anfang der Woche zu Gast in Kamen.
Mit seinem Debütroman „Bavarese“ zeichnete Reisinger ein düsteres Bild der Münchener Schickeria rund um den Kleinkriminellen Sepko und landete mit seinem Roman auch auf der Spiegelbestseller-Liste.
Für die neueste Ausgabe der Mord am Hellweg Anthologie, die in der diesjährigen Ausgabe das Oberthema „Musik“ vorgab, recherchierte Leo Reisinger in und über Kamen und bekam direkt am ersten Tag eine spannende Stadtführung von Ortsheimatpfleger Klaus Holzer. Gemeinsam mit Nina Schelkmann aus der Stadtbücherei erkundete Reisinger auch die Konzertaula Kamen und die Innenstadt, um mögliche Inspirationsquellen für seinen Kurzkrimi zu finden. Besonders spannend empfand der Autor die Geschichten rund um den „Stadtkrug“ und die Stadtgröße „Mutti“ Jansen.
Der Autor verriet im Pressegespräch in der Stadtbücherei, dass er großen Wert auf die Authentizität seiner Geschichten lege. Daher präferiere er für die Anthologie eine Geschichte, die in der Gegenwart spiele und nicht in der Vergangenheit. Und diese könnte unter Umständen auch einen Bezug zu seinem Debütroman haben. „Ich könnte mir schon vorstellen, eine Art ‚Spin-off‘ zu ‚Bavarese‘ aus der Kurzgeschichte zu machen. Vielleicht geht es hier dann auch wieder um Drogenschmuggler.“ Immerhin habe der Autor bereits recherchiert, dass die ’Ndrangheta im Ruhrgebiet die größte italienische Mafia-Organisation sei. „Da hatte ich natürlich direkt die Idee, dass eine meiner Figuren hier über das Autobahnkreuz einen Halt in Kamen einlegt.“
Ob es diese Idee tatsächlich in die Anthologie schafft, werden wir zwar erst im Herbst sicher wissen, fest steht jedoch, dass die Kurzgeschichte Ende Februar bereits fertig sein muss.
Dabei umfassen die einzelnen Geschichten der Anthologie circa zwölf Seiten. Mit insgesamt 19 Geschichten von 18 Autorinnen und Autoren kommt jede Menge spannender Lesestoff zusammen, der neben dem Thema „Musik“ auch immer die besondere Nähe zur Hellweg-Region aufweist. Welche Orte aus Kamen es in Reisingers Kurzgeschichte schaffen, werden wir dann spätestens bei seiner Lesung erfahren, denn der Autor kommt im Herbst noch einmal zurück nach Kamen, um aus der Anthologie zu lesen.
Die zwölfte Ausgabe von Mord am Hellweg findet in diesem Jahr vom 19. September bis zum 14. November statt und wird mehr als 200 Autorinnen und Autoren sowie zahlreiche weitere Künstlerinnen und Künstler präsentieren. Der Kartenvorverkauf wird in mehreren Wellen stattfinden, von der die erste bereits jetzt im Februar starten wird.
Bisher zugesagt haben unter anderem Andreas Gruber, Sebastian Fitzek, Annika Strauss und Arno Strobel.
Das gedruckte Programmheft mit allen weiteren Infos ist für Juli 2026 geplant.
Weitere Informationen zu Mord am Hellweg gibt es auf der Homepage: https://www.mordamhellweg.de/






