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    Eisenergebnisse der Brunnenwasseranalysen im Kreis Unna

    Erhöhte Eisenwerte in jeder zehnten Probe

    Das Labormobil des VSR-Gewässerschutzes untersuchte im Kreis Unna zahlreiche Brunnenwasserproben. Foto: Ruben WiltschDas Labormobil des VSR-Gewässerschutzes untersuchte im Kreis Unna zahlreiche Brunnenwasserproben. Foto: Ruben Wiltsch

    Kreis Unna. In den vergangenen fünf Jahren hat das Labormobil des VSR-Gewässerschutz mehrfach im Kreis Unna Station gemacht. Bürgerinnen und Bürger konnten dort ihr Brunnenwasser untersuchen lassen, zusätzlich wurden zahlreiche Proben per Post eingesandt. Insgesamt hat die gemeinnützige Organisation 222 Wasseranalysen aus den Jahren 2021 bis 2025 ausgewertet.

    Im Fokus der Untersuchung standen unter anderem die Eisengehalte im Brunnenwasser. Hintergrund ist, dass viele Gartenbesitzer bei gelblich-braunen Verfärbungen das Wasser nicht mehr verwenden. „Wir haben in 10,3 Prozent der Proben einen Eisengehalt von über 3 Milligramm pro Liter festgestellt“, erklärt Harald Gülzow, der die Untersuchungen im Kreis Unna begleitet hat.

    Nach Einschätzung der Fachleute ist die Nutzung des Wassers im Garten dennoch häufig möglich. Die meisten Pflanzen reagieren demnach unempfindlich auf erhöhte Eisenwerte. Allerdings kann es zu Verfärbungen auf Steinen, Mauern sowie an Blättern, Blüten und Früchten kommen. Empfohlen wird daher, das Wasser möglichst direkt an die Wurzeln zu geben.

    Problematischer sind erhöhte Eisenkonzentrationen für Gartenteiche. Viele Gartenbesitzer nutzen Brunnenwasser zum Nachfüllen, insbesondere in den Sommermonaten. Laut Auswertung sind jedoch 37,6 Prozent der untersuchten Brunnen im Kreis Unna dafür nicht geeignet, da der Eisengehalt über 0,8 Milligramm pro Liter liegt. Höhere Konzentrationen können zu Ablagerungen auf Wasserpflanzen und Tieren führen. Pflanzen können dadurch geschädigt werden, während Fische und andere Lebewesen im Teich beeinträchtigt werden.

    Die Ursachen für erhöhte Eisenwerte liegen nach Angaben der Organisation häufig in den geologischen Gegebenheiten. In einigen Regionen kann zudem der Abbau von Nitrat im Boden zu steigenden Eisenkonzentrationen beitragen.

    Weitere Ergebnisse sowie Informationen zu Untersuchungsterminen des Labormobils stellt der VSR-Gewässerschutz auf seiner Internetseite zur Verfügung.

    Der VSR-Gewässerschutz wurde 1980 als Zusammenschluss verschiedener Bürgerinitiativen gegründet und setzt sich für den Schutz von Grundwasser und Gewässern ein. Neben eigenen Untersuchungen ist der Verein bei der Analyse von Brunnenwasser auf die Mithilfe von privaten Brunnenbesitzern angewiesen.

     

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