VHS-Abendvortrag: Dr. Götz Heinrich Loos, „Urban Gardening. Ein neuer Trend mit Nachhaltigkeit?“

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Kamen. Seit einigen Jahren werden wenig oder nicht genutzte Flächen immer mehr zum Ziel von „neuem Stadtgärtnern“. Ob völlig legal oder „angeeignet“ - das Urban Gardening zeigt viele Gesichter: Gemüse, Obst, Sommerblumen, Stauden; die Stadtbewohner entdecken das Gärtnern neu, jenseits von Balkon und Schrebergarten. Woher stammt diese Bewegung, was sind ihre Ideen, wie funktioniert überhaupt „Urban Gardening“ und welche Auswirkungen auf das Stadtleben der Menschen und die Natur gehen davon aus? Was erwartet uns diesbezüglich in der Zukunft? Diese Fragen und einige mehr werden im VHS-Vortrag von Dr. Götz Heinrich Loos am 18.5.2017, um 19:30 Uhr, im Haus der Stadtgeschichte, Bahnhofstraße 21, eingehend besprochen werden. Der Eintritt ist frei.

Dr. Götz Heinrich Loos, „Urban Gardening. Ein neuer Trend mit Nachhaltigkeit?“, Donnerstag, 18.5.2017, 19:30 Uhr, Haus der Stadtgeschichte, Bahnhofstr. 21, Kamen.

Richtige Hilfe für Jungvögel

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jungvogelKWAus dem Nest gefallene, noch federlose Jungvögel sind auf menschliche Hilfe angewiesen. Ihre Versorgung und Aufzucht sollten Tierfreunde jedoch Fachleuten in Wildtierauffangstationen überlassen. Darauf weist der Deutsche Tierschutzbund hin. Befiederte Jungvögel, die zwar hilflos wirken können, aber weiterhin mit den Elterntieren in Verbindung stehen, bedürfen dagegen keiner gut gemeinten „Rettung“.

Menschliche Hilfe benötigen vor allem sehr junge Vögel, die kaum oder gar keine Federn haben und hilflos am Boden liegen. Meist handelt es sich hierbei um aus dem Nest gefallene Jungvögel. Wenn möglich, sollte man dann versuchen, die Tiere ins elterliche Nest zurückzusetzen. Dabei darf man die Jungvögel auch berühren: Die Altvögel stören sich nicht am menschlichen Geruch. Ist der Jungvogel verletzt oder ist es nicht möglich, ihn zurück ins Nest zu setzen, sollte man das Tier in Obhut nehmen. Für die vorübergehende Unterbringung des Vogels ist am besten ein Pappkarton geeignet, der – weil die Tiere häufig unterkühlt sind – am besten im Haus untergestellt wird. Wenn Unsicherheit über die richtige Ernährung besteht, sollte man besser keine Fütterungsversuche unternehmen. So sind zum Beispiel im Garten gefangene Insekten für reine Körnerfresser völlig ungeeignet. Wasser sollte dem Jungvogel allerdings immer angeboten und gegebenenfalls an den Schnabelrand geträufelt werden. Sobald möglich, sollten die Tiere dann in eine Auffangstation vermittelt werden. Das Tierschutzzentrum des Deutschen Tierschutzbundes in Weidefeld ist eine der vielen Stationen, die – neben anderen Wildtieren – auch Wildvögel aufnimmt, medizinisch versorgt und, wenn möglich, auf die Auswilderung vorbereitet.

Eingreifen bei Ästlingen und Nestflüchtern meist nicht notwendig

Die Jungen der meisten Singvögel, wie Amseln, Meisen, Finken oder Rabenvögel, verlassen ebenso wie Tauben und Greifvögel, ihr Nest bereits, bevor sie voll flugfähig sind. Als sogenannte Ästlinge warten sie im Geäst oder an anderen geschützten Orten auf die Rückkehr der Elterntiere, die sie weiterhin füttern. Diese Tiere benötigen grundsätzlich keine Hilfe, es sei denn, sie sind offensichtlich verletzt. Dasselbe gilt für Nestflüchter, wie junge Enten, Gänse oder Rallen, die bereits mit einem dichten Dunengefieder zur Welt kommen. Sie sind in der Lage ihr Nest ein bis zwei Tage nach dem Schlüpfen zu verlassen. Eine Ausnahme unter den Nesthockern bilden jedoch Alpen- und Mauersegler. Die Alttiere verbringen ihr gesamtes Leben in der Luft und suchen nur zum Brüten Unterschlupf in hoch gelegenen Mauerspalten. Da die Elterntiere nicht vom Boden starten können und daher dort auch nicht landen, bleiben aus dem Nest gefallene Jungtiere unversorgt. Sie sollten umgehend an Fachleute übermittelt werden.

Kompensationsflächen: Infos im GeoService einsehbar

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173888PÜber den GeoService des Kreises ist zu sehen, welche Ausgleichsmaßnahmen vorgeschrieben werden und wie das „in echt“ dann aussieht. Fotos: Kreis UnnaKreis Unna. Wer in die Natur und Landschaft eingreift oder sie z. B. durch Baumaßnahmen zerstört, muss für Ersatz oder Ausgleich sorgen. Diese Kompensationsmaßnahmen sind gesetzlich vorgeschrieben und müssen auch im Internet dargestellt werden. Der Kreis organisiert diese Information über seinen GeoService.
 
Kompensationsmaßnahmen für neue Gewerbeflächen, Gebäude, Straßen oder auch gefällte Bäume sollen möglichst in der Nähe und gleich nach dem Ende der Maßnahme umgesetzt werden. Was genau zu tun ist, wird durch einen Landschaftsplaner festgelegt.
 
„Die Maßnahmen können ganz unterschiedlich sein“, betont Peter Driesch, Leiter der unteren Naturschutzbehörde beim Kreis. „Die Palette kann von der Pflanzung von Baumreihen oder Hecken bis hin zur Anlage von kleinen Gewässern reichen.“
 
Gesagt, getan und dann zu sehen – unter diesem Motto können sich Interessierte ganz bequem und jederzeit darüber informieren, was sich im Bereich Natur und Landschaft in Sachen Ausgleich und Co. so tut.
 
Der Kartendienst Kompensationsflächen kann unter http://www.geoservice.kreis-unna.de im Themenbereich „Natur & Landschaft“ aktiviert werden. Über den Info-Button lassen sich Informationen zu der jeweiligen Fläche, die Art der Maßnahme und das dazugehörige Eingriffsvorhaben ablesen.
 
Kompensationsflächen sind jeweils direkt einem oder mehreren Eingriffsvorhaben zugeordnet. Wenn ein Bauvorhaben genehmigt, aber noch nicht umgesetzt worden ist, kann es also sein, dass Flächen bereits erfasst, die Maßnahme jedoch noch nicht erkennbar ist – dann lohnt später ein zweiter Blick.
 
Weitere Informationen zum Thema gibt es in der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises Unna bei Regine Moenck, Tel. 0 23 03 / 27-11 70. PK | PKU

Alles für den Frühling im Garten: Messe "Natur und Garten" in der Ökologiestation

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oekostationKWBergkamen. Am Samstag, den 6. Mai ist es wieder so weit: alle, die etwas Besonderes für ihren Garten suchen, sind in und um die Ökologiestation in Bergkamen-Heil willkommen. Von 12.00 bis 16.00 Uhr bieten zahlreiche Stände Pflanzen an, die man so nicht in den großen Gartenzentren findet. Aber auch Fachfragen, etwa zur Gartengestaltung, zum Baumschnitt oder zur richtigen Bepflanzung werden kompetent beantwortet. Die GWA erteilt Ratschläge zur Bodenbearbeitung und verteilt Kompost zum Mitnehmen. Die Unnaer „Honigdiebe“ führen nicht nur Honig sondern auch über den Bienenstand der Ökostation. Gegen Messemüdigkeit helfen die süßen Köstlichkeiten der Landfrauen, deftige Reibekuchen und die fleischlichen Verführungen vom Neuland Biofleisch Grill. Die Verbraucherzentrale gibt regionale Einkaufstipps und saisonale Rezeptideen, Literatur zum Thema Garten bietet die Buchhandlung Beckmann aus Werne an. Schicke Gartenmöbel, Chutneys aus Bergkamen, selbstgemachte Marmeladen, Brot, eingelegtes Gemüse und Obst runden das Angebot ab.

Bestandsrückgänge von Fluginsekten

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Foto: BlüteVortrag von Dr. Martin Sorg in der Ökologiestation

Bergkamen. In den letzten Jahrzehnten sind nicht nur viele heimische Insekten ausgestorben, es gibt auch einen Rückgang bei der Biomasse von eigentlich häufigen Insektenarten. Ohne Fluginsekten gerät jedoch die gesamte Nahrungskette in Gefahr; Blumen und Bäume werden nicht mehr bestäubt und Vögeln und Fledermäusen fehlt die Nahrung. Der allgemeine Rückgang von Insekten in der Landschaft hat bisher erstaunlich wenig Aufmerksamkeit bekommen. Liegt das vielleicht daran, dass viele Menschen Insekten für schädlich, gefährlich oder mindestens unangenehm halten? Insektenspezialist Dr. Martin Sorg vom Entomologischen Verein Krefeld berichtet am Mittwoch den 26. April in der Ökologiestation in Bergkamen-Heil über Untersuchungen zu dieser Thematik. Der etwa einstündige Vortrag der Naturförderungsgesellschaft für den Kreis Unna beginnt um 20.00 Uhr.

Mehr Mut zum naturnahen Garten

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Kreis Unna. Ziergarten oder Nutzgarten, Bauerngarten oder Steingarten – die Entscheidung bei der Gartengestaltung fällt nicht immer leicht. Ein naturnaher Garten ist jedenfalls sowohl ein kleines Paradies für den Menschen als auch Refugium für wildlebende Tiere und Pflanzen.
 
Ein Vorschlag des Kreis-Fachbereichs Natur und Umwelt lautet daher: Wie wäre es, den Garten auch im Hinblick auf die bedrohte Tier- und Pflanzenwelt zu gestalten? Immerhin ist die Gesamtfläche aller Gärten im Land viermal größer als die Fläche der Naturschutzgebiete in Nordrhein-Westfalen.
 
Peter Driesch, Leiter der unteren Naturschutzbehörde, kennt und nennt einige Tipps für den natürlich schönen Garten. So können kleine Flächen geschaffen werden, die Schmetterlingen, Bienen, Hummeln und anderen Insekten als „Futterplatz“ dienen, Nistmöglichkeiten und Unterschlupf für Singvögel und Spitzmäuse bieten oder Tieren das Abtauchen ins Wasser erlauben. Alte Mauern sind z.B. bei Eidechsen begehrte Anlaufpunkte, dicht gepflanzte Hecken begeistern unter anderem den Zaunkönig, und im Laub igelt sich bekanntlich ein kleines Stacheltier gerne ein.
 
Ein weiterer Tipp des Kreis-Naturschutzexperten lautet: Alte Obstbäume auf keinen Fall fällen! Sie dienen nicht nur Höhlenbrütern als Nistplatz, sondern bieten z.B. Fledermäusen Unterschlupf und Sicherheit. Natürlich wertvoll und optisch einfach schön ist ein kleiner Tümpel oder Teich. Wer die flachen Ufer mit Sumpfdotterblume, Binsen oder Rohrkolben bepflanzt, braucht nicht lange auf Gäste wie Libellen, Wasserkäfer oder Frösche zu warten.
 
Verzichten sollte man im naturnahen Garten auf den Einsatz von Giften, denn ungebetene Gäste werden von Meisen, Rotkehlchen, Zaunkönigen, Igeln, Fröschen, Kröten oder Marienkäfern tierisch gut beseitigt. So befreit ein Meisenpaar Büsche und Bäume täglich von etwa 1.000 Schädlingen, um seinen Nachwuchs satt zu kriegen. Und der Igel kennt bei Mäusen, Schnecken und schädlichen Insekten kein Pardon.
 
Selbstverständlich gilt: Der Bewuchs für den Naturgarten muss aus dem reichhaltigen Sortiment eines Pflanzenhandels stammen und nicht aus der ohnehin schon gefährdeten freien Natur. PK | PKU

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