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Kreis Unna. Ein Vierteljahrhundert aktive Förderung des Selbsthilfegedankens im Kreis Unna – was in diesen 25 Jahren entstanden ist, wurde beim Jubiläums-Empfang von Landrat Michael Makiolla am 14. August deutlich: Aus dem Gesundheitswesen ist Selbsthilfe nicht mehr wegzudenken.
Und nicht nur das: „Selbsthilfe trägt auch zur Demokratisierung unseres Gemeinwesens bei. So, wie dies hier im Kreis Unna erfolgt, ist es ein großer Schritt emanzipativer Bürgerbeteiligung“, sagte Norbert Lettau. Der frühere Senatsdirektor und Leiter des Amtes für Gesundheit der Freien und Hansestadt Hamburg, der zuvor Gesundheitsdezernent des Kreises Unna gewesen war, hielt die Festrede zum 25-jährigen Jubiläum der Kontakt- und InformationsStelle für Selbsthilfegruppen des Kreises (K.I.S.S.).
In der Kamener Stadthalle hatte zunächst Landrat Michael Makiolla Vertreter aus Politik und Verwaltung, Gäste aus dem Gesundheitsbereich und der Selbsthilfe sowie Wegbereiter der ersten Stunde willkommen geheißen. Dank und Anerkennung sprach er allen aus, die sich in den vergangenen 25 Jahren ehrenamtlich und hauptamtlich für die Selbsthilfe im Kreis Unna engagiert haben: „Sie alle haben Großes geleistet und können stolz darauf sein.“
Makiolla unterstrich bei seinem Empfang für die Selbsthilfe, dass die Geschichte der K.I.S.S. mit Menschen begann, deren Innovationskraft so stark war, dass der Kreis Unna in der Gesundheitsfürsorge eine bundesweite Vorreiterrolle übernahm: „1991 wurden in Lünen und Unna die ersten deutschen kommunalen Gesundheitshäuser eröffnet, die der gesundheitlichen Selbsthilfe im wahrsten Sinne des Wortes Raum gegeben haben.“ Damals war die K.I.S.S. ein Jahr jung.
Der Begrüßung schlossen sich Grußworte und die Festrede von Norbert Lettau an. Ausdrücklich würdigte Lettau die imposante Entwicklung der Selbsthilfe, die im Kreis Unna eine sehr professionelle Handschrift trage. „Sie alle gemeinsam, vom Landrat bis hin zur einzelnen Selbsthilfegruppe, haben ein solides Fundament für Ihre zukünftigen Aufgaben geschaffen.“
An diese erfolgreiche Arbeit will das Team mit Lisa Nießalla, Margret Voß, Thekla Pante und Elke Rogalla weiter anknüpfen und auch neue Themenschwerpunkte setzen, wie Landrat Makiolla ankündigte: „Junge Selbsthilfe und Selbsthilfe mit und für Migranten werden unsere Arbeit in den kommenden Jahren stärker prägen.“
Dass das Spektrum der Selbsthilfegruppen im Kreis Unna so bunt ist wie das Leben, macht eine Wanderausstellung anschaulich, die während des Empfangs eröffnet wurde: „Auf die Plätze, fertig … Selbsthilfe! Selbsthilfegruppen im Kreis Unna stellen sich vor“ heißt die Schau, für die mehrere Gruppen Stühle künstlerisch gestaltet haben. Was sie geschaffen haben, wird bis zum 31. August zu den regulären Öffnungszeiten im Rathaus der Stadt Kamen, Rathausplatz 1, zu sehen sein. Anschließend wandert die Ausstellung durchs ganze Kreisgebiet.
Weitere Informationen (z.B. eine Chronik 1990-2015) zur Kontakt- und InformationsStelle für Selbsthilfegruppen finden sich im Internet unter www.kreis-unna.de/selbsthilfe.
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von Christoph Volkmer
Kamen. 160.000 neue Erstklässler gibt es seit gestern in ganz NRW. Nachdem die i-Männchen gestern noch zusammen mit ihren Eltern den ersten Tag an der Schule erlebten, kam heute der Großteil der Kinder bereits erstmals im Alleingang zur jeweiligen Grundschule. Neben der Erkundung der Schulgebäude stand in vielen Fällen auch eine Stippvisite zu den Spielanlagen der jeweiligen Einrichtung auf dem Plan. Stellvertretend für alle neuen Schulkinder in Kamen gratuliert KamenWeb.de allen i-Männchen und Eltern mit einem Foto der Klasse 1a der Jahnschule in Methler.
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Arbeitnehmer sollten ihre Lohnabrechnung regelmäßig prüfen. Bei unerwarteter Änderung des Nettolohnes kann der Grund darin liegen, dass sich die Steuerklasse oder andere Lohnsteuer-Abzugsmerkmale geändert haben.
Seit 2 Jahren erhalten Arbeitgeber die Daten für den Lohnsteuerabzug der Beschäftigten, die soge-nannten elektronischen Lohnsteuer-Abzugsmerkmale ELStAM, automatisch per Datenübertragung von der Finanzverwaltung. Arbeitnehmer erfahren Änderungen meist erst mit der Lohnabrechnung. Sie sollten diese jedoch in jedem Fall genau prüfen, rät Uwe Rauhöft, Geschäftsführer im Neuen Verband der Lohnsteuerhilfevereine (NVL).
Nach Informationen des Handelsblattes wurden in jüngster Vergangenheit wegen eines EDV-Problems bei der Finanzverwaltung knapp 30.000 Arbeitnehmer anstelle der günstigeren Steuerklasse 3 für Verheiratete fälschlicherweise in die Steuerklasse 1 für Ledige eingestuft. Ähnliche Probleme mit falschen Steuerklassen bei Verheirateten traten in der Vergangenheit häufiger auf. Mittlerweile läuft das System jedoch nach Einschätzung des NVL recht stabil.
Die Ursache muss jedoch nicht immer bei der Finanzverwaltung liegen. Wenn nach einem Wechsel des Arbeitgebers plötzlich die Steuerklasse 6 mit dem höchsten Lohnsteuerabzug zugrunde gelegt wird, kann eine falsche Anmeldung des neuen oder verspätete Abmeldung des alten Arbeitgebers vorliegen.
Bestimmte Änderungen werden von den Meldebehörden in den Gemeinden automatisch an die Fi-nanzverwaltung gemeldet. Das betrifft vor allem standesamtliche Veränderungen wie Kirchenein- oder Kirchenaustritt, Eheschließung, Geburt und Adoption. Auch in diesen Fällen sollten Arbeitnehmer die Änderungen in den ELStAM prüfen. Verheiratete werden dabei zunächst immer in die Steuerklasse 4 / 4 eingruppiert. Dabei bleibt die Höhe der Lohnsteuer unverändert gegenüber dem Lohnsteuerabzug nach der Steuerklasse 1 für Ledige.
Änderungen der Lohnsteuerklasse und andere Korrekturen der ELStAM müssen beim zuständigen Finanzamt beantragt werden. Verheiratete können hier die Steuerklassen 3 / 5 oder Steuerklassen 4 mit Faktor beantragen. Das gilt auch für eingetragene Lebenspartnerschaften, für die das elekt-ronische Verfahren noch nicht umgesetzt ist. Sie erhalten deshalb weiterhin Ersatzbescheinigungen für den Arbeitgeber.
Ein fehlerhafter Lohnsteuerabzug ist zwar ärgerlich, kann aber spätestens über die Einkommensteuer-erklärung korrigiert werden. Wichtiger ist die korrekte Steuerklasse für Lohnersatzleistungen wie Ar-beitslosen-, Kranken- oder Elterngeld. Fallen die Leistungen wegen einer falschen oder ungünstigen Steuerklasse geringer aus, werden diese über die Einkommensteuerveranlagung nicht korrigiert.
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Kamen. Der Fachbereich Kultur möchte aus gegebenem Anlass darauf hinweisen, dass Eintrittskarten für die neue Kultursaison 2015/16 , ab dem 1. September, 8.00 Uhr im Rathaus, Zimmer 14 erhältlich sind.
Telefonische Reservierungen werden unter den Telefonnummern 148-3512 und 148-3513 ebenfalls ab dem 1. September entgegen genommen.
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KinderKunstWerkstatt lädt in neuen Räumen zum Tag der offenen Tür ein
Unna. Unter der richtigen Anleitung wird im Handumdrehen aus einer Tannenkrone eine Spinne und aus Baumscheiben eine Eule. Tischlerin Hanna Mona Rohde von der UnnaerKinderKunstWerkstatt zeigt, wie es geht. Am 22. August lädt sie in das neu bezogene Atelier an der Kamener Straße 28 in Königsborn ein – zum Hämmern, Schrauben und Sägen.
Die Kreativität von Kindern im Umgang mit natürlichen Materialien zu wecken, das hat sich Inhaberin Hanna Mona Rohde als Ziel gesetzt. In der neuen KinderKunstWerkstatt(ehemals Ausstellung der Glaswerkstatt Baetzel) hat sie dafür die optimalen Voraussetzungen gefunden. Der große Raum ist lichtdurchflutet. Baumscheiben, Äste und Holzspäne stehen sortiert bereit. Mit Leim, Schrauben und Nägeln können daraus kleine (Kunst-)Werke geschaffen werden. Beim fachgerechten Einsatz der Werkzeuge bekommen die Kinder selbstverständlich Unterstützung von Hanna Mona Rohde und ihrem Team. Das Bastel-Angebot in der KinderKunstWerkstatt kennt (fast) keine Grenzen: Bei Holzarbeiten, in Batik-Kursen, beim Filzen, Origami-Falten und Korbflechten können Kinder ihr handwerkliches Geschick erproben.
Im großen Glas-Pavillon werden künftig Kindergeburtstage, Handwerksunterricht, Bastelnachmittage für Vereine oder Gruppen und Ferienspaß-Aktionen stattfinden. Kurzum: An der Kamener Straße ist ein attraktiver Treffpunkt für kreatives Schaffen entstanden. Einen Eindruck davon können sich alle Interessierten am Samstag, den 22. August machen. Von 11 bis 16 Uhr kann jeder vorbeikommen, die neuen Räume besichtigen und an den kostenlosen Bastelaktionen teilnehmen.
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Wohnungseinbruch und versuchter Einbruch - Täter drangen in Vorratsraum ein
Kamen. In der Nacht zu Freitag (14.08.2015) bemerkte ein Bewohner eines Reihenhauses am Bollwerk gegen 4.45 Uhr einen verdächtigen Lichtschein aus seinem Vorratsraum. Als er nachsah, flüchtete eine Person aus dem geöffneten Fenster, ein zweiter Täter stand mit drohender Haltung vor ihm. Der 63 jährige Bewohner versetzte ihm einen Faustschlag woraufhin auch dieser Einbrecher floh.
Die Täter waren zuvor durch das Fenster in den Raum eingedrungen und haben nach ersten Feststellungen Getränke entwendet.
Die Täter sollen zwischen 18 und 20 Jahre alt gewesen sein, hätten eine dunkle Hautfarbe gehabt und waren mit Kapuzenpullovern bekleidet.
Eine Bewohnerin eines Zweifamilienhauses an der Kastanienallee wurde gegen 6 Uhr von einem verdächtigen Geräusch geweckt und bemerkte eine Person, die gerade durch ihr geöffnetes Schlafzimmerfenster klettern wollte. Der Unbekannte floh in unbekannte Richtung. Er soll etwa 20 bis 25 Jahre alt gewesen sein, hatte dunkle Haare und trug ein blaues T-Shirt.
Hinweise in beiden Fällen bitte an die Polizei in Kamen unter der Rufnummer 02307 921 3220 oder 921 0.
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Kreis Unna. Die Ermittlungskommission Wohnung der Kreispolizeibehörde Unna konnte nach umfangreichen Ermittlungen einen kroatischen Staatsangehörigen als Täter für eine Vielzahl an Wohnungseinbrüchen überführen. Die Tatorte befinden sich in den Kreisen Soest, Hochsauerlandkreis, Märkischer Kreis und Unna. Den Ermittlungen zufolge hatte sich der bereits umfangreich, einschlägig in Erscheinung getretene Beschuldigte darauf spezialisiert, in der Nachtzeit Einfamilienhäuser aufzusuchen, vor denen hochwertige Pkw geparkt standen, um diese dann zu entwenden. Durch die vor dem Haus stehenden Fahrzeuge musste er davon ausgehen, dass die Hauseigentümer während der Tatzeit im Haus schliefen, was er stets in Kauf nahm. Um in die Tatobjekte zu gelangen, bohrte er in fast allen Fällen ein Loch in eine rückwärtige gelegene Tür, um dann durch Einführen eines Spezialwerkzeugs den Verriegelungshebel umzulegen. Nachdem er sich so Zugang verschaffte, konnte er die meist offen abgelegten Pkw Schlüssel an sich nehmen um mit diesen dann die Fahrzeuge zu entwenden. Aufgrund von gezielten Überwachungsmaßnahmen konnte der Beschuldigte im Anschluss an eine Tat im Sauerland, wo er einen Pkw Audi A 6 nach einem Wohnungseinbruch entwendete, an seiner Anlaufstelle in Schwelm festgenommen werden. Dort konnte auch der zuvor entwendete Audi aufgefunden werden. Die bei den daraufhin durchgeführten Durchsuchungen aufgefundenen Aufzeichnungen lassen davon ausgehen, dass er die Tatorte umfassend ausbaldowerte. Ferner wurde bei den Durchsuchungen Diebesgut aus Wohnungseinbrüchen aufgefunden und sichergestellt. Der Beschuldigte zeigte ich im Verlauf der Vernehmungen kooperativ und räumte eine Vielzahl an Straftaten ein. Dabei beschrieb er genau seine Vorgehensweise und die dabei benutzten, zum Teil selbst hergestellten Werkzeuge. Hinsichtlich der bei Tatausführung anwesenden Geschädigten habe er nie Gewalt angewendet und hätte dieses bei einem unverhofften Kontakt auch nie vorgehabt. Zurzeit verbüßt der 42 jährige Kroate, der keinen angemeldeten Wohnsitz in Deutschland hat, eine Haftstrafe aus einem früheren Verfahren. Den Ermittlungen zufolge werden ihm zurzeit 29 Wohnungseinbrüche mit insgesamt 28 entwendeten Pkw vorgeworfen. Zahlreiche dieser Tatorte liegen im Zuständigkeitsbereich der Polizei Unna. Da für die Ausführung dieser Delikte eine umfangreiche Logistik erforderlich ist, wird hier von einer bandenmäßigen Begehungsweise ausgegangen. Die Ermittlungen gegen den Festgenommen und seine mutmaßlichen Mittäter werden weiter geführt.
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Kamen. Volkshochschule und Klinikum Westfalen setzen die gemeinsame Veranstaltungsreihe „Pulsschlag“ im Hellmig-Krankenhaus Kamen fort. Im zweiten Halbjahr 2015 präsentieren erneut leitende Ärzte des Krankenhauses populäre Gesundheitsthemen für Laien verständlich aufbereitet.
Den Auftakt gestaltet am Mittwoch, 19. August, ab 18.30 Uhr Dr. André Schilling, Leitender Oberarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie am Hellmig-Krankenhaus. Sein Thema: „Hernien, wenn Leiste oder Nabel brechen“. Schwachstellen der Bauchwand zum Beispiel im Bereich der Leiste oder des Nabels können dazu führen, dass sich Bauchfell in diesen "Bruch" (Hernie) drängt. Beschwerden können die Folge sein. Ursachen, Verläufe und mögliche Therapien erläutert Dr. André Schilling.
Ein neues Thema für Kamen und für das Hellmig-Krankenhaus stellt die Gefäßmedizin dar. Am Mittwoch, 9. September, ab 18.30 Uhr informiert Dr. Marcus Rottmann über „Störungen des Gefäßsystems – wenn Erkrankungen die lebenswichtigen Haupttransportwege in unserem Körper zu blockieren drohen“. Wenn man sich Arterien und Venen als Straßen in unserem Körper vorstellt, dann drohen dort getreu dieses Bilds Staus. Damit einher gehen schwerwiegende Erkrankungen, die zu Herzinfarkt oder Schlaganfall führen können. Die moderne Gefäßmedizin, die Angiologie, bietet hocheffiziente Methoden der Diagnostik und vielfältige therapeutische Optionen. In seinem Vortrag geht Dr. Marcus Rottmann, neuer Chefarzt für Angiologie am Hellmig-Krankenhaus, aber auch darauf ein, was man selbst tun kann, um sein Gefäßsystem zu schützen.
„Update Onkologie – dem Krebs entgegentreten“ ist ein Vortrag am Mittwoch, 14. Oktober, betitelt. Dr. Peter Ritter, Chefarzt der Klinik für Onkologie, Hämatologie, Gastroenterologie und Palliativmedizin am Hellmig-Krankenhaus wird an diesem Tag ab 18.30 Uhr referieren. Die Diagnose Krebs ist heute nicht mehr zwangsläufig ein Todesurteil. Chefarzt Dr. Peter Ritter erläutert neue Wege und Möglichkeiten, die im Hellmig-Krankenhaus genutzt werden für den Kampf gegen den Krebs.
Anhaltende Schmerzen im Hüftgelenk können Mobilität und Lebensqualität deutlich reduzieren, nicht nur im schon weit fortgeschrittenen Alter. Am Mittwoch, 11. November, ab 18.30 Uhr referiert Dr. Dieter Metzner, Chefarzt der Klinik für Unfall- und Wiederherstellungschirurgie sowie ärztlicher Leiter des Hellmig-Krankenhauses zum Thema „Wenn die Hüfte streikt“. Wenn alle anderen therapeutischen Maßnahmen ausgeschöpft sind, dann bietet die moderne Endoprothetik chirurgische Lösungen. Der Vortrag von Dr. Metzner zeigt auf, welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt, er zeigt aber auch auf, was vorbeugend für die Hüfte getan werden kann.
Georg Wirtz ist Geschäftsführer des Dialyse-Zentrums am Hellmig-Krankenhaus. Am Mittwoch, 9. Dezember, spricht er ab 18.30 Uhr über „Lebensretter Dialyse – Therapien bei Erkrankungen der Niere und Möglichkeiten der Vorbeugung“. Die Nieren sind ein für viele Körperfunktionen wichtiges Organ. Über Wasserausscheidung und Entgiftung tragen sie wesentlich zu unserem Wohlbefinden bei. Was aber tun, wenn die Nieren krank werden? Der Vortrag von Georg Wirtz erklärt das Zusammenspiel von Niere, Blutdruck und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Er schildert die Möglichkeiten eines Dialysezentrums und erläutert, warum wir uns mehr um unsere Nieren kümmern sollten.
Alle Vorträge werden im Hellmigium gehalten, dem Vortragsraum des Hellmig-Krankenhauses im angrenzenden Severinshaus. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Auf Wunsch wird die Teilnahme im Rahmen von Vorbeugungsprogrammen von Krankenkassen bestätigt.
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Nach den ersten 4 Wochen in meiner Familie hat sich langsam eine kleine Routine in meinen Alltag etabliert. Morgens nach dem Aufstehen alles für Charlies Schultag vorbereiten, Charlie und meine Mum in die Stadt fahren, Hausarbeiten erledigen, dann den Nachmittag mit Charlie verbringen und schließlich Abendessen kochen. Doch leider läuft nicht immer alles nach Plan…
Das kann schon morgens anfangen, wenn man vergessen hat in den letzten Tagen mal einen Blick auf die Tankanzeige zu werfen und plötzlich feststellt, dass bereits die Reservelampe leuchtet. Erster Gedanke: Seit wann leuchtet sie?!? Natürlich war ich au dem Weg in die Stadt an diesem Morgen ziemlich nervös. An jeder roten Ampel vor der man hält dieser Gedanke: Bitte fahr an Auto, bitte fahr an. Das Gefühl endlich an der Tankstelle angekommen zu sein war auf jeden Fall sehr erlösend. Gut, wenn man dann auch auf der richtigen Seite mit dem Tankdeckel halten würde und nicht eine Frau an der Zapfsäule gegenüber fragen müsste wie man hier den Tankdeckel aufbekommt…
Eine andere Sache ist das typische Phänomen von Kindern, die einige Sachen für die Schule vergessen. An einem Morgen ist es vielleicht der Hockeyschläger und die passende Hose, die noch zu Hause liegen, an einem anderen Tag kann es auch mal der Mundschutz für Hockey sein, der in einem anderen Auto vergessen wurde, das sich gerade zwei Stunden entfernt befindet. Also heißt es zuerst Charlie pünktlich bei der Schule absetzten, den 15minütigen Weg zurück nach Hause fahren und die Sachen holen, oder zur nächsten Pharmacy fahren, wo man hier überall einen Mundschutz kaufen kann, allerdings eine halbe Stunde davor warten muss bis sie dann mal um 9 Uhr öffnet.
Das nächste Problem des Alltags ist das Parken. Parken in Wellington ist generell eine absolute Katastrophe. Kaum Platz und dazu noch furchtbar teuer. Aber einen Parkplatz vor Charlies Schule zu finden, um sie wieder abzuholen, ist ein wahrer Albtraum. Kurze Schilderung der Situation: Die Schule ist um 15 Uhr aus. Vor dem Schulgebäude befinden sich ca. 30 Parkplätze parallel zur Hauptstraße und 20 weitere in einer kleinen Seitenstraße. Das ist schon mal nicht viel wenn man bedenkt, dass eigentlich keine der Schülerinnen ihren Heimweg zu Fuß antritt, sondern alle von Mama, Papa, der Oma oder eben dem Au Pair abgeholt werden. Hinzu kommt nun aber noch, dass ca. 15 der 30 Parkplätze an der Hauptstraße nur von Anwohnern genutzt werden dürfen und die meisten der restlichen Parkplätze an Haupt- und Seitenstraße sind nur 5 Minuten Parkplätze sind. Es bleiben also insgesamt ca. 10 Parkplätze übrig, auf denen man dann maximal 2 Stunden stehen bleiben darf. Für mich bedeutet das daher jeden Tag etwa 45 Minuten vor Schulschluss mit dem Auto an der Schule vorzufahren und einen Parkplatz zu suchen, was selbst dann manchmal 15 Minuten dauern kann. Es herrscht dort wirkliche ein regelrechter Krieg um die Parkplätze. Wenn man zu den Verlieren gehört und mit Mühe und Not nur einen 5 Minuten Parkplatz abbekommen hat, sind die Menschen vom Ordnungsdienst in den neongelben Jacken deine größten Feinde. Sie tauchen immer aus dem Nichts auf und sind knallhart was die Parkzeit angeht. Bisher habe ich zum Glück noch keinen Strafzettel bekommen, aber mal gucken wie lange das anhält. Das Auto eines anderen Au Pairs wurde nebenbei bemerkt letzten Monat vor der Schule abgeschleppt… Falls jetzt die Frage aufkommt, warum man nicht einfach kurz nach Schulschluss an der Schule vorfährt, die Kinder einsammelt und nach Hause fährt: Man fährt nicht nach Hause, denn alle Kinder wollen nach der Schule unbedingt noch auf dem Spielplatz im Park neben der Schule zusammen spielen. Also beginnt jeden Tag der Kampf erneut…
Das Parkproblem hatte ich diese Woche allerdings nicht, denn Charlie darf erstmal nicht in die Schule gehen. Windpocken! Ich hatte sie glücklicherweise schon mit 5, aber für Charlie war diese Woche ganz schön hart und auch für mich, denn ein neunjähriges Mädchen den ganzen Tag zu Hause zu beschäftigen kann ganz schön anstrengend sein… Noch dazu wenn man immer vor den Narben warnen muss, die entstehen wenn man sich kratzt.
Wie man sieht ist der Alltag hier alles andere als eintönig und langweilig und wer glaubt dass man als Au Pair ja nur auf der Couch chillt, liegt etwas falsch. Also meistens.
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