Zwei neue Blühstreifen für Kamen

Geschrieben von Redaktion am . Veröffentlicht in Natur & Umwelt

eglv bluehwiese521Blühstreifen Kamen: An dieser Stelle soll einer der zwei neuen Blühstreifen in Kamen entstehen. Foto: © Georg Fechtelpeter

In Heeren-Werve wird die Biodiversität gefördert

Kamen. Im Stadtteil Heeren-Werve beginnen Ende Mai die Arbeiten für zwei neue Blühstreifen. Erste Schilder weisen bereits auf die entstehenden Blühflächen hin. Der Lippeverband investiert über die Städtebaukooperation „Gemeinsam an der Lippe“ rund 2.000 Euro in den Blühstreifen parallel zur Bergstraße am Heerener Mühlbach. Eine zweite Fläche entsteht vor der Astrid-Lindgren-Schule an der Westfälischen Straße.

Die beiden Standorte wurden von Bürgerinnen und Bürgern bei einem Treffen der Initiative „Rund ums Dorf“ vorgeschlagen und werden nun gemeinsam mit dem Stadtteilmanagement und dem Lippeverband umgesetzt.

Die Blühstreifen verschönern mit Barbarakraut und Malve nicht nur das Stadtbild, vor allem fördern sie auch die Biodiversität in der Region. Denn sie werden mit einer regionalen Wildblumen-Saatgutmischung angesät, welche besonders für Bienen und Schmetterlingen einen vielfältigen Nahrungs- und Lebensraum bietet.

Hintergrund: Gemeinsam an der Lippe
Um die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Menschen vor Ort, den Kommunen, Behörden und Ministerien zu festigen, entstand 2014 die Städtebaukooperation „Gemeinsam an der Lippe“. Mit den Mitteln aus dem Topf der Kooperation realisiert der Lippeverband seit über sechs Jahren Maßnahmen zur besseren Erlebbarkeit der Gewässer und technischen Anlagen wie Pegelmessstellen oder Pumpwerke.

EGLV-Biodiversitätsinitiative
Dem dramatischen, weltweiten Rückgang der Artenvielfalt wollen die sondergesetzlichen Wasserwirtschaftsverbände Emschergenossenschaft und Lippeverband (EGLV) entgegenwirken und die Biodiversität an Gewässern und auf verbandseigenen Anlagen weiter stärken.

Der ökologische Gewässerumbau in den Gebieten von Emscher und Lippe, die nachhaltige Nutzung vieler wasserwirtschaftlicher Anlagen und das gezielte Wiederansiedeln von verschiedenen, selten gewordenen Fischarten sind nur einige Beispiele für bereits laufende Maßnahmen.

Biodiversität ist ein Kernbestandteil des Programms „Lebendige Gewässer“, das im Emscher- und Lippe-Gebiet an Gewässern wie Auen sehr erfolgreich umgesetzt wird. Der Gewässerumbau wird dazu seit vielen Jahren durch ein intensives Monitoring begleitet, das z. B. die Entwicklung der gewässertypischen Fauna und Flora, darunter auch seltene oder gefährdete Arten, beobachtet.

Insgesamt hat sich beispielsweise im Zuge der ökologischen Verbesserung der Emscher seit rund 30 Jahren die Artenzahl gewässerlebender wirbelloser Tiere im Emscher-Gebiet etwa verdreifacht.

Durch das Programm „Lebendige Lippe“ schaffen EGLV neue Habitate für eine artenreiche Tier- und Pflanzenwelt. Dadurch ist an der Lippe die Biodiversität erheblich gestiegen – ein herausragendes Projekt ist die renaturierte Lippe-Mündung in Wesel mit mehr als 600 nachgewiesenen Tier- und 425 Pflanzenarten.

Die Artenvielfalt wird außerdem indirekt auch durch die Verbesserung der Wasserqualität, d. h. die Ertüchtigung der Reinigungsleistung der Klär- und Regenwasserbehandlungsanlagen, gefördert.

Hochwasserschutz an der Seseke: Gewässerumbau hat die Überschwemmungsgefahr reduziert

Geschrieben von Redaktion am . Veröffentlicht in Natur & Umwelt

sesekeweg Jetzt1015KWDer Hochwasserschutz an der Seseke hat sich mit dem Umbau der Flusslandschaft durch den Lippeverband im Rahmen des Seseke-Programms deutlich verbessert: Das zeigt jetzt eine Simulation des Hochwasserabflusses. So hat sich die Fläche, die bei einem hundertjährlichen Hochwasserereignis überschwemmt werden kann, verglichen mit der Situation vor dem Umbau merklich verkleinert. 2014 wurde die Renaturierung erfolgreich abgeschlossen.

Durch die Aufweitung der Flussaue bieten die Gewässerläufe im Einzugsgebiet der Seseke nun mehr Raum, in dem sich das Hochwasser sammeln kann. Zudem fließt das Wasser in den gut bewachsenen Gewässerauen nicht mehr so schnell ab. Dadurch wird die Hochwasserwelle auf natürliche Weise verzögert und abgeflacht. Aber nicht nur die Gewässerumgestaltung allein hat sich positiv auf den Hochwasserabfluss ausgewirkt. Auch die im Rahmen des Gewässerumbaus errichteten Regen- und Hochwasserrückhaltebecken verhindern hohe Abflussspitzen nach Starkregenereignissen.

Infrastruktur auf Extremwetterereignisse vorbereiten

Durch den Klimawandel wird das Thema Hochwasserschutz aktueller denn je: „Extremwetterereignisse wie Starkregen werden in Zukunft häufiger auftreten. Daher ist es wichtig, dass die Infrastruktur in der Region darauf vorbereitet ist und das Wasser nicht zu Überflutungen führt. Mit dem Seseke-Programm haben wir dieses Ziel erreicht – gleichzeitig bietet die Seseke nach der ökologischen Verbesserung hier nun auch zahlreiche Mehrwert-Effekte für Mensch und Natur“, fasst Prof. Dr. Uli Paetzel, Vorstandsvorsitzender des Lippeverbandes, zusammen.

Rückhaltevolumen: 2 Millionen Kubikmeter

Im Rahmen des Seseke-Programms hat der Lippeverband insgesamt 16 Regenrückhaltebecken mit einem Gesamtvolumen von 157.000 Kubikmetern gebaut. In diesen werden große Regenmengen gesammelt, bevor sie versickern oder kontrolliert in die Gewässer geleitet werden. Im Hochwasserrückhaltebecken Bönen, das darüber hinaus ergänzend zu den bestehenden Becken gebaut wurde, können nochmals bis zu 340.000 Kubikmeter Wasser angestaut werden – damit erhöht sich das Rückhaltevolumen inklusive der kommunalen Hochwasserrückhaltebecken auf insgesamt 2 Millionen Kubikmeter.

Auch die eigentliche Abwasserfreiheit in den Flüssen wirkt sich positiv auf die Hochwassergefahr aus: Da das Abwasser durch das Seseke-Programm nicht mehr im Fluss, sondern in Kanalrohren zur Kläranlage geleitet wird, befindet sich grundsätzlich weniger Wasser im Gewässer – auch bei Hochwasser.

Hochwasserabfluss hat sich um ein Drittel verringert

Die Kombination dieser Einzelmaßnahmen hat dazu geführt, dass sich der Hochwasserabfluss an der Seseke-Mündung um etwa ein Drittel verringert hat. Dementsprechend sind auch die Überschwemmungsflächen eines hundertjährlichen Hochwassers deutlich kleiner als vor der Umsetzung des Seseke-Programms. Ein Schadenspotenzial von 17,5 Mio. Euro fällt damit weg. Rund 1.000 Menschen sind jetzt nicht mehr durch eine Überschwemmung bei 100-jährigen Hochwasser gefährdet. Die neuen Flächen hat der Lippeverband mit der Bezirksregierung Arnsberg abgestimmt. Im nächsten Überarbeitungszyklus werden diese auch in die Hochwassergefahrenkarte übernommen.

Hintergrund: Das Seseke-Programm
Die Seseke diente ab Bönen jahrzehntelang als offener Schmutzwasserlauf, der das Abwasser der Region abführte. Nach der Nordwanderung des Bergbaus begann der Lippeverband Ende der 1980er-Jahre mit dem Bau von vier modernen Kläranlagen und rund 73 Kilometern geschlossene Abwasserkanälen und hat damit bis 2014 eine neue abwassertechnische Infrastruktur im Einzugsgebiet der Seseke geschaffen. Seitdem fließt nur noch gereinigtes Wasser in der Seseke und ihren Nebenläufen. Das Schmutzwasser wird in parallel zum Gewässer verlaufenden, unterirdischen Kanälen zu den Kläranlagen in Bönen, Kamen, Dortmund-Scharnhorst und Lünen geführt und dort gereinigt in die Seseke sowie ihre Zuflüsse Rexebach und Körnebach eingeleitet.

Nach der Befreiung von Abwasser konnten auch die Seseke und ihre Nebenläufe ökologisch verbessert werden: Die Seseke selbst wurde hierzu von einem gradlinigen, in Betonplatten gefassten Gewässer in einen naturnahen, geschwungenen Flusslauf umgestaltet. Dazu wurden die Betonschalen aus dem Flussbett entfernt, die Böschungen abgeflacht sowie Flachwasserzonen und Regenrückhalteflächen eingerichtet. Durch Initialpflanzungen sowie das Einsetzen von Fischen (Quappen) wurden darüber hinaus Flora und Fauna angeregt, damit die Natur zurückkehren und sich neue Lebensräume erobern kann.

Überschwemmungsflächen im Seseke-Gebiet © EGLV - Die Karte zeigt die Veränderungen der Überschwemmungsflächen eines hundertjährlichen Hochwassers im Seseke-Gebiet nach Umsetzung des Seseke-Programms: Die hellblauen Bereiche zeigen die Flächen vor dem Umbau, die in den aktuellen Hochwassergefahrenkarten dokumentiert sind. Die dunkelblauen Bereiche stehen für die Flächen, die nach dem Umbau überschwemmt würden.

Stadtradeln: "Klimaschützer unterwegs" treten wieder in die Pedale

Geschrieben von Redaktion am . Veröffentlicht in Natur & Umwelt

radelnVZ521Ophelie Lespagnol (l.) und U mweltberaterin Jutta Eickelpasch gründeten bereits vor vier Jahren das erfolgreiche Radl-Team "Klimaschützer unterwegs" Kamen. Am 22. Mai beginnt wieder das Stadtradeln im Kreis Unna und lädt dazu ein, das Auto mal öfter gegen das Fahrrad einzutauschen - der Umwelt zuliebe. In Kamen treten auch wieder die "Klimaschützer unterwegs" an, mit einer Mischung aus Vertreterinnen der Verbaucherzentrale, Mitarbeitern des städtischen Jugendbereichs, Familien mit Kindern und einzelnen Umweltaktiven, wie den "Omas for future". Team-Gründerinnen Jutta Eickelpasch und Ophelie Lespagnol rufen auf: "Macht mit! Sammelt Kilometer für den Klimaschutz!"

Jeder und jede Kamenerin, die sich beim Stadtradeln anmelden, kann sich eine kleine, grüne Fahrradklingel und eine Fahrradkarte bei der Verbraucherzentrale abholen, solange der Vorrat reicht. Nur unter Voranmeldung und kontaktlos: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Anmeldung zum Stadtradeln www.stadtradeln.de/kamen

Naturschutz 2020: Hecken, Baumreihen und vieles mehr

Geschrieben von Redaktion am . Veröffentlicht in Natur & Umwelt

apfelbaum20kwKreis Unna. Grüner Kreis Unna: Mehr als 1.250 laufende Meter Feldhecken und Baumreihen wurden im letzten Jahr zur Umsetzung von Landschaftsplänen gepflanzt. Dies hat der Fachbereich Natur und Umwelt des Kreises für seine Rückschau 2020 ermittelt.

"Jahr für Jahr werden auf unsere Initiative Baumreihen, Hecken, Obstwiesen oder Feldgehölze in großem Umfang angepflanzt", unterstreicht Peter Driesch, Fachbereichsleiter Mobilität, Natur und Umwelt beim Kreis Unna den Stellenwert des Naturschutzes in der Kreisverwaltung. Durch diese Pflanzungen werden Festsetzungen in den Landschaftsplänen im Kreis umgesetzt.

Ökologisch wertvolle Flächen sichern
Die Pläne weisen Naturschutz- und Landschaftsschutzgebiete aus und setzen Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen fest, wie z. B. das Anlegen von Hecken, Baumreihen, Feldgehölzen und Kleingewässern, um ökologisch wertvolle Flächen zu sichern und ökologisch minderwertige Flächen zu verbessern.

Auch über die Landschaftsplanung hinaus betreibt der Kreis Naturschutz: Für die kostenfreie Abgabe von Pflanzgut für Obstwiesen gab der Kreis 2020 rund 9.500 Euro aus. Außerdem hat der Kreis Unna 56.000 Euro in die Pflege von Naturdenkmalen investiert und 22 Hektar Flächen für Naturschutzzwecke erworben. Hervorzuheben ist ein Grunderwerb von rund 3,4 Hektar in der Lippeaue in Werne. In Zusammenarbeit mit dem Lippeverband soll die Fläche naturnah entwickelt und damit ökologisch aufgewertet werden.

Kulturlandschaftsprogramm
Auf bewährte Weise arbeitet die Kreisverwaltung übrigens mit Landwirten zusammen: Im Rahmen des Kulturlandschaftsprogrammes können Verträge abgeschlossen werden, wonach Landwirte für die naturnahe Bewirtschaftung von Flächen Ausgleichszulagen erhalten. Im Jahr 2020 wurden insgesamt rund 397 Hektar nach den Vorgaben des Vertragsnaturschutzes bewirtschaftet. Davon waren 223 Hektar Grünland, 74 Hektar Acker und 32 Hektar Flächen für die Pflege von Biotopen, wie zum Beispiel Streuobstwiesen. PK | PKU

Kamen: Wasserprojekte dank Städtebau

Geschrieben von Redaktion am . Veröffentlicht in Natur & Umwelt

Arbeiten für das Blaue Klassenzimmer am Heerener Mühlenbach in Kamen (03/2021) © Toyin Rasheed/EGLV Arbeiten für das Blaue Klassenzimmer am Heerener Mühlenbach in Kamen (03/2021) © Toyin Rasheed/EGLV

Kamen. Städtebau und Wasserwirtschaft – an der Seseke sind diese Themen untrennbar miteinander verbunden. Zum „Tag der Städtebauförderung“ am Samstag, 8. Mai, blicken der Lippeverband und die Stadt Kamen auf erfolgreich umgesetzte Projekte wie die Sichtbarmachung des Seseke-Pegels oder das Bildungsprojekt Seseke-Kinder zurück. Aktuell baut der Wasserwirtschaftsverband ein Blaues Klassenzimmer am Heerener Mühlenbach – ebenfalls ein Städtebauförderprojekt.

„Dank der Förderung von Bund und Land sind in den vergangenen Jahren viele nachhaltige und kooperative Projekte umgesetzt worden. Ohne die gute Zusammenarbeit mit den politischen Akteuren und den Menschen vor Ort wäre das aber nicht gelungen“, so Prof. Dr. Uli Paetzel, Vorstandsvorsitzender des Lippeverbandes.

Seit über 30 Jahren werden die in den Gebieten der Emschergenossenschaft und des Lippeverbandes befindlichen „Köttelbecken“ – also offene Schmutzwasserläufe – Schritt für Schritt von der Abwasserfracht befreit und anschließend renaturiert. Dabei wird all das Potenzial genutzt, das die naturnah umgestalteten Gewässer bieten: „Gewässer schaffen Impulse für die ökologische, landschaftliche und städtebauliche Entwicklung der Region, leisten einen erheblichen Beitrag zur Ökonomie und Gesundheit und tragen so zur Steigerung der Lebensqualität der Menschen in den Quartieren bei“, so Uli Paetzel.

Gemeinsam an der Lippe
Um die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Menschen vor Ort, den Kommunen, Behörden und Ministerien zu festigen, entstand 2014 die Städtebaukooperation „Gemeinsam an der Lippe“. Mit den Mitteln aus dem Topf der Kooperationen realisiert der Lippeverband seit über sechs Jahren Maßnahmen zur besseren Erlebbarkeit der Gewässer und technischen Anlagen wie Pegelmessstellen oder Pumpwerke.

Städtebau und Wasserwirtschaft in Kamen
Wie deutlich Städtebau und Wasserwirtschaft voneinander profitieren können, zeigt der Seseke-Park in Kamen. Innenstadtnah hat die Stadt auf etwa zwei Kilometern Länge einen Naherholungsort am Fluss für alle Generationen geschaffen. Bildungsangebote für Kinder, Parkfeste, barrierefreie Aufenthaltsbereiche, Freizeit und Sportanlagen – die Menschen nehmen den Fluss heute wieder als Lebensader und Mittelpunkt ihrer Stadt wahr.

Direkt am Park gelegen haben Lippeverband und Stadt 2019 den Seseke-Pegel neu in Szene gesetzt. Auf einem großen LED-Display können Interessierte auf einen Blick den Pegelstand der Seseke ablesen. Sie werden vor Hochwasser gewarnt, erhalten Infos über das Gewässer und erleben so ihren Fluss auf neue Art.

Eine fantastische Kulisse bot der Park auch den Seseke-Kindern. Innerhalb des Förderprojektes entdeckten Kindergartenkinder aus Kamen ein halbes Jahr lang den Fluss aus nächster Nähe. Ihre Erlebnisse flossen in ein Kamishibai-Erzähltheater ein, das auch weiteren Kindergärten der Region zu Verfügung steht.
Aktuell nimmt das Blaue Klassenzimmer in Kamen Kontur an: Am Heerener Mühlenbach entsteht ein Erlebnis- und Entdeckerort, der sich ganz dem Thema Wasser widmet. Im Juni soll voraussichtlich die Einweihung stattfinden.

Hintergrund: 50 Jahre Städtebauförderung
Im Jahr 2021 begehen Bund, Länder und Kommunen gemeinsam das Jubiläum „50 Jahre Städtebauförderung“. Als Gemeinschaftsaufgabe ist die Städtebauförderung eine zentrale Säule der Stadtentwicklungspolitik des Bundes. Seit 1971 hat der Bund ca. 19,3 Milliarden Euro investiert. 2021 sind erneut 790 Millionen Euro Bundesmittel vorgesehen.

Anlagen in Kamen
Der Lippeverband betreibt in Kamen eine Kläranlage, 4 Pumpwerke, 14 Sonderbauwerke wie Hochwasser- oder Regenrückhaltebecken und rund 21,6 Kilometer Kanäle. Außerdem unterhält der Verband in Kamen rund 19,8 Kilometer Wasserläufe.

Kreis appelliert: Im Naturschutzgebiet Regeln beachten

Geschrieben von Redaktion am . Veröffentlicht in Natur & Umwelt

nistkastenKWKreis Unna. Ein Ausflug ins Grüne ist für viele eine Abwechslung vom grauen Corona-Alltag. Gerade jetzt im Frühling zieht es die Menschen raus in die Natur. In diesem Zusammenhang erinnert der Kreis Unna daran, dass in einigen Bereichen besondere Regeln gelten. Zum Beispiel in Naturschutzgebieten.

"In Naturschutzgebieten muss man auf den befestigten und gekennzeichneten Straßen und Wegen bleiben", erläutert Sebastian Heide-Napierski aus der Unteren Naturschutzbehörde beim Kreis Unna. Und das hat seinen Grund: "Ein Naturschutzgebiet soll Tieren und Pflanzen möglichst ungestörte Rückzugsmöglichkeiten bieten." Wilde Trampelpfade sind daher tabu.

Hunde an die Leine
Sowohl Untere Naturschutzbehörde als auch die Biologische Station Unna I Dortmund bekommen derzeit Rückmeldungen, dass so manchen unklar ist, was im Naturschutzgebiet erlaubt ist und was nicht. Damit Mensch und Natur nicht in Konflikte geraten, gibt es an den Eingängen zu den Naturschutzgebieten im Kreis Unna meistens Schilder mit den wichtigsten Verhaltensregeln für Besucher. Und die einzuhalten, ist gar nicht so schwer:

Tiere nicht stören
keine Pflanzen pflücken
auf befestigten Wegen und Pfaden bleiben
Hunde anleinen
nicht zelten oder grillen
keinen Müll hinterlassen.

Von den Wäldern bei Cappenberg im Norden über die Lippeauen bis zum Naturschutzgebiet Kiebitzwiese in Fröndenberg – alle zehn Städte und Gemeinden im Kreis haben Naturschutzgebiete, in denen sich ein Besuch lohnt. Übrigens ist nicht nur da, sondern auch außerhalb ist ein schonender Umgang mit der Natur angebracht. PK | PKU

Anzeigen

kamenlogo  stiftungslogo rot200

kamengutschein240

ko logo

technoparkkamen