Draußenzeit an der Ökologiestation

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oekostationKW„Geh nach draußen und halte inne - schaue dich um – und lausche.“ (Ellen Haas)

Bergkamen. Draußen sein kann heißen, sich auf die Spuren der Tiere zu begeben, dem Wind zuzuhören, mit Naturmaterialien zu werkeln, am Feuer zu sitzen, die Schätze der großen und kleinen Pflanzen wieder zu entdecken, die Besonderheiten der Jahreszeiten wahrzunehmen oder sich auf leisen Sohlen lautlos durch den Wald zu bewegen. Jede(r) ist eingeladen, sich mit Fragen, Ideen und eigenem Wissen und Können einzubringen, so dass sich die Schwerpunkte der Treffen aus der Gruppe heraus entwickeln können.

Diese offenen Treffen sind für alle, die gerne draußen sind und ihre Naturverbundenheit stärken möchten. Diese offenen Treffen werden an vier Terminen angeboten.

Das erste Treffen findet am Dienstag, 25. August 2020 in der Zeit von 17.30 – 20.00 Uhr statt. Weitere Termine: 22. September; 27. Oktober und 24. November.

Jeder Termin ist auch einzeln buchbar.

Begleitet wird das Treffen von der Wildnispädagogin Sandra Bille

Teilnahme auf Spendenbasis (Spenden gehen an eine gemeinnützige Organisation)

Maximal können 20 Personen an diesen Treffen teilnehmen.

Anmeldungen ab sofort bei Dorothee Weber-Köhling (02389-980913) oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

 

Ferienfun: Mülldetektive im Fledermauswald

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Kamen. Lucian (9) und Paul (5) haben am Mittwoch ihren kleinen Lieblingswald an der Lüner Höhe gesäubert. Immer wieder fiel ihnen der viele Müll dort auf, deshalb wurden die beiden zu Mülldetektiven und sammelten alles ein.

Für Montag, 27.7. werden noch Klimaschutz-Detektive gesucht. Denn ein "Klima-Monster" bringt im Urlaubshotel so einiges durcheinander. Dinge verschwinden, Energie wird verschwendet. Helft mit, das Klima-Monster zu entlarven.

Escaperoom-Detektiv-Spiel im Rahmen der Ferienaktion Montags im Pavillon am Montag (27.7.) im Pavillon, Willy-Brandt-Platz Kamen, 14-16 Uhr. Kostenbeitrag, 2€
Anmeldung per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Untere Naturschutzbehörde appelliert: Keine „chemische Keule“ gegen Wespen

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Kreis Unna. Wespen: Ein Sommer ohne sie ist kaum denkbar. Vor allem Garten- und Balkonbesitzer fragen sich jedes Jahr aufs Neue, wie gefährlich die Tiere sind und wie man sie wieder los wird. Tipps gibt der Fachbereich Natur und Umwelt – denn Wespe ist nicht gleich Wespe. Viele Arten sind harmlos.

"Wespen bestäuben durch das Sammeln von Nektar Pflanzen und fangen zusätzlich Fliegen, Läuse und andere lästige Insekten", sagt Irina Tien, Sachgebietsleiterin der Unteren Naturschutzbehörde beim Kreis Unna. "Für das Naschen an Kuchen, Limonade, aber auch Gegrilltem sind nur zwei Arten verantwortlich: die deutsche und die gewöhnliche Wespe."

Tipps zum Schutz
Kuchen, Limonade, vergorenes Obst und sonstige Zuckerquellen gewinnen hierbei für beide Arten vor allem zum Spätsommer bzw. Herbst an Bedeutung, wenn die Wespenkolonien beginnen Vorräte für den Winter anzulegen. Im Hochsommer treten beide Arten jedoch noch überwiegend als Nützlinge auf, die mit den erbeuteten Insekten ihre Brut aufpäppeln.

Beide Arten bilden mit 3.000 bis 5.000 Tieren relativ große Völker und nisten in Hohlräumen jeder Art in Haus und Garten. Im Gegensatz zu anderen harmlosen Arten bauen diese beiden Plagegeister auch relativ große Nester.

Wespennester entfernen?
Die Untere Naturschutzbehörde empfiehlt, die Nester nicht mit der "chemischen Keule" zu bekämpfen. Oft reicht es, einen Abstand von zwei bis drei Metern zum Nest zu halten und Erschütterungen z.B. durch Rasenmähen zu vermeiden.

"Auch sollte die Anflugbahn zum Nest nicht versperrt werden, und die Insekten nicht durch Stochern in Einfluglöchern provoziert werden", rät Tien. Professionelle Hilfe ist bei der Entfernung von Nestern nur in den Fällen notwendig, in denen sich ein enger Kontakt nicht verhindern lässt. Bei einer Umsiedlung ist unter Umständen auch die Untere Naturschutzbehörde zu beteiligen. PK | PKU

Abfallberatung in der Fußgängerzone: Informationen zum Projekt „Gemeinsam für eine saubere Stadt Kamen“

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KamenInformationen zum Projekt „Gemeinsam für eine saubere Stadt Kamen“ gibt es am Mittwoch, den 22. Juli, in der Zeit von 10 bis 13 Uhr am GWA-Infostand in der KamenerFußgängerzone (vor dem Brunnen/ Ecke Ernstings). 

Fragen rund um das Thema Abfall beantworten die Abfallberaterinnen Regine Hees und Dorothee Weber.

Neben Informationen und Tipps bieten die Abfallberaterinnen auch GWA-Serviceartikel an: Vorsortiergefäße für Küchenabfälle (Müllis), Müllitüten, reißfeste Säcke für den Transport von Grün- und Strauchschnitt, Biotonnensäcke, sowie Emil-Getränkeflaschen und farbige Brotdosen zur Abfallvermeidung. „Wir freuen uns auf ein reges Interesse der Kamener Bürger“, so GWA-Abfallberaterin Dorothee Weber.

Wer Fragen zum Thema Abfall hat kann sich auch gerne an die Fachleute der GWA-Abfallberatung unter der Service-Nummer 0 800 400 1 400 (gebührenfrei) – montags bis donnerstags von 8.30 Uhr bis 17 Uhr und freitags von 8.30 Uhr bis 15 Uhr – wenden.

Nützliche Informationen bietet die GWA-Abfallberatung auch im Internet unter www.gwa-online.de .

Wildnis vor der Haustür: Entspannen und entschleunigen am Beversee

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BeverseeRVR720Luftaufnahme des Beversees Foto: Wiciok

Bergkamen. Der Kohlebergbau hat in der Natur Spuren hinterlassen: Durch Bergsenkungen entstand in Bergkamen im Kreis Unna der Beversee. Er ist Mittelpunkt des gleichnamigen Naturschutzgebietes, das dem Regionalverband Ruhr (RVR) gehört.

Rund um das rund neun Hektar große Gewässer sind erholsame Sparziergänge und Radtouren möglich. Außerdem finden sich zahlreiche lauschige Stellen zum Entspannen und Entschleunigen. Der Beversee ist vor allem Durchzugs-, Rast- und Brutgebiet für zahlreiche Wasservögel. Kormorane, Graureiher und verschiedene Entenarten sind dort ebenso zu finden wie Eisvögel, Flussregenpfeifer, Waldschnepfen, Teichrohrsänger und Nachtigallen. Insgesamt konnten mehr als 50 Vogelarten nachgewiesen werden. Von einer Aussichtsplattform am Südufer können Besucher die Tiere aus kurzer Distanz beobachten. Erst vor wenigen Wochen hat RVR Ruhr Grün die vollständig erneuerte Konstruktion aus Holz und Stahl frei gegeben. Ein Fernrohr, Sitzgelegenheit und eine Informationsstele werden noch aufgestellt. Neben Vögeln haben auch mehrere Fledermausarten sowie Frösche, Kröten und Molche wie der streng geschützte Kammmolch den Beversee als ihren Lebensraum erobert.

Nach einem Spaziergang um den See bietet sich ein Abstecher zum nahe gelegenen Yachthafen Marina Rünthe an. Ein Besuch des Naturschutzgebietes lässt sich auch gut in eine Radtour einbauen: Der Beversee liegt direkt am Radweg Datteln-Hamm-Kanal.

Das Naturschutzgebiet Beversee ist Teil der Route Industrienatur, die 19 Standorte im gesamten Ruhrgebiet umfasst. Dabei handelt es sich meist um Industriebrachen, die die Natur zurückerobert hat, oder um durch den Bergbau geprägte Landschaften.

Wichtige Hinweise zum richtigen Verhalten im Naturschutzgebiet: Ausflügler sollten stets auf den Wegen bleiben und leise sein, um die Tiere nicht zu stören. Hunde sind erlaubt, müssen aber angeleint bleiben. Eventuell anfallender Müll muss wieder mitgenommen werden.

Ruhr-Konferenz: Klimaresilienz der Städte im Ruhrgebiet stärken

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sesekepark220918openJAEröffnung des Seseke-Parks in Kamen am 22. September 2018. Foto: Jens Aschhoff für KamenWeb.de

250 Millionen Euro für Klimafolgenanpassung der Region

Ruhrgebiet. Rund 250 Millionen Euro investieren das Land Nordrhein-Westfalen und die Wasserverbände in den kommenden zehn Jahren im Ruhrgebiet, um die Region klimafest zu machen. Das Projekt „Klimaresiliente Region mit internationaler Strahlkraft“ der Ruhrkonferenz umfasst jetzt das gesamte Ruhrgebiet.

Als deutliches Bekenntnis zur Klimafolgenanpassung unterzeichneten NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser und die Vorstandsvorsitzenden der großen Wasserwirtschaftsverbände Emschergenossenschaft, Lippeverband und Ruhrverband – Prof. Dr. Uli Paetzel und Prof. Dr. Norbert Jardin – nun in Oberhausen eine symbolische Erklärung. Alle Städte der Region werden auf dieser Erklärung vertreten sein, sowohl die kreisfreien Städte Bochum, Bottrop, Dortmund, Duisburg, Essen, Gelsenkirchen, Hagen, Hamm, Herne, Mülheim an der Ruhr und Oberhausen als auch die Kreise Ennepe-Ruhr, Recklinghausen, Unna und Wesel. Neben der Emschergenossenschaft als federführender Wasserwirtschaftsverband sind darüber hinaus nun auch der Lippeverband, der Ruhrverband, die Linksniederrheinische Entwässerungs-Genossenschaft und der Niersverband dabei.

„Mit dem Projekt ‚Klimaresiliente Region mit internationaler Strahlkraft‘ wollen wir gemeinsam mit den Wasserverbänden die Klimaresilienz der Städte im Ruhrgebiet stärken“, sagt Umweltministerin Ursula Heinen-Esser. Der Klimawandel verstärkt die Hitzebelastung in den Städten, gleichzeitig werden Starkregenereignisse zunehmen. Deswegen sollen bis 2040 der Abfluss von Regenwasser im Mischsystem um 25 Prozent reduziert und die Verdunstungsrate um zehn Prozent erhöht werden. Damit können die Lebensqualität und die Attraktivität der Städte erhalten und Schäden vermieden werden.

„Wir verzeichnen das elfte Trockenjahr in Folge. Der Klimawandel ist definitiv in unserer Region angekommen, deswegen unterstützt der Ruhrverband die Initiative des Landes und sieht darin für seine kommunalen Mitglieder im Gebiet des RVR eine gute Chance für eine Weiterentwicklung ihrer wasserwirtschaftlichen und städtebaulichen Infrastruktur“, sagt Prof. Dr.-Ing. Norbert Jardin, Vorstandsvorsitzender des Ruhrverbands.

„Die Service-Organisation der Initiative unter der Leitung von Andreas Giga, angesiedelt bei der Emschergenossenschaft, unterstützt als zentrale Anlaufstelle Kommunen und Wasserverbände bei der Umsetzung einer integrierten, wassersensiblen Stadtgestaltung“, sagt Prof. Dr. Uli Paetzel, Vorstandsvorsitzender von Emschergenossenschaft und Lippeverband. Darunter sind Maßnahmen zur Regenwasserversickerung, Flächenentsiegelung, Dach- und Fassadenbegrünung, Regenwasserzuführung zum Gewässer, Notwasserwege und die multifunktionale Freiflächengestaltung zur temporären Überflutung bei Starkregen zu verstehen. „Gemeinsam mit unseren kommunalen Partnern haben wir bereits mehr als 100 Projekte zur Klimafolgenanpassung vorbereitet“, sagt Paetzel weiter.

Hintergrund
Bereits seit 2014 haben sich 16 Kommunen der Emscher-Region, die Emschergenossenschaft und das Land NRW zu einem gemeinsamen Engagement für eine zukunftsfähige und nachhaltige Stadtentwicklung und der Klimawandelanpassung verständigt. Am 15. Mai 2014 wurde deshalb eine Absichtserklärung zur Zukunftsinitiative „Wasser in der Stadt von morgen“ unterzeichnet. Bei der Ruhrkonferenz im Jahr 2019 fand das Projekt im Themenforum 14 „Grüne Infrastruktur Metropolregion Ruhr“ enormen Zuspruch. Aus dem Themenforum wurden die beiden Projekte „Klimaresiliente Region mit internationaler Strahlkraft“ und „Offensive Grüne Infrastruktur 2030“ entwickelt. Die Verbesserung der Klimaresilienz ist mit einer Vielzahl ambitionierter Ziele verbunden, wie unter anderem die Abkopplung der 25 Prozent des Regenabflusses von der Mischkanalisation und die Erhöhung der Verdunstungsrate um 10 Prozent-Punkte. Mit der Maßnahmenumsetzung sollen Starkregengefahren sowie Hitzebelastungen vermieden oder reduziert und der Vorbildcharakter der Kommunen im Ruhrgebiet gestärkt werden.

Diese Ziele sollen von nun an, in dem Gesamtraum des Regionalverbands Ruhr, mit allen oben genannten Kommunen und Wasserverbänden umgesetzt werden. Die gesamte Gebietskulisse umfasst eine Fläche von 4.435 km², in der ca. 5,1 Mio. Menschen in 53 Städten und Gemeinden leben. Für die Umsetzung der o. g. Klimafolgenanpassungsmaßnahmen stehen in den kommenden zehn Jahren in diesem Raum Fördermittel mit einem Volumen von rund 250 Millionen Euro zur Verfügung.

Die Ruhr-Konferenz ist eine umfassende Initiative der Landesregierung, um das Ruhrgebiet als wirtschaftlich starke und lebenswerte Zukunftsregion für alle Menschen zu gestalten. Der Prozess zur Entwicklung der Chancenregion Ruhr ist von Beginn an auf breite Beteiligung und das Engagement von Menschen und Partnern aus allen gesellschaftlichen Bereichen angelegt. Auf fünf zentralen Handlungsfeldern sollen dabei wichtige Impulse für die Weiterentwicklung des Ruhrgebiets gesetzt werden: Vernetzte Mobilität – kurze Wege; Erfolgreiche Wirtschaft – gute Arbeit; Gelebte Vielfalt – starker Zusammenhalt; Sichere Energie – gesunde Umwelt sowie Beste Bildung – exzellente Forschung. Die Umsetzung der 74 erarbeiteten und ausgewählten Projekte hat Anfang 2020 begonnen. In den kommenden Jahren werden weitere Vorhaben und Ideen von Partnern wie Kommunen, Industrie- und Handelskammern, Handwerkskammern oder Unternehmen unter dem Dach der Ruhr-Konferenz diese Impulse verstärken und die Entwicklung der Chancenregion Ruhr unterstützen.

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