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    Krimi in Kamen: TV-Star Leo Reisinger sammelt Eindrücke in der Stadt

    Leo Reisinger recherchierte in Kamen für seinen Krimi für die Reihe „Mord am Hellweg“. Interessant fand der Schauspieler, Musiker und Autor auch die Geschichten über den „Stadtkrug“ und „Mutti“ Jansen. Foto: Christoph Volkmer für KamenWeb.deLeo Reisinger recherchierte in Kamen für seinen Krimi für die Reihe „Mord am Hellweg“. Interessant fand der Schauspieler, Musiker und Autor auch die Geschichten über den „Stadtkrug“ und „Mutti“ Jansen. Foto: Christoph Volkmer für KamenWeb.de

    von Christoph Volkmer

    Kamen. Schauspieler Leo Reisinger ist nicht zuletzt durch TV-Produktionen wie „Toni, männlich, Hebamme“ einem Millionenpublikum bekannt. Dabei ist der Münchener nicht nur hinter der Kamera aktiv, sondern auch als Musiker und Autor. In letztgenannter Funktion war der 48-Jährige jüngst mehrere Tage lang in Kamen unterwegs, um Inspirationen für einen neuen Kurzkrimi zu sammeln.

    Die kommende Ausgabe der Krimi-Anthologie-Reihe zum Festival „Mord am Hellweg“ steht unter dem Oberthema „Musik“. Nachdem Leo Reisinger, der Klavier und Gitarre spielt, bei seinem ersten Roman „Bavarese“ in die dunklen Ecken Münchens einführt hat, war der Familienvater nun in der Sesekestadt unterwegs, um Ideen für seine Geschichte zu sammeln.

    „Ich hatte schon eine Grundidee, wollte aber erstmal sacken lassen, wie die Umgebung und die Leute auf mich wirken“, erklärte der Autor beim Pressegespräch und verriet, dass es bei der ersten Idee um Drogenschmuggel und eine Liebesgeschichte gehen sollte.

    Um Kamen besser kennen zu lernen, war unter anderem Ortsheimatpfleger Klaus Holzer mit dem Schauspieler unterwegs. Die Tatsache, dass es einmal drei Bordelle, ein buntes Nachtleben sowie renommierte Jazz-Clubs in der Stadt gab, bekam der Autor dabei ebenso zu hören, wie die Bedeutung des Bergbaus. „Ich habe den Eindruck erhalten, dass hier früher ein Leben mit mehr Tumult geherrscht hat. Mehr als man sich heute vorstellen würde“, so Reisinger.

     

    Den Krimi von Leo Reisinger, in dem die Stadt literarisch zum Schauplatz spannender Verbrechen wird, gibt es im Herbst zu lesen. Foto: Christoph Volkmer für KamenWeb.deDen Krimi von Leo Reisinger, in dem die Stadt literarisch zum Schauplatz spannender Verbrechen wird, gibt es im Herbst zu lesen. Foto: Christoph Volkmer für KamenWeb.de

    Eine Station in der Innenstadt war der geschlossene „Stadtkrug“. Reisinger bekam hier Geschichten über Wirtin Christa Jansen, von vielen liebevoll „Mutti“ genannt, zu hören. In der Innenstadt fielen dem Münchener zudem viele leerstehende Läden auf. „Das gibt es bei uns aber auch“, sagte der Schauspieler. In der Konzertaula bekam der Autor überdies einen Eindruck von den international bekannten Größen, die schon in Kamen aufgetreten sind.

    Geschichte in der Gegenwart  

    Angesiedelt, so viel verriet Reisinger, soll seine Geschichte allerdings nicht in der Vergangenheit sein: „Ich finde es ganz schwierig, wenn - so würde man es bei uns sagen - a Preißn was über Bayern schreibt. Wenn ich das dann noch mit Historischem kombinieren müsste, was ich gar nicht kenne, fände ich das der Stadt gegenüber nicht gebührend.“

    Ein Freund ist Reisinger, wenn es um Krimis geht, von einer gewissen „provinzialen Härte“. Als Beispiel nennt der Autor „No Country for Old Men“, den Roman von Cormac McCarthy, der von den Coen-Brüdern verfilmt wurde. „Das macht das Ganze ein bisschen skurril“, sagte Reisinger mit dem Blick auf seinen Kamen-Krimi.

    „Mord am Hellweg“, kehrt als Europas größtes internationales Krimifestival vom 19. September bis 14. November in seiner zwölften Auflage zurück. Der Vorverkauf startet im Frühjahr mit den ersten Veranstaltungen, das Programmheft erscheint im Sommer. Einen konkreten Termin für die Lesung von Leo Reisinger in Kamen gibt es noch nicht. Weitere Infos unter: www.mordamhellweg.de

    Schauspieler Leo Reisinger ist durch Episodenhauptrollen bei „Blind ermittelt“ oder die Reihe „Toni, männlich, Hebamme“ bekannt. Foto: Christoph Volkmer für KamenWeb.deSchauspieler Leo Reisinger ist durch Episodenhauptrollen bei „Blind ermittelt“ oder die Reihe „Toni, männlich, Hebamme“ bekannt. Foto: Christoph Volkmer für KamenWeb.de

    Archiv: Tatort Kamen: Leo Reisinger sammelt Stoff für Mord am Hellweg

     

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