Werbung
Letzte Nachrichten
- Details
- Lokalnachrichten
- Lesezeit: 2 Minuten
Kamener Innenstadt aus der Vogelperspektive. Foto: KamenWeb.deKamen. Mit einem Spaziergang durch die Kamener Innenstadt unter sach- und fachkundiger Anleitung durch den Biologen Dr. Götz Heinrich Loos wollen Bündnis 90/DIE GRÜNEN am Samstag, den 08.04.2017 ab 14.00 Uhr aufzeigen, welch vielfältige Vegetation in der Stadtmitte gedeiht und wie wichtig auch hier der Schutz der Artenvielfalt ist. Treffpunkt ist der Brunnen auf dem Marktplatz. Der Spaziergang wird ca. 2 bis 2,5 Stunden dauern.
Der Schutz der biologischen Vielfalt steht im Zentrum GRÜNER Naturschutzpolitik. Rasante Veränderungen, unter anderem bedingt durch Klimawandel, industrialisierte Landwirtschaft und den immer noch fortschreitenden Flächenverbrauch, stehen diesem Ziel jedoch zunehmend entgegen. Zur Bewahrung der biologischen Vielfalt ist es notwendig, naturnahe Landschaften ebenso wie gewachsene Kulturlandschaften und das naturnahe Grün in unseren Städten in einem integrierten, ganzheitlichen Ansatz zu erhalten. Bienen und andere Insekten sind unverzichtbar für die Sicherung der Ernährungsgrundlage einer wachsenden Weltbevölkerung. Monokulturen, Parasiten und Pflanzenschutzmittel haben jedoch weltweit zu einem rasanten Bienensterben geführt. Daher müssen wir vielfältige, arterhaltende Bewirtschaftungsweisen auch in unseren Städten bewahren und fördern und diese als unverzichtbaren Bestandteil innerstädtischer Planungsvorhaben sehen.
Inhalt des Vortrags von Dr. Loos werden unter anderem die Pflasterritzenvegetation am „Alten Markt“, die wertvolle Flora trockener Standorte an der Stadtmauer, Frühjahrspflanzen am Edelkirchenhof und Reste urban-industrieller Lebensräume an der Monopolbrache und vieles mehr sein. Auch werden stellen mit „Unkraut“ betrachtet, die aber wichtige ökologische Funktionen haben. Daneben werden Hinweise auf langweilige eintönige Bepflanzungen mit eingeschränktem ökologischen Wert gegeben.
Dr. Götz Heinrich Loos arbeitet für den ehrenamtlichen Naturschutz (NABU, auf Kreis-, Ruhrgebiets- und Landesebene) und ist wissenschaftlicher Berater und Gutachter für verschiedene Institutionen. Er führt zahlreiche Vorträge, Exkursionen und Umwelterziehungsprojekte durch und ist an Forschungsarbeiten u.a. in den Bereichen Biogeographie, insbesondere schwierige Pflanzengruppen, Neobiota, invasive Pflanzen, Urban Gardening, naturverträglicher Tourismus, Biodiversität in der Klimaanpassung beteiligt. Zudem ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Geographischen Institut der Ruhr-Universität Bochum. Seit 2015 ist er auch tätig an der WWU Münster (Projekt „GrünSchatz“: Alternative Energiepflanzen) und seit 2016 Lehrkraft am Institut für Didaktik Integrativer Fächer an der TU Dortmund.
Für Gespräche rund um das GRÜNE Wahlprogramm zur Landtagswahl steht allen Bürgerinnen und Bürgern Anke Dörlemann, unsere Wahlkreiskandidatin für Kamen, zur Verfügung.
- Details
- Lokalnachrichten
- Lesezeit: 3 Minuten
Polarwolf-Sichtung im Kreis Unna. Foto: Ökologiestation / R. SängerKreis Unna. Die Kolleginnen und Kollegen der Ökologiestation trauten ihren Augen kaum, als sie am Morgen des 30. März die in der Nacht aufgezeichneten Bilder der Überwachungskamera sichteten. Was ihnen da - leicht verwackelt - entgegenblickte, hatte keiner erwartet. Die Biologen frohlockten, die Pädagogen wollten sogleich ein neues Klassenfahrt-Thema entwickeln, die Planer zeigten sich erschüttert, weil sie dies nicht geplant hatten, und nur der hauseigene Geograf zeigte sich gelassen (einen Geografen irritiert bekanntlich gar nichts mehr).
Erste erkennungsdienstliche, biometrische Analysen lassen keinen Zweifel übrig: der nächtliche Besuch kommt von weit her - aber nicht aus erwarteter östlicher Richtung sondern aus dem hohen Norden. Es handelt sich, wie an der Fellfarbe abzulesen ist, eindeutig NICHT um den gemeinen Wolf ("canis lupus") sondern zweifelsfrei um seine nordische Unterart, den Polarwolf ("canis lupus arctos"). Offensichtlich hat die Erwärmung der Polkappen bereits so dramatische Folgen, dass man bald mit allem rechnen muss. Ob allerdings Walrösser künftig am Lippestrand liegen werden, bezweifelt selbst der Geograf und Öko-Anstaltsleiter.
Uneinig sind sich indes die Fachleute, auf welcher Route der weit Angereiste den Weg zur Ökologiestation gefunden hat. Erste Vermutungen der städtischen Tourismusabteilung, der nordische Besuch könne über die "Römer-Lippe-Route" eingewandert sein, konnte bislang nicht bestätigt werden. "Wir ermitteln in alle Richtungen", so Ralf Sänger, "sogar die Möglichkeit, ein Gast der kürzlich beendeten Lappland-Reise des eigenen Naturerlebnisreise-Projektes "Grüner Rucksack" könnte das Tier eingeschleppt haben, wird geprüft." Ein Anfangsverdacht trifft ausgerechnet einen der beiden Mitarbeiter der hauseigenen Natur fördernden Gesellschaft, Matthias T., ein Naturerlebnisreise-Stammkunde. Die ermittelnden Behörden weisen jedoch darauf hin, dass selbstverständlich die Unschuldsvermutung zu gelten habe. Auch sei nicht auszuschließen, dass sich der "Einwanderer" unbemerkt im Handgepäck des Kollegen eingeschlichen hatte.
Die Kolleginnen und Kollegen der Ökostation rechnen für die nächsten Wochen mit einem Besucheransturm auf den lokalen Beobachtungsturm und weisen vorsorglich darauf hin, dass sich möglichst nicht mehr als 30 Schaulustige gleichzeitig auf einer Ebene des Turms aufhalten sollten, um beim Schwanken des Turms keine Massenpanik auszulösen. Darüber hinaus merken sie an, dass bei der möglicherweisen Aufstellung von Tarnzelten zu Beobachtungszwecken baubehördliche Vorgaben (Standsicherheitsnachweise, Fluchtwegepläne, Grenzabstände, Zuwegungsberechtigungen, Brandschutz, Ausgleichspflanzungen, …) zu beachten sind!
- Details
- Lokalnachrichten
- Lesezeit: 1 Minuten
Kreis Unna. Der Frühling ist da – und erste Blüten auch. Deshalb bedienen sich manche gerne für die heimische Vase bei „Mutter Natur“ – Keine gute Idee, wie die untere Landschaftsbehörde betont.
Gerade die ersten Blüten bieten vielen Insekten wertvolle Nahrung. Sie fungieren als Pollenspender und produzieren reichlich Nektar, und zwar nicht nur für Honigbienen, sondern auch für zahlreiche, im bestand gefährdete Wildbienenarten. Die wiederum sind die einzigen, die heimische Obstsorten wie z.B. die Johannisbeeren bestäuben können.
Außerdem gehören viele der früh blühenden Blumen zu den besonders geschützten Pflanzenarten, warnt die untere Landschaftsbehörde. Das gilt unter anderem für den Aronstab und die Schlüsselblume. Hier heißt der beste Umweltschutz: nicht anfassen. PK | PKU
- Details
- Lokalnachrichten
- Lesezeit: 1 Minuten
Brut- und Setzzeit von April bis Juli
Kreis Unna. Spaziergänger sollten die Finger von Rehkitzen und anderem jungen Wild lassen. „Der Menschengeruch schreckt die Elterntiere ab, so dass diese ihre Jungen verstoßen“, betont Kreis-Jagdberater Dietrich Junge.
Der Fachmann bezieht sich auf die von Anfang April bis Mitte Juli dauernde Brut- und Setzzeit. Junge appelliert gleichzeitig an die Landwirte, die zuständigen Jäger rechtzeitig über die Mähtermine ihrer Wiesen zu informieren.
Da das Gras den Jungtieren Schutz und Deckung bietet, sind sie beim ersten Mähen leicht zu übersehen. Schnell geraten sie in die landwirtschaftlichen Mähwerke und werden verstümmelt oder getötet. Um Rehkitze, Hasen, Fasane und Kiebitze vor den Mähmaschinen zu retten, müssen die Tiere von den Jägern aus den Wiesen verscheucht werden. PK | PKU
- Details
- Lokalnachrichten
- Lesezeit: 2 Minuten
Maulwurf - Foto: Tabble / pixabay.deKreis Unna. Der Maulwurf untergräbt so manchen Traum vom „schönen Garten“. Doch mehr als eine Diskussion über den „Talpa europaea“ ist nicht drin. Das Tier steht unter Schutz: fangen, verletzen oder gar töten verboten.
Der Fachbereich Natur und Umwelt kennt die Auseinandersetzungen um den Maulwurf, weiß aber auch um seine Bedeutung für das biologische Gleichgewicht im Garten.
Die meiste Zeit seines Lebens verbringt das Tier unter der Erde, wo es ein weit verzweigtes System von Jagdröhren anlegt. Bei seiner Grabetätigkeit findet er eher zufällig Nahrung, denn hauptsächlich ernährt er sich von Tieren, die er bei der Patrouille seines Gangsystems entdeckt.
Als Räuber greift der Maulwurf damit regulierend in die Lebensgemeinschaft Boden ein. Zusätzlich sorgt er für eine Durchmischung der gelockerten Erde, die von Zeit zu Zeit aus den Gängen herausgeschoben wird. Dabei entstehen die berüchtigten Maulwurfshügel, die als Pionierfläche für die Neubesiedlung von Pflanzen dienen: Deshalb sollte sich jeder Gartenbesitzer eigentlich über Maulwürfe im eigenen Garten freuen. PK | PKU
- Details
- Lokalnachrichten
- Lesezeit: 1 Minuten
Kamen. Alles begann 2007 in der australischen Stadt Sydney. Mehr als 2,2 Millionen australische Haushalte nahmen am 31. März 2007 an der ersten Earth Hour teil und schalteten bei sich zu Hause für eine Stunde das Licht aus, um ein Zeichen für mehr Klimaschutz zu setzen. Ein Jahr später erreichte Earth Hour 370 Städte in 35 Ländern verteilt über 18 Zeitzonen. Earth Hour wurde zur globalen Bewegung. In den vergangenen Jahren schrieb Earth Hour Geschichte und wurde zur größten weltweiten Umweltschutzaktion, die es je gab. Wie schon im letzten Jahr wird auch in Kamen am kommenden Samstag, 25. März um 20.30 Uhr das Licht ausgehen. In Zusammenarbeit mit den GSW Kamen-Bönen-Bergkamen und der Evangelischen Kirchengemeinde Kamen werden der „Tauchsieder“ im Kreisel am Sesekedamm, der „Schiefe Turm“ der Pauluskirche und die Stadtbücherei im Dunkeln liegen.
Durch die vom WWF organisierte Aktion werden 2017 zum elften Mal unzählige Gebäude und Sehenswürdigkeiten in mehreren tausend Städten erneut 60 Minuten lang im Dunkeln liegen – als globales Zeichen für den Schutz unseres Planeten. Earth Hour ist eine globale Gemeinschaftsaktion, die nachwirkt. Die Aktion motiviert weltweit Millionen Menschen dazu, umweltfreundlicher zu leben und zu handeln – weit über die sechzig Minuten hinaus. Der Aufruf zur Teilnahme an der Aktion des WWF richtet sich nicht allein an die Städte und Gemeinden sondern an alle Bürgerinnen und Bürger. Sollten auch Sie ein Zeichen zum Schutz unseres Planeten setzen wollen, erhalten Sie ausführliche Informationen auf der Earth-Hour-Website des WWF ( http://www.wwf.de/earthhour ).
Weitere Beiträge …
- Neues von der Ökologiestation: Kostenloser Wohnraum für Paarungswillige in Heil
- Seseke-Kläranlagen reinigen rund 60 Milliarden Liter Abwasser im Jahr
- Weltwassertag am Mittwoch, 22. März 2017: Flussmanager machen daraus eine „Weltwasserwoche“ und erklären im Internet das Thema Abwasser
- Weltwassertag am 22. März steht unter dem Motto „Wastewater – Abwasser“
- Naturkundlicher Spaziergang des NABU in der Lippeaue





