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Kamen. Am 8. September 2024 öffnet die Stadt Kamen im Rahmen des „Tag des offenen Denkmals“ die Türen zur Alten Polizeikaserne an der Dortmunder Allee Nr. 6. Von 11:00 bis 13:00 Uhr können Besucher die historische Tankstelle aus dem Jahr 1937 besichtigen, die einen besonderen Blick in die Vergangenheit bietet.
Eine Ausstellung des mobilen Heimatmuseums wird sich auf die Geschichte der Alten Polizeikaserne konzentrieren. Zudem wird das „Heimatboxprojekt“ der Südschule vorgestellt, bei dem sich im vergangenen Schuljahr Kinder der 3. und 4. Klassen intensiv mit der Geschichte ihrer Stadt auseinandersetzten. Diese Präsentation zeigt die wertvolle Arbeit der jungen Entdecker und ihre Sicht auf die lokale Geschichte.
Weitere Informationen und Details zu diesem und anderen Projekten finden Sie auf der Webseite der Heimatpflege Süd-Kamen unter heimatpflegesuedkamen.de. Der Tag des offenen Denkmals bietet eine einmalige Gelegenheit, die Geschichte Kamens hautnah zu erleben und sich mit dem kulturellen Erbe der Stadt zu verbinden. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, teilzunehmen.
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Reinhardstraße feiert einzigartigen Heerener Zusammenhalt zum Dorfjubiläum. Fotos: Katja Burgemeister für KamenWeb.de
von Katja Burgemeister
Kamen-Heeren-Werve. Als er 1977 unten an der Reinhardstraße einzog, war er der erste. „Das war eine Musterwohnung“, erinnert er sich. „Damals waren die ersten Häuser hier komplett saniert worden und wir hatten regelmäßig Besucher, die sich alles anschauen wollten.“ Warum er in die alte Zechensiedlung zog, die damals komplett ihr Gesicht verändert hatte? „Hier gab es große Gärten, man hatte etwas Eigenes – und es bildete sich schnell eine gute Gemeinschaft heraus. Jeder kennt hier jeden, immer noch.“ Grund genug zum Feiern, wenn das ganze Dorf 850 Jahre alt wird.
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Kamen-Heeren-Werve. Im Rahmen der 850-Jahr-Feier von Heeren-Werve luden die Naturfreunde zu einer besonderen Veranstaltung ein: Eine historische Wanderung, die die Teilnehmer auf die Spuren der Vergangenheit führte. Trotz wechselhaften Wetters fanden sich zahlreiche Bürger ein, um an diesem spannenden Spaziergang teilzunehmen. Auch der stellvertretende Bürgermeister Manfred Wiedemann ließ es sich nicht nehmen, die Gruppe zu begleiten und eröffnete die Veranstaltung mit einem Grußwort.
Die Tour startete am Vereinsheim der Naturfreunde bei der Astrid-Lindgren-Schule. Von dort aus führte der Weg vorbei an der neuen Streuobstwiese an der Bergstraße in Richtung der ehemaligen Wasserburg, die einst das Herzstück von Werve bildete. Diese imposante Festung, die heute leider fast in Vergessenheit geraten ist, hatte einst großen Einfluss auf die Region. Wo heute der Werver Platz ist, stand einst die Burg, deren erste urkundlich erwähnte Ritter im 13. Jahrhundert genannt wurden.
Weiter ging es durch den Alten Kirchpfad zum Dorfplatz von Werve, wo die Teilnehmer mehr über die Geschichte des Ortes erfuhren. Ein weiteres Highlight der Tour war die Besichtigung der alten Schule an der Mühlhauser Straße und der historischen Fachwerkhäuser im Teutheck, deren schiefe Balken und interessante Fenster die Fantasie anregten.
Auch der Bergbau, der das Leben in der Region prägte, kam nicht zu kurz. Die Teilnehmer erfuhren von den Auswirkungen der Bergsenkungen auf die Landschaft und die Menschen.
Ein besonders interessanter Punkt der Wanderung war die neu aufgestellte Hinweistafel, die an die ehemalige Richtstätte des Gerichts Heeren erinnert. Diese befand sich etwa 200 Meter entfernt von der Tafel, umgeben von Feldern und einer Eisenbahnstrecke. Hier wurde 1716 eine Kindsmörderin hingerichtet, wie der damalige Pfarrer in den Kirchenbüchern festhielt. Das Gelände wurde nach der Aufhebung des Gerichts durch Napoleon 1809 bis heute nicht bewirtschaftet.
Zum Abschluss führte der Weg die Gruppe zum Hof Heilmann, einem Baudenkmal, das vielen Ortsansässigen unbekannt war. Der heutige Eigentümer begrüßte die Teilnehmer und erklärte, wie er das Anwesen in den letzten Jahren saniert und renoviert hatte.
Der Rundgang endete im Vereinsheim der Naturfreunde, wo die Teilnehmer bei Gegrilltem und kühlen Getränken den Nachmittag gemütlich ausklingen ließen.
Nächste Termine im August:
- 21. August, 15 Uhr: Kaffeerunde und Klönrunde der Frauen im Vereinsheim.
- 22. August, 15 Uhr: Bosselturnier "Weiblein gegen Männlein" und ab 18 Uhr der Spielerabend der Naturfreunde.
- 11. September: Tagesausflug des Stadtseniorenrings e.V. und der Naturfreunde Kamen nach Solingen Gräfrath mit Besichtigung des Deutschen Klingenmuseums und Stadtführung. Anmeldung und weitere Informationen über die Seniorenbetreuung der Stadt Kamen unter Telefon 02307 148-1402.
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Bewohner des Friedrich-Pröbsting-Hauses und Naturfreunde Kamen erkunden unter der Leitung von Ortsvorsteher Friedhelm Lipinski historische Orte in Heeren während der 850-Jahr-Feier.
Kamen-Heeren-Werve. Anlässlich der 850-Jahr-Feier in Heeren unternahmen die Bewohner des Friedrich-Pröbsting-Hauses der Evangelischen Perthes-Stiftung e.V. gemeinsam mit den Naturfreunden Kamen eine besondere Reise in die Vergangenheit. Unter der Leitung des Ortsvorstehers Friedhelm Lipinski erkundete die Gruppe historische Orte und erinnerte an die bewegte Geschichte ihres Stadtteils.
Der Rundgang startete am Pröbstinghaus, wo Frau Dück die Entstehungsgeschichte des Hauses erläuterte. Ursprünglich als Berglehrlingsheim nach der Schließung der Zeche Königsborn 2/5 genutzt, dient es heute als Pflegeeinrichtung.
An mehreren geschichtsträchtigen Punkten wurden vergangene Zeiten lebendig: Die farbigen Stelen an der Rosenstraße erinnerten an die einstige Zechenbahn, die als Verbindungsstrecke zwischen den Schachtanlagen diente und von den Heerensern genutzt wurde. Am Haus Mühlbach wurde der Standort der ehemaligen Kokerei der Zeche Königsborn in Erinnerung gerufen.
Der Weg führte weiter über den Schattweg zum Heerener Schloss, vorbei an historischen Gebäuden, die einst als Casino, Kino und über 40 Gaststätten und Kneipen dienten. Am Kateneck machte die Gruppe Halt am ältesten Fachwerkhaus Heerens, erbaut um 1750, und legte auf dem alten Dorfplatz eine Rast ein.
Ein besonderes Highlight war das Zitat von Pfarrer Stapenhorst, der 1889 überrascht festgestellt haben soll: „Das ist ja ein ganzes Dorf“, als er von den Plänen der Zeche erfuhr, 730 neue Wohnungen für die Arbeiter zu bauen.
Auf dem Rückweg zum Pröbstinghaus machte die Gruppe noch einmal Halt an den ehemaligen Standorten der Schachtanlage Königsborn 2/5. Trotz der anspruchsvollen Strecke waren die Teilnehmer positiv überrascht, mehr über die Geschichte Heerens erfahren zu haben.
Die Naturfreunde Kamen zeigten mit dieser Aktion, wie Inklusion gefördert und das Gemeinschaftsgefühl in Heeren gestärkt werden kann – getreu dem Motto: „Denn miteinander schaffen wir es.“
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Auf dem Foto sehen Sie von links nach rechts Bürgermeisterin Elke Kappen, Werner Theymann (Anwohner), Karl-Heinz-Stoltefuß (Ortsheimatpfleger) sowie die städtische Beigeordnete Ingelore Peppmeier. Foto: Stadt Kamen
Kamen-Heeren-Werve. Delinquenten, die einst vom Gericht Heeren zum Tod verurteilt worden waren, wurden in der Werver Heide hingerichtet. In der Bevölkerung ist darüber wenig bekannt – doch das soll sich ändern. Ortsheimatpfleger Karl-Heinz Stoltefuß hat dazu eine Infotafel erstellen lassen, auf der die Geschichte des Heerener Gerichts in Wort und Bild dargestellt ist. Bürgermeisterin Elke Kappen hat die Tafel, die an der Brameyer Straße steht, jetzt der Öffentlichkeit übergeben. Die Kosten wurden aus dem Bürgerhaushalt zur Verfügung gestellt.
Der genaue Standort der Hinrichtungsstätte liegt etwa 200 Meter südlich vom Standort der Tafel, inmitten einer großen Ackerfläche. Weil die Leichen der Hingerichteten nicht in geweihter Erde auf dem Friedhof begraben werden durften, wurden sie auf dem Grundstück der Hinrichtungsstätte begraben. Das Grundstück wurde auch nach Aufhebung des Gerichts, 1809 durch Napoleon, bis heute nicht bewirtschaftet. Inzwischen ist das Grundstück mit Gestrüpp und ein paar Bäumen zugewachsen.
Dass das Kirchspiel Heeren ein selbstständiger Gerichtbezirk wurde, ist der Adelsfamilie von Hüchtenbruck auf Haus Heeren zuzuschreiben. Im Jahr 1649 übertrug der Große Kurfürst von Brandenburg dem Hüchtenbruck, der ein einflussreicher Verwaltungsbeamter bei der Regierung in Kleve war, die Gerichtsbarkeit, zu der auch die zivilen Verwaltungsangelegenheiten gehörten. Hierfür musste der Hüchtenbruck 4.000 Reichstaler an den Kurfürsten bezahlen. Das Geschäft kam auch deshalb zustande, weil der Kurfürst durch die Ausgaben im dreißigjährigen Krieg knapp bei Kasse war und der Hüchtenbruck vom Kurfürsten 2.900 Reichstaler an offenstehendem Salär verlangte.
Diese Geschichte und mehr können Wanderer und Radfahrer bei einem Stopp durch die Infotafel erfahren. Eine geschichtsträchtige Wanderung findet zudem am Sonntag, 18. August, statt. Unter dem Titel „Auf den Spuren der Ortsgeschichte Heeren-Werve“ führen die Naturfreunde und die Ortsheimatpfleger Andrea Woter und Karl-Heinz Stoltefuß von 10 bis circa 12 Uhr durch die Historie des Ortsteils. Start ist am Pförtnerhaus, Gäste sind herzlich willkommen.
Archiv: Historische Wanderung: Auf den Spuren der Geschichte in Werve
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Heeren-Werve – Anlässlich der 850-Jahr-Feier von Heeren-Werve laden die Naturfreunde Kamen am Sonntag, den 18. August 2024, zu einer besonderen historischen Wanderung im Ortsteil Werve ein. Gemeinsam mit den Ortsheimatpflegern Karl-Heinz Stoltfuß und Andrea Woter werden die Teilnehmer auf eine Reise durch die Geschichte des Ortes mitgenommen.
Die Wanderung startet um 10 Uhr am Vereinsheim der Naturfreunde auf dem Schulhof der Astrid-Lindgren-Schule, Westfälische Straße 23. Auf der rund 3 bis 3,5 Kilometer langen Strecke werden bedeutende historische Stätten wie die Richtstätte des Gerichts Heeren und das Baudenkmal „Hof Heimann“ erkundet. Der Weg führt zudem durch das alte Dorf Werve, das mit vielen Geschichten und historischen Anekdoten aufwartet.
Im Anschluss an die Wanderung sind alle Teilnehmer herzlich eingeladen, im Vereinsheim der Naturfreunde gemeinsam zu grillen und bei Getränken die Eindrücke des Tages Revue passieren zu lassen.
Die Naturfreunde Kamen freuen sich auf zahlreiche Gäste, die an dieser besonderen Veranstaltung teilnehmen und die Geschichte von Werve hautnah erleben möchten.
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