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Auf dem Foto sehen Sie von links nach rechts Bürgermeisterin Elke Kappen, Werner Theymann (Anwohner), Karl-Heinz-Stoltefuß (Ortsheimatpfleger) sowie die städtische Beigeordnete Ingelore Peppmeier. Foto: Stadt Kamen
Kamen-Heeren-Werve. Delinquenten, die einst vom Gericht Heeren zum Tod verurteilt worden waren, wurden in der Werver Heide hingerichtet. In der Bevölkerung ist darüber wenig bekannt – doch das soll sich ändern. Ortsheimatpfleger Karl-Heinz Stoltefuß hat dazu eine Infotafel erstellen lassen, auf der die Geschichte des Heerener Gerichts in Wort und Bild dargestellt ist. Bürgermeisterin Elke Kappen hat die Tafel, die an der Brameyer Straße steht, jetzt der Öffentlichkeit übergeben. Die Kosten wurden aus dem Bürgerhaushalt zur Verfügung gestellt.
Der genaue Standort der Hinrichtungsstätte liegt etwa 200 Meter südlich vom Standort der Tafel, inmitten einer großen Ackerfläche. Weil die Leichen der Hingerichteten nicht in geweihter Erde auf dem Friedhof begraben werden durften, wurden sie auf dem Grundstück der Hinrichtungsstätte begraben. Das Grundstück wurde auch nach Aufhebung des Gerichts, 1809 durch Napoleon, bis heute nicht bewirtschaftet. Inzwischen ist das Grundstück mit Gestrüpp und ein paar Bäumen zugewachsen.
Dass das Kirchspiel Heeren ein selbstständiger Gerichtbezirk wurde, ist der Adelsfamilie von Hüchtenbruck auf Haus Heeren zuzuschreiben. Im Jahr 1649 übertrug der Große Kurfürst von Brandenburg dem Hüchtenbruck, der ein einflussreicher Verwaltungsbeamter bei der Regierung in Kleve war, die Gerichtsbarkeit, zu der auch die zivilen Verwaltungsangelegenheiten gehörten. Hierfür musste der Hüchtenbruck 4.000 Reichstaler an den Kurfürsten bezahlen. Das Geschäft kam auch deshalb zustande, weil der Kurfürst durch die Ausgaben im dreißigjährigen Krieg knapp bei Kasse war und der Hüchtenbruck vom Kurfürsten 2.900 Reichstaler an offenstehendem Salär verlangte.
Diese Geschichte und mehr können Wanderer und Radfahrer bei einem Stopp durch die Infotafel erfahren. Eine geschichtsträchtige Wanderung findet zudem am Sonntag, 18. August, statt. Unter dem Titel „Auf den Spuren der Ortsgeschichte Heeren-Werve“ führen die Naturfreunde und die Ortsheimatpfleger Andrea Woter und Karl-Heinz Stoltefuß von 10 bis circa 12 Uhr durch die Historie des Ortsteils. Start ist am Pförtnerhaus, Gäste sind herzlich willkommen.
Archiv: Historische Wanderung: Auf den Spuren der Geschichte in Werve
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Heeren-Werve – Anlässlich der 850-Jahr-Feier von Heeren-Werve laden die Naturfreunde Kamen am Sonntag, den 18. August 2024, zu einer besonderen historischen Wanderung im Ortsteil Werve ein. Gemeinsam mit den Ortsheimatpflegern Karl-Heinz Stoltfuß und Andrea Woter werden die Teilnehmer auf eine Reise durch die Geschichte des Ortes mitgenommen.
Die Wanderung startet um 10 Uhr am Vereinsheim der Naturfreunde auf dem Schulhof der Astrid-Lindgren-Schule, Westfälische Straße 23. Auf der rund 3 bis 3,5 Kilometer langen Strecke werden bedeutende historische Stätten wie die Richtstätte des Gerichts Heeren und das Baudenkmal „Hof Heimann“ erkundet. Der Weg führt zudem durch das alte Dorf Werve, das mit vielen Geschichten und historischen Anekdoten aufwartet.
Im Anschluss an die Wanderung sind alle Teilnehmer herzlich eingeladen, im Vereinsheim der Naturfreunde gemeinsam zu grillen und bei Getränken die Eindrücke des Tages Revue passieren zu lassen.
Die Naturfreunde Kamen freuen sich auf zahlreiche Gäste, die an dieser besonderen Veranstaltung teilnehmen und die Geschichte von Werve hautnah erleben möchten.
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Postkarte aus dem Bildband: Heeren-Werve wie es früher war. Bd. 1Kamen-Heeren-Werve. Mit einem Vortrag zur 850jährigen Geschichte Heeren-Werves wird die Vortragsreihe in der VHS-Haus der Bildung- fortgesetzt. Die Referenten Kreisheimatpfleger Andre Siegel und Ortsheimatpfleger Karl-Heinz Stoltefuß knüpfen an das Thema des letzten Vortrags Beginn der Industrialisierung an und berichten über die Ansiedlung der Zeche Königsborn 2/5 bis zur Aufgabe der Kohleförderung im Jahr 1965. Die Zechenansiedlung hatte immense Auswirkungen auf die wirtschaftlichen und sozialen Strukturen der Gemeinde, die von den Referenten beleuchtet werden.
Die Ereignisse des 1. Weltkriegs, die Revolution von 1918 und die Weimarer Republik mit ihren demokratischen Neuerungen in Verwaltung und Gemeindevertretungen, sind ebenso Teil des Vortrages, wie die Aufbaujahre nach dem 2. Weltkrieg und die kommunalen Neuordnung 1968.
Das Thema Heeren-Werve in der Zeit von 1933 bis 1945 haben die Referenten für einen separaten Vortragsabend, Anfang September, zurückgestellt. Die aktuelle Diskussion über den Rechtsradikalismus ist der Anlass. Die Referenten wollen etwas ausführlicher am Beispiel Heeren-Werves darstellen, wie sich die Machtübernahme durch die Nationalsozialisten in einer kleinen Bergarbeitergemeinde vollzogen hat.
Der Vortrag findet am Donnerstag, 1. August 2024, um 18 Uhr im Haus der Bildung (VHS) an der Bergstraße in Heeren statt.
Archiv: Höhepunkt der 850-Jahr-Feier am Heerener Schloss mit buntem Mammutprogramm
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Kamen-Methler. Die Vereinsgemeinschaft Methler e.V. (VGM) möchte gemeinsam mit dem Ortsheimatpfleger Wilfrid Loos eine weitestgehend vollständige Dokumentation über die Vereine im heutigen Gemeindegebiet Methler bis möglichst ins vorige Jahrhundert erstellen.
Aus diesem Grund fand bereits am 4 Juli d.J. ein Informationsabend mit Bildervortrag statt, der seitens der Vereine und weiteren Interessierten gut besucht war.
Es wurden bereits viele Informationen direkt ausgetauscht und Details über das Vereinsleben in Methler angekündigt.
Als nächstes plant die VGM im Herbst d.J. in Zusammenarbeit mit Herrn Loos einen bebilderten Vortrag über die räumlichen und gesellschaftlichen Veränderungen des Stadtteils Methler vom vorigen Jahrhundert bis heute.
Mit dieser Veranstaltung sollen auch jüngere und neu hinzugezogene Bürgerinnen und Bürger angesprochen werden.
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Auf dem Foto nimmt Niels Borecki den neuen Stollenprojektor im Beisein von Museumsleiter Robert Badermann in Betrieb. Foto: Stadt Kamen
Kamen. Im Haus der Stadtgeschichte wurde nun die umfangreiche Sammlung und Dauerausstellung zur Bergbaugeschichte der Stadt Kamen multimedial erweitert.
Mit finanzieller Unterstützung des LWL Museumsamtes konnte der bereits vorhandene Bergbaustollen ergänzt werden. Die Firma Niels Borecki Lab aus Bochum installierte einen Videoprojektionsbildschirm mit Lautsprecher und hat ein Video aus alten Abbauszenen mit Ton zusammengeschnitten, der nun im Innern des Stollens in einer Endlosschleife läuft.
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Kamen. Beim Treffen der OrtsheimatpflegerInnen mit Bürgermeisterin Elke Kappen im Haus der Stadtgeschichte wurde erstmals das neue Südkamener Wappen öffentlich vorgestellt. Dieses Wappen wurde, ausgehend von der Südkamener Runde des Heimatfrühstückes und aufgrund einer Anregung vom ehemaligen Stadtarchivar Jürgen Kistner, durch Rolf-Dieter Helgers entwickelt und vom Runden Tisch Südkamen einstimmig als Wappen und Symbol für Südkamen beschlossen.
Durch die Eintragung ins Wappenregister, Deutsche Ortswappenrolle Nr.99 des Deutschen Herolds, wurde die heraldische und wappenrechtliche Prüfung mit folgender Beschreibung erfolgreich abgeschlossen.
"In Blau ein goldenes Wassermühlrad aus diesem fächerförmig hervorkommend neun gestielte goldene Ähren"
Das Wassermühlrad erinnert an die Berger Mühle und die 9 goldenen Ähren an die 9 Ursprungshöfe des Dorfes südlich der Stadt Kamen, das bereits um 1220 in einer Urkunde des Grafen Isenberg von Altena erwähnt wurde.
Namen und Standorte der Höfe sind auch auf den Stelen im Stadtteil am historischen Radweg Südkamen wiederzufinden.
In der gleichen Zusammenkunft wurde auch der langjährige, ehrenamtliche Südkamener Heimatpfleger Karl-Heinz Böhm durch die Bürgermeisterin verabschiedet. Sie würdigte dabei seine Verdienste um die Recherche und Dokumentation der Südkamener Heimatgeschichte. Unter seiner aktiven Mitarbeit entstand das öffentliche, virtuelle Heimathaus sowie das mobile Heimatmuseum von Südkamen, welches mittlerweile 12 Ausstellungswände umfasst. Der Rad -und Wanderweg rund um das historische Südkamen geht ebenfalls auf seine gemeinsame Arbeit mit Peter Resler zurück. Auch die Organisation und Durchführung des monatlichen Heimatfrühstücks im Cafe Grobe hat stark dazu beigetragen, dass heimatinteressierte Menschen in Südkamen einen Anlaufpunkt zum Austausch gefunden haben.
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