Parcours in die Geschichte Südkamens lockt nur wenige Besucher

Geschrieben von Redaktion am . Veröffentlicht in Stadtgeschichte

Suedkamen01 920CVEine Station auf dem Parcours zur 800-jährigen Geschichte Südkamens stellte die Kindertageseinrichtung „Unter dem Regenbogen“, die über ihre neue Einrichtung informierte. Fotos: Christoph Volkmer für KamenWeb.de

von Christoph Volkmer

Suedkamen03 920CVSteinmetz- und Steinbildhauermeister Hans Determann informierte auch über den Betrieb, der bereits 115 Jahre existiert.Südkamen. „Zurück in die Zukunft“, „Terminator“ oder „Bill und Teds verrückte Reise durch die Zeit“ - Filme, bei denen Zeitreisen eine entscheidende Rolle spielen, gibt es reichlich. Ganz so spektakulär sah am Samstag die Reise durch die 800-jährige Geschichte Südkamens natürlich nicht aus, bot aber dennoch einen informativen Einblick in das Leben im Stadtteil.

Vereine, Gruppen, Unternehmen und Institutionen ermöglichten auf dem Gelände des Steinmetzbetriebs Determann Stippvisiten in die Geschichte der einstmals selbstständigen Gemeinde. Um die Veranstaltung auf dem 5000 Quadratmeter großen Gelände unter Corona-Bedingungen zu realisieren, hatte Gastgeber Hans Determann mit dem früheren Stadtarchivar Hans-Jürgen Kistner und Mitgliedern des Rotary Club Kamen einen Einbahnstraßen-Parcours abgesteckt.

Der Austragungsort war nicht zufällig gewählt, denn der Betrieb Determann stellt seit 1905 individuelle Grabmale, Bildhauerarbeiten und Brunnen her und feiert aktuell sein 115-jähriges Bestehen. Da der Steinmetz- und Steinbildhauermeister auch Mitglied beim Rotary Club ist, der in diesem Jahr den 20. Geburtstag begeht, präsentierten sich die Rotarier ebenfalls vor Ort. „Das passt gut zusammen“, sagte Determann zu den beiden Jubiläen. Auch Determann selbst hat dieser Tage einen besonderen Arbeitstag. „Am 1. Oktober bin ich genau die Hälfte der 115 Jahre im Geschäft tätig.“

Suedkamen04 920CVAm Stand der Stadt Kamen informierte Katja Herbold vom Stadtmarketing unter anderem über das Stadtleuchten, das vom 2. bis 4. Oktober stattfinden wird. Neben historischen Einblicken boten Präsentationen von Feuerwehr, Südschule und weiteren Institutionen wie der Druckerei Kemna ebenso Ausblicke in die Zukunft. Bestes Beispiel dafür setzte die Evangelische Kindertageseinrichtung „Unter dem Regenbogen“. Leiterin Ingelore Schraad informierte über den laufenden Neubau der Tageseinrichtung, in der sich voraussichtlich ab März 2021 vier Gruppen mit insgesamt 75 Kindern im Alter von vier Monaten bis zum Schuleintritt entwickeln können. Als Anschauungsobjekt hatte die Kindergartenleiterin ein Modell des möglichen neuen Außengeländes mitgebracht, über dessen Gestaltung sich Mitarbeiter und Förderverein jüngst bei einem Workshop kreative Gedanken gemacht haben.

Mit der Geschichte des Stadtteils sind seit Anfang des Jahres auch die Heimatfreunde um Peter Resler und Karl Böhm beschäftigt. Die Herren haben unter anderem das mobile Heimatmuseum über Südkamen auf mehreren Roll-Ups zusammengestellt, auf denen viele Informationen von der Siedlungsgeschichte bis hin zu Tipps für eine Radtour zu historischen Stationen des ehemaligen Dorfes zu finden sind.

Dazu haben die Geschichts-Begeisterten eine Homepage (www.heimatpflegesuedkamen.de) erstellt. „Wir nehmen gern alles, was mit Südkamen zu tun hat“, sagt Resler, denn die Homepage soll noch informativer werden. Vor allen Dingen alte Fotos von Gebäuden suchen die Heimatfreunde, um anhand der Aufnahmen Bezüge zur Gegenwart herstellen zu können. Noch handelt es sich um eine Wanderausstellung, denn feste Räumlichkeiten haben die Ortsheimatpfleger noch nicht gefunden. „Wir möchten aber gern möglichst bald eine eigene Heimatstube haben“, sagte Resler.

Die Resonanz auf den recht kurzfristig organisierten Parcours hielt sich am Samstag in überschaubaren Grenzen. Das war schade, denn die Aussteller, die ihre Vorstellungen teils sehr liebevoll vorbereitet hatten, hätten trotz der wenig attraktiven Wettervorhersage einen größeren Zuspruch verdient gehabt. Die Feierlichkeiten zum 800. Geburtstag Südkamens sollen im August 2021 - dann hoffentlich ohne Corona-Begleiterscheinungen - auf dem Festplatz an der Südschule fortgesetzt werden.

Suedkamen02 920CVDie Ortsheimatpfleger um Peter Resler (2.v.r.) hatten ihr mobiles Heimatmuseum über Südkamen mitgebracht.

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