Happy Birthday, Kamen: "Zusammengewachsen, was zusammen passt"

Geschrieben von Redaktion am . Veröffentlicht in Stadtgeschichte

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von Andreas Milk | Fotostrecke >>>

50JahreKamen318KW08Kamen. Die Altersjubilarin ist gut in Schuss - das hat Bürgermeister Hermann Hupe eben in der Stadthalle klar gesagt: Es sei in 50 Jahren "zusammengewachsen, was gut zusammen passt". Im März 1968 hatte sich der Rat der "neuen" Stadt Kamen zur konstituierenden Sitzung getroffen. Der Rat des Jahres 2018 feierte den Jahrestag heute mit geladenen Gästen.

Hupe machte mit seinem Publikum einen Ausflug in die Geschichte: Die kleinen Gemeinden hätten seinerzeit nicht gerade Hurra geschrien, als sie unterm Dach der Stadt zusammengefasst wurden. Harte Arbeit sei es gewesen, die Bürger von den Chancen der kommunalen Neuordnung zu überzeugen. Aber: Die Stadt habe diese Chancen genutzt - etwa beim Ausbau ihrer Infrastruktur. Die Gründung gleich zweier Gesamtschulen zum Beispiel habe Kamen zur "Bildungspilotkommune" gemacht. Undenkbar im Klein-Klein der vorangegangenen Jahre.

Bodenständigkeit und Weltoffenheit ergänzen sich im städtischen Miteinander: Mit dieser Feststellung leitete Hupe sein Gespräch mit NRW-Heimatministerin Ina Scharrenbach ein. Die ist selbst Kamenerin und sagt: "Jeder Mensch hat Heimat in sich." Sie lasse sich darum auch nicht klar definieren und dürfe schon gar nicht nationalistisch vereinnahmt werden, erklärte die CDU-Politikerin vor dem Hintergrund der Debatte um Geflüchtete. "Integration gelingt durch Austausch."

In einer Talkrunde mit Hupe als Moderator kamen einige Wegbereiter und -begleiter Kamens zu Wort: Sein Vorgänger Manfred Erdtmann - erster hauptamtlicher Bürgermeister Kamens -, Ex-Beigeordneter Reiner Brüggemann - einst Verwaltungs-Azubi, pardon, -lehrling -, Ex-Beigeordneter und Ex-Stadtwerkechef Hermann Görres - der an eine mächtige schwarz-rote Koalition in Methler erinnerte -, Ex-Landrat und Kamener Gerd Achenbach, 1968 Student - "wir wollten die Welt verändern, hat aber nicht geklappt" -, schließlich Heinrich Kissing, ehemals CDU-Fraktionsvorsitzender, der an seinen gar nicht so Kamen-affinen Parteifreund Otto Buschmann erinnerte. Dessen Absenderangabe auf Briefen habe bis zu seinem Tode gelautet: "Westick bei Unna".

50JahreKamen318KW05Ein Urgestein eben - und das gilt wohl auch für Heeren-Werves Ortsheimatpfleger Karl-Heinz Stoltefuß, der sich außer der Reihe mit Anekdoten seines Stadtteils zu Wort meldete. Der entscheidende Satz dieses feierlichen Vormittags blieb gleichwohl Hermann Hupe vorbehalten. Er lautet: "Manchmal muss man sich zum Erfolg trinken" - sein Kommentar zu einer Erzählung Reiner Brüggemanns über die Entstehung der Städtepartnerschaft mit dem brandenburgischen Beeskow kurz nach dem Mauerfall. Getränke spielten offenbar eine Rolle.

Sympathisch, dass Politiker und Verwaltungsleute heute beim Feiern nicht unter sich blieben. Geladen waren beispielsweise Angehörige der Freiwilligen Feuerwehr, die für Sicherheit im Städtchen sorgen. Und das Kammerorchester der Kamener Musikschule lieferte inmitten der Rederei ausgesprochen wohlklingende Zwischen-Töne. Falls wir's noch erleben: gern 2068 wieder! 

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