Was heißt „ökologisch imkern?“

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oekostationKWBergkamen. Am Mittwoch den 9. September stellt der Kamener Imker und Pädagoge Heinrich Behrens in der Ökologiestation in Bergkamen-Heil Betrachtungen über eine artgerechte und nachhaltige Bienenhaltung an.

Die Honigbiene ist weltweit in vielfacher Hinsicht bedroht, zuvorderst durch die Varroamilbe und durch die von ihr übertragenen, hauptsächlich viralen Erkrankungen, durch in der Landwirtschaft oder in Privatgärten eingesetzte Insektizide, durch Klimaveränderungen oder durch die Verarmung der Landschaft an für die Bienen essentiell wichtigen Trachtpflanzen.

Spielt aber auch die Bienenhaltung in diesem Kontext eine Rolle? Es gibt verschiedene imkerliche Betriebsweisen, die ertragsorientierte, die zuchtoptimierte, die trachtoptimierte oder die wesensgemäße. Doch welche tut dem Bienenvolk gut, stärkt seine Widerstandskraft gegenüber den externen, schädlichen Einflüssen ? Welche Erkenntnisse liefert heute die wissenschaftsbasierte Bienenkunde über eine artgerechte Bienenhaltung? Wie muss die Naturausstattung des Lebensraums von Apis mellifera aussehen, damit Biene und Umwelt eine sich gegenseitig unterstützende ökologische Einheit bilden?

Auf solche Fragen möchte Heinrich Behrens in seinem Vortrag Antworten finden.

Die etwa zweistündige Veranstaltung beginnt um 19.00 Uhr und kostet 5,- € pro Teilnehmer. Eine Anmeldung ist notwendig beim Umweltzentrum unter 0 23 89 – 98 09 11 (auch Anrufbeantworter), da die Teilnehmerzahl coronabedingt begrenzt wird. Bitte an eine Mund-Nasen-Bedeckung für den Weg zum Sitzplatz denken.

Auch bei Corona-Masken gilt: Mehrweg statt Einweg!

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maskenmuell20VZWilder Müll - eine plattgetretete Einmal-Maske am Sesekedamm. Sie und auch Plastikahandschuhe fliegen jetzt häufiger in der Umwelt rum. Quelle: VZ, Jutta Eickelpasch Umweltberatung: Billigmasken laden oft auf der Straße oder in der "falschen" Tonne

Kamen. Maskenpflicht in Nordrhein-Westfalen: Wer einkaufen geht oder mit Bus und Bahn fährt, muss Mund und Nase verdecken. Bei Missachtung droht jetzt ein saftiges Bußgeld von 150 Euro. So sollen die Ansteckungen beim Einkaufen und im öffentlichen Nahverkehr eingedämmt werden. Aber wohin mit dem Einweg-Schutz, wenn man den Laden oder die Bahn verlassen hat? Denn Einweg-Masken, Einmal-Handschuhe oder gebrauchte Desinfektionstücher können nach dem Tragen mit Viren und Keimen belastet sein.

"Ausgediente Hygieneartikel gehören in den Restmüll. Um den Abfall zu reduzieren und dafür zu sorgen, dass die enthaltenen Stoffe nicht mehr chemisch reagieren, wird dieser verbrannt. Somit ist eine sachgerechte Entsorgung sichergestellt“, erklärt Umweltberaterin Jutta Eickelpasch von der Verbraucherzentrale Kamen. „Produkte zum Coronaschutz gehören auf keinen Fall in die gelbe Tonne. Einwegmasken und Co. dürfen auch nicht über gelbe Wertstofftonnen entsorgt werden, weil Hygienemüll nicht recycelt wird.“
Sie hat für uns einige Tipps zusammengestellt, Maskenmülls entledigen, ohne potenzielle Viren zu verbreiten:

• Umgang mit Einmal-Masken: Das sind Wegwerf-Produkte, die zum Teil auch aus synthetischen Fasern bestehen. Werden die Einweg-Masken feucht, oder will man die Gefahr einer Ansteckung minimieren, muss der Mundschutz gewechselt und entsorgt werden. Da alle Arten von Einmal-Masken mit Keimen und Viren belastet sein können, gehören diese in den Restmüll. Ist unterwegs kein Mülleimer in Sicht ist, sollten Maskenträger einen verschließbaren Beutel für den Transport dabeihaben, damit Einweg-Maske und Co. zu Hause sicher in den Restmüll wandern.

• Vorteil von Mund-Nasen-Schutz aus Stoff: Sie lassen sich viele Male waschen und bügeln. Das Tragen von Mehrmal-Masken aus Baumwolle ist somit umweltfreundlicher als ständig Einmal-Masken in den Restmüll zu befördern.

• Desinfektionsmittel: Reste von Desinfektionsmitteln am besten an einer Schadstoffsammelstelle abgeben, damit die Flüssigkeiten nicht unkontrolliert über Abflüsse ins Abwasser gelangen. Feuchttücher mit: Desinfektionsmitteln dürfen auf keinen Fall in die Toilette, sonst kann es zu Verstopfungen kommen.

• Verpackungen von Einweg-Schutzprodukten: Leere Tuben und Flaschen für Desinfektionsmittel aus Kunststoff gehören in die Tonne oder den gelben Sack, genauso wie Kunststoffhüllen von Einweg-Masken. Kartons von Einmal-Handschuhen sollten in den Papiercontainer und leere Glasflaschen von Desinfektionsflüssigkeiten in den Glascontainer wandern.

 

Weitere Informationen zum Umgang mit Mund-Nasenschutz bietet Umweltberaterin Jutta Eickelpasch – bis auf Weiteres ausschließlich telefonisch oder per E-Mail.
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder unter 02307 43801-05

"Elektroschrott ist Gold wert"

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schmuckpromVZ820 2Jutta Eickelpasch (Verbraucherzentrale) und Bilitis Naujoks (ProMensch) recycelten und informierten
Kamen. Der Workshop der Verbraucherzentrale im ProMensch-Treffpunkt in der Schulstraße stieß auf  großes Interesse -  aufgrund der Corona-Schutz-Empfehlungen konnten aber nur sechs Plätze vergeben werden. Die Teilnehmerinnen erfuhren Interessantes über den enormen  Ressourcenverbrauch durch unseren Geräte -Konsum  und wie man seinen E-Schrott richtig entsorgen sollte. Denn immer noch verschwinden viele kleine, ausrangierte Elektrogeräte im Hausmüll,- wo sie nicht hingehören! Die "Elektroschrott-Aktion" mit Umweltberaterin Jutta Eickelpasch,  zu der auch ein kleiner Schmuck-Recycling-Part gehörte, soll im Herbst noch einmal angeboten werden. 
 
Der nächste gemeinsame Abfallvermeidungs- Workshop befasst sich mit dem Thema #Plastikmüll. Er  findet am nächsten Dienstag, dem 25.8. 2020 um 17.00 Uhr in der Schulstrasse (ProMensch-Teffpunkt) statt. Anmeldungen sind noch möglich.  Unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder bei ProMensch direkt.
 

Brandgefahr: Besondere Vorsicht im Wald

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Düsseldorf. Das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz teilt mit: Aufgrund der aktuellen Hitze- und Trockenperiode warnen das Umweltministerium Nordrhein-Westfalen und der Landesbetrieb Wald und Holz Nordrhein-Westfalen vor einer erhöhten Waldbrandgefahr. „Es ist wichtig, dass sich wirklich alle Besucherinnen und Besucher an die Regeln zum Schutz des Waldes halten. Eine kleine Unachtsamkeit kann zu einer Katastrophe führen“, so Umweltministerin Ursula Heinen-Esser.

Mit den ausgeprägten Dürreperioden der vergangenen Jahre ist auch eine Zunahme von Waldbränden zu beobachten. Während es in den Jahren 2010 bis 2019 in Nordrhein-Westfalen durchschnittlich etwa 50 Brände auf einer Fläche von jährlich rund 14 Hektar gab, registrierte Wald und Holz NRW in diesem Jahr bereits 39 Brände mit einer Fläche von rund 43 Hektar. Nach Auswertungen des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen hat sich die Anzahl der Tage mit hoher oder sehr hoher Waldbrandgefahr in den letzten Jahrzehnten verdoppelt. In der Periode 1961-1990 gab es durchschnittlich zehn Tage pro Jahr mit hoher oder sehr hoher Waldbrandgefahr. 1990-2019 waren es 20.

"Als grüne Lunge sind Wälder unsere wichtigsten Klimaschützer, zugleich leiden sie aber selbst massiv unter den Folgen des Klimawandels. Damit der Wald auch künftig seine wertvollen Leistungen für Natur und Mensch erbringen kann, benötigen wir vielfältige und klimastabile Mischwälder. Diese sind nicht nur ökologisch wichtig, sie sind auch weniger gefährdet gegenüber Waldbränden und Borkenkäfern“, so Heinen-Esser.

Stürme, Dürre und Borkenkäfer führen seit 2018 zu dramatischen Schäden in den Wäldern. Allein beim Fichten-Schadholz wird 2020 ein Anstieg auf rund 34 Millionen Kubikmeter erwartet (davon rund 19 Millionen Kubikmeter 2018/2019). Der vermehrte Anfall von trockenem Holz führt auch zu einer steigenden Waldbrandgefahr auf den Schadflächen. Kürzlich hat das Umweltministerium Nordrhein-Westfalen die Förderangebote der Extremwetter-Richtlinie deutlich erweitert. Diese umfasst nun auch Maßnahmen zur Wiederaufforstung, zur bestands- und bodenschonenden Räumung der Schadflächen sowie zur Aufarbeitung abgestorbener Nadelbäume. Unter anderem für Hilfen bei der Waldbrandvorsorge stellt das Land Nordrhein-Westfalen 2020 Sondermittel zur Verfügung. Insgesamt stehen in diesem Jahr für die Unterstützung der Forst- und Holzwirtschaft in Nordrhein-Westfalen rund 57,5 Millionen Euro bereit.

Nur fünf Prozent der Waldbrände können natürlichen Ursachen wie Blitzschlag zugeordnet werden. Die allermeisten Waldbrände haben menschliche Ursachen. „Kleinräumig kann die Waldbrandgefahr zum Beispiel an Südhängen oder auf Schadflächen noch deutlich über den Warnwerten liegen. Daher ist jetzt wichtig: Kein Rauchen und keine offenen Feuer im Wald. Bitte halten Sie zudem Waldzufahrten unbedingt für Rettungsfahrzeuge frei“, so Andreas Wiebe, Leiter des Landesbetriebes Wald und Holz Nordrhein-Westfalen. Wald und Holz NRW unterstützt aktuell auch die Bezirksregierungen und Feuerwehren bei der Waldbrandvorsorge. So fanden am Wochenende in den Regierungsbezirken erste Überwachungsflüge statt.

Weitere Informationen und nützliche Links zum Thema finden sie hier: www.wald.nrw/brand

Infused Water - ist lecker, gesund und (fast) kostenlos

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vz10082020Kamen. Die Verbraucherzentrale verschickt in diesen Tagen kostenlose Rezeptkarten zu "Infused Water".  Einfache und geschmackvolle Ideen sein Leitungswasser aufzupimpen. Dazu Umweltberaterin Jutta Eickelpasch: " Das gute Kraneberger löscht super, ist kalorienfrei und fast 100 mal billiger als gekauftes Wasser - außerdem spart man sich die unzähligen Getränkeverpackungen, sprich Flaschen." Plastikflaschen, die in der Umwelt herum fliegen, sind weltweit ein riesen Problem. Die Ideen für selbstgemachte Durstlöscher reichen von Apfel-Zimt-Wasser bis zu Blaubeer-Zitrone. Kontakt: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!  Tel. 02307 43801-05

Stadtverwaltung Kamen bittet Bürger im Hilfe bei Bewässerung von Bäumen

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fwkbaeume719Kamen. Auch wenn es im Juli zwischenzeitlich geregnet hat: Die Lage für die Bäume in Kamen entspannt sich nicht grundlegend. Die Stadt Kamen bittet deshalb die Bürgerinnen und Bürger um Unterstützung.

Die Regenmengen der vergangenen Wochen haben nicht ausgereicht, um den Boden bis in tiefere Schichten zu durchfeuchten. Insbesondere Straßenbäume, die meistens in nur kleinen Beetflächen stehen und zusätzlich die Wärmestrahlung von aufgeheizten Straßen und Gebäuden aushalten müssen, kommen bei Wassermangel schneller in eine Stresssituation. Deshalb bleiben sie auf zusätzliche Wassergaben angewiesen. Die Stadt Kamen ist zwar bemüht, möglichst viele städtische Bäume mit dem frischen Nass zu versorgen und so über die Sommerzeit zu bringen, allerdings kann sie von den mehreren Tausend Bäumen längst nicht alle bewässern. Aus diesem Grund bittet sie um die Mithilfe der Bürgerinnen und Bürger: Die Straßenbäume – insbesondere die noch jungen – sind in diesen Tagen für jede Gießkanne Wasser dankbar. Dabei ist es gar nicht nötig, „seinen“ Straßenbaum jeden Tag zu gießen – zwei Mal die Woche reicht aus, dann aber möglichst reichlich (fünf bis sechs Gartengießkannen).

Das Wasser sollte übrigens über die gesamte Baumscheibe verteilt und nicht direkt an den Stamm gegossen werden. Wenn verfügbar, sollte man natürlich zuerst auf aufgefangenes Oberflächenwasser, zum Beispiel von Dachabläufen, zurückgreifen. „Das Wässern eines Baumes wäre eine kleine Geste mit großer Wirkung“, sagt Karsten Harrach vom Fachbereich Planung, Bauen, Umwelt der Stadt Kamen. „Jede Wassergabe hilft unseren Bäumen, möglichst unbeschadet durch die trockene Jahreszeit zu kommen. Und wie wichtig die Bäume für das Stadtklima sind, weiß jeder, der sommertags schon mal im Schatten eines Baumes gesessen hat.“

Archiv: Durstige Bäume bekommen Wasser aus Feuerwehrschlauch

Hitze in der Stadt

Erfrischung für das Kamener Grün: Bäume dursten bei anhaltender Trockenheit

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