Logistikpark Kamen im Kreis Unna (Archivbild)
Kamen/Kreis Unna. Die wirtschaftliche Entwicklung im Ruhrgebiet – und damit auch im Kreis Unna und in Kamen – ist weiterhin stark vom Strukturwandel geprägt. Das geht aus den aktuellen regionalwirtschaftlichen Profilen der NRW.BANK hervor.
Demnach liegt die Gründungsneigung im Ruhrgebiet leicht unter dem Landesdurchschnitt. Während im Jahr 2023 rund 22,8 Betriebsgründungen je 10.000 Einwohner gezählt wurden, waren es landesweit 23,2. Deutlich höhere Werte erreichen vor allem größere Städte wie Essen und Bochum. Für kleinere Städte wie Kamen zeigt sich damit ein eher moderates Gründungsgeschehen.
Gleichzeitig verändert sich die Beschäftigungsstruktur deutlich. Während die Industrie im Ruhrgebiet in den vergangenen Jahren Stellen abgebaut hat, wächst der Dienstleistungssektor kontinuierlich. Besonders im Kreis Unna spielt dabei die Logistikbranche eine wichtige Rolle: Hier arbeitet laut Bericht inzwischen etwa jeder zehnte Beschäftigte in diesem Bereich.
Auch das Gesundheits- und Sozialwesen zählt zu den wichtigsten Wachstumstreibern. Insgesamt hat der Dienstleistungssektor im Ruhrgebiet weiter an Bedeutung gewonnen und stellt mittlerweile den Großteil der Arbeitsplätze.
Die NRW.BANK sieht in diesen Entwicklungen sowohl Chancen als auch Herausforderungen. Themen wie Digitalisierung, demografischer Wandel und Klimaschutz erfordern weiterhin Anpassungen in Wirtschaft und Arbeitsmarkt.
Die regionalen Profile sollen Kommunen wie Kamen dabei unterstützen, ihre wirtschaftliche Entwicklung gezielt zu steuern.
Archiv: Kamen im NRW-Kommunalranking 2025 deutlich abgeschlagen





