„Refill-Stadt“: Trinkwasser zum Nulltarif nun auch in Kamen

am . Veröffentlicht in Natur & Umwelt

refillbuergerhaus19 ASDas Bürgerhaus Methler ist ab sofort "Refill Station". Foto: Anja SklorzKamen. Um den Plastikwahn einzudämmen und Müll zu vermeiden, kann nun in vielen öffentlichen Einrichtungen kostenlos Leitungswasser in die eigene mitgebrachte Flasche abgefüllt werden ohne dafür zu bezahlen. Zusätzlich sucht die Stadt weiter Unterstützer für diese Aktion.

Das Thema Einwegplastik stellt ein immer größeres Problem für Mensch, Natur und Umwelt auf unserem Planeten dar. Gerade in Deutschland sind - neben Plastiktüten - vor allem Getränke aus Einwegplastikflaschen ein zunehmendes Problem, welches neue Lösungen und ein Umdenken erfordert. Nachhaltigkeit ist im städtischen und gesellschaftlichen Handeln besonders wichtig. Die Stadt Kamen möchte ihre Anstrengungen verstärken, um einen noch größeren Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz zu leisten. Deshalb möchte die Stadt Kamen „Refill-Stadt“ werden.

Ursprünglich kommt das Projekt 2015 aus Bristol. Den ersten deutschen Ableger gibt es seit März 2017 in Hamburg. Seitdem hat sich das Projekt zu einer deutschlandweiten Bewegung geformt. Grundgedanke dahinter ist damals wie heute, Plastikmüll zu vermeiden, die Umwelt zu schützen, gutes Wasser zu trinken und Menschen zu inspirieren plastikfreier zu leben. Da das Leitungswasser kostenfrei abgegeben wird, ist Refill ein ehrenamtliches Projekt und nicht profitorientiert.

Um dieses Projekt auch hier erfolgreich umzusetzen, leistet die Stadt Kamen ihren Beitrag und hat damit begonnen viele ihrer städtischen Institutionen als Refill-Standort auszuweisen. Neben den bereits aktiven Refill-Standorten im Stadtgebiet, zu denen das Reisebüro Timmermann an der Märkischen Straße, der Grüne Laden in der Weststraße und die Verbraucherzentrale in der Kirchstraße zählen, gibt es mit Rathaus, Musikschule, Volkshochschule, Museum, Freizeitzentrum, Bürgerhaus und einigen anderen, nun 13 Standorte, an denen Interessierte, während der Geschäftszeiten, ihr mitgebrachtes Mehrwegbehältnis kostenlos mit frischem Leitungswasser befüllen können.

Aber es braucht noch mehr um Refill-Stadt zu werden, weiß der Klimaschutzmanager der Stadt Kamen, Tim Scharschuch, der das Projekt betreut. „Insgesamt bräuchten wir mindestens 20 Standorte, die Refill-Station sein wollen – je mehr desto besser – versteht sich. Wünschenswert wäre es dabei natürlich, wenn diese sich über die Stadtteile verteilen und nicht alle zentral in der Stadtmitte liegen. Teilnehmer können Unternehmen sein, aber vor allem auch Privatpersonen. Durch das tolle ehrenamtliche Engagement kann jeder aktiv helfen, den Plastikwahnsinn ein bisschen weiter einzudämmen, Müll zu vermeiden und die Umwelt mit ihren natürlichen Ressourcen zu schonen.“ Wer Interesse hat, an der Aktion teilzunehmen, kann sich bei Herrn Scharschuch (02307 / 148 2639 oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) melden oder sich direkt auf der Seite von Refill-Deutschland anmelden. Teilnehmer erhalten einen Aufkleber, der sie als Refill-Standort ausweist und eine kleine Einführung. Damit sie besser von den Durstigen gefunden werden, sind ihr Standorte und die gewünschten Abfüllzeiten auf der digitalen Karte von www.refill-deutschland.de eingetragen.

Archiv: Verbraucherzentrale Kamen ist jetzt "Refill-Station"

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