Robert Hampe führt den WTV mit neuer Mannschaft in die Zukunft – Zweifel für den Start der Sommersaison

Geschrieben von Redaktion am . Veröffentlicht in Lokalsport

WTV Praesidium April 2021WTV-Präsidium April 2021: v.l. Jan-Henning Janowitz (Vizepräsident Marketing und Kommunikation), Michael Stichling (Vizepräsident Jugendsport und Jugendbildung), Robert Hampe (Präsident), Norbert Krusch (Vizepräsident Vereinsentwicklung), Gerti Straub (Vizepräsidentin Nachwuchsleistungssport), Andreas Plath (Geschäftsführer), Jürgen Eilert (Vizepräsident Finanzen), Lutz Rethfeld (Vizepräsident Wettkampfsport Erwachsene).

Kamen. Die ordentliche Mitgliederversammlung des Westfälischen Tennis-Verbandes (WTV) fand am 24. April digital statt. Neben der Verabschiedung der Präsidiumsmitglieder Rolf Hüttermann, Elmar Schlüter und Christiane Pollmeier, die nicht mehr zur Wiederwahl antraten, standen die Wahlen der freigewordenen Posten im Mittelpunkt.

Insgesamt 57 stimmberechtigte Vereine und 126 Personen mit insgesamt 227 Stimmen (inklusive Präsidium) verfolgten die Versammlung digital. Robert Hampe wurde dabei für eine weitere Amtsperiode als Präsident gewählt. Kurz nach seiner Wahl durfte er drei neue Vizepräsidenten in seinem Gremium begrüßen. Jürgen Eilert (VfL Tennis Kamen, Ressort Finanzen), Jan-Henning Janowitz (TC Deuten, Ressort Marketing und Kommunikation) und Michael Stichling (TV 05 Neubeckum, Ressort Jugendsport und Jugendbildung) sind neu dabei und wollen die Arbeit des WTV mit seinen vielfältigen Aufgaben und Herausforderungen im neuen Jahrzehnt mitgestalten. Gerti Straub (HTC 1994 Recklinghausen, Ressort Nachwuchsleistungssport), Lutz Rethfeld (THC Münster, Ressort Wettkampfsport Erwachsene) und Norbert Krusch (TC Brackwede, Ressort Vereinsentwicklung) wurden als Vizepräsidenten für eine erneute Amtsperiode wiedergewählt.

Tennisverbände in NRW haben klar ihre Haltung und Forderungen artikuliert
Bei seiner Begrüßung ging Hampe selbstverständlich auf die anstrengenden Herausforderungen für das Präsidium, den Verband, die Vereine und alle ehrenamtlich Tätigen durch die Corona-Pandemie ein und dankte allen für ihr besonderes Engagement. Als Gast war Kamens Bürgermeisterin Elke Kappen anwesend, die in ihrem Grußwort die kontinuierliche Arbeit für den Breiten- und Leistungssport – vor allem unter Corona-Bedingungen – würdigte. Der Präsident des Landessportbundes NRW, Stefan Klett, schaltete sich online dazu. Er hob die Arbeit und die Kommunikation des WTV und der IG Tennis NRW besonders hervor, die in den vergangenen Monaten „klar ihre nachvollziehbaren Forderungen für das Ausüben des Sports unter Corona-Bedingungen artikuliert haben“ und Tennis als Teil der Lösung entsprechend positionieren konnten. Ausgehend von den an den LSB gemeldeten Mitgliedszahlen deutet sich laut Klett sogar ein leichter Mitgliederzuwachs für das Tennis in NRW an.

Zweifel für den Start Sommersaison 2021
Aus dem Bericht des WTV-Präsidenten konnten leider nur wenige sportliche Höhepunkte vorgetragen werden. Seit der letzten Mitgliederversammlung im September 2020 fanden schlichtweg kaum nennenswerte sportliche Ereignisse statt. Dennoch erwähnte er mit der neuen Trainerstruktur, die die Betreuung der WTV-Nachwuchssportler effizienter machen soll, dem eindrucksvollen neuen WTV-Vereinsordner und einer Vielzahl an Online-Seminaren aus dem Bereich Vereinsentwicklung und Trainerausbildung Projekte, die der Verband trotz Corona und zwischenzeitlicher Kurzarbeit auf den Weg gebracht hat.

Aufgrund des am 23. April in Kraft getretenen Infektionsschutzgesetzes des Bundes äußerte sich Robert Hampe sehr zurückhaltend, ob ein pünktlicher Saisonstart und eine normale Durchführung des Mannschaftsspielbetriebs in Westfalen Ende Mai gewährleistet werden kann. „Der WTV beobachtet die Entwicklung genau und wird alle Vereine schnellstmöglich über diese informieren“, so Hampe.

Silberne Ehrennadeln und Ehrenpreis für Sophie Rensmann
Fester Bestandteil eines jeden Verbandstages sind natürlich auch die Ehrungen. So wurden Günter Peter (TC Südpark Bochum), Volker Grabowski (VfL Platte Heide), Guido Volkhausen (SCV 1946 Neuenbeken) und Lutz Rethfeld (THC Münster) für ihre wertvolle und beispielhafte Arbeit in ihren Vereinen bzw. für den Verband mit der Silbernen Ehrennadel ausgezeichnet.
Sophie Rensmann (TC Eintracht Dortmund) wurde nachträglich von Christiane Pollmeier für ihre herausragenden Leistungen im Jahr 2019 mit dem Ehrenpreis bedacht. Die 26-jährige Athletin mit geistiger Beeinträchtigung gewann bei den Special Olympics vor zwei Jahren in Abu Dhabi die Bronzemedaille und peilt fest die Teilnahme an der nächsten Olympiade 2023 in Berlin an.

Rolf Hüttermann und Elmar Schlüter neue Ehrenmitglieder
Robert Hampe hob in einer Laudatio außerhalb der Tagesordnung für Rolf Hüttermann, seit 2005 Träger der Goldenen Ehrennadel des WTV, die 50-jährige ehrenamtliche Tätigkeit, davon 37 Jahre für den WTV, hervor. Der scheidende Vizepräsident für Finanzen und Personal habe das Amt „stets verantwortungsbewusst und auf den Cent genau ausgeführt“, so Hampe. Elmar Schlüter war insgesamt 19 Jahre im Präsidium des Verbandes tätig, zuletzt als Vizepräsident für Marketing und Öffentlichkeitsarbeit. Hampe lobte Schlüter als „höchst loyalen und freundschaftlichen Mitstreiter für den Tennissport.“ Auch er bekam 2018 die Goldene Ehrennadel verliehen. Die Versammlung stimmte der Ernennung von Hüttermann und Schlüter zu Ehrenmitgliedern des WTV einstimmig zu.

Christiane Pollmeier bekam die Silberne Ehrennadel des WTV verliehen. Als Vizepräsidentin für Jugendsport und Jugendbildung habe die Sauerländerin das Ressort „hervorragend ausgefüllt und das Spektrum der Jugendarbeit mit neuen Ideen und Inhalten gefüllt. Ihr aufgebautes Netzwerk bietet dem Verband in diesem Bereich, den es so in keinem anderen Landesverband gibt, eine gute Perspektive“, so Robert Hampe.

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